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Indirekte Forschungsförderung Archives - ITS Förderberatung

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Es gibt noch viel zu tun

Egal, ob es darum geht, heimische Unternehmen noch innovativer zu machen, oder mehr Mädchen für Technik zu begeistern: Die Geschäftsführerin der FFG, Henrietta Egerth, ist überzeugt, dass Fleiß, Begeisterung und Engagement zum Erfolg führen. Ein Gespräch über Barrieren, faszinierende Forschungsprojekte und die dafür nötigen Fördermittel.

Wie gut ist Österreichs Forschungslandschaft aufgestellt?
Wir haben ein sehr leistungsfähiges Innovationssystem. Bei uns arbeiten Spitzenkräfte in Spitzeninstitutionen. Zahlen der Statistik Austria belegen zudem, dass 2022 mit ca. 14,2 Milliarden Euro ein neuer Rekord bei den Forschungsausgaben aufgestellt werden wird. Das sind noch einmal um 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Österreich ist damit bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) global unter den Top-Ländern.

Wie viel dieser Forschung spielt sich direkt in Unternehmen ab?
Tatsächlich wird ein sehr großer Anteil von der Wirtschaft getragen. Ganz wesentlich für das Volumen ist dabei die Forschung, die durch internationale Konzerne in Österreich betrieben wird. Denken wir etwa an Konzerne wie Infineon oder Böhringer Ingelheim. Dass Unternehmen generell so intensiv auf F&E setzen, liegt an dem enormen Hebel, der sich daraus ergibt. Besonders in Krisenphasen zeigt sich, dass Unternehmen, die in Forschung investieren, die Nase vorne haben. Sie erwirtschaften höhere Umsätze, können mehr Mitarbeiter halten und schneller wachsen. Entsprechend stark versuchen wir Unternehmen auch in schwierigen Phasen dazu zu motivieren, weiterhin in F&E und Innovation zu investieren. Glücklicherweise war in den letzten Jahren von öffentlicher Seite viel Geld für entsprechende Forschungsförderung vorhanden.

Wo sehen Sie noch Aufholbedarf?
Es gibt natürlich nie genug Mittel, um alle spannenden Projekte zu fördern. Wir beklagen uns nicht, doch die Wirtschaft könnte mit mehr Fördergeld noch mehr leisten. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hat sich, auch durch viele Förderimpulse, in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotzdem gibt es auch hier noch Steigerungspotenzial. Dadurch würden neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft noch schneller zur Anwendung gelangen, was den Unternehmen enorme Wettbewerbsvorteile verschaffen würde. An Österreichs 22 Universitäten entsteht unglaublich viel Wissen. Dieses Wissen muss frühzeitig in die Wirtschaft gelangen.

Wo liegt das Problem? Öffnen sich die Wissenschaftler der Wirtschaft noch zu wenig?
Internationale Benchmarks zeigen, dass die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft in Österreich gut funktioniert. Vor allem die technischen und medizinischen Unis haben bereits vielfältige Kooperationen und starke Netzwerke. Aber ganz besonders spannend sind interdisziplinare Projekte und da ist noch viel Luft nach oben. Viele Innovationen benötigen mittlerweile das Know-how unterschiedlicher Disziplinen.

Haben Sie ein Beispiel dafür?
Denken wir an die Covid-Impfstoffe. Sie waren sensationell schnell verfügbar, weil verschiedenste Fachbereiche zusammengearbeitet haben. Doch die gesellschaftliche Akzeptanz war nicht in voller Breite vorhanden. Wir müssen in der Bevölkerung immer wieder Akzeptanz für Forschungsergebnisse schaffen und auch dafür braucht es eine breite Basis verschiedener Stakeholder. Das gilt für autonomes Fahren genauso, wie für 5G-Anwendungen oder AI.

Welche Themen sind besonders im Fokus der Förderungen?
Wichtig ist uns, dass wir alle Projekte nach ihrer Qualität beurteilen und nicht nach dem Themenbereich. Es gibt aber natürlich Schwerpunkte wie Digitalisierung, Greentec sowie Nachhaltigkeit. Diese Themen ziehen sich durch das gesamte Portfolio und werden auch sehr stark nachgefragt.

Gibt es Bereiche, in denen heimische Player in der Spitzenliga mitspielen können?
Definitiv. Wir sind zum Beispiel im Bereich Life Science sehr gut aufgestellt und fördern entsprechend. Aber auch rund um E-Mobilität, Brennstoffzellentechnologie und Lichtsysteme sind wir vorne mit dabei. Wir haben traditionell auch viele tolle Betriebe im Produktionsbereich, und sogar in der Luftfahrt und Weltraumtechnik gibt es global führende Unternehmen. Unsere großen Player in traditionellen Bereichen wie Stahl, Metall oder Chemie sind innovativer als ihre globalen Konkurrenten. Zwar nur in kleinen Bereichen, doch davon Nischen mit Hidden Champions zu besetzen, lebt ein kleines Land.

Die FFG kommt ihren Aufgaben im Sinne ihrer Eigentümerressorts, dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) nach. Zudem gibt es Kooperationen mit dem Klima- und Energiefonds, der FTE-Nationalstiftung, der Europäischen Kommission und einzelnen Bundesländern. Wer entscheidet am Ende, welche Programme gefahren werden und wofür die Fördergelder ausgegeben werden?
Die Republik vergibt, vertreten durch die Ministerien, über die FFG Steuergeld. Die Ressorts setzen natürlich inhaltliche Schwerpunkte, aber nicht im luftleeren Raum. Wir liefern ihnen Daten und Analysen aus unseren Förderungsfällen, die in die künftige Programmgestaltung einfließen. Wir sind auch für europäische Forschungsmittel zuständig, die sich an großen Themen wie neue Mobilität, Nachhaltigkeit und IKT orientieren. Wir versuchen unsere nationalen Akteure so stark zu machen, dass sie international im Wettbewerb konkurrenzfähig sind. Dabei gehen wir von unserer KMU-Struktur, von den Stärkefeldern, von der europäische Landkarte aus und ermitteln im Diskurs, wo wir uns spezialisieren können. Das Klimaministerium möchte etwa die Transformation der Wirtschaft und wir sagen mit unserem Know-how wie es klappen kann und schlagen einen realistischen Weg vor.

Wie gut werden die Instrumente von kleineren und mittleren Unternehmen genutzt?
Oft sind in den Kooperationsprojekten KMU mit Industrie und Wissenschaft vereint. 60 Prozent der Fördermittel gehen an die Wirtschaft und damit auch an den Mittelstand. Der Rest geht durch Kooperationen an die Wissenschaft.

Was hebelt ein Euro Steuergeld, der in Forschungsförderung fließt?
Ein Euro Förderung sorgt für zehn Euro an zusätzlichen Umsätzen und Lizenzerlösen.

Wie spielen Innovation und Forschung zusammen? Muss es immer gleich ein technisches Thema sein?
Neben klassischen, technischen Themen wird das nicht-technologische Innovationsfeld im Zuge der Digitalisierung immer stärker. Wir wollen natürlich auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, von Vertriebsinnovationen und Geschäftsinnovation fördern. Es gibt auch ein eigenes Förderpaket, das nicht-technologische Innovationen fördert. Wesentlich ist dabei, dass es sich um Entwicklungen handeln muss, die für den Markt etwas Neues sind – nicht nur für das einzelne Unternehmen.

Welche Rolle spielt die internationale Vernetzung heute, um erfolgreich forschen und innovieren zu können?
Viele der Unternehmen, deren Projekte wir begleiten, sind international tätig. Es ist ihr Daily Business zu schauen, wer wo was macht. Der Ideenaustausch, das Finden von Partnern ist ganz wesentlich. Die Industrie schafft das oft besser selber. Für den Mittelstand ist es dagegen besonders wichtig Unterstützung beim Peer Learning zu erhalten, um zu erfahren, wer was macht und wie sich neue Technologien einsetzen lassen. Für viele Startups, die sich gleich international aufstellen, ist das Verständnis für die Bedürfnisse und Eigenheiten anderer Märkte noch wichtiger. Das europäische Format Horizon Europe bringt darum Unternehmen gezielt in Kooperation mit anderen Partnern in Europa.

Von Unternehmen wird ein enormer Mangel von Fachkräften beklagt. Was kann getan werden, um mehr Frauen für F&E und Technik zu begeistern?
Wir haben aktuell 83.ooo Beschäftige in F&E und nur 24% sind Frauen. In der Wirtschaft sind es überhaupt nur 16%. Wir brauchen dringend mehr Frauen, die sich für technische, naturwissenschaftliche und digitale Themen interessieren. Ich hoffe, dass jetzt ein neuer Spirit entstehen kann, da Themen wie der Klimawandel eine hohe gesellschaftliche Relevanz genießen. Von ihnen könnten sich mehr Frauen angesprochen fühlen. Ich glaube, dass man auch in den Schulen vieles ändern müsste. Ein Ausbau von Ganztagsschulen wäre wichtig, um Frauen vom psychologischen Druck zu entlasten ihre Kinder zu Hause betreuen zu müssen. In Frankreich und in nordischen Ländern geben viele Frauen ihre Kindern früher in die Betreuung. Auch, weil die Betreuung sehr gut ist. Auf der anderen Seite ist das frühzeitige in Kontaktkommen mit Naturwissenschaften ganz wichtig. Wir müssen vermitteln, dass Technik spannend ist, weil uns sonst die Workforce fehlt.

Wo orten Sie für Frauen in der Technik Barrieren?
Etwa bei den Auswahlprozessen. Da würde es oft helfen die Jury anders zu besetzen, die Lebensläufe anders zu lesen und es zum Beispiel anders zu bewerten, wenn es eine längere Auszeit wegen Mutterschutz gegeben hat. Dann ist die Liste im CV natürlich nicht so lang wie bei männlichen Bewerbern. Solche formalen Dinge muss man stärker berücksichtigen. Barrieren liegen auch noch immer im Bereich der Netzwerke, die häufig von Männern dominiert werden. Frauen haben oft einfach nicht die Zeit sich einzubringen. Es gibt also noch viel zu tun.

Was ist Ihr Rat an Frauen, um in „Männer-Domänen“ Karriere zu machen?
Man darf sich nicht abschrecken lassen, und muss ein gewisses Selbstbewusstsein entwickeln. Man muss sich in der Sache gut vorbereiten und wissen wovon man spricht, um sich durchsetzen zu können. Und man sollte auch bei Kleinigkeiten für seine Interessen eintreten. Kann man am Freitagnachmittag nicht bei einem Meeting dabei sein, sollte man einen anderen Termin einfordern. Frauen müssen den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen.

Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis?
Ohne Begeisterung, Engagement und Fleiß geht es nicht. Man muss sich schon reinhauen. Von selbst passiert gar nichts. Und man darf sich nicht von Widerständen abschrecken lassen.

Gibt es aktuell ein Projekt, das Sie ganz besonders fasziniert?
Ich muss eine gewisse Distanz zu allen Unternehmen wahren, was nicht immer einfach ist, da wir wirklich tolle Ideen und Projekte sehen. Die Gespräche mit Wissenschaftlern, Unternehmen und Gründern sind extrem spannend. Wir erleben laufend faszinierende Persönlichkeiten, die an fantastischen Entwicklungen arbeiten. Ein Beispiel ist Sepp Hochreiter, der an Künstlicher Intelligenz arbeitet und weltweit ganz vorne mit dabei ist. Wenn er erzählt, an welchen Themen er dran sind, kommt man richtig ins Staunen. Aber auch in der Medizin und Chemie entwickeln sich bahnbrechende Dinge, die uns weiterbringen werden. Im Bereich der Quantentechnik haben wir ebenfalls ganz tolle Leute. Die Frage wird sein, welche Anwendungsbereiche sich in der Wirtschaft finden, um die Wertschöpfung am Standort zu heben.

Gibt es eine konkrete Entwicklung, die schon bald ein echter Game-Changer werden könnte?
Ich tippe auf Quantencomputing. Wenn die Stabilisierung der Qubits über eine Ionenfalle oder ähnliches gelingt und wir einen universell einsetzbaren Quantencomputer entwickeln, wäre das ein echter Gamechanger.

 

30.5.2022, Quelle: Presse

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Österreich investiert 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung

Damit werden heuer 3,26 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich werden 2022 voraussichtlich 14,1 Milliarden Euro betragen – um 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die F&E-Aufwendungen werden damit 3,26 Prozent des nominellen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen (2021: 3,21 Prozent), gab Statistik Austria am Freitag bekannt. Die Schätzung sei aber aufgrund der unklaren weiteren Entwicklung der COVID-19-Krise und der Weltwirtschaft wegen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine unsicher.

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der F&E-Ausgaben kommen 2022 von Unternehmen, die voraussichtlich 7,16 Milliarden Euro für Forschung aufwenden. In diesem Betrag sind auch die Ausschüttungen durch die Forschungsprämie enthalten, die für 2022 vom Finanzministerium mit einer Milliarde Euro veranschlagt werden. Gegenüber dem Vorjahr wachsen die Unternehmensausgaben damit um 9,3 Prozent.

Vom Staat wird rund ein Drittel der gesamten Forschungsausgaben bzw. 4,7 Milliarden Euro aufgewendet. Davon stammt mit 3,9 Milliarden Euro der größte Anteil vom Bund, der damit im Vergleich zu 2021 seine F&E-Ausgaben um 12,8 Prozent steigerte. Die Bundesländer tragen 613 Millionen Euro zur Finanzierung für F&E bei (plus 3,9 Prozent gegenüber 2021).

Aus dem Ausland kommen 2,2 Milliarden Euro bzw. 16 Prozent der gesamten F&E-Aufwendungen in Österreich (plus 4,9 Prozent gegenüber 2021). Dieser Anteil stammt hauptsächlich von Unternehmen, deren Töchter in Österreich Forschung betreiben.

Dritthöchste Forschungsquote im EU-Vergleich
Im internationalen Vergleich, der für das Jahr 2020 vorliegt, wies Österreich mit 3,22 Prozent hinter Schweden (3,53 Prozent) und Belgien (3,48 Prozent) die dritthöchste Forschungsquote innerhalb der EU auf. Auch Deutschland (3,14 Prozent) und Dänemark (3,03 Prozent) erfüllten das europäische Ziel einer Forschungsquote von 3 Prozent.

Die gesamte Forschungsquote der EU27 stieg von 2019 auf 2020 aufgrund des massiven Wirtschaftseinbruchs 2020 deutlich von 2,23 Prozent auf 2,32 Prozent. Die EU hinkt damit allerdings anderen Wirtschaftsräumen hinterher (Daten jeweils 2019), etwa Südkorea (4,63 Prozent), Japan (3,20 Prozent), Schweiz (3,15 Prozent) oder USA (3,08 Prozent). Chinas Forschungsquote war 2019 exakt gleich hoch wie jene der EU 2020.

25.4.2022, Quelle: Presse

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Ein Plus für Forschung und Innovation ist ein Plus für Österreich

FFG-Budget erhöht sich auf 1,6 Milliarden Euro 2022. Bis 2025 gesicherte Budgets
Forschung und Innovation sind die Grundlage für wichtige Zukunftsvorhaben – von Klimaschutz über Energie- und Mobilitätswende bis zu Digitalisierung und Life Sciences. Die Bundesregierung stimuliert mit attraktiven Förderungen und Konjunkturmitteln Forschung und Innovation und sorgt mit einem echten Plus für die FFG und für die Planungs- und Budgetsicherheit.

„Investitionen in Forschung und Innovation sind von enormer Bedeutung, denn entscheidend dafür, welche Wirkung unser Innovationssystems entfaltet ist, wie schnell neue Ideen und Erkenntnisse aus der Forschung rasch um- bzw. eingesetzt und genutzt werden können – gerade in herausfordernden Zeiten“, betonen die Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, anlässlich der Präsentation der FFG-Bilanz 2021 gemeinsam mit dem stellvertretenden Leiter der KMU Forschung Austria, Peter Kaufmann.

„2021 hat die forschende Wirtschaft nach wie vor Projekte mit enormer Innovationskraft umgesetzt, die Nachfrage nach Fördermittel war ungebrochen groß. Diese Ergebnisse des Jahres 2021 stimmen uns auch mit Blick auf die nahe Zukunft sehr zuversichtlich“, so die FFG-Geschäftsführung. „Österreich hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen für einen soliden Innovations- und Forschungsstandort geleistet und seine Innovationsbasis verbreitert. Darauf dürfen wir stolz sein“.

FFG-Förderungen wirken.
Auf lange Sicht ist die Anzahl der F&E betreibenden Unternehmen stark angestiegen. Laut Statistik Austria gab es 2004 in Österreich 2.123 Unternehmen, die F&E betrieben haben. 2009 waren es bereits 2.946 und 2015 3.611 Unternehmen. 2019 haben insgesamt 3.872 Unternehmen F&E durchgeführt. „Das Ziel, die Innovationsbasis zu verbreitern, ist mit FFG-Förderungen über die Jahre eindeutig gelungen“, erklärt Peter Kaufmann, stellvertretender Institutsleiter der KMU Forschung Austria, die seit 1977 regelmäßig die Wirkungen der geförderten FTI&E-Projekte erhebt. Demnach führen innerhalb von vier Jahren 70 Prozent der Unternehmen mit einem Erstantrag erneut ein Forschungsprojekt durch.

„Diese hohe Hebelwirkung gilt besonders für junge Unternehmen, KMU und Unternehmen deren Geschäftstätigkeit eine geringe Wissensintensität aufweist“, so Kaufmann. Durch die Förderprojekte können 54 Prozent der Unternehmen ihre internationale Wettbewerbsposition verbessern, 31 Prozent halten sie. Bei 85 Prozent der Unternehmen zeigen FFG-geförderte Projekte positive Effekte im Wettbewerb – sie können entweder ihre Wettbewerbsposition verbessern oder halten“, so Kaufmann weiter. Für knapp zwei Drittel der Projektbeteiligungen werden F&E-Mitarbeiter:innen rekrutiert; eine positive Beschäftigungswirkung aufgrund der Ergebnisverwertung tritt bei 42 Prozent auf. Zudem werden 36 Prozent der Projektbeteiligungen genutzt, um neue Aktivitätsfelder zu erschließen.

Dies wird vor allem von Startups und Unternehmen der ältesten Kategorie (älter als 50 Jahre) genutzt. Somit zeigt sich, dass FFG-Projekte auch für etablierte Unternehmen interessant sind, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und sich zu diversifizieren. „Die hohe Additionalität der Förderung bei kleinen Unternehmen und weniger wissensintensiven Technologiegruppen unterstreicht die innovationsbasisverbreiternde Wirkung der direkten Forschungsförderung. Zudem weist die hohe Additionalität bei Kooperationsprojekten darauf hin, dass der Wissens- und Technologietransfer ohne die Förderungen deutlich geringer ausfallen würde“, führt Peter Kaufmann aus.

FFG-Förderangebot wird deutlich ausgeweitet
In den Jahren 2022 und 2023 ist eine deutliche Ausweitung der Fördertätigkeit geplant, sowohl im Volumen als auch bei den Förderprogrammen. „So entwickelt sich die FFG von der Programmabwicklungsagentur zum Knotenpunkt und zur ‚Innovations-Drehscheibe‘ zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft,“ betonen die beiden FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner. Die Eigentümerressorts der FFG, das Klimaschutz- und Wirtschaftsministerium, schaffen Planungssicherheit und eine solide Basis sowohl für Fördergeber als auch Fördernehmer.

Das der FFG zur Verfügung gestellte Budget (neue Mittel) steigt von knapp 700 Millionen Euro im Jahr 2021 auf über 1,6 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Diese Erhöhung um über 130 Prozent ist einerseits auf die Mittel aus dem Next Generation EU-Programm zurückzuführen, aber auch auf neue und verstärkte Förderschwerpunkte der Auftraggeber und Eigentümer-Ressorts.

Next Generation EU – RRF
„Die Europäische Union hat mit Next Generation EU ein umfassendes Wiederaufbauinstrument gestartet. Dank der Initiative unserer Eigentümer und Auftraggeber konnte die FFG Förderprogramme für die Umstellung von Bus- und LKW-Flotten auf emissionsfreie Antriebe starten, mit denen die Anschaffung hunderter Busse und von über 2.000 Nutzfahrzeuge samt Ladeinfrastruktur gefördert wird“, berichtet die FFG-Geschäftsführung.

Weitere Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds stehen für den Ausbau des Breitbandnetzes zur Verfügung. „Gemeinsam mit nationalen Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) stehen bis zum Jahr 2026 insgesamt 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit Breitbandanschlüssen zu versorgen.“

Weitere Fördergelder aus dem EU-Aufbaufonds werden zudem für die Förderinitiative ‚Quantum Austria‘, die im Auftrag des Wissenschaftsministeriums (BMBWF) umgesetzt wird und die Teilnahme österreichischer Unternehmen an den EU-IPCEI-Initiativen ausgeschrieben („Important Projects of Common European Interest“, strategische Vorhaben zur Stärkung europäischer Wertschöpfungsketten).

Unterstützung bei digitaler Transformation weiter ausgebaut
Die Nutzung und Integration digitaler Technologien ist nicht nur für nahezu alle Unternehmen unabdingbar, sondern hat auch zunehmenden Anteil in anderen Forschungsdisziplinen. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der von der FFG im letzten Jahr vergebenen Förderungen werden in Projekte mit starkem Digitalisierungsanteil investiert – konkret 540 Millionen Euro. Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat die FFG ein umfassendes Paket zur Unterstützung der digitalen Transformation unserer Unternehmen geschnürt. „Das umfasst Qualifizierungsmaßnahmen ebenso wie Know-how- und Technologietransfer bis hin zum Netzwerk der Digital Innovation Hubs, mit dem wir KMU nicht nur Unterstützung, sondern auch Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärt Henrietta Egerth. „Als FFG treiben wir den technologischen Wandel voran, denn von der Unterstützung neuer Ideen bis zur Umsetzung am Markt haben wir die richtigen Instrumente und top Experten in der FFG.“

Mit nachhaltigen Innovationen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die FFG war bereits in den letzten 18 Jahren maßgebliche Kraft für die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft in Österreich. „Nur mit Forschung und Kreativität können wir die ökologische Wende schaffen und eine nachhaltige und resiliente Wirtschaft gestalten. Digitalisierung und Klimaschutz gehen dabei Hand in Hand“, betont Klaus Pseiner. „Denn die Digitalisierung stellt eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen und klimaschonenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft dar.“

Fast die Hälfte des FFG Budgets – 337 Millionen Euro – wurde 2021 in klimarelevante Projekte investiert, bereits seit 2020 werden Projektanträge in der FFG auch nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitszielen bewertet. Mit den vom Klimaschutzministerium (BMK) gesetzten Schwerpunkten in den Bereichen Produktion, Mobilität, Energie und klimafreundliche Stadt soll die Ökologisierung spürbar beschleunigt werden. Insbesondere soll mit Green Tech aber auch die Konjunktur angestoßen und ein Boost für Investitionen, die gut für die Umwelt und gut für die Unternehmen sind, ausgelöst werden. Programme wie „Öko-Scheck“ oder auch „Green Frontrunner“ waren im Jahr 2021 stark nachgefragt. „Green Frontrunner“ unterstützt am Weltmarkt aktive Unternehmen, ihre Spitzenposition nachhaltig auszubauen.

Innovation braucht Mut, Wissen und finanzielle Mittel
Von den FFG-Förderungen profitieren Einsteiger wie Innovations-Profis, Start-ups oder Einzelforscher genauso wie Konzerne oder Universitäten. Von den 738 Millionen Euro an Förderungen (gerechnet ohne Breitbandausbau) gingen 442 Millionen Euro (59 Prozent) an Unternehmen, davon 195 Millionen. an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Fast ein Viertel der Gesamtförderungen wurden an Forschungseinrichtungen vergeben (169 Millionen Euro), Projekte an Hochschulen wurden mit 104 Millionen Euro unterstützt (14 Prozent; sonstige Organisationen: 22 Millionen Euro).

Von FinTech bis BioTech: Wie Start-ups mit FFG-Förderungen durchstarten
Mit 78,5 Millionen Euro an Förderungen für Start-ups konnte im Jahr 2021 ein weiterer Höchstwert erreicht werden. Über 1.100 Start-ups haben Unterstützungen der FFG genutzt, um ihre Ideen umzusetzen. Die meisten von ihnen aus dem Sektor digitaler Technologien, aber auch viele Start-ups aus den Life Sciences und aus den Branchen Energie und Mobilität, bzw. Produktion. „Die FFG konnte in den letzten Jahren wesentlich zu einer wachsenden, lebendigen Start-up-Szene in Österreich beitragen“, so Egerth und Pseiner. „Das zeigt sich auch am beachtlich gestiegenen Interesse ausländischer Investoren: Von 2016 bis 2021 haben FFG-geförderte österreichische Start-ups mehr als eine Milliarde Euro an Investment aufgestellt.“

Österreichs Forscher:innen mit Europa verbinden
Im Rahmen von Horizon 2020 (Programmende war mit 31.12.2020) wurden bis Herbst 2021 Fördermittel in Höhe von rund 1,93 Milliarden Euro für heimische Institutionen zugesagt (Stand 1.9.2021). Mit bisher lukrierten Förderungen in Höhe von rund 412 Millionen Euro sind ERC-Grants derzeit das Programm mit den höchsten österreichischen Rückflüssen von Horizon 2020 nach Österreich. Bei der Erfolgsquote nach Beteiligungen liegt Österreich (17,3 Prozent) hinter Belgien und Frankreich auf Platz 3 (gemeinsam mit den Niederlanden) und konnte somit trotz des ungebrochen starken Wettbewerbs seine gute Position auf europäischer Ebene festigen.

Die FFG unterstützt als Nationale Kontaktstelle Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Österreich gezielt mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot zu europäischen und internationalen FTI-Programmen und Initiativen. 2021 wurde die FFG für weitere sechs Jahre mit dieser Aufgabe betraut. 2021 war durch den Start des neuen Rahmenprogramms „Horizon Europe“ geprägt. Es brachte zahlreiche Neuerungen, wie etwa eine Clusterstruktur, neue Partnerschaften und sogenannte Missionen.

FFG-Jahresergebnis im Überblick
Im letzten Jahr konnte die FFG insgesamt 738 Millionen Euro an Förderungen (inkl. Haftungen und Darlehen) für 4.977 Projekte bewilligen. Damit wurden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte von 4.884 Organisationen, davon 3.468 Unternehmen, unterstützt. Zusätzlich wurden 183 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. Insgesamt hat die FFG im Jahr 921 Millionen Euro an Förderungen vergeben. Ein wesentlicher Bestandteil der FFG-Services ist ein umfassendes Beratungsangebot. So wurden im Vorjahr 14.205 Beratungsgespräche geführt.

Über die FFG
Die FFG ist die zentrale Drehscheibe für die Förderung von unternehmensnaher Innovation, Forschung und Entwicklung in Österreich. Durch ihr Know-how und finanzielle Unterstützung treiben Unternehmen aller Größen ihre Innovationstätigkeit voran, stärken den Standort und sichern Arbeitsplätze.

Die FFG arbeitet dabei im Auftrag ihrer Eigentümer, dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). Die FFG kooperiert eng mit weiteren Bundesministerien wie dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), den Bundesministerien für Finanzen (BMF) und Landesverteidigung (BMLV), den Bundesländern und weiteren Organisationen.

Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie

Rückfragen & Kontakt:
Linde Tuscher
Pressesprecherin
T: +43 5 7755 6010
M: +43 664 8569028
E: presse@ffg.at

Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Sensengasse 1
1090 Wien

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Arbeitswelt mit Kaffee und Milchschaum

Artikel aus der Kleinen Zeitung vom 25.5.2019

Arbeitswelt mit Kaffee und Milchschaum

Mobile Working, Co-Working Spaces, Teleworking – die Zukunft der Arbeitswelt wurde bei einer hochkarätigen Expertendiskussion an der FH Joanneum in Kapfenberg ausgeleuchtet. „Cappuccino Working“ inklusive.

5.6.2019, Quelle: Kleine Zeitung

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Förderungen 2019

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2019 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit der Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2019

6.12.2018, Quelle: Industrie Magazin

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Förderungen 2018

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2018 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit den Geschäftsführern der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2018

13.12.2017, Quelle: Industrie Magazin

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Steuerreform beschließt eine Erhöhung der Forschungsprämie um 20%

Innovative Unternehmen profitieren ab 2016 deutlich

Der Ministerrat hat die Erhöhung  der steuerliche Forschungsförderung (§ 108c EStG) um 20%  für Unternehmen beschlossen, somit besteht in Zukunft die Möglichkeit, statt des bisherigen Satzes von 10% – 12% der Bemessungsgrundlage als Prämie geltend zu machen.

Diese Erhöhung wird sich bereits im Jahr 2016 positiv auswirken. Damit sind alle F&E-Vorhaben ab dem nächsten Jahr nochmals attraktiver.

Ohne gute Vorbereitung des Antrages droht jedoch diese Erhöhung zu verpuffen. „Nur durch eine saubere Planung und Dokumentation der Projekte werden unsere Kunden die Erhöhung voll lukrieren können“, meint Alexander Leitgeb, Geschäftsführer der ITS Förderberatung. „Unsere Aufgabe ist es nämlich nicht nur, diese zusätzlichen 20% zu generieren sondern auch zusätzliche Potentiale zu heben. Dann profitieren unsere Kunden wirklich.“

Die ITS Förderberatung konzentriert sich schon seit Jahren auf Meinungsbildung für den Innovationsstandort Österreich. „Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass unsere Bemühungen Früchte tragen“, so Leitgeb weiter. „Damit werden die Schaffung von Arbeitsplätzen und echte Innovationen massiv unterstützt. Aus dieser Perspektive ist die Steuerreform ein echter Erfolg.“

Steuerreformgesetz 2015/16

Am 19. Mai 2015 wurde ein Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umgründungssteuergesetz, das Umsatzsteuergesetz 1994, das Glücksspielgesetz, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Normverbrauchsabgabegesetz, die Bundesabgabenordnung, das Finanzstrafgesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Ausfuhrerstattungsgesetz, das Finanzausgleichsgesetz 2008, das FTE-Nationalstiftungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bauern-
Sozialversicherungsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz und das Krankenkassen-Strukturfondsgesetz geändert werden (Steuerreformgesetz 2015/2016 – StRefG 2015/2016) in Begutachtung geschickt.

Die Begutachtungsfrist endete am 5. Juni 2015.

Die Regierungsvorlage des Steuerreformgesetzes 2015/2016 wurde am 16. Juni 2015 im Ministerrat beschlossen.
Weiterführende Informationen: Bundesministerium für Finanzen zur Steuerreform 2015/2016

16.06.2015, Mitteilung der ITS Förderberatung, Quelle zur Steuerreform: Bundesministerium für Finanzen

 

Publikation: Forschungs- und Technologiebericht 2015, Österreich

Der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht 2015 ist gemäß § 8 (2) Forschungsorganisationsgesetz (FOG) ein Regierungsbericht, der sich den aktuellen nationalen und internationalen forschungs- und technologiepolitischen Herausforderungen durch Analysen aktueller Entwicklungen und Trends stellt. Vor dem Hintergrund des immer noch schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wollen wir uns der Entwicklung der Ausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) sowie den globalen Trends in der Forschungsfinanzierung verstärkt zuwenden; darüber hinaus werden spezifische Schwerpunktthemen präsentiert.

2015 werden die F&E-Ausgaben Österreichs gemäß der von Statistik Austria erstellten Globalschätzung erstmals über  10 Milliarden Euro (10,1 Milliarden Euro) liegen, was einer Forschungsquote von 3,01 % des BIP entspricht. Gegenüber dem Jahr 2014 bedeutet dies eine nominelle Zunahme von rund 271 Milliarden Euro beziehungsweise + 2,8 %. Mit einem erwarteten Plus von 3,9 % verzeichnet der Unternehmenssektor die höchste Wachstumsrate; mit rd. 4,76 Milliarden Euro beträgt sein Anteil 47,2 % an der gesamten F&E-Finanzierung. Der Anteil der Auslandsinvestitionen beträgt mit 1,53 Milliarden Euro rund 15 %, womit ein Gesamtfinanzierungsanteil des privaten Sektors von rund 62 % erreicht wird. Das bedeutet eine weitere Annäherung an das, durch die Europäische Union vorgegebene und in der österreichischen FTI-Strategie verankerte Ziel einer Verteilung der Forschungsfinanzierung auf zwei Drittel privat und ein Drittel öffentlich. Der Bund finanziert 2015 mit geschätzten 3,21 Milliarden Euro rund 32 % der gesamten F&E-Ausgaben, gegenüber dem Vorjahr um 44,7 Millionen Euro beziehungsweise + 1,4 % mehr. In den letzten sechs Jahren, seit Beginn der Krise, hat die öffentliche Hand ihre F&E-Finanzierung stark ausgeweitet, diese liegt nominell 2015 um rund 42 % höher als im Rezessionsjahr 2009. Im internationalen Vergleich liegt Österreich 2013 mit einer F&E-Quote von 2,95 % des BIP erfreulicherweise deutlich über dem EU-Durchschnitt von 2,01 % und weist nunmehr vor Deutschland, aber hinter Finnland, Schweden und Dänemark die vierthöchste Forschungsquote auf.

Lesen Sie weiter auf der Webseite des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

16.6.2015, Quelle: BMVIT

AutorInnenteam des FTI Berichts

Wolfgang Polt & Jürgen Streicher (Koordination, JR), Eva Buchinger (AIT), Bernhard Dachs (AIT), Michael Dinges (AIT), Martin Falk (WIFO), Klaus Friesenbichler (WIFO), Silvia Hafellner (JR), Barbara Heller-Schuh (AIT), Florian Holzinger (JR), Jürgen Janger (WIFO), Daniela Kletzan-Slamanig (WIFO), Angela Köppl (WIFO), Agnes Kügler (WIFO), Karl-Heinz Leitner (AIT), Andreas Niederl (JR), Christian Rammer (ZEW), Sybille Reidl (JR), Wolfram Rhomberg (AIT), Helene Schiffbänker (JR), Paula Schliessler (ZEW), Fabian Unterlass (WIFO), Daniel Wagner-Schuster (JR), Maximilian Unger (JR), Georg Zahradnik (AIT).

Verfügbarkeit der Publikation

kostenloser Download auf der BMVIT Seite: Forschungs- und Technologiebericht 2015 (pdf 5,2 MB)

kostenlose Print-Version erhältlich bei:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie,

Abteilung III/I2 – Forschungs- und Technologieförderung
E: i2@bmvit.gv.at

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FH Wien präsentierte Praxisprojekt „Forschungsprämie für KMU“, 20. Mai 2015, 18.30

Das Institut für Unternehmensführung der Fachhochschule Wien hat im Rahmen eines Praxisprojekts aus der Vertiefungsrichtung Controlling, Finanz- & Rechnungswesen die Ursachen für die Inanspruchnahme der Forschungsprämie von österreichischen Klein- und Mittelunternehmen KMU untersucht. Die Projektergebnisse wurden am 20. Mai 2015 öffentlich präsentiert.

Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Studie: Die Forschungspraemie_Wie wichtig ist sie für KMU

Presse Rückfragen

Olivia Pixner-Dirnberger, MA VIENNA PR-CONSULTING

Tel +43/ (0)660/ 6121065 Mail

Web mail@vienna-pr.com | www.vienna-pr.com

Wenn Sie Interesse habe, die Studie zu erhalten, schreiben Sie uns ein Email unter: Office@its-foerderberatung.at

 

Fotos der Präsentation der FHWien Studie „Forschungsprämie – wie wichtig ist sie für KMU“

 

 

Ab 2015: Vereinfachung für mehrjährige Projekte bei FFG Gutachten

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft hat bekannt gegeben, dass es ab 2015 eine verwaltungstechnische Vereinfachung in der Beantragung der Forschungsprämie für mehrjährige Projekte bekannt geben wird:

Gutachten für die Forschungsprämie können auch 2015 wieder elektronisch über FinanzOnline bei der FFG angefordert werden. Bei mehrjährigen Schwerpunkten/Projekten kann künftig auf das Vorjahresgutachten referenziert werden. Bei der Eingabe der Beschreibungen können dafür Textteile aus dem Vorjahr übernommen und überarbeitet werden.

Eine Übersicht zum unveränderten Antragsverfahren der Forschungsprämie finden Sie in der nachstehenden Graphik:

Graphik_Antragsverfahren Forschungsprämie

 

Weitere Informationen unter:

Fragen und Antworten zum FFG Gutachten publiziert vom Bundesministerium für Finanzen und FFG, Version 2.0, 01.12.2014

13.12.2014, Quelle: FFG