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Publikation Archives - ITS Förderberatung

Ihr Service- und Beratungsexperte
für Technologie- und Innovationsförderung.

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Es gibt noch viel zu tun

Egal, ob es darum geht, heimische Unternehmen noch innovativer zu machen, oder mehr Mädchen für Technik zu begeistern: Die Geschäftsführerin der FFG, Henrietta Egerth, ist überzeugt, dass Fleiß, Begeisterung und Engagement zum Erfolg führen. Ein Gespräch über Barrieren, faszinierende Forschungsprojekte und die dafür nötigen Fördermittel.

Wie gut ist Österreichs Forschungslandschaft aufgestellt?
Wir haben ein sehr leistungsfähiges Innovationssystem. Bei uns arbeiten Spitzenkräfte in Spitzeninstitutionen. Zahlen der Statistik Austria belegen zudem, dass 2022 mit ca. 14,2 Milliarden Euro ein neuer Rekord bei den Forschungsausgaben aufgestellt werden wird. Das sind noch einmal um 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Österreich ist damit bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) global unter den Top-Ländern.

Wie viel dieser Forschung spielt sich direkt in Unternehmen ab?
Tatsächlich wird ein sehr großer Anteil von der Wirtschaft getragen. Ganz wesentlich für das Volumen ist dabei die Forschung, die durch internationale Konzerne in Österreich betrieben wird. Denken wir etwa an Konzerne wie Infineon oder Böhringer Ingelheim. Dass Unternehmen generell so intensiv auf F&E setzen, liegt an dem enormen Hebel, der sich daraus ergibt. Besonders in Krisenphasen zeigt sich, dass Unternehmen, die in Forschung investieren, die Nase vorne haben. Sie erwirtschaften höhere Umsätze, können mehr Mitarbeiter halten und schneller wachsen. Entsprechend stark versuchen wir Unternehmen auch in schwierigen Phasen dazu zu motivieren, weiterhin in F&E und Innovation zu investieren. Glücklicherweise war in den letzten Jahren von öffentlicher Seite viel Geld für entsprechende Forschungsförderung vorhanden.

Wo sehen Sie noch Aufholbedarf?
Es gibt natürlich nie genug Mittel, um alle spannenden Projekte zu fördern. Wir beklagen uns nicht, doch die Wirtschaft könnte mit mehr Fördergeld noch mehr leisten. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hat sich, auch durch viele Förderimpulse, in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotzdem gibt es auch hier noch Steigerungspotenzial. Dadurch würden neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft noch schneller zur Anwendung gelangen, was den Unternehmen enorme Wettbewerbsvorteile verschaffen würde. An Österreichs 22 Universitäten entsteht unglaublich viel Wissen. Dieses Wissen muss frühzeitig in die Wirtschaft gelangen.

Wo liegt das Problem? Öffnen sich die Wissenschaftler der Wirtschaft noch zu wenig?
Internationale Benchmarks zeigen, dass die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft in Österreich gut funktioniert. Vor allem die technischen und medizinischen Unis haben bereits vielfältige Kooperationen und starke Netzwerke. Aber ganz besonders spannend sind interdisziplinare Projekte und da ist noch viel Luft nach oben. Viele Innovationen benötigen mittlerweile das Know-how unterschiedlicher Disziplinen.

Haben Sie ein Beispiel dafür?
Denken wir an die Covid-Impfstoffe. Sie waren sensationell schnell verfügbar, weil verschiedenste Fachbereiche zusammengearbeitet haben. Doch die gesellschaftliche Akzeptanz war nicht in voller Breite vorhanden. Wir müssen in der Bevölkerung immer wieder Akzeptanz für Forschungsergebnisse schaffen und auch dafür braucht es eine breite Basis verschiedener Stakeholder. Das gilt für autonomes Fahren genauso, wie für 5G-Anwendungen oder AI.

Welche Themen sind besonders im Fokus der Förderungen?
Wichtig ist uns, dass wir alle Projekte nach ihrer Qualität beurteilen und nicht nach dem Themenbereich. Es gibt aber natürlich Schwerpunkte wie Digitalisierung, Greentec sowie Nachhaltigkeit. Diese Themen ziehen sich durch das gesamte Portfolio und werden auch sehr stark nachgefragt.

Gibt es Bereiche, in denen heimische Player in der Spitzenliga mitspielen können?
Definitiv. Wir sind zum Beispiel im Bereich Life Science sehr gut aufgestellt und fördern entsprechend. Aber auch rund um E-Mobilität, Brennstoffzellentechnologie und Lichtsysteme sind wir vorne mit dabei. Wir haben traditionell auch viele tolle Betriebe im Produktionsbereich, und sogar in der Luftfahrt und Weltraumtechnik gibt es global führende Unternehmen. Unsere großen Player in traditionellen Bereichen wie Stahl, Metall oder Chemie sind innovativer als ihre globalen Konkurrenten. Zwar nur in kleinen Bereichen, doch davon Nischen mit Hidden Champions zu besetzen, lebt ein kleines Land.

Die FFG kommt ihren Aufgaben im Sinne ihrer Eigentümerressorts, dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) nach. Zudem gibt es Kooperationen mit dem Klima- und Energiefonds, der FTE-Nationalstiftung, der Europäischen Kommission und einzelnen Bundesländern. Wer entscheidet am Ende, welche Programme gefahren werden und wofür die Fördergelder ausgegeben werden?
Die Republik vergibt, vertreten durch die Ministerien, über die FFG Steuergeld. Die Ressorts setzen natürlich inhaltliche Schwerpunkte, aber nicht im luftleeren Raum. Wir liefern ihnen Daten und Analysen aus unseren Förderungsfällen, die in die künftige Programmgestaltung einfließen. Wir sind auch für europäische Forschungsmittel zuständig, die sich an großen Themen wie neue Mobilität, Nachhaltigkeit und IKT orientieren. Wir versuchen unsere nationalen Akteure so stark zu machen, dass sie international im Wettbewerb konkurrenzfähig sind. Dabei gehen wir von unserer KMU-Struktur, von den Stärkefeldern, von der europäische Landkarte aus und ermitteln im Diskurs, wo wir uns spezialisieren können. Das Klimaministerium möchte etwa die Transformation der Wirtschaft und wir sagen mit unserem Know-how wie es klappen kann und schlagen einen realistischen Weg vor.

Wie gut werden die Instrumente von kleineren und mittleren Unternehmen genutzt?
Oft sind in den Kooperationsprojekten KMU mit Industrie und Wissenschaft vereint. 60 Prozent der Fördermittel gehen an die Wirtschaft und damit auch an den Mittelstand. Der Rest geht durch Kooperationen an die Wissenschaft.

Was hebelt ein Euro Steuergeld, der in Forschungsförderung fließt?
Ein Euro Förderung sorgt für zehn Euro an zusätzlichen Umsätzen und Lizenzerlösen.

Wie spielen Innovation und Forschung zusammen? Muss es immer gleich ein technisches Thema sein?
Neben klassischen, technischen Themen wird das nicht-technologische Innovationsfeld im Zuge der Digitalisierung immer stärker. Wir wollen natürlich auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, von Vertriebsinnovationen und Geschäftsinnovation fördern. Es gibt auch ein eigenes Förderpaket, das nicht-technologische Innovationen fördert. Wesentlich ist dabei, dass es sich um Entwicklungen handeln muss, die für den Markt etwas Neues sind – nicht nur für das einzelne Unternehmen.

Welche Rolle spielt die internationale Vernetzung heute, um erfolgreich forschen und innovieren zu können?
Viele der Unternehmen, deren Projekte wir begleiten, sind international tätig. Es ist ihr Daily Business zu schauen, wer wo was macht. Der Ideenaustausch, das Finden von Partnern ist ganz wesentlich. Die Industrie schafft das oft besser selber. Für den Mittelstand ist es dagegen besonders wichtig Unterstützung beim Peer Learning zu erhalten, um zu erfahren, wer was macht und wie sich neue Technologien einsetzen lassen. Für viele Startups, die sich gleich international aufstellen, ist das Verständnis für die Bedürfnisse und Eigenheiten anderer Märkte noch wichtiger. Das europäische Format Horizon Europe bringt darum Unternehmen gezielt in Kooperation mit anderen Partnern in Europa.

Von Unternehmen wird ein enormer Mangel von Fachkräften beklagt. Was kann getan werden, um mehr Frauen für F&E und Technik zu begeistern?
Wir haben aktuell 83.ooo Beschäftige in F&E und nur 24% sind Frauen. In der Wirtschaft sind es überhaupt nur 16%. Wir brauchen dringend mehr Frauen, die sich für technische, naturwissenschaftliche und digitale Themen interessieren. Ich hoffe, dass jetzt ein neuer Spirit entstehen kann, da Themen wie der Klimawandel eine hohe gesellschaftliche Relevanz genießen. Von ihnen könnten sich mehr Frauen angesprochen fühlen. Ich glaube, dass man auch in den Schulen vieles ändern müsste. Ein Ausbau von Ganztagsschulen wäre wichtig, um Frauen vom psychologischen Druck zu entlasten ihre Kinder zu Hause betreuen zu müssen. In Frankreich und in nordischen Ländern geben viele Frauen ihre Kindern früher in die Betreuung. Auch, weil die Betreuung sehr gut ist. Auf der anderen Seite ist das frühzeitige in Kontaktkommen mit Naturwissenschaften ganz wichtig. Wir müssen vermitteln, dass Technik spannend ist, weil uns sonst die Workforce fehlt.

Wo orten Sie für Frauen in der Technik Barrieren?
Etwa bei den Auswahlprozessen. Da würde es oft helfen die Jury anders zu besetzen, die Lebensläufe anders zu lesen und es zum Beispiel anders zu bewerten, wenn es eine längere Auszeit wegen Mutterschutz gegeben hat. Dann ist die Liste im CV natürlich nicht so lang wie bei männlichen Bewerbern. Solche formalen Dinge muss man stärker berücksichtigen. Barrieren liegen auch noch immer im Bereich der Netzwerke, die häufig von Männern dominiert werden. Frauen haben oft einfach nicht die Zeit sich einzubringen. Es gibt also noch viel zu tun.

Was ist Ihr Rat an Frauen, um in „Männer-Domänen“ Karriere zu machen?
Man darf sich nicht abschrecken lassen, und muss ein gewisses Selbstbewusstsein entwickeln. Man muss sich in der Sache gut vorbereiten und wissen wovon man spricht, um sich durchsetzen zu können. Und man sollte auch bei Kleinigkeiten für seine Interessen eintreten. Kann man am Freitagnachmittag nicht bei einem Meeting dabei sein, sollte man einen anderen Termin einfordern. Frauen müssen den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen.

Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis?
Ohne Begeisterung, Engagement und Fleiß geht es nicht. Man muss sich schon reinhauen. Von selbst passiert gar nichts. Und man darf sich nicht von Widerständen abschrecken lassen.

Gibt es aktuell ein Projekt, das Sie ganz besonders fasziniert?
Ich muss eine gewisse Distanz zu allen Unternehmen wahren, was nicht immer einfach ist, da wir wirklich tolle Ideen und Projekte sehen. Die Gespräche mit Wissenschaftlern, Unternehmen und Gründern sind extrem spannend. Wir erleben laufend faszinierende Persönlichkeiten, die an fantastischen Entwicklungen arbeiten. Ein Beispiel ist Sepp Hochreiter, der an Künstlicher Intelligenz arbeitet und weltweit ganz vorne mit dabei ist. Wenn er erzählt, an welchen Themen er dran sind, kommt man richtig ins Staunen. Aber auch in der Medizin und Chemie entwickeln sich bahnbrechende Dinge, die uns weiterbringen werden. Im Bereich der Quantentechnik haben wir ebenfalls ganz tolle Leute. Die Frage wird sein, welche Anwendungsbereiche sich in der Wirtschaft finden, um die Wertschöpfung am Standort zu heben.

Gibt es eine konkrete Entwicklung, die schon bald ein echter Game-Changer werden könnte?
Ich tippe auf Quantencomputing. Wenn die Stabilisierung der Qubits über eine Ionenfalle oder ähnliches gelingt und wir einen universell einsetzbaren Quantencomputer entwickeln, wäre das ein echter Gamechanger.

 

30.5.2022, Quelle: Presse

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Österreich investiert 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung

Damit werden heuer 3,26 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich werden 2022 voraussichtlich 14,1 Milliarden Euro betragen – um 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die F&E-Aufwendungen werden damit 3,26 Prozent des nominellen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen (2021: 3,21 Prozent), gab Statistik Austria am Freitag bekannt. Die Schätzung sei aber aufgrund der unklaren weiteren Entwicklung der COVID-19-Krise und der Weltwirtschaft wegen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine unsicher.

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der F&E-Ausgaben kommen 2022 von Unternehmen, die voraussichtlich 7,16 Milliarden Euro für Forschung aufwenden. In diesem Betrag sind auch die Ausschüttungen durch die Forschungsprämie enthalten, die für 2022 vom Finanzministerium mit einer Milliarde Euro veranschlagt werden. Gegenüber dem Vorjahr wachsen die Unternehmensausgaben damit um 9,3 Prozent.

Vom Staat wird rund ein Drittel der gesamten Forschungsausgaben bzw. 4,7 Milliarden Euro aufgewendet. Davon stammt mit 3,9 Milliarden Euro der größte Anteil vom Bund, der damit im Vergleich zu 2021 seine F&E-Ausgaben um 12,8 Prozent steigerte. Die Bundesländer tragen 613 Millionen Euro zur Finanzierung für F&E bei (plus 3,9 Prozent gegenüber 2021).

Aus dem Ausland kommen 2,2 Milliarden Euro bzw. 16 Prozent der gesamten F&E-Aufwendungen in Österreich (plus 4,9 Prozent gegenüber 2021). Dieser Anteil stammt hauptsächlich von Unternehmen, deren Töchter in Österreich Forschung betreiben.

Dritthöchste Forschungsquote im EU-Vergleich
Im internationalen Vergleich, der für das Jahr 2020 vorliegt, wies Österreich mit 3,22 Prozent hinter Schweden (3,53 Prozent) und Belgien (3,48 Prozent) die dritthöchste Forschungsquote innerhalb der EU auf. Auch Deutschland (3,14 Prozent) und Dänemark (3,03 Prozent) erfüllten das europäische Ziel einer Forschungsquote von 3 Prozent.

Die gesamte Forschungsquote der EU27 stieg von 2019 auf 2020 aufgrund des massiven Wirtschaftseinbruchs 2020 deutlich von 2,23 Prozent auf 2,32 Prozent. Die EU hinkt damit allerdings anderen Wirtschaftsräumen hinterher (Daten jeweils 2019), etwa Südkorea (4,63 Prozent), Japan (3,20 Prozent), Schweiz (3,15 Prozent) oder USA (3,08 Prozent). Chinas Forschungsquote war 2019 exakt gleich hoch wie jene der EU 2020.

25.4.2022, Quelle: Presse

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Ein Plus für Forschung und Innovation ist ein Plus für Österreich

FFG-Budget erhöht sich auf 1,6 Milliarden Euro 2022. Bis 2025 gesicherte Budgets
Forschung und Innovation sind die Grundlage für wichtige Zukunftsvorhaben – von Klimaschutz über Energie- und Mobilitätswende bis zu Digitalisierung und Life Sciences. Die Bundesregierung stimuliert mit attraktiven Förderungen und Konjunkturmitteln Forschung und Innovation und sorgt mit einem echten Plus für die FFG und für die Planungs- und Budgetsicherheit.

„Investitionen in Forschung und Innovation sind von enormer Bedeutung, denn entscheidend dafür, welche Wirkung unser Innovationssystems entfaltet ist, wie schnell neue Ideen und Erkenntnisse aus der Forschung rasch um- bzw. eingesetzt und genutzt werden können – gerade in herausfordernden Zeiten“, betonen die Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, anlässlich der Präsentation der FFG-Bilanz 2021 gemeinsam mit dem stellvertretenden Leiter der KMU Forschung Austria, Peter Kaufmann.

„2021 hat die forschende Wirtschaft nach wie vor Projekte mit enormer Innovationskraft umgesetzt, die Nachfrage nach Fördermittel war ungebrochen groß. Diese Ergebnisse des Jahres 2021 stimmen uns auch mit Blick auf die nahe Zukunft sehr zuversichtlich“, so die FFG-Geschäftsführung. „Österreich hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen für einen soliden Innovations- und Forschungsstandort geleistet und seine Innovationsbasis verbreitert. Darauf dürfen wir stolz sein“.

FFG-Förderungen wirken.
Auf lange Sicht ist die Anzahl der F&E betreibenden Unternehmen stark angestiegen. Laut Statistik Austria gab es 2004 in Österreich 2.123 Unternehmen, die F&E betrieben haben. 2009 waren es bereits 2.946 und 2015 3.611 Unternehmen. 2019 haben insgesamt 3.872 Unternehmen F&E durchgeführt. „Das Ziel, die Innovationsbasis zu verbreitern, ist mit FFG-Förderungen über die Jahre eindeutig gelungen“, erklärt Peter Kaufmann, stellvertretender Institutsleiter der KMU Forschung Austria, die seit 1977 regelmäßig die Wirkungen der geförderten FTI&E-Projekte erhebt. Demnach führen innerhalb von vier Jahren 70 Prozent der Unternehmen mit einem Erstantrag erneut ein Forschungsprojekt durch.

„Diese hohe Hebelwirkung gilt besonders für junge Unternehmen, KMU und Unternehmen deren Geschäftstätigkeit eine geringe Wissensintensität aufweist“, so Kaufmann. Durch die Förderprojekte können 54 Prozent der Unternehmen ihre internationale Wettbewerbsposition verbessern, 31 Prozent halten sie. Bei 85 Prozent der Unternehmen zeigen FFG-geförderte Projekte positive Effekte im Wettbewerb – sie können entweder ihre Wettbewerbsposition verbessern oder halten“, so Kaufmann weiter. Für knapp zwei Drittel der Projektbeteiligungen werden F&E-Mitarbeiter:innen rekrutiert; eine positive Beschäftigungswirkung aufgrund der Ergebnisverwertung tritt bei 42 Prozent auf. Zudem werden 36 Prozent der Projektbeteiligungen genutzt, um neue Aktivitätsfelder zu erschließen.

Dies wird vor allem von Startups und Unternehmen der ältesten Kategorie (älter als 50 Jahre) genutzt. Somit zeigt sich, dass FFG-Projekte auch für etablierte Unternehmen interessant sind, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und sich zu diversifizieren. „Die hohe Additionalität der Förderung bei kleinen Unternehmen und weniger wissensintensiven Technologiegruppen unterstreicht die innovationsbasisverbreiternde Wirkung der direkten Forschungsförderung. Zudem weist die hohe Additionalität bei Kooperationsprojekten darauf hin, dass der Wissens- und Technologietransfer ohne die Förderungen deutlich geringer ausfallen würde“, führt Peter Kaufmann aus.

FFG-Förderangebot wird deutlich ausgeweitet
In den Jahren 2022 und 2023 ist eine deutliche Ausweitung der Fördertätigkeit geplant, sowohl im Volumen als auch bei den Förderprogrammen. „So entwickelt sich die FFG von der Programmabwicklungsagentur zum Knotenpunkt und zur ‚Innovations-Drehscheibe‘ zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft,“ betonen die beiden FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner. Die Eigentümerressorts der FFG, das Klimaschutz- und Wirtschaftsministerium, schaffen Planungssicherheit und eine solide Basis sowohl für Fördergeber als auch Fördernehmer.

Das der FFG zur Verfügung gestellte Budget (neue Mittel) steigt von knapp 700 Millionen Euro im Jahr 2021 auf über 1,6 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Diese Erhöhung um über 130 Prozent ist einerseits auf die Mittel aus dem Next Generation EU-Programm zurückzuführen, aber auch auf neue und verstärkte Förderschwerpunkte der Auftraggeber und Eigentümer-Ressorts.

Next Generation EU – RRF
„Die Europäische Union hat mit Next Generation EU ein umfassendes Wiederaufbauinstrument gestartet. Dank der Initiative unserer Eigentümer und Auftraggeber konnte die FFG Förderprogramme für die Umstellung von Bus- und LKW-Flotten auf emissionsfreie Antriebe starten, mit denen die Anschaffung hunderter Busse und von über 2.000 Nutzfahrzeuge samt Ladeinfrastruktur gefördert wird“, berichtet die FFG-Geschäftsführung.

Weitere Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds stehen für den Ausbau des Breitbandnetzes zur Verfügung. „Gemeinsam mit nationalen Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) stehen bis zum Jahr 2026 insgesamt 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit Breitbandanschlüssen zu versorgen.“

Weitere Fördergelder aus dem EU-Aufbaufonds werden zudem für die Förderinitiative ‚Quantum Austria‘, die im Auftrag des Wissenschaftsministeriums (BMBWF) umgesetzt wird und die Teilnahme österreichischer Unternehmen an den EU-IPCEI-Initiativen ausgeschrieben („Important Projects of Common European Interest“, strategische Vorhaben zur Stärkung europäischer Wertschöpfungsketten).

Unterstützung bei digitaler Transformation weiter ausgebaut
Die Nutzung und Integration digitaler Technologien ist nicht nur für nahezu alle Unternehmen unabdingbar, sondern hat auch zunehmenden Anteil in anderen Forschungsdisziplinen. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der von der FFG im letzten Jahr vergebenen Förderungen werden in Projekte mit starkem Digitalisierungsanteil investiert – konkret 540 Millionen Euro. Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat die FFG ein umfassendes Paket zur Unterstützung der digitalen Transformation unserer Unternehmen geschnürt. „Das umfasst Qualifizierungsmaßnahmen ebenso wie Know-how- und Technologietransfer bis hin zum Netzwerk der Digital Innovation Hubs, mit dem wir KMU nicht nur Unterstützung, sondern auch Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärt Henrietta Egerth. „Als FFG treiben wir den technologischen Wandel voran, denn von der Unterstützung neuer Ideen bis zur Umsetzung am Markt haben wir die richtigen Instrumente und top Experten in der FFG.“

Mit nachhaltigen Innovationen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die FFG war bereits in den letzten 18 Jahren maßgebliche Kraft für die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft in Österreich. „Nur mit Forschung und Kreativität können wir die ökologische Wende schaffen und eine nachhaltige und resiliente Wirtschaft gestalten. Digitalisierung und Klimaschutz gehen dabei Hand in Hand“, betont Klaus Pseiner. „Denn die Digitalisierung stellt eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen und klimaschonenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft dar.“

Fast die Hälfte des FFG Budgets – 337 Millionen Euro – wurde 2021 in klimarelevante Projekte investiert, bereits seit 2020 werden Projektanträge in der FFG auch nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitszielen bewertet. Mit den vom Klimaschutzministerium (BMK) gesetzten Schwerpunkten in den Bereichen Produktion, Mobilität, Energie und klimafreundliche Stadt soll die Ökologisierung spürbar beschleunigt werden. Insbesondere soll mit Green Tech aber auch die Konjunktur angestoßen und ein Boost für Investitionen, die gut für die Umwelt und gut für die Unternehmen sind, ausgelöst werden. Programme wie „Öko-Scheck“ oder auch „Green Frontrunner“ waren im Jahr 2021 stark nachgefragt. „Green Frontrunner“ unterstützt am Weltmarkt aktive Unternehmen, ihre Spitzenposition nachhaltig auszubauen.

Innovation braucht Mut, Wissen und finanzielle Mittel
Von den FFG-Förderungen profitieren Einsteiger wie Innovations-Profis, Start-ups oder Einzelforscher genauso wie Konzerne oder Universitäten. Von den 738 Millionen Euro an Förderungen (gerechnet ohne Breitbandausbau) gingen 442 Millionen Euro (59 Prozent) an Unternehmen, davon 195 Millionen. an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Fast ein Viertel der Gesamtförderungen wurden an Forschungseinrichtungen vergeben (169 Millionen Euro), Projekte an Hochschulen wurden mit 104 Millionen Euro unterstützt (14 Prozent; sonstige Organisationen: 22 Millionen Euro).

Von FinTech bis BioTech: Wie Start-ups mit FFG-Förderungen durchstarten
Mit 78,5 Millionen Euro an Förderungen für Start-ups konnte im Jahr 2021 ein weiterer Höchstwert erreicht werden. Über 1.100 Start-ups haben Unterstützungen der FFG genutzt, um ihre Ideen umzusetzen. Die meisten von ihnen aus dem Sektor digitaler Technologien, aber auch viele Start-ups aus den Life Sciences und aus den Branchen Energie und Mobilität, bzw. Produktion. „Die FFG konnte in den letzten Jahren wesentlich zu einer wachsenden, lebendigen Start-up-Szene in Österreich beitragen“, so Egerth und Pseiner. „Das zeigt sich auch am beachtlich gestiegenen Interesse ausländischer Investoren: Von 2016 bis 2021 haben FFG-geförderte österreichische Start-ups mehr als eine Milliarde Euro an Investment aufgestellt.“

Österreichs Forscher:innen mit Europa verbinden
Im Rahmen von Horizon 2020 (Programmende war mit 31.12.2020) wurden bis Herbst 2021 Fördermittel in Höhe von rund 1,93 Milliarden Euro für heimische Institutionen zugesagt (Stand 1.9.2021). Mit bisher lukrierten Förderungen in Höhe von rund 412 Millionen Euro sind ERC-Grants derzeit das Programm mit den höchsten österreichischen Rückflüssen von Horizon 2020 nach Österreich. Bei der Erfolgsquote nach Beteiligungen liegt Österreich (17,3 Prozent) hinter Belgien und Frankreich auf Platz 3 (gemeinsam mit den Niederlanden) und konnte somit trotz des ungebrochen starken Wettbewerbs seine gute Position auf europäischer Ebene festigen.

Die FFG unterstützt als Nationale Kontaktstelle Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Österreich gezielt mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot zu europäischen und internationalen FTI-Programmen und Initiativen. 2021 wurde die FFG für weitere sechs Jahre mit dieser Aufgabe betraut. 2021 war durch den Start des neuen Rahmenprogramms „Horizon Europe“ geprägt. Es brachte zahlreiche Neuerungen, wie etwa eine Clusterstruktur, neue Partnerschaften und sogenannte Missionen.

FFG-Jahresergebnis im Überblick
Im letzten Jahr konnte die FFG insgesamt 738 Millionen Euro an Förderungen (inkl. Haftungen und Darlehen) für 4.977 Projekte bewilligen. Damit wurden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte von 4.884 Organisationen, davon 3.468 Unternehmen, unterstützt. Zusätzlich wurden 183 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. Insgesamt hat die FFG im Jahr 921 Millionen Euro an Förderungen vergeben. Ein wesentlicher Bestandteil der FFG-Services ist ein umfassendes Beratungsangebot. So wurden im Vorjahr 14.205 Beratungsgespräche geführt.

Über die FFG
Die FFG ist die zentrale Drehscheibe für die Förderung von unternehmensnaher Innovation, Forschung und Entwicklung in Österreich. Durch ihr Know-how und finanzielle Unterstützung treiben Unternehmen aller Größen ihre Innovationstätigkeit voran, stärken den Standort und sichern Arbeitsplätze.

Die FFG arbeitet dabei im Auftrag ihrer Eigentümer, dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). Die FFG kooperiert eng mit weiteren Bundesministerien wie dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), den Bundesministerien für Finanzen (BMF) und Landesverteidigung (BMLV), den Bundesländern und weiteren Organisationen.

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Rückfragen & Kontakt:
Linde Tuscher
Pressesprecherin
T: +43 5 7755 6010
M: +43 664 8569028
E: presse@ffg.at

Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Sensengasse 1
1090 Wien

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Die FFG-Jahresbilanz 2021, 16. März 2022, 10:00 Uhr

EINLADUNG FFG-Pressegespräch: „Forschung und Innovation – Die FFG-Jahresbilanz 2021“, 16. März 2022, 10:00 Uhr
Mit den Geschäftsführern der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) Henrietta Egerth, Klaus Pseiner und Peter Kaufmann, Stv. Leiter KMU Forschung Austria

Auch 2021 war die Nachfrage nach Fördermittel ungebrochen hoch. Welche Auswirkungen die direkte Forschungsförderung in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung auf den Innovationsstandort Österreich hat und wie Forschung und Innovationen wirken und auch in Zukunft dabei helfen im globalen Wettbewerb bestehen zu können, darüber informieren am:

Mittwoch, 16. März 2022, 10:00 Uhr
im APA-Pressezentrum, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
und per Livestream https://events.streaming.at/ffg-20220316

FFG-Pressegespräch: „Forschung und Innovation – Die FFG-Jahresbilanz 2021“
Ihre Gesprächspartner:
– Henrietta Egerth, Geschäftsführerin Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
– Klaus Pseiner, Geschäftsführer Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
– Peter Kaufmann, Stv. Institutsleiter KMU Forschung Austria

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind unter Einhaltung der geltenden COVID-19-Verordnung im APA-Pressezentrum willkommen. Wir freuen uns über Ihre Zusage zum Pressegespräch und ersuchen um Anmeldung unter: presse@ffg.at

Datum: 16.03.2022, 10:00 Uhr
Ort: APA-Pressezentrum
Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:
FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Mag. Matthis Prabitz
Pressesprecher
+43 5 7755-6017
matthis.prabitz@ffg.at
www.ffg.at

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FFG steht 2022/23 deutlich höheres Förderbudget zur Verfügung

Finanzierungsvereinbarungen mit Eigentümerressorts abgeschlossen. Vom Klimaschutzministerium kommen 1,025 Mrd. Euro, vom Wirtschaftsministerium 202 Mill. Euro.

Der Forschungsförderungsgesellschaft FFG steht heuer und im kommenden Jahr ein deutlich höheres Förderbudget zur Verfügung als bisher. Das sehen die Finanzierungsvereinbarungen vor, die von der FFG mit den Eigentümerressorts (Wirtschafts- und Klimaschutzministerium) für 2022/23 nun abgeschlossen wurden. Demnach kommen für die beiden Jahre vom Klimaschutz- und vom Wirtschaftsministerium in Summe mehr als 1,2 Mrd. Euro, inkludiert sind darin Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds.

Das 2020 beschlossene Forschungsfinanzierungsgesetz (FoFinaG) bringt Forschungseinrichtungen und Förderagenturen mehrjährige Finanzierungssicherheit in Form dreijähriger Finanzierungsvereinbarungen. Bei der FFG wurde die neue Regelung etappenweise eingeführt, 2021 als Übergangsjahr finanziert und nun die Vereinbarungen für 2022/23 abgeschlossen.

Wie die FFG auf Anfrage der APA erklärte, stellt das Klimaschutzministerium der FFG für 2022/23 ein Förderbudget in Höhe von 1,025 Mrd. Euro zur Verfügung (2021: 338 Mill. Euro). Vom Wirtschaftsministerium kommen für heuer und kommendes Jahr 202 Mill. Euro (2021: 73 Mio. Euro). In den Summen beider Ressorts für 2022/23 sind auch Mittel in Höhe von insgesamt rund 350 Mill. Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds enthalten, die etwa für die Umstellung von Bus- und Lkw-Flotten auf emissionsfreie Antriebe, Wasserstoffforschung oder Mikroelektronik eingesetzt werden.

Neben der neuen Mehrjährigkeit des Budgets ist auch wegen dieser EU-Mittel ein Vergleich mit 2021 nur bedingt möglich. Das Wirtschaftsministerium spricht in einer Aussendung am Mittwoch von einer „Steigerung des jährlichen Fördervolumens um 90 Prozent im Vergleich zu der für 2021 beschlossenen Gesamtbeauftragung“.

Aus Sicht der FFG bringen die Finanzierungsvereinbarungen längerfristige Planungssicherheit. „Was die Berechenbarkeit anbelangt, ist das eine Dimension, die wir noch nie gehabt haben“, hatten die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner kürzlich im APA-Gespräch erklärt. Dies komme vor allem den Kunden zugute, die bisher nie wussten, ob es in einem Programm auch im nächsten Jahr noch eine Ausschreibung geben wird.

„Die nun fixierte Budgetierung des Bundes wird maßgeblich dazu beitragen, den hohen Stellenwert von Forschung und Entwicklung in Österreich weiter auszubauen und den gesamten Forschungs- und Innovationsstandort nachhaltig zu stärken“, so Egerth und Pseiner am Mittwoch in einer Aussendung. Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage nach Fördermitteln trotz anhaltender Pandemie – die FFG registriert 40 Prozent mehr Anträge in ihren Basisprogrammen und stark überzeichnete Ausschreibungen – seien die Budgetmittel durchaus notwendig.

04.03.2022, Quelle: Salzburger Nachrichten

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Unternehmen beantragten 2021 über eine Milliarde Forschungsprämie

Österreichische Unternehmen haben im Vorjahr 1,03 Milliarden Euro an Forschungsprämie beantragt. Damit knackte die Wirtschaft das zweite Jahr in Folge die Milliarden-Marke. Rund 9.500 Anträge wurden eingebracht, davon 80 Prozent von Kleinen und Mittleren Unternehmen. Vom gesamten Fördervolumen floss nur knapp ein Drittel an KMUs. Das geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor.

Unternehmen können für ihre Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung die Forschungsprämie in Höhe von 14 Prozent beantragen. Damit können dann beispielsweise Lohnkosten für Forscherinnen und Forscher oder neue Forschungsgeräte bezahlt werden. Abgewickelt wird die Forschungsprämie von den Finanzämtern in Abstimmung mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Im Jahr 2018 wurde die Forschungsprämie von 12 auf 14 Prozent erhöht. Seither seien die beantragten Förderungen jährlich gestiegen: 2019 waren es rund 758 Mio. Euro, 2020 erstmals knapp über eine Milliarde Euro, so das Wirtschaftsministerium.

Die Forschungsquote, der Anteil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung am nominellen Bruttoinlandsprodukt (BIP), lag laut Statistik Austria im Jahr 2000 bei 1,89 Prozent und ist seither immer wieder gestiegen. Zuletzt, im Jahr 2020, erreichte sie mit 3,23 Prozent ihren bisherigen Höchstwert. Der Anstieg von 3,10 Prozent im Jahr 2019 auf 3,23 Prozent 2020 sei aber „allein dadurch bedingt, dass die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum noch stärker als die Forschungsausgaben zurückging“, schreibt die Statistik Austria auf ihrer Website.

10.1.2022, Quelle: APA

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WIFO und IHS erwarten kräftige Wirtschaftserholung

Kräftige Wirtschaftserholung erwartet

Nach der CoV-Krise steht Österreich heuer und nächstes Jahr eine kräftige Wirtschaftserholung bevor. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) soll das BIP dabei 2021 und 2022 real um vier und fünf Prozent wachsen, aus Sicht des Instituts für Höhere Studien (IHS) um dreieinhalb und viereinhalb Prozent.

Im Vorjahr war die Wirtschaft wegen der CoV-Krise um 6,3 Prozent eingebrochen. Günstig entwickelt sich die Industrie, 2022 soll der Tourismus besonders gut laufen. Die Arbeitslosenrate dürfte auch Ende 2022 noch höher sein als vor der Pandemie.

Schon im Frühjahr hatte die heimische Wirtschaft mit den Erfolgen bei der CoV-Bekämpfung kräftig Fahrt gewonnen, erklärte das IHS am Donnerstag. Daher erhöht man für heuer die Wachstumsprognose.

Die Arbeitslosenquote werde mit der Konjunkturerholung heuer auf 8,4 Prozent sinken und auf 7,9 Prozent im nächsten Jahr, aber weiter über Vorkrisenniveau liegen. Voriges Jahr betrug die Arbeitslosenrate nach nationaler Definition im Jahresschnitt 9,9 Prozent.
Hinweise auf Beginn von Hochkonjunkturphase

Hinweise auf Beginn von Hochkonjunkturphase
Begünstigt wird der Aufschwung in Österreich durch die seit dem Frühjahr deutlich besseren weltweiten wirtschaftlichen Aussichten, so das WIFO. Vorlaufindikatoren würden auf den Beginn einer Hochkonjunkturphase deuten.

 

Grafik zeigt Daten zur WIFO/IHS-KonjunkturprognoseGrafik: APA/ORF.at; Quelle: WIFO/IHS

Weil die Fiskalpolitik die Wirtschaftserholung stützt, wird der Finanzierungssaldo auch heuer stark negativ sein – nach fast neun Prozent Maastricht-Abgang gemessen am BIP im Vorjahr rechnet das WIFO heuer mit 6,6 Prozent Defizit des Gesamtstaates, das IHS mit 7,4 Prozent.

Kommendes Jahr werden laut WIFO aber Konjunktureffekte und das Auslaufen zahlreicher Stützungsmaßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Staatsfinanzen beitragen, das Defizit sieht das WIFO bei 2,3 Prozent des BIP, das IHS bei 3,7 Prozent.

Konjunkturaufschwung treibt Preise an
Der Konjunkturaufschwung dürfte auch die Preisentwicklung antreiben, so das WIFO. Die Teuerungsrate laut dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) werde heuer auf 2,3 Prozent anziehen nach 1,4 Prozent im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür sei neben der kräftigen Konsumnachfrage die Weitergabe der hohen Preise für Rohstoffe und bestimmte Güter.

Auch 2022 dürfte der Preisauftrieb gemäß HVPI-Kriterien mit 2,1 Prozent hoch bleiben, so das WIFO – nicht zuletzt wegen der überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung der Gesamtwirtschaft, die die inländische Preisdynamik antreibe. Das IHS geht – ebenso wie das WIFO – von einem Anstieg der Inflation nach heimischer Berechnungsmethode auf heuer 2,2 Prozent und 2,0 Prozent im nächsten Jahr aus. Zuletzt, im Mai, hatte die Inflation in Österreich 2,8 Prozent betragen, mit Ausklingen des Ölpreis-Basiseffekts werde sich der Preisauftrieb wieder etwas verlangsamen, so das IHS.

Arbeitslosigkeit auch 2022 noch über Vorkrisenniveau
Für den Arbeitsmarkt geht das WIFO von einem Anhalten der günstigen Entwicklung auch im kommenden Jahr aus. Da die Beschäftigung bereits im heurigen Frühjahr wieder das Vorkrisenniveau erreicht habe, werde jedoch eine Abschwächung des Zuwachses erwartet: Der Zuwachs bei den unselbstständig Beschäftigten dürfte 2021 bei 2,1 Prozent, 2022 dann bei 1,6 Prozent liegen. Das Arbeitskräfteangebot werde in beiden Prognosejahren weiter steigen.

Weil die Arbeitslosigkeit auch Ende 2022 noch über dem Vorkrisenniveau liegen wird, hält das IHS weitere Maßnahmen gegen die Langzeitarbeitslosigkeit sowie gegen den „Mismatch“ auf dem Arbeitsmarkt und für ein Sinken der strukturellen Arbeitslosigkeit für notwendig.

Infektionsgeschehen als wesentlicher Faktor
Die Prognosen zur weiteren Wirtschaftsentwicklung hängen aus WIFO-Sicht nach wie vor maßgeblich vom künftigen Coronavirus-Infektionsgeschehen ab. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie sei noch immer erheblich – im gesamten Prognosezeitraum bestehe daher das Risiko größerer Rückschläge, falls das Coronavirus in einer Weise mutieren sollte, die die Wirksamkeit der jetzigen Impfstoffe wesentlich reduziere.

Diese Gefahr sei umso größer, je länger die weltweite Überwindung der Pandemie dauere. Überdies herrsche nach wie vor Unsicherheit über die Entwicklung der Solvenz der Unternehmen, sobald öffentliche Stützungsprogramme zurückgefahren und Schuldenmoratorien beendet werden, so das WIFO.

In einer Stellungnahme bezeichnete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Prognosen als „sehr gute Nachrichten“. Diese zeigten, „dass die Strategie gegen die Pandemie erfolgreich war, wie das IHS bestätigt. Jetzt geht es darum, Investitionen weiter anzukurbeln, vor allem in Ökologisierung und Digitalisierung, dadurch Arbeitsplätze auszubauen und den Weg der Entlastung weiterzugehen“, so Kurz.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sieht das Vorkrisenniveau schon im Sommer erreichbar. „Impffortschritte, schrittweise Aufhebung der Einschränkungen und eine weltweit anziehende wirtschaftliche Aktivität“ ermöglichten das, hieß es in einer Aussendung.

24.6.2021, Quelle: ORF.at

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Österreichs Innovationsleistung sinkt

Österreich bleibt im EU-Innovationsranking auf Rang 8. Das Land findet sich in dem diese Woche veröffentlichten „European Innovation Scoreboard“ (EIS) erneut unter den „Strong Innovators“. Doch ist „die Innovationsleistung im Laufe der Zeit (seit 2014, Anm.) im Vergleich zur EU gesunken“, heißt es darin.

Österreichs Innovationsperformance hat sich dem Bericht zufolge seit 2014 zwar um elf Prozent verbessert (EU-weit: 12,5 Prozent). Doch relativ zur EU nimmt die Innovationsleistung seit 2017 kontinuierlich ab. Von dem in der neuen Forschungsstrategie formulierten Ziel, im EIS auf Rang 5 vorzustoßen, ist man damit noch ein Stück entfernt.

Die führenden Innovationsländer in der EU sind dem Bericht zufolge Schweden, Finnland, Dänemark und Belgien, vor Österreich liegen noch die Niederlande, Deutschland und Luxemburg. Nimmt man europäische Nicht-EU-Länder in den Vergleich auf, ist die Schweiz das innovativste Land Europas. Seit 2014 ist jedoch der Abstand zwischen der EU und der Eidgenossenschaft bei der Innovationsstärke kleiner geworden.

Innovationslücke in der EU schließt sich
In der EU ist die Innovationsleistung seit 2014 um 12,5 Prozent gestiegen. Dabei wachsen leistungsschwächere EU-Länder schneller als leistungsstärkere, wodurch sich die Innovationslücke in der Union schließt. Global gesehen ist die EU innovationskräftiger als Länder wie China, Brasilien, Südafrika, Russland oder Indien, aber Südkorea, Kanada, Australien, die USA und Japan schneiden besser ab.

Der Rahmen für den diesjährigen Innovationsanzeiger, in dem die relativen Stärken und Schwächen der nationalen Innovationssysteme bewertet werden, wurde überarbeitet und stärker an die politischen Prioritäten der EU anpasst. So wurden neue Indikatoren für Digitalisierung und Nachhaltigkeit aufgenommen. Die meisten der im Ranking verwendeten Daten seien nicht aktuell genug, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu erfassen, heißt es in dem Bericht.

Aufholbedarf bei Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Die 32 Indikatoren, nach denen bewertet wurde, sind in dem Bericht zu zwölf „Innovations-Dimensionen“ zusammengefasst – und hier zeigen sich Österreichs Stärken und Schwächen im Vergleich zu den anderen Ländern im Detail: In den Dimensionen „Nachhaltigkeit“ (Rang 12), „Digitalisierung“ (12) und „Verwendung von Informationstechnologien“ (14) liegt Österreich deutlich schlechter als in seiner Gesamtperformance. Besser als in seiner Gesamtleistung schneidet Österreich in den Dimensionen „Intellektuelles Potenzial“ (Rang 4), „Finanzierung und Unterstützung“ (5) sowie „Attraktives Forschungssystem“ (6) ab.

Der Bericht nennt die Dimensionen „Intellektuelles Potenzial“, „Netzwerke“ und „Attraktives Forschungssystem“ als die „Stärken Österreichs“. Die besten drei Indikatoren sind demnach „öffentlich-private Co-Publikationen“, „Design-Anwendungen“ und „internationale wissenschaftliche Co-Publikationen“. Deutlich unterdurchschnittlich schneidet Österreich bei Indikatoren wie „Risikokapital“ oder „Exporte wissensintensiver Dienstleistungen“ ab.

 

24.6.2021, Quelle: ORF.at

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FFG: Mit heimischer Forschung und Entwicklung raus aus der Krise

40 Prozent mehr Anträge im Pandemiejahr; 855 Millionen Euro Förderung zugesagt

„2020 war ein Ausnahmejahr. Wir sehen aber auch, dass die Pandemie 2020 zu einem Motivationsschub bei Innovationen und in der Forschung geführt hat“, erklärten die Geschäftsführer der FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner am Mittwoch. Im Pandemiejahr 2020 wurden um 40% mehr Projektanträge an die FFG-Basisprogramme gestellt und erstmals über eine Milliarde Euro Forschungsprämie beantragt. Letztlich konnte die Förderagentur des Bundes 4.231 Projekte mit insgesamt 855 Millionen Euro fördern – konkret 572 Millionen Euro für 3.917 Forschungsprojekte und 314 Breitbandprojekte mit 283 Millionen Euro. 165 Millionen Euro wurden 2020 in klimarelevante Projekte und 263 Millionen Euro in Digitalisierungsprojekte investiert.

> Die Statistik zum Download

Schwerpunkte grüne Technologien und Digitalisierung
Mit den gesetzten Finanzierungsschwerpunkten investiert die Bundesregierung aktiv in die Entwicklung und den Ausbau grüner Technologien und erneuerbarer Energien, um die Klimawende zu schaffen und die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen. Österreich hat mit einem Anteil von über 70 % erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung eine gute Position, um auf diesem Sektor die internationale Vorreiterrolle zurückzuerlangen und neue Jobs zu schaffen. Innovative Lösungen für den Klimaschutz werden dazu der Schlüssel sein.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau der digitalen Kapazitäten Österreichs, was besonders in den Bereichen Produktion, Mobilität und Zusammenleben unsere Zukunft prägen wird. Hier hat die Coronakrise gezeigt, wie wichtig eine belastbare digitale Infrastruktur, digitale Werkzeuge und digitale Qualifikation für unsere Gesellschaft geworden sind – Stichwort Home-Schooling und Home-Office. Dabei wird aber auch auf die Themen Künstliche Intelligenz, eCommerce, Cyber Security und Smart Factory gesetzt, um Unternehmen in Zeiten der globalen Pandemie mit den notwendigen digitalen Kompetenzen auszustatten.

Forschung wirkt mit rot-weiß-roten Innovationen
Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Gesundheits- und Wirtschaftskrise und auch mit Blick auf die Klimakrise komme der Forschungsförderung eine noch größere Bedeutung im gesamtwirtschaftlichen Kontext zu, als sie ohnehin innehabe. „Forschung und Entwicklung im Allgemeinen und die FFG mit ihren Programmen im Besonderen sind in der Lage, kurz- und mittelfristig wichtige konjunkturelle und inhaltliche Impulse zu setzen“, berichten Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. In Zeiten einer konjunkturellen Krise sei es notwendig, dass Fördergelder rasch zugänglich seien, da Unternehmen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten würden und kurzfristig auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. „Entscheidend für den Output unseres Innovationssystems ist es, wie schnell neue Ideen und Erkenntnisse aus der Forschung in die Anwendung kommen und wirtschaftlich genutzt werden“, hieß es weiter.

Corona Emergency Call 2020: Ein Erfolg
Mit dem Corona-Emergency-Call konnte die FFG vorhandene F&E-Expertise und Kapazitäten kurzfristig in Österreich mobilisieren. Die Bundesregierung hatte im März 2020 dazu aufgerufen, verstärkt im Bereich der Impfstoffe, Therapeutika, Diagnostika und Prävention zu forschen und Anwendungen auf den Markt zu bringen. Innerhalb kürzester Zeit wurden 143 Projekte eingereicht. Es gab zusätzliche Jurysitzungen, Förderungen für 51 Projekte wurden bewilligt. Die Projektergebnisse sind bereits im Umsetzung und es zeigt sich ein großes Potential am österreichischen Life-Science-Sektor – vor allem bei KMU (80 % der Projekte).

Zusammenarbeit auf allen Ebenen
Nie zuvor konnte die FFG mit ihren Förderprogrammen so viel bewegen und damit auch im Kampf gegen die Gesundheits- und Wirtschaftskrise einen enormen Beitrag leisten. „Die Wirtschaftskrise wird uns länger beschäftigen. Die Herausforderungen für den Innovationsstandort sind hoch, denn Unternehmen werden ihre FTI-Ausgaben wieder reduzieren, darauf verweist der WIFO-Konjunkturtest“, berichten die FFG-Geschäftsführer. Österreichs Forschungsstrategie habe sich jedoch bewährt. Der breite Förderansatz der FFG fördere Resilienz, wirke antizyklisch und würde Einbrüche bei F&E-Ausgaben abfedern. Die FFG unterstützt auch bei der Teilnahme am EU-Forschungs- und Innovationsprogramm ‚Horizon Europe‘. „Wir wollen auch im Rahmen von ‚Horizon Europe‘ wieder zu einer überdurchschnittlichen Erfolgsquote österreichischer Beteiligungen beitragen und unsere Forschungscommunity bestmöglich sowie vorausschauend begleiten und beraten. Dabei achten wir darauf, dass sich nationale Maßnahmen mit den Programmen der EU optimal ergänzen“, erklärten die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Die Pandemie zeige auch, wie wichtig ein gutes entwickeltes Innovationssystem und die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschungsinstituten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Hand sei. „Mit Expertise und Engagement steht die FFG für effiziente und transparente Förderungen, damit rot-weiß-rote Innovationen entstehen können. In der Abwicklung heißt das für uns, dass wir den Zugang zu Fördergeldern so einfach wie möglich, aber so sicher wie nötig gestalten, um auch einen korrekten Einsatz von Steuergeld zu gewährleisten“, so Egerth und Pseiner abschließend.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderagentur der Republik Österreich. Auftraggeber und Eigentümervertreter der FFG sind das Bundesministerium für Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). Die FFG betreut für das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) die Abwicklung der Breitbandmittel und für das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) die Beteiligung am EU-Forschungs- und Innovationsprogramm ‚Horizon Europe‘. Darüber hinaus wickelt die FFG Förderprogramme einzelner Bundesländer und des Klima- und Energiefonds ab.

Rückfragenhinweis:
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
+43 5 7755-6017
presse@ffg.at

Downloads: FFG Förderungen im Jahr 2020
FFG Statistik Österreich 2020 gesamt

FFG Statistik Burgenland 2020
FFG Statistik Kärnten 2020
FFG Statistik Niederösterreich 2020
FFG Statistik Oberösterreich 2020
FFG Statistik Salzburg 2020
FFG Statistik Steiermark 2020
FFG Statistik Tirol 2020
FFG Statistik Vorarlberg 2020
FFG Statistik Wien 2020

(Hinweis: Downloads im PDF-Format. Eine barrierefreie Version wird in Kürze zur Verfügung gestellt)

1.4.2021, Quelle: FFG

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ACR-Studie: Die Fähigkeit zur Innovation macht Unternehmen zukunftsfit

Die ACR-Studie „Innovation und Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit von KMU“ gibt einen Überblick über die Innovationsleistung und das Innovationsverhalten von KMU

  • Gerade in Krisenzeiten ist es für Unternehmen wichtig, in ihre eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren und sich anzupassen. Dies erfordert Lernfähigkeit, Wissen und Innovation – ACR-Präsidentin Iris Filzwieser
  • Erfreulich ist, dass der Anteil der kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) mit Innovationsaktivitäten kontinuierlich angestiegen ist, von 49% im Jahr 2012 auf 58% im Jahr 2018 – Thomas Oberholzner, KMU Forschung Austria
  • Will man Innovationen, muss man sie ermöglichen, und zwar mit einem effektiven Innovationsmanagement – ACR-Präsidentin Iris Filzwieser
    Innovation hat die Kraft, unser Leben zu verändern. Sie schafft und sichert Arbeitsplätze und hilft, die großen Herausforderungen der Menschheit zu lösen. Nicht nur große Unternehmen sind Motoren für Innovation, sondern auch besonders unsere vielen KMU. Vor allem ihre Innovationsfähigkeit ist ein zentraler Schlüsselfaktor für einen resilienten Wirtschaftsstandort – Bundesministerin Margarete Schramböck

Wien (OTS) – Immer mehr kleine Unternehmen sind innovativ, ihre Innovationen basieren dabei aber nicht immer auf Forschung und Entwicklung. Digitalisierung spielt eine immer wichtigere Rolle, ist aber meist nicht Hauptbestandteil der Innovation. Die größten Hemmnisse sind fehlende Qualifikation bzw. Ressourcen und eine fehlende Innovationskultur im Unternehmen. Die Studie „Innovation und Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit von KMU“ des mittelständischen Forschungsnetzwerks ACR – Austrian Cooperative Research gibt einen Überblick über die Innovationsleistung und das Innovationsverhalten von KMU.

Die österreichische Unternehmenslandschaft zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Innovationen aus. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben ihre Innovationsaktivitäten in den letzten Jahren messbar erhöhen können. Doch nicht immer erfolgen Innovationen auf Basis von Forschung und Entwicklung (F&E). Auch Unternehmen, häufig KMU, die selbst keine F&E-Aktivitäten aufweisen, können erfolgreich innovieren. „Innovation hat die Kraft, unser Leben zu verändern. Sie schafft und sichert Arbeitsplätze und hilft, die großen Herausforderungen der Menschheit zu lösen. Nicht nur große Unternehmen sind Motoren für Innovation, sondern auch besonders unsere vielen KMU. Vor allem ihre Innovationsfähigkeit ist ein zentraler Schlüsselfaktor für einen resilienten Wirtschaftsstandort“, sagt Bundesministerin Margarete Schramböck. „Gerade in Krisenzeiten ist es für Unternehmen wichtig, in ihre eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren und sich anzupassen. Dies erfordert Lernfähigkeit, Wissen und Innovation“, ergänzt Iris Filzwieser, ACR-Präsidentin und Unternehmerin und verweist auf die Erkenntnisse der Studie, die das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research in Auftrag gegeben hat, um einen Überblick über die Innovationsleistung und das Innovationsverhalten von KMU zu erhalten.

Spezifische Problemlösungen
KMU mit technologischen Innovationsaktivitäten ohne systematische, interne F&E sowie KMU mit nicht-technologischen Innovationen stellen die größten Gruppen innovativer KMU dar. Innovationen basieren dabei häufig auf informellen Lern- und Erkenntnisprozessen, auf anwendungsnahem Erfahrungswissen, und entstehen aus dem normalen Produktionsprozess heraus sowie in Interaktion mit Kunden und Zulieferern. Es handelt sich meist um schrittweise Optimierungen und sehr spezifische Problemlösungen. „Erfreulich ist, dass der Anteil der kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) mit Innovationsaktivitäten kontinuierlich angestiegen ist, von 49% im Jahr 2012 auf 58% im Jahr 2018“, sagt Studienautor Thomas Oberholzner von der KMU Forschung Austria, „sie betreiben für ihre Innovationen jedoch weniger Forschung und Entwicklung und kooperieren seltener mit Forschungseinrichtungen als größere Unternehmen“.

Digitalisierung als Innovationsmotor
Die überwiegende Mehrheit aller Innovationen in KMU weist eine digitale Komponente auf, 75% bei Produktinnovationen und 94% bei Marketing & Vertriebsinnovationen. Allerdings ist die Digitalisierung bzw. die digitale Technologie meist nicht der Hauptaspekt oder -bestandteil der Innovation, sondern ist sehr häufig mit anderen Technologien oder Methoden verschränkt oder unterstützt diese. Die Digitalisierung steht also meist in Verbindung mit anderen Innovationsinhalten und muss jedenfalls einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen haben. 84% der Klein- und Mittelunternehmen sind strategische Digitalisierer, diese zielen mit ihren Digitalisierungsmaßnahmen auf einen konkreten strategischen Wettbewerbsvorteil ab, wie z. B. auf die Steigerung der Kosteneffizienz oder den Zugang zu neuen Kunden und Märkten. In Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie wird die Relevanz digitaler Innovationen weiter steigen.

Ohne Innovationskultur keine Innovationsleistung
„Will man Innovationen, muss man sie ermöglichen, und zwar mit einem effektiven Innovationsmanagement“, unterstreicht ACR-Präsidentin Iris Filzwieser. Dies umfasst die Planung, Organisation und Steuerung der internen Prozesse für die Entwicklung und Verwertung von Innovationen sowie die Förderung der Kreativität, Motivation und Teamkooperation in Unternehmen.
Um die Innovationsperformance und Digitalisierung von KMU zu forcieren, muss das Fördersystem KMU vor allem bei jenen Innovationsarten unterstützen, bei denen diese Betriebe ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen, ausreichend Unterstützung in den Bereichen Finanzierung und Qualifizierung bereitgestellt sowie die Zusammenarbeit zwischen KMU und Forschungseinrichtungen bzw. Hochschulen gestärkt werden.

Hier finden Sie die ganz Studie.
Rückfragen & Kontakt:
ACR Austrian Cooperative Research
Rita Kremsner
Öffentlichkeitsarbeit
kremsner@acr.ac.at
www.acr.ac.at

Quelle 25.11.2020 APA

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Innovationsschub bei KMU

Klein- und Mittelunternehmen nützen die Krise, um sich neu aufzustellen: Das legen Statistiken nahe, die eine deutliche Zunahme bei Anträgen um Forschungsförderung zeigen.

Wien. Jede Krise ist auch eine Chance – und die scheinen Klein- und Mittelunternehmen zu nützen. Die Anträge an die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) seien seit dem ersten Lockdown im März um 30 bis 50 Prozent pro Monat gestiegen, erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Freitag. „Die Unternehmen nützen die Zeit, um sich in der Krise neu aufzustellen und durch Innovation zu stärken“, sagte Schramböck. Das werde am Ende der gesamten heimischen Wirtschaft nützen.

Wie das in der Praxis konkret aussieht, zeigt etwa das Start-up Aardworx, das gemeinsam mit dem Österreichischen Gießerei-Institut (ÖGI) einen Virtual-Reality-Viewer entwickelt hat, mit dem man virtuell durch Werkstoffe und Bauteile gehen kann, die zuvor mit einem Computertomografen gescannt wurden. Oder das Wiener Instrumentengeschäft Maxton, das gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) ein innovatives, neues Mundstück samt Blatt für eine Klarinette entwickelt hat, das dem Holzblasinstrument den perfekten Klang geben soll.

Hoher F&E-Anteil
In beiden Fällen war Austrian Cooperative Research (ACR) an der Entwicklung beteiligt, die Dachorganisation über insgesamt 17 außeruniversitäre, heimische Institute. „Unser Ziel ist es, kleine und mittelgroße Unternehmen bei ihrer Forschung zu unterstützen“, erklärt Iris Filzwieser, Präsidentin des ACR. Wichtig sei dabei, dass der Kontakt der KMU nicht nur mit Wissenschaftlern der Institute erfolge, sondern auch direkt mit Unternehmen, die die Bedürfnisse kennen würden. ACR und die Institute sind gemeinnützig organisiert, KMU müssen beispielsweise nicht für die Verwendung bereits entwickelter Technologien, etwa Software, bezahlen.

Innovation und Digitalisierung passieren freilich nicht als Selbstzweck. Wie ACR in einer aktuellen Studie erhoben hat, zielen „etwa drei Viertel der Kleinstunternehmen und fünf Sechstel der Klein- und Mittelunternehmen mit ihren Digitalisierungsmaßnahmen auf einen konkreten strategischen Wettbewerbsvorteil ab, wie zum Beispiel auf die Steigerung der Kosteneffizienz oder den Zugang zu neuen Kunden und Märkten“.

Wie man von Innovation profitieren kann, hat Filzwieser, die ein Metallurgieunternehmen mit 30 Mitarbeitern betreibt, selbst erlebt. Man habe drei Patente angemeldet, mit denen man in den vergangenen Jahren durch Lizenzvereinbarungen etwa zehn Millionen Euro verdient habe.

In Bezug auf die F&E-Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehört Österreich laut einer OECD-Studie, auf die Schramböck verweist, zu den führenden Nationen: Mit einer F&E-Quote von 3,17 Prozent im Jahr 2018 weise Österreich hinter Schweden den zweithöchsten Wert innerhalb der EU-28 auf. (red.)

Quelle 16.11.2020 Presse

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19. Forum INNOVATION der PFI-D

Die Plattform für Innovation in Deutschland (PFID) hat trotz aller pandemiebedingten Widrigkeiten auch in diesem Jahr die erfolgreiche Kongressreihe 19. Forum INNOVATION ausgerichtet. Aufgrund der verschärften Infektionslage wurde die zunächst auf 100 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Wissenschaft reglementierte Veranstaltung, die im House of Logistics and Mobility (HOLM) am Frankfurter Flughafen stattfinden sollte, kurzerhand auf das Onlineformat umgestellt. Hauptthema des diesjährigen Kongresses waren die Herausforderungen, die durch die Auswirkungen der Pandemie an Geschäftsmodelle und Innovationsvorhaben von Unternehmen in Deutschland entstanden sind. Denn: Durch die Pandemie ist der Innovationsdruck vieler Unternehmen und Institutionen gestiegen und neue Konzepte, insbesondere im Hinblick auf Digitalisierung und New Work, stehen auf der Agenda.

Manuela Walser informierte im Rahmen des Workshops „Forschungszulage – steuerliche Förderung von betrieblichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten“ über die Möglichkeit der Forschungszulage, die Unternehmen mit 25 Prozent der FuE Personalkosten entlastet. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung wurde für die deutsche Wirtschaft die Forschungszulage eingeführt. Die ITS Förderberatung beantragt gemeinsam mit ihren österreichischen Kunden seit 12 Jahren das österreichische Pendant zur Forschungszulage mit Fokus auf die technische Beschreibung der FuE Vorhaben. Mehr Infos unter: http://www.its-foerderberatung.de/

Über die Plattform für Innovation in Deutschland (PFID):
Der gemeinnützige Verein PFID wurde 2017 gegründet und hat seitdem mehr als 50 deutsche Innovations-Champions für sich gewinnen können. Gemeinsam mit dem Partner „Plattform für Innovationsmanagement – PFI“ in Österreich, der bereits seit 2003 besteht, bietet der Verband mehr als 200 Mitgliedsunternehmen seine vielfältigen Aktivitäten an. Und zählt damit zu den leistungsstärksten, branchenübergreifenden Plattformen in der DACH-Region. Neben Events und Diskussionsformaten zu unternehmensrelevanten Innovationsthemen bietet die „Plattform für Innovation“ in Deutschland (PFID) seinen Mitgliedern einen Innovation Hub mit Tools wie Benchmarking, Technologiescouting, Start up Collaboration und ein OpenXLab mit Projekträumen, Vernetzung und gemeinsame Projekte an. In einem ganzheitlichen Innovationsverständnis werden Strategie, Kultur, Organisation mit Prozessen, Kooperationen und die Herausforderungen der Digitalisierung mit dem Mensch im Mittelpunkt betrachtet. Mitglieder sind Start ups, KMU, Großunternehmen, Forschungs-, Förder- und Bildungseinrichtungen sowie öffentliche Institutionen.

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Künstliche Intelligenz KI in der Produktion: Maschinen am Drücker

Hat Corona den Vormarsch von Künstlicher Intelligenz in den Unternehmen gestoppt? Im Gegenteil. Die packendsten KI-Strategien der Industrie für den Herbst.

Algorithmen, die Buchhaltern beim Monatsabschluss zur Hilfe eilen. Aber auch: maschinelle Intelligenz in der Fertigung. Versteckte Werte im Unternehmen zu schöpfen, ist Rainer Steffls Mission. Steffls Arbeit und die seiner Kollegen gibt mittlerweile ein packendes Dossier ab. Der CIO des Verpackungs- und Papierherstellers Mondi kann – nach einem richtungsweisenden Jahr 2019 – Anfang Juni neuerlich von wichtigen Wegmarken beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen berichten. Zwar habe sich, so ehrlich muss man sein, gezeigt, dass aktuell „nur wenige KI-Anwendungen über den Piloten hinaus für einen sinnvollen Business Case geeignet sind“, sagt Steffl.

„Sehr gute Ergebnisse“ sehe man aber nach wie vor in den Overhead-Bereichen. „Diese Anwendungen lassen sich auf die Bedürfnisse der einzelnen Produktionsstandorte skalieren“, so Steffl. Durchweg zufrieden ist er auch mit dem Einsatz automatisierter Mustererkennung in der Fertigung, um die Qualitätsstandards weiter hinaufzuschrauben. „Hier haben wir weiterhin eine hohe Erwartungshaltung“, sagt er. Hingegen zeige sich ebendort „die Integration von KI in der Bilderkennung aktuell als wirtschaftlich sehr schwer realisierbar“, sagt der CIO.

Corona als Nagelprobe
Steffl ist nicht der einzige, der am vielversprechenden KI-Thema dranbleibt. Dem Feilen an KI-Strategien taten die zentrifugalen Kräfte der Coronapandemie also – ein wichtiges Fazit – keinen Abbruch. Aus Corona zieht der Mondi-Manager sogar einige wichtige Lehren. Etwa die: Eine stabile Produktionsperformance braucht als Grundlage eine moderne, robuste und skalierbare IT-Infrastruktur. „Mit dieser Basis schaffen wir die Stabilität, um auch während der Pandemie liefern zu können“, sagt Steffl. Zugleich sei das die Grundlage für aller Art KI-Experimente. Er geht sogar so weit zu sagen: „Ohne solide und moderne Infrastruktur ist KI-Integration undenkbar“.

Martin Schrems, Leiter Strategie und Business Development bei AT&S: „Neben der KI-gestützten optischen Inspektion können wir auch Fertigungsschritte mittels KI-Algorithmen automatisch nachregeln.“

Für die Optimierung der Warenströme in der Fertigung und Logistik, in der Technologiesimulation, sowie bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen wie etwa der Marktbeobachtung setzt der steirische Leiterplattenhersteller AT&S auf den Einsatz künstlicher Intelligenz. So wird bei der Qualitätsprüfung der Leiterplatten an einigen Fertigungsstandorten bereits die automatisierte Mustererkennung durch Machine-Learning-Algorithmen genutzt. „Neben KI-gestützter optischer Inspektion können wir auch Fertigungsschritte mittels KI Algorithmen automatisch nachregeln, um etwa Unebenheit einzelner Schichten auszugleichen“, sagt Martin Schrems, Leiter Geschäftsentwicklung bei AT&S.

Davon erwarte man sich „höhere Produktivität und Ausbeute“, Der Grundsatz laute, nur dann in die KI-Eigenentwicklung zu gehen, wenn keine kommerziellen Lösungen verfügbar sind – oder wenn Wettbewerbsvorteile generiert werden sollen. Beides sei in einer Reihe von Anwendungsfällen in der Produktion der Fall. Dass KI bei den Leobenern insgesamt einen hohen Stellenwert genießt, liegt freilich im Geschäftsgegenstand begründet. Man fertigt Leiterplatten und Substrate für KI-Systeme in vernetzten Fahrzeugen, 5G Basisstationen oder für leistungsfähigere Datencenter.

Punktgenaue Prognosen
Experimentellen Charakter hatte etwa ein Advanced-Analytics-Projekt, das im Unternehmen jüngst aus der Zielgerade bog. Ziel war „die Minimierung des Hilfs- und Rohstoffeinsatzes in der Produktion von beschichtetem Papier, gleichzeitig die Erhöhung der Stabilität des Prozesses“, hört man bei Mondi. „Wir übertrugen mehrere Terabytes an historischen Daten aus unseren ERP- und OSISoft-Systemen in eine autonome Analyseumgebung“, erzählt Steffl. Data Scientists analysierten die Daten, ehe sie Modelle zur Vorhersage von Qualitätsparametern von Fertigprodukten entwickelten. Nach der Integration der Modelle in den operativen Systemen  liefern sie hier nun punktgenaue Prognosen hinsichtlich der Produktqualität. Netter Nebeneffekt: „Produktionsmitarbeiter bekommen auch Vorschläge hinsichtlich Einstellparametern an den Maschinen“, so der CIO.

Auch weiterhin gilt bei Mondi übrigens der Grundsatz, Lösungen unterschiedlichster KI-Anbieter zu testen und gegebenenfalls einzusetzen  – egal, ob Big Names wie SAP, IBM oder Microsoft oder kleinere Softwarehäuser, so Steffl. Die Entscheidung, welche Lösung zum Einsatz kommt, fällt das „Advanced Platforms“ Team stets situationsbezogen“, heißt es bei Mondi. Nicht alles, was derzeit als Technologie entwickelt wird, sei schon marktfähig. „Persönlich erwarte ich mir durch neuronale Netze entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der KI“, sagt Mondi-CIO Rainer Steffl. Ein Beispiel dafür sei Google Tensor Flow.

Sollten Sie sich die Studie im Detail ansehen wollen, verwenden Sie bitte folgenden Link: WIFO Auswirkungen COVID auf F&E-Aktivität: Studie Juni 2020 (32 Seiten)

Quelle 27.8.2020 Industriemagazin

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WIFO Auswirkungen COVID auf F&E-Aktivität: Studie Juni 2020

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hat sich im Auftrag der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Forschungs- und Innovationsaktivität beschäftigt. Die Studie zeigt auf, dass Unternehmen mit hohem F&E Anteil besser durch Krisenzeiten kommen. In einer Rezession werden erfahrungsgemäß oftmals F&E-Investitionen gekürzt, dies schwächt jedoch das langfristige Wachstumspotential, denn Unternehmen müssen nach Krisenzeiten in der Lage sein, neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Öffentliche Unterstützung durch Forschungsprämie und Direktförderungen haben in der aktuellen Situation eine besondere Bedeutung. Die Unternehmensliquidität soll gestützt, ein stabilisierender Faktor gebildet und ein Beitrag zur Konjunkturbelebung geleistet werden, eine weitere Ausweitung wäre wünschenswert.

Kurzzusammenfassung ITS

Sollten Sie sich die Studie im Detail ansehen wollen, verwenden Sie bitte folgenden Link: WIFO Auswirkungen COVID auf F&E-Aktivität: Studie Juni 2020 (32 Seiten)

Quelle 23.7.2020 WIFO

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„Horizon 2020“ – Bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro europäische Forschungsmittel nach Österreich

BM Faßmann, BM Gewessler, BM Schramböck, BM Köstinger und WKÖ-Präs. Mahrer: Heimische Forscher und Unternehmen zählen zu Europas Top 3 – umfassendes Serviceangebot der FFG

Wien (OTS) – „Wir schießen über das Ziel hinaus – im besten Sinn des Wortes: Das ambitionierte Ziel, dass Forscherinnen und Forscher sowie Unternehmen aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm ‚Horizon 2020‘ 1,5 Milliarden Euro einwerben, wurde bereits erreicht“, so die Ministerinnen und Minister Heinz Faßmann, Leonore Gewessler, Margarete Schramböck und Elisabeth Köstinger sowie WKÖ-Präsident Harald Mahrer. Die Bundesministerien sowie die Wirtschaftskammer Österreich unterstützen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen dabei gezielt und finanzieren das umfassende Informations- und Serviceangebot der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die als Nationale Kontaktstelle fungiert. „Die erfreuliche Zwischenbilanz ist ebenso Auftrag und Motivation, die finalen Ausschreibungsrunden noch gut zu nutzen und uns optimal auf das kommende EU-Forschungsrahmenprogramm ‚Horizon Europe‘ vorzubereiten.“

Mit „Horizon 2020“ (2014 – 2020) hat die EU das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation initiiert, das insbesondere auch Forscherinnen und Forscher an Österreichs Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in heimischen Unternehmen gut für ihre Forschungsprojekte nutzen und deren Ergebnisse vielen von uns zugutekommen, etwa durch medizinischen oder technischen Fortschritt. Österreich liegt mit einer Erfolgsquote (nach Beteiligungen) von 18,2 Prozent deutlich über dem Durchschnitt aller Staaten (15,8 Prozent) und auf Platz zwei. Insbesondere Unternehmen (rund 37 Prozent Anteil) und Hochschulen (rund 29 Prozent) zählen zu den starken Playern bei den gesamt 3.656 Beteiligungen Österreichs. Nach Programmen betrachtet schneiden die Forschenden und Unternehmen in Österreich besonders erfolgreich in ERC (European Research Council; 315 Millionen Euro), ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien; 213 Millionen Euro), Transport (156 Millionen Euro) und Energie (125 Millionen Euro) ab.

„Österreichs Forscherinnen und Forscher sind exzellent – das belegt u.a. das hervorragende Abschneiden bei den ERC-Grants, die sich als Gold-Standard für Forschung in Europa etabliert haben“, betont Wissenschafts- und Forschungsminister Heinz Faßmann. Österreich konnte zur Weiterentwicklung des folgenden EU-Forschungsrahmenprogramms „Horizon Europe“, das laut jüngsten Vorschlägen der EU-Kommission auch entsprechend dotiert werden soll, maßgeblich beitragen. „Mit der verstärkten Missionsorientierung wollen wir die Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger noch stärker sichtbar machen“, so Faßmann.

„Das Ziel, Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, kann nur mit Forschung und Innovation im Sinne des ‚Green Deals‘ der Europäischen Kommission erreicht werden“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Der ‚grüne‘ Aufschwung Richtung ‚Horizon Europe‘ ist notwendig, um Forschung zu den klima- und umweltpolitischen Herausforderungen aktiv zu unterstützen und Investitionen in neue, umweltfreundliche Technologien zu stärken. Dafür ist gerade auch europäische Zusammenarbeit notwendig“, so die Ministerin.

„Rot-weiß-rote Unternehmen sind Europameister in ‚Horizon 2020‘: Sie verzeichnen die höchste Erfolgsquote“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Das erfolgreiche Abschneiden der heimischen Unternehmen trägt auch wesentlich zur Stärkung des Standorts bei und ist unser gemeinsamer Ansporn, im neu vorgesehenen European Innovation Council ebenso aktiv zu reüssieren, damit disruptive Ideen in Innovationen münden und verstärkt auf den Markt kommen.“ Weiters verweist die Digitalisierungsministerin auf das geplante Programm „Digital Europe“: „Damit können wir national wie europäisch die Digitalisierung für den Aufschwung nutzen.“

„Zur Bewältigung aktueller und künftiger Herausforderungen sind auch Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Tourismus auf die Unterstützung von Forschung und Innovation angewiesen“, betont Ministerin Elisabeth Köstinger. Dazu braucht es eine gute Abstimmung zwischen FTI-Politik und den sektoralen Politikbereichen. „Dies gilt auch für den ‚Green Deal‘, in dem die ‚Farm-to-Fork‘-Strategie der EU, mit der Lebensmittel sicher und nachhaltig ‚vom Hof auf den Tisch‘ kommen, einen hohen Stellenwert einnimmt.“ Dieses Zusammenspiel braucht es auch, um die in „Horizon Europe“ geplanten Missionen gut zu nutzen, die den Mehrwert der Forschung für grundlegende Bereiche wie Bodengesundheit und Ernährung unterstreichen.

„Der Innovationsgeist unserer Betriebe wird auch mit den europäischen Zahlen deutlich belegt. Allen voran unsere Klein- und Mittelbetriebe setzen auf Innovation und Forschung als wichtige Hebel“, so WKÖ-Präsident Harald Mahrer. „Der Weg auf den Markt und die Erschließung neuer Märkte sind im globalen Wettbewerb zentral und werden mit der EU-Forschungsförderung wirksam unterstützt.“ Mit dem European Innovation Council soll es einen weiteren Innovationsschub geben, so dass Forschungsergebnisse in konkrete Innovationen münden und damit Fortschritt, Wachstum und Beschäftigung weiter stärken.

Österreichs Forscherinnen und Forscher sowie Unternehmen werden im europäischen Wettbewerb gezielt von der FFG unterstützt. „Wir sind und bleiben ein starker Partner für die österreichische Forschungscommunity in Europa und entwickeln unser Informations- und Serviceangebot laufend weiter“, so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Jüngstes Beispiel ist „Fit4Fundig“, bei dem Nachwuchsforscher/innen in einem sechswöchigen Online-Kurs kompakt Know-How für die Teilnahme an europäischen Förderprogrammen vermittelt wurde. Der nächste Kurs ist für Herbst geplant.

Rückfragen & Kontakt:
BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag. Annette Weber
Pressesprecherin
01 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Uta Hauft
Pressesprecherin
+43 1 711 62-65 8114
uta.hauft@bmk.gv.at
www.bmk.gv.at / infothek.bmk.gv.at

Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Josephine Raimerth
Pressesprecherin der Bundesministerin Margarete Schramböck
+43 664 88 21 93 42 / + 43 1 711 00 – 805649
josephine.raimerth@bmdw.gv.at
https://www.bmdw.gv.at

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Daniel Kosak
Pressesprecher der Frau Bundesministerin
0171100606918
daniel.kosak@bmlrt.gv.at
https://www.bmlrt.gv.at/

Markus Kirchschlager, MSc.
Wirtschaftskammer Österreich
T 05 90 900 4462
E markus.kirchschlager@wko.at

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Tel.: +43 (0)5 7755-7006
presse@ffg.at
www.ffg.at

8.6.2020, Quelle: APA

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Unternehmen setzen auch jetzt auf Forschung und Innovationen

Für rund drei Viertel der österreichischen Unternehmen sind Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) wichtige Themen, um die Corona-Krise und ihre Folgen zu bewältigen. Das geht aus einer von der FFG in Auftrag gegebenen Unternehmensbefragung des MAKAM Research-Instituts hervor. Abgefragt wurde auch die Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG während COVID: Diese befindet sich auf einem sehr hohen Niveau.

350 Unternehmen, die 2019 Forschugnsprojekte durchgeführt hatten und von der FFG gefördert wurden, wurden im April und Mai 2020 im Auftrag der FFG vom Marktforschungsinstitut MAKAM Research telefonisch über Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise und ihre Strategien für die Zeit danach befragt. Dabei zeigte sich, dass Forschung, Entwicklung und Innovation eine gewichtige Rolle bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-Krise spielen: Rund drei Viertel der Unternehmen planen, den Weg aus der wirtschaftlichen Talsohle mit konkreten FEI-Maßnahmen zu nehmen. Dazu zählen für die Unternehmen die Erschließung neuer Märkte, die Transformation in eine klimaneutrale und smarte Wirtschaftsweise die stärkere Digitalisierung von FEI-Aktivitäten, die Ausweitung von Innovationskooperation und die Diversifizierung des Produkt- und Dienstleistungsangebots ebenso wie die Stärkung der eigenen Resilienz durch den Aufbau eines Kontinuitätsmanagements.

So haben forschende Unternehmen die Corona-Wochen erlebt
Über 90 % der befragten Unternehmen hatten während der COVID-Maßnahmen Probleme, ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Zu den größten Herausforderungen bei der Fortführung begonnener Innovationsvorhaben zählten: die Planungsunsicherheit (für 57 % der Befragten), die eingeschränkte Möglichkeit persönlicher Treffen (für 51 %), die geringere Verfügbarkeit von MitarbeiterInnen (40 %) und die eingeschränkte Nutzbarkeit von Forschungseinrichtungen. Mehr als ein Viertel der Unternehmen (27 %) berichteten von Liquiditäts- und Finanzierungsproblemen. Lediglich 9 % der befragten Unternehmen gaben an, keine Einschränkungen bei ihren FEI-Projekten erfahren zu haben.

Sehr hohe Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG
Während des Lockdowns hat die FFG zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um forschende Unternehmen zu unterstützten – von der Beschleunigung von Fördervergaben bis hin zu rascheren Auszahlungen von Fördergeldern. Dementsprechend positiv fiel die Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG während des Lockdowns aus: 97 % der befragten Unternehmen waren mit der Erreichbarkeit der FFG-MitarbeiterInnen (sehr) zufrieden, 96 % mit der Flexibilität in der Zusammenarbeit, je 93 % mit der Beratung zu Förderungen und damit, wie Anfragen zu Änderungen von laufenden Förderprojekten bearbeitet wurden. Etwas geringer, aber mit 84 % immer noch sehr hoch, ist die Zufriedenheit mit der Dauer bis zur Auszahlung der Förderungsrate.

Insgesamt wird die FFG von den befragten Unternehmen als wichtige Institution gesehen, mit der eine kompetente Zusammenarbeit möglich ist und deren Unterstützung einen wertvollen Beitrag leistet, um FEI-Aktivitäten bestmöglich voranzutreiben. 59 % der Unternehmen wünschen sich für die Zukunft mehr Fördermittel und 51 % mehr Ausschreibungen mit laufender Einreichmöglichkeit. Alles in allem hoffen die Unternehmen, in der FFG auch in der Zeit nach COVID eine hilfreiche Stütze zu haben.

Forschungsförderung bedeutet Innovationsschub
„Wir haben gesehen, dass die Abläufe der FFG auch in Zeiten des Homeoffice einwandfrei funktionieren und unsere Organisation voll funktionsfähig ist“, sagt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Dass unsere Bemühungen bei den forschenden Unternehmen angekommen sind und das Feedback auf unsere Leistungen derart positiv ausgefallen ist, macht uns stolz.“

Für FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth hat die Krise einen Motivationsschub bei forschenden Unternehmen ausgelöst: „COVID hat gezeigt, wie wichtig ein gutes Innovationssystem und die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Instituten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Hand sind. Unsere Rolle als Forschungsförderer ist gefragter denn je. Forschungsförderung bedeutet Vertrauen, geteiltes Risiko und einen Innovationsschub.“

Kontakt
Mag. (FH) Martina Leopold
Operations Management
T +43 5 7755 7122
martina.leopold@ffg.at

Weitere Informationen: Zur Webiste des Marktforschungsinstituts MAKAM

Downloads: Studienergebnisse FFG KundInnen

2.6.2020, Quelle: FFG

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FFG JAHRESBERICHT 2019

Forschung rettet Leben – Innovationen sichern den Aufschwung!

Der Jahresbericht 2019 der FFG.
Neue Herausforderungen bewältigen, neue Chancen ergreifen – unsere Welt ändert sich ständig. Die Digitalisierung verändert unser Leben und Arbeiten, unser Lernen und Kommunizieren, sie transformiert Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Technologien machen es möglich, dass Klimaschutz zum Konjunkturmotor wird und Europa zum Zentrum einer „smarten“ Industrie. Basis dafür sind Forschung und Entwicklung, und die Umsetzung der kreativen Ideen in Produkte und Dienstleistungen, die einen Mehrwert bieten und wettbewerbsfähig sind.

Österreich hat dafür die besten Voraussetzungen. Erfolgreiche, innovative Unternehmen, die hochqualifiziertes Personal beschäftigen. Institute und Hochschulen, die exzellente Forschung und gut ausgebildete AbsolventInnen hervorbringen. Eine rege Gründerszene, kreative junge Menschen und ein innovationsfreundliches Umfeld. Und die Qualität und Sicherheit eines hervorragenden Standortes einschließlich eines gut abgestimmten Angebots an Unterstützung und Service.

Forschung und Innovation sind und bleiben unsere wirksamste Zukunftsvorsorge. In der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Mehr dazu enthält der Jahresbericht 2019 der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Der Jahresbericht der FFG zum Download

18.5.2020, Quelle: FFG

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Die steuerliche Forschungsprämie – sind Sie dabei?

Kaum ein Land in der EU gibt – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus wie Österreich. Österreich liegt mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 3,17 Prozent direkt hinter Schweden an zweiter Stelle. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, so konnte Österreich seine Forschungs- und Entwicklungsquote um 0,74 Prozentpunkte steigern und ist damit sogar Spitzenreiter in der Europäischen Union.

Eine wesentliche Unterstützung der heimischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen ist die steuerliche Forschungsprämie. Diese ist das einzige steuerliche Instrument, das F&E fördert – aktuell mit 14 Prozent der Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Forschungsprämie zeichnet sich dadurch aus, dass sie für alle F&E-treibenden Unternehmen – unabhängig von Größe, Branche und Erfolg – gleichermaßen zugänglich ist. Sind die Kriterien erfüllt, besteht ein Rechtsanspruch, anders als bei den übrigen Förderprogrammen. Ziel der Forschungsprämie ist explizit, einen Teil der Forschungs- und Entwicklungskosten zu übernehmen. F&E-treibende Unternehmen werden in Form einer Steuergutschrift belohnt. Die Forschungsprämie wirkt impulsgebend für eine Verstärkung von Forschung und Entwicklung in den österreichischen Unternehmen. Wirtschaftspolitisches Ziel ist es, Unternehmen zu motivieren das Engagement in F&E zu intensivieren. Technologischer Fortschritt soll erzielt und Unternehmen in die Lage versetzt werden, den permanent stattfindenden weltweiten Wandel mitzugestalten und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Vor diesem Hintergrund hat die OECD erst jüngst im Innovation Policy Review festgehalten, dass – bezugnehmend auch auf die im Jahr 2017 durch- geführte Evaluierung der Forschungs- prämie durch das Finanzministerium – die Forschungsprämie in Österreich
auch standortfördernd wirkt. Die For- schungsprämie trägt offenbar merklich dazu bei, dass der Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich auch im internationalen Vergleich für Unter- nehmen attraktiv ist. Ebenso zeigt sich, dass die Forschungsprämie vor allem von der Industrie und dem produzie- renden Gewerbe in Anspruch genom- men wird, andere Sektoren wie bei- spielsweise der Handel oder der Lebensmittelsektor die Forschungsprä- mie allerdings kaum oder nurin geringem Umfang beziehen, obwohl durch- aus viel F&E, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Logistik betrieben wird. Wir als Experten tragen dazu bei, dass immer mehr Unternehmen überhaupt daran denken, die Forschungsprämie zu beantragen. Ein deutlicher Anstieg ist beispielsweise bei mittelgroßen Betrieben festzustellen. Bis vor wenigen Jahren war die Forschungsprämie nämlich eine Angelegenheit für ein paar gut informierte Großkonzerne. Noch heute schnappen sich zehn heimische Konzerne ein Drittel der Forschungsprämie, das zweite Drittel bekommen weitere 90 Unter- nehmen und um das restliche Drittel rittern weitere 1.800 Betriebe. Und etwa 1.500 Unternehmen beantragen die Forschungsprämie nach wie vor nicht, obwohl sie dies machen könnten.

Mag. Dr. Manuela Walser, MSC ist Geschäftsführerin der ITS Förderberatung

Nähere Infos: www.its-foerderberatung.at

26.9.2019, Quelle: Cash

Die steuerliche Forschungsprämie – sind Sie dabei?

Innovationskraft aus Österreich bewegt die Welt

Der Forschungsstandort Österreich punktet im Ausland mit hoher Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Im Ranking des Europäischen Patentamts liegt Österreich mit rund 2300 Patentanmeldungen im Jahr 2018 auf dem siebten Platz und hat damit seinen bisherigen Rekord von 2017 um 3,8 Prozent übertroffen. Mit 261 Patenten pro Million Einwohner liegt die Alpenrepublik damit doppelt so hoch wie der EU-Schnitt von 139. Es verwundert deshalb nicht, dass Österreich auch im weltweiten Ranking der Nobelpreisträger pro Million Einwohner vor Deutschland (Platz 11) und Frankreich (Platz 14) auf dem neunten Platz liegt.

Österreich: Land der Erfinder
Im Juni dieses Jahres wurden zwei Österreicher zu den besten Erfindern Europas gekürt und für ihre geniale Idee mit dem Erfinderpreis des Europäischen Patentamtes ausgezeichnet. Mit der „Counter-Current-Technologie“ wollen die beiden Oberösterreicher Klaus Feichtinger und Manfred Hackl dem ausufernden Plastikproblem Herr werden: Die prämierte Technologie bereitet Abfälle zu hochwertigen Kunststoffpellets auf, die das Ausgangsmaterial für neue Produkte bilden. Ein Konzept, das darauf zielt, Abfall zu minimieren und Ressourcen immer wieder zu nutzen.

Attraktive Forschungsbedingungen
Neben innovativer Unternehmerschaft und exzellenter Wissenschaft sind auch die aktive öffentliche Hand sowie die österreichische Forschungsgemeinschaft wichtige Erfolgsfaktoren für das österreichische Innovationssystem. Um Innovationsleistung und Investitionen in F&E zu stärken, schafft die Regierung mit ihrer konsequenten Forschungsförderung die richtigen Rahmenbedingungen. Gerade die Forschungsprämie in Höhe von 14 Prozent, die forschende Unternehmen in Anspruch nehmen können, macht sich zunehmend bezahlt.

Österreich hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen gewaltigen Sprung im Bereich Forschung und Entwicklung gemacht, wie der Anstieg der Forschungsquote von 1,53 Prozent im Jahr 1994 auf aktuell 3,19 Prozent zeigt. „Damit zählt Österreich heute zu den wenigen europäischen Ländern, die das erklärte forschungspolitische Ziel der EU, eine Forschungsquote von drei Prozent bis 2020, bereits übertreffen,“ so Rene Siegl, Geschäftsführer der Betriebsansiedlungsagentur ABA – Invest in Austria. Im EU-Vergleich liegt Österreich mit seiner Forschungsquote an zweiter Stelle hinter Schweden und hat neben Deutschland auch Dänemark und Finnland überholt.

Milliardeninvestitionen aus dem Ausland
Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung der Forschungsquote haben ganz klar auch die Unternehmen aus dem Ausland. So investiert etwa der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim seit zwei Jahren in Wien rund 700 Millionen Euro für eine neue Biotech-Produktionsanlage, in der Arzneimittelwirkstoffe auf der Basis genveränderter Zellen produziert werden sollen. Das ist die bisher größte Einzelinvestition des Unternehmens. Ausschlaggebend für die Standort-Entscheidung war unter anderem auch die Forschungsförderung des Landes.

Doch nicht nur die Innovationskraft heimischer Unternehmen, sondern auch die strategisch günstige Lage im Zentrum Europas macht Österreich für Investoren interessant. Als zentraler geografischer und wirtschaftlicher Knotenpunkt verbindet die Republik Ost- und West-Europa gleichermaßen miteinander und eignet sich entsprechend für Expansionen auf den gesamten europäischen Markt. Insbesondere US-amerikanische Investoren setzen deshalb zunehmend auf den Kauf österreichischer Technologie- und Innovationsführer. In den vergangenen Jahren wuchs das US-Engagement hierzulande um jährlich jeweils mehr als 20 Prozent. Allein 2017 wurden 15 österreichische Unternehmen von US-Firmen gekauft, darunter etwa der Softwareerzeuger Automic Software, den sich der US-Konzern CA Technologies für 636 Millionen Dollar gesichert hat.

Das wachsende Interesse internationaler Investoren am Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich spürt auch die ABA. So erreichen die Investitionen aus dem Ausland Jahr für Jahr neue Rekordniveaus. 355 Unternehmen mit einer Investitionssumme von insgesamt knapp 735 Millionen Euro wurden im Jahr 2018 von der ABA und den Regionalgesellschaften bei der Ansiedlung in Österreich betreut, darunter 108 aus Deutschland.

29.8.19, Quelle: Online Zeitung de

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Arbeitswelt mit Kaffee und Milchschaum

Artikel aus der Kleinen Zeitung vom 25.5.2019

Arbeitswelt mit Kaffee und Milchschaum

Mobile Working, Co-Working Spaces, Teleworking – die Zukunft der Arbeitswelt wurde bei einer hochkarätigen Expertendiskussion an der FH Joanneum in Kapfenberg ausgeleuchtet. „Cappuccino Working“ inklusive.

5.6.2019, Quelle: Kleine Zeitung

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Künstliche Intelligenz: „Es ist fünf vor zwölf, aber noch nicht zu spät“

Die Regierung bastelt spät, aber doch an einer Strategie für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Eine Accenture-Studie sieht in diesem Bereich bei Unternehmen und Verwaltung noch viel Aufholbedarf.

Künstliche Intelligenz und deren Anwendung werden über das Schicksal ganzer Volkswirtschaften entscheiden. Und Österreich ist in diesem Feld, nun ja, nicht ganz vorn dabei. „Wir haben den Fokus in den vergangenen zehn Jahren zu wenig darauf gelegt“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck gestern. Und: „Es ist fünf vor zwölf.“

Aber nicht zu spät, wie der Österreich-Chef des internationalen Beratungsunternehmens Accenture, Michael Zettel, meinte. Accenture hat im Auftrag des Ministeriums den Istzustand und die Potenziale der künstlichen Intelligenz (KI) im Rahmen einer Studie durchleuchtet, und dabei eine insgesamt durchwachsene Situation festgestellt.

Ein Beispiel: 20 Industriestaaten haben bereits eine konkret ausgearbeitete KI-Strategie (die meisten seit dem Vorjahr), Österreich noch nicht. Das soll sich aber bis zum Sommer ändern: Im August will auch Österreich eine solche Strategie vorlegen. Das wird unter anderem dabei helfen, die vielen Einzelinitiativen in diesem Bereich zu koordinieren und damit eine Verzettelung der Forschungsmittel (ein altes österreichische Problem) zu beenden.

Es geht um viel: Nach den Berechnungen der Accenture-Experten ließe sich das österreichische „Basis-Wachstum“ von 1,4 Prozent im Jahr durch KI-Einsatz auf drei Prozent mehr als verdoppeln. Das ergäbe im Jahr 2035 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 122 Mrd. Euro. Allerdings nur, wenn die Hausaufgaben gemacht werden. Österreich sei in diesem Bereich zwar insgesamt gut aufgestellt und habe auch die Bedeutung der künstlichen Intelligenz erkannt, die Umsetzung erfolge aber zu zögerlich.

Und zwar nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in den Unternehmen selbst: Nur 42 Prozent der heimischen Unternehmen beschäftigen sich derzeit aktiv mit KI. International ist das ein sehr niedriger Wert. Und: Selbst unter den Top-100-Unternehmen gebe es nur wenige mit digitalen Geschäftsmodellen. Besonders in der mittelständischen Wirtschaft sehe man eine eher abwartende Haltung.

Die öffentliche Verwaltung, heißt es in der Studie, müsse experimentierfreudiger und innovativer werden. Ein Problem seien besonders die „Datentresore“ in den Amtsstuben, die aufgebrochen werden müssten: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz mache den möglichst ungehinderten Zugriff auf Daten notwendig. Die Amtsverschwiegenheitskultur stehe dem entgegen.

Den Unternehmen im Land empfehlen die Accenture-Experten jedenfalls dringend, neue, datengetriebene Geschäftsmodelle voranzutreiben und einen besonderen Fokus auf den Bereich Produktion in den Leitindustrien zu legen. Dort seien die größten Produktionssteigerungen durch KI zu erzielen.

Als Felder mit hohem Potenzial sieht Zettel aber auch den Handel und die Landwirtschaft. In Letzterer ließe sich die Produktivität durch „Smart Farming“ (selbstfahrende Traktoren, Melkroboter, die gleich die Milch analysieren etc.) um stolze 38 Prozent steigern. Zwei Drittel der Produktivitätssteigerungen durch KI werden in den kommenden 17 Jahren auf diese drei Wirtschaftssektoren zurückgehen, heißt es in der Studie.

Im Forschungsbereich empfiehlt die Studie der Regierung, eine Vision für KI-Forschung zu entwickeln und bei der Förderung vom Gießkannenprinzip auf Fokussierung umzusteigen. Maßnahmen seien auch im Bildungssektor nötig, und zwar auf allen Ebenen.

Schramböck kündigte an, dass es ab 2020 einen eigenen Lehrberuf für Programmierung, Datenaufbereitung und -analyse geben wird.

Den Aufholprozess beschleunigen könnte es, wenn sich Österreich als Versuchsmarkt für künstliche Intelligenz positionierte, meinte Studien-Mitautor Albert Moik. Von der Größe her sei das Land dafür ideal.

Und wie viele Arbeitsplätze wird der KI-Einsatz kosten? „In Summe gar keine“, meint Zettel. Die Beschäftigung werde insgesamt eher zunehmen, allerdings würden sich Verschiebungen bei den Berufsfeldern ergeben.

2.5.2019, Quelle: Die Presse

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Zukunftsfibel: Digitalisierung leicht verständlich

In Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität Linz erklären wir in der Zukunftsfibel „Digitalisierung – Na und?!“ was es mit Datafizierung, Digitisierung & Co wirklich auf sich hat. Wissenschaftler, Studienautoren, Wirtschaftsexperten und Politiker überschlagen sich regelrecht mit ständig neuen Daten und Prognosen, wie die Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft – und damit das Alltagsleben – beeinflusst und transformiert. Viel Spaß beim Lesen!

Download: Zukunftsfiebel – Digitalisierung: Na und?

Förderungen 2019

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2019 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit der Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2019

6.12.2018, Quelle: Industrie Magazin

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Forschungsprämie: Rechtsunsicherheiten und empirische Wirksamkeit

Die als Gutschrift am Abgabenkonto ausgestaltete Forschungsprämie nach § 108c EStG ist in Österreich das dominierende Element der steuerlichen Forschungsförderung im Unternehmensbereich. Die grundsätzliche Abwicklung im Abgabenverfahren und die vergleichsweise wenigen Voraussetzungen (im Wesentlichen Tragung von Aufwendungen für F&E nach dem „Frascati“-Verständnis der OECD) würden dieses Instrument an sich dem Grunde nach leicht zugänglich machen.

Download: MMag. Dr. Peter Bräumann Artikel zur steuerlichen Forschungsprämie

3.12.2018, Quelle: SWK

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12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

Die Erhöhung der Forschungsprämie soll den Wirtschaftsstandort Österreich sichern und die Innovationskraft der Unternehmen weiter stärken

Für Aufwendungen in Forschung und experimentelle Entwicklung können österreichische Unternehmen die gesetzlich geregelte Forschungsprämie in Anspruch nehmen. Nach Erhöhung von zehn auf aktuell zwölf Prozent durch den Ministerrat, wurde im Regierungsprogramm Ende Jänner die neuerliche Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent ab 2018 beschlossen, die jedem steuerpflichtigen Unternehmen in Österreich für innovative Projekte als finanzielle Unterstützung vom Staat zusteht.

Dr. Manuela Walser, Geschäftsführerin der ITS Förderberatung, meint bezüglich der Erhöhung: „Aus der im Regierungsprogramm festgehaltenen Erhöhung auf 14 Prozent ist erfreulicherweise zu schließen, dass das System der steuerlichen Forschungsprämie funktioniert, ihrem Sinn entsprechend eingesetzt wird und die Wirtschaftsleistung Österreichs weiter anziehen lässt.“ Was die Unternehmerin aus ihrer langjährigen Praxis weiß, scheint nun auch die Evaluierungsstudie zu bestätigen, denn die ITS Förderberatung berät über 80 Unternehmen bei der Beantragung von Förderungen.

Langfristiges Ziel ist einerseits die Sicherung von Arbeitsplätzen in der heimischen Wirtschaft und andererseits das Ansehen Österreichs als Innovation-Leader innerhalb der EU zu etablieren. Österreich hält aktuell bei einer F&E-Quote von 3,07 Prozent des BIP, Österreich liegt somit bei der Forschungsintensität an fünfter Stelle der OECD-Länder, ein weiterer Anstieg auf 3,76 Prozent wird bis 2020 angestrebt.

Walser ist überdies der Meinung: „Innovation und Forschung ermöglichen österreichischen Unternehmen erfolgreiches Wirtschaften und die Stärkung der Position am Markt. Die Anhebung auf zwölf bzw. die geplante Anhebung auf 14 Prozent ab dem Wirtschaftsjahr 2018 ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Standort Österreich.“

Die Forschungsprämie ermöglicht österreichischen Unternehmen bei Anerkennung durch das Finanzamt eine steuerfreie Gutschrift auf ihrem Abgabenkonto in Höhe von 12 Prozent der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen (F&E). Beim Ausweis von Verlusten oder bei negativen Forschungsergebnissen steht dem Einreichenden die Unterstützung ebenfalls zu. Diese Maßnahme dient der nachhaltigen Sicherung sowie Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und als Motivator für das Vorantreiben zukunftsträchtiger Visionen, Technologien und Prozesse. Als besonders begrüßenswert erachtet Walser, dass seit 2012 in Österreich die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) über die Förderwürdigkeit der F&E Projekte mit entsprechender Expertise entscheidet.

Die ITS Förderberatung ist ein Team aus erfahrenen Technikern, Steuerberatern, Juristen und Innovationsexperten. Seit 2008 unterstützt das Unternehmen zahlreiche nationale und internationale Unternehmen bei der Einreichung und Abwicklung von staatlichen Förderungen. Dadurch erfüllt die ITS eine essentielle Beratungsfunktion für die betrieblichen Forschungsabteilungen, um gemäß § 108c Einkommensteuergesetz (EStG) die Forschungsprämie beim Finanzamt geltend zu machen.

Rückfragen und Kontakt:
Anna Goeth
anna.goeth@its-foerderberatung.at
+43-1-581 10 95-226
http://www.its-foerderberatung.at/

Wien, 16.2.2017

ITS Publikation in aktueller Cash Ausgabe Februar 2016

In der aktuellen Ausgabe (Februar 2016) der Fachzeitschrift CASH ist unter „Leserservice“ ein Artikel der ITS Förderberatung GmbH zum Thema „12 % Forschungsprämie“ erschienen.

Frau Dr. Manuela Walser, Geschäftsführende Gesellschafterin der ITS Förderberatung GmbH hat einen Gastkommentar zum Thema Forschungsförderung geschrieben.

Kein innovativer Lebensmittelbetrieb sollte sich die Ausschüttung der steuerlichen Forschungsprämie entgehen lassen.
Es stellt sich natürlich die Frage, ob auch Sie innovativ sind. Entwickeln Sie neue Produkte? Müssen Verfahren/Prozesse speziell auf Ihre Produkte ausgerichtet sein oder kann überall der normale „Standard“ verwendet werden? Müssen nicht alle Unternehmen mit längerer Lebenserwartung  in gewisser Weise innovativ sein? Diese Frage ist eindeutig mit „JA“ zu beantworten, ohne Innovation kann kein Unternehmen lange Zeit überleben. Leider wird die Innovationskraft im eigenen Unternehmen zumeist unterschätzt. Wie hoch wäre die Forschungsprämie bei Ihnen, wenn die F&E-Quote bei 3-5% liegt? Um wieviel müsste Ihr Absatz steigen, um damit diese Summe durch das Tagesgeschäft erwirtschaften zu können?

Nach fast 20 Jahren im Vertrieb habe ich durch Zufall dieses „geniale Produkt“ kennengelernt. Es bringt unseren Kunden entweder ein bisschen oder auch manchmal sehr viel Geld, und dies steuerfrei. Konkret geht es um den §108c im Einkommenssteuergesetzt . Kennen Sie nicht? Na gut, kannte ich ursprünglich auch nicht, nennt sich auch die steuerliche Forschungsförderung oder Forschungsprämie. Denn im Gegensatz zu direkten Förderungen wird diese Förderung im Nachhinein, gemeinsam mit der Einreichung der jeweiligen Steuererklärung beantragt.

„Geniales Produkt“, weil alle Beteiligten davon profitieren. Unternehmen mit Innovationspotential bekommen ab dem Antragsjahr 2016 12% aller mit F&E im Zusammenhang stehenden Kosten in Form einer Gutschrift auf das Abgabenkonto gutgeschrieben. Der Gesetzgeber hat damit die Möglichkeit geschaffen, zielgerichtet innovative Projekte und Unternehmen zu fördern und festigt damit den Wirtschaftsstandort Österreich. Um dieses Fördermodell beneiden uns viele Länder. Die erfreulichen Auswirkungen für unseren Wirtschaftsstandort Österreich erkennt man schon anhand der Tatsache, dass die Forschungsprämie von ursprünglich 8%, auf 10%, und mit dem heurigen Antragsjahr sogar auf 12% angehoben wurde.

Warum verzichten Sie auf die steuerliche Forschungsförderung? Nützen Sie die Chance und kurbeln Sie einen positiven Kreislauf für ihr Unternehmen an. Beantragen Sie die Forschungsprämie und verwenden Sie die ausgeschütteten Mittel für weitere innovative Zukunftsprojekte. Ihr direkter Mitbewerb ist Ihnen da möglicherweise einige Schritte voraus.

Die ITS-Förderberatung GmbH ist auf die Beratung im Bereich Technologie- und Innovationsförderung spezialisiert, wenn Sie wollen, dann unterstützen wir Sie gerne dabei, die Ihnen gesetzlich zustehende Forschungsprämie „abzuholen“. Unsere Stärke ist die interdisziplinäre – technische, rechtliche und  steuerliche – Betreuung unserer Kunden während des gesamten Antragsprozesses. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer erfolgsabhängigen Entlohnung. Dadurch ist sichergestellt, dass die Vermeidung von Leerläufen auch in unserem Interesse liegt.

„Abzuholen“ ist natürlich zu einfach gegriffen. Innovative Projekte sind eindeutig die Basis für einen gelungen Förderantrag. Nicht unterschätzen sollten Sie jedoch das benötigte Fachwissen, um einen optimierten und erfolgsversprechenden Antrag erstellen zu können. Die Anforderungen der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und des Finanzamts steigen permanent. Ein logischer Schritt, schließlich sollen nur innovative und zukunftsorientierte Unternehmen in den Genuss der Fördergelder gelangen.

Tagtäglich erleben wir in unserer Arbeit, wieviel an Innovationskraft österreichische Unternehmen leisten können und das speziell auch der Lebensmittelbereich sehr innovativ sein kann. Beweisen Sie sich selbst, dass auch ihr Unternehmen zu den durchschnittlich 57% innovativer Unternehmen in Österreich (Statistik Austria) gehört.

25.2.2016, eigene Aussendung der ITS Förderberatung GmbH

ITS Publikation in aktueller Ausgabe e&i 12/15

In der aktuellen Ausgabe (Dezember 2015) der Fachzeitschrift e&i ist unter der Sektion „Praxis und Wissen“ ein Artikel der ITS Förderberatung GmbH zum Thema „Forschungsprämie – Hintergrund, Antragstellung und Erfahrungen“ erschienen.

Dipl. Ing. Dr. Josef Rammer, wissenschaftlicher Beirat der ITS Förderberatung GmbH hat den gesetzlichen und forschungsförderpolitischen Hintergrund, den Prozess der Antragstellung, sowie gesammelten Erfahrungen zur Forschungsprämie nach § 108c Einkommensteuergesetz in diesem Beitrag beschrieben. „Mit diesem Artikel möchte ich unsere sehr praxisnahen Erfahrungen zusammenfassen, um einerseits Neulingen bei der Beantragung der Forschungsprämie ein umfassendes Bild zur Komplexität des Förderinstruments zu vermitteln. Andererseits ist es uns wichtig, jenen Unternehmen, die die Forschungsprämie bereits beantragen, aufzuzeigen, wie der Prozess der Beantragung möglichst effizient abgewickelt werden kann.“

Über die Zeitschrift e&i

Die Bandbreite der Zeitschrift e&i geht von der Mikroelektronik, über die Informations- und Kommunikationstechnik, die Regelungstechnik und Automatisierung, den elektrischen Maschinenbau, die Energieumwandlung und -versorgung sowie die Energiewirtschaft bis hin zum Umweltschutz. Ebenso berichtet die e&i über bedeutende technologische Entwicklungen, richtungsweisende Projekte sowie relevante Fachmessen. Im Journalteil informiert die e&i ihre Leserinnen und Leser über Aktuelles aus der Branche, wie neue Technologien und Produkte, die elektrotechnische Normung, Personalia und Veranstaltungen. Ihre Funktion als Organ des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik übt die e&i durch laufende Berichterstattung über den Verband, seine Bereiche, Gesellschaften und Mitglieder aus. Die e&i erscheint im Springer Verlag Wien.

Die Zeitschrift e&i wird von Meinungsbildnern und Multiplikatoren in Industrie und Wirtschaft sowie von der internationalen Scientific Community gelesen. Sie ist die einzige technisch-wissenschaftliche Zeitschrift im deutschsprachigen Raum, die Beiträge aus dem Gesamtgebiet der Elektrotechnik und Informationstechnik veröffentlicht.

Bestellung der aktuellen Zeitschrift e&i beim OVE Verband (Print Erscheinungsdatum 27.12.2015)

Über den OVE Verband

Der OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik vereint Unternehmen und Institutionen sowie Experten und Interessenten aus dem gesamten Bereich der Elektrotechnik. Er fördert das Ansehen der gesamten Branche, die Entwicklung des Berufsstandes ebenso wie den Fortschritt von Technik und Wissenschaft und befasst sich mit den aktuellen Herausforderungen der Elektrotechnik und Informationstechnik.

Weitere Informationen über den OVE Verlag

Haben Sie Interesse an dem Artikel zur Forschungsprämie? Schreiben Sie uns ein Email unter office@its-foerderberatung.at und erfahren Sie mehr.

27.12.2015, eigene Aussendung der ITS Förderberatung GmbH

Pressespiegel ITS Förderberatung: FH Studie der FHWien

Das Institut für Unternehmensführung der Fachhochschule Wien (FHWien) hat im Rahmen eines Praxisprojekts aus der Vertiefungsrichtung Controlling, Finanz- & Rechnungswesen die Ursachen für die Inanspruchnahme der Forschungsprämie von österreichischen Klein- und Mittelunternehmen KMU untersucht.

Wir freuen uns sehr, dass diese Studie auf gute Resonanz in den öffentlichen Medien gestoßen ist. Nachstehend die Links zu unserem Pressespiegel:

„KMU nützen die Forschungsprämie zu wenig“, Die Presse, 22.8.2015 (print)
Innovationen. Mühsal und Misserfolge beim Versuch, direkte Förderungen zu ergattern, schrecken den Mittelstand ab. So sehr, dass er sich eine sichere indirekte Förderung entgehen lässt. Die wird vom Staat sogar erhöht.
Konzerne und Großbetriebe kennen sich gut mit Forschungsförderungen aus. Ihre F & E-Abteilungen haben genügend personelle und budgetäre Ressourcen, um das nötige Know-how aufzustellen. Lesen Sie weiter

„Die „Forschungsprämie“: Wie wichtig ist sie für österreichische KMU?“, FHWien, 8.6.2015
Das Praxisprojekt „Ursachen für eine Beantragung der steuerlichen Forschungsförderung durch österreichische Klein- und Mittelunternehmen“ in der Vertiefungsrichtung „Controlling“ des Instituts für Unternehmensführung fand an der FHWien der WKW einen gelungenen Abschluss. Lesen Sie weiter

Österreichische KMU wissen nichts über Forschungsprämie“, Economy Austria, 1.6.2015
Eine aktuelle Studie der FH-Wien beleuchtet, dass kleine und mittlere Unternehmen die steuerliche Forschungsförderung nahezu nicht nutzen.
Im Zuge der geplanten Steuerreform wird der Prämiensatz für die steuerliche Forschungsförderung von 10 % auf 12 % angehoben. Da es bisher kaum Untersuchungen zu dieser Form der indirekten Förderung gab, hat das Unternehmen ITS Förderberatung GmbH bei der FH-Wien der Wiener Wirtschaftskammer eine Studie in Auftrag gegeben. (Artikel nicht mehr online abrufbar)

Fotos und Informationen zur Präsentation der Studie, finden Sie hier.

Österreichische Start-up Szene setzt auf Forschung, Technologie und Innovation (FTI)

Österreichische Förderinstitutionen wie aws führen internationales Ranking an – Über 87 % der heimischen JungunternehmerInnen bestehen durch FTI im Wettbewerb

Im Rahmen des Global Entrepreneurship Monitors wurde am 23. Juni 2015 der Bericht zur Lage des Unternehmertums in Österreich anlässlich einer aws Veranstaltung präsentiert. Erstmals wurde bei diesem weltweit größten Benchmark zur unternehmerischen Aktivität auch das Spezialthema Forschung, Technologie und Innovation (FTI) für Österreich untersucht.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass FTI-Unternehmen insgesamt, besonders jedoch eigenständig forschende, technologieführende und innovative Nischenplayer höheres Beschäftigungswachstum erwarten und international aktiver sind. Sie sind sozusagen die Avantgarde der österreichischen Unternehmenslandschaft“, erläutert Thomas Schmalzer, Leiter der Studie und des GEM Österreich Teams vom Institut für Internationales Management der FH JOANNEUM. Die FH JOANNEUM mit ihrem Institut für Internationales Management ist als Partner des GEM seit 2005 für die Erhebung von Start-Ups und etablierten Unternehmen in Österreich verantwortlich. „Zusammengefasst sind mehr als 87 % der heimischen JungunternehmerInnen in FTI-basierten Unternehmen aktiv und gut ein Drittel ist erfolgreicher Nischenplayer mit neuen Produkten oder Dienstleistungen auf Märkten mit wenig oder gar keiner Konkurrenz“, ergänzt Schmalzer.

„Innovative Start-ups beleben den Wirtschaftsstandort und schaffen Arbeitsplätze. Um ihre Zahl weiter zu erhöhen, müssen wir die Rahmenbedingungen für akademische Spin-Offs weiter verbessern und den Unternehmergeist im Land stärken“, sagt Wissenschafts-, Forschungs-und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. „Daher etablieren wir neue Wissenstransferzentren an den Universitäten und bauen die Verfügbarkeit von Risikokapital aus, zum Beispiel durch aws-Angebote wie den Gründerfonds und die Erleichterungen für Crowdfunding. Das unterstützt die Weiterentwicklung neuer Ideen und macht Österreich als Standort für junge Unternehmen noch attraktiver, was wiederum Arbeitsplätze schafft und sichert“, so Mitterlehner weiter.

Forschung und Entwicklung ist laut der aktuellen Studie nicht nur als Basis für die Geschäftstätigkeit von Unternehmensgründungen wesentlich (20,8 %), sondern Start-ups schaffen auch selbst Forschungsergebnisse (19,1 %). Zudem sind 8,8 % der JungunternehmerInnen in Spin-offs, also Unternehmen, welche direkt aus Forschungseinrichtungen oder Hochschulen heraus gegründet werden, tätig.

Österreich hat das Potenzial sich als eines der innovativsten Länder Europas zu behaupten, wenn wir es schaffen, dass eine neue Dynamik an unserem Wirtschaftsstandort entsteht. Deshalb investiert das bmvit jährlich 70 Millionen Euro in innovative Gründungen: Damit fördern wir nicht nur Forschung und Entwicklung bei den Start-ups, sondern auch die Umsetzung ihrer Innovationen am Markt. Mir ist aber auch die Verbindung zwischen unseren etablierten Unternehmen und jungen Start-ups wichtig. Einer unserer Schwerpunkte für 2015 ist daher, den innovativen Start-ups dabei zu helfen, sich mit der klassischen Industrie zu vernetzen – davon profitieren beide Seiten und das bringt unserem Standort die Dynamik die er braucht“, sagt Alois Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

„Ambitionierte GründerInnen ebenso wie etablierte UnternehmerInnen brauchen wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört ein leistungskompatibles Steuersystem ebenso wie ein reibungsloser Kapitalzugang – beides Elemente, denen ich mich als Finanzminister verpflichtet fühle“, erklärt Hans Jörg Schelling, Bundesminister für Finanzen.

Lesen Sie weiter auf der Webseite  der APA

Weitere Informationen

Der GEM Austria Report 2014 zum download

Weitere Details zu GEM sowie vorangegangene Berichte unter:
www.gemaustria.at
www.gemconsortium.org

Rückfragen & Kontakt
Austria Wirtschaftsservice
Mag. Matthias Bischof
+43 1 501 75 – 375
m.bischof@awsg.at
www.awsg.at

24.6.2015, Quelle: APA

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Publikation: Forschungs- und Technologiebericht 2015, Österreich

Der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht 2015 ist gemäß § 8 (2) Forschungsorganisationsgesetz (FOG) ein Regierungsbericht, der sich den aktuellen nationalen und internationalen forschungs- und technologiepolitischen Herausforderungen durch Analysen aktueller Entwicklungen und Trends stellt. Vor dem Hintergrund des immer noch schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wollen wir uns der Entwicklung der Ausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) sowie den globalen Trends in der Forschungsfinanzierung verstärkt zuwenden; darüber hinaus werden spezifische Schwerpunktthemen präsentiert.

2015 werden die F&E-Ausgaben Österreichs gemäß der von Statistik Austria erstellten Globalschätzung erstmals über  10 Milliarden Euro (10,1 Milliarden Euro) liegen, was einer Forschungsquote von 3,01 % des BIP entspricht. Gegenüber dem Jahr 2014 bedeutet dies eine nominelle Zunahme von rund 271 Milliarden Euro beziehungsweise + 2,8 %. Mit einem erwarteten Plus von 3,9 % verzeichnet der Unternehmenssektor die höchste Wachstumsrate; mit rd. 4,76 Milliarden Euro beträgt sein Anteil 47,2 % an der gesamten F&E-Finanzierung. Der Anteil der Auslandsinvestitionen beträgt mit 1,53 Milliarden Euro rund 15 %, womit ein Gesamtfinanzierungsanteil des privaten Sektors von rund 62 % erreicht wird. Das bedeutet eine weitere Annäherung an das, durch die Europäische Union vorgegebene und in der österreichischen FTI-Strategie verankerte Ziel einer Verteilung der Forschungsfinanzierung auf zwei Drittel privat und ein Drittel öffentlich. Der Bund finanziert 2015 mit geschätzten 3,21 Milliarden Euro rund 32 % der gesamten F&E-Ausgaben, gegenüber dem Vorjahr um 44,7 Millionen Euro beziehungsweise + 1,4 % mehr. In den letzten sechs Jahren, seit Beginn der Krise, hat die öffentliche Hand ihre F&E-Finanzierung stark ausgeweitet, diese liegt nominell 2015 um rund 42 % höher als im Rezessionsjahr 2009. Im internationalen Vergleich liegt Österreich 2013 mit einer F&E-Quote von 2,95 % des BIP erfreulicherweise deutlich über dem EU-Durchschnitt von 2,01 % und weist nunmehr vor Deutschland, aber hinter Finnland, Schweden und Dänemark die vierthöchste Forschungsquote auf.

Lesen Sie weiter auf der Webseite des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

16.6.2015, Quelle: BMVIT

AutorInnenteam des FTI Berichts

Wolfgang Polt & Jürgen Streicher (Koordination, JR), Eva Buchinger (AIT), Bernhard Dachs (AIT), Michael Dinges (AIT), Martin Falk (WIFO), Klaus Friesenbichler (WIFO), Silvia Hafellner (JR), Barbara Heller-Schuh (AIT), Florian Holzinger (JR), Jürgen Janger (WIFO), Daniela Kletzan-Slamanig (WIFO), Angela Köppl (WIFO), Agnes Kügler (WIFO), Karl-Heinz Leitner (AIT), Andreas Niederl (JR), Christian Rammer (ZEW), Sybille Reidl (JR), Wolfram Rhomberg (AIT), Helene Schiffbänker (JR), Paula Schliessler (ZEW), Fabian Unterlass (WIFO), Daniel Wagner-Schuster (JR), Maximilian Unger (JR), Georg Zahradnik (AIT).

Verfügbarkeit der Publikation

kostenloser Download auf der BMVIT Seite: Forschungs- und Technologiebericht 2015 (pdf 5,2 MB)

kostenlose Print-Version erhältlich bei:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie,

Abteilung III/I2 – Forschungs- und Technologieförderung
E: i2@bmvit.gv.at

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Intellectual Property Agreement Guide – Vertragsmuster für den Technologietransfer

Der IPAG „Intellectual Property Agreement Guide“ stellt ein Online-Handbuch dar, das freiwillig und kostenfrei nutzbare Vertragsmuster umfasst, die bei F&E-Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen von wesentlicher Bedeutung sind.

Was ist der IPAG – „Intellectual Property Agreement Guide“?

IPAG -„Intellectual Property Agreement Guide“ ist ein „Online-Handbuch“ mit Vertragsmustern bzw. vertraglichen Musterklauseln in unterschiedlichen Varianten, die allen Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Diese Muster sollen als Beispiele dafür dienen, wie Verträge im Wissens- und Technologietransfer gestaltet sein können, und spiegeln die speziellen Anforderungen an die Vertragsgestaltung zwischen öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen und Wirtschaftspartnern wider. Anwenderinnen und Anwender erhalten mit diesen Vertragsmustern eine praxistaugliche Hilfestellung für die Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Was ist das Ziel von IPAG?

Ziel des Projekts ist es, die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und zu fördern.

Der Austausch von Wissen und Technologien zwischen Universitäten und Unternehmen erfordert oft komplexe vertragliche Vereinbarungen. Um den Prozess des Technologietransfers effizient und rechtssicher gestalten zu können, haben Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Universitäten gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, öffentlichen Forschungseinrichtungen und Ministerien den „Intellectual Property Agreement Guide“ entwickelt.

Welche Vertragsmuster stehen zur Verfügung?

Konkret sind folgende Vertragstypen in IPAG abgebildet:

Download der Vertragsmuster auch unter http://www.ipag.at/

Wie sind die IPAG Vertragsmuster entstanden?

Die Vertragsmuster wurden in einem intensiven Abstimmungsprozess zwischen den Universitäten erarbeitet und von einem Beirat aus Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen diskutiert.

Die Vertragsmuster bzw. Musterklauseln stehen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und sind von Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten mit Kommentaren versehen worden. Um den unterschiedlichen Anforderungen aus Wissenschaft und Wirtschaft gerecht zu werden, wurden die Vertragsmuster in drei Varianten erstellt, einer einfachen Variante „Standardmuster“, einer Variante „erweitertes Standardmuster“ sowie einer Variante, in der umfassend die Anregungen eines Expertinnen- und Expertenrats aus Wirtschaft und Forschung eingearbeitet wurden („Vorschläge Wirtschaftspartner“). Den Anwenderinnen und Anwendern ist es selbstverständlich freigestellt, die vorgeschlagenen Muster ganzheitlich oder nur teilweise zu übernehmen oder diese an ihre speziellen Anforderungen anzupassen.

Für wen ist das IPAG Online Handbuch gedacht?

Das komplette IPAG-Online-Handbuch mit allen Versionen der Vertragsmuster in Deutsch und Englisch sowie mit rechtlichen Kommentaren ist insbesondere für die regelmäßige bzw. erfahrene Nutzerin / den regelmäßigen bzw. erfahrenen Nutzer gedacht und steht unter dem Button „Expertenzugang Vertragsmuster“ zur Verfügung. Die „Standardmuster“-Vertragsversionen können alternativ auch zum raschen, einfachen Zugang direkt als Word-Dokument von der IPAG-Homepage downgeloadet werden (Button „Download Vertragsmuster“). Alle Zugänge zu den Vertragsmustern sind kostenfrei.

Ergänzt werden die Vertragsmuster durch einen „Best Practice Guide für Ausgründungen“, der einen Leitfaden für die erfolgreiche Ausgründung aus Universitäten und anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen bieten soll. Der „Best Practice Guide für Ausgründungen“ wird voraussichtlich 2015 zur Verfügung stehen.

Wer hat das Projekt initiiert?

IPAG ein Projekt der österreichischen Universitätenkonferenz und wird von der nationalen Kontaktstelle für geistiges Eigentum (ncp.ip) im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie von der Austria Wirtschaftsservice unterstützt.

 

6.5.2015, Quelle: IPAG

Geschäftsbericht des österreichischen Patentamts 2014

Die Zahlen des Geschäftsberichtes 2014 des Österreichischen Patentamtes zeigen, dass heimische Unternehmen unvermindert und auf gleich bleibend hohem Niveau, sowohl auf die nationalen als auch auf die internationalen Möglichkeiten des gewerblichen Rechtsschutzes setzen, wenn es darum geht, ihr geistiges Eigentum absichern zu lassen.

Innovationen aus Österreich leisten weltweit ihren Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft und werden auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Das Innsbrucker Unternehmen MED-EL, 2014 mit ihrem Multikanal-Implantat für Hörgeschädigte für den Europäischen Erfinderpreis 2014 nominiert, und das Vorarlberger Unternehmen Julius Blum, welches mit einem Dämpfungssystem für sanftes und leises Schließen von Klappen, Türen und Auszügen von Möbeln, 2013 den Europäischen Erfinderpreis gewann, sind nur zwei Beispiele für österreichischen Erfinder- und Unternehmergeist.

Nachhaltige Verwertung von Forschung und Entwicklung, sowohl auf dem heimischen als auch auf dem europäischen und dem Weltmarkt, ist ohne wirksamen Rechtsschutz kaum möglich. Eine Innovation, die zwar unschlagbares Knowhow und ingenieurwissenschaftliche Spitzenleistung bietet, aber aus der kein verwertbares Produkt wird, stiftet ebenso wenig Nutzen wie ein Produkt, welches mangels rechtlichem Innovationsschutz Opfer unlauterer Trittbrettfahrer wird. Die Kombination von technischen Innovationen, Marken und Designs samt dem rechtlichen Schutz dieses geistigen Eigentums führt zu wirtschaftlichem Erfolg, Wohlstand und Arbeitsplätzen. So ist Erfinderpreisträger Blum Dritter im österreichischen Erfindungsranking des Österreichischen Patentamtes und reger Patent- und Markenanmelder auf nationaler und internationaler Ebene.

Fast 2.000 österreichische Unternehmer/innen meldeten 2014 ihre Erfindungen zum europäischen Patent an. Auch bei den EU-Markenanmeldungen hält das Hoch an. Das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) in Alicante vermeldete wiederum fast 3.000 Markenanmelder/innen aus Österreich. Damit zählen österreichische Unternehmen wieder zu den Top-Usern.
Einen noch größeren Schutzradius gewähren die Möglichkeiten der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Genf. Um ihre Erfindungen international schützen zu lassen, wählten 1.387 österreichische Anmelder/innen diesen Weg – bei internationalen Marken waren es rund 1.000.

Ein nationales Patent oder eine nationale Marke dienen oft als Kick-off zum Agieren auf der internationalen Bühne. 2014 wurden beim Österreichischen Patentamt insgesamt 3.111 Erfindungen angemeldet. Von den 6.105 nationalen Markenanmeldungen stammen über 90 Prozent von Österreicher/innen.

Download Geschäftsbericht des österreichischen Patentamts

15.4.2015, Quelle: Newsletter des österreichischen Patentamts, Informationen unter: http://www.patentamt.at/

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