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Förderungen 2019

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2019 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit der Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2019

6.12.2018, Quelle: Industrie Magazin

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE

Forschungsprämie: Rechtsunsicherheiten und empirische Wirksamkeit

Die als Gutschrift am Abgabenkonto ausgestaltete Forschungsprämie nach § 108c EStG ist in Österreich das dominierende Element der steuerlichen Forschungsförderung im Unternehmensbereich. Die grundsätzliche Abwicklung im Abgabenverfahren und die vergleichsweise wenigen Voraussetzungen (im Wesentlichen Tragung von Aufwendungen für F&E nach dem „Frascati“-Verständnis der OECD) würden dieses Instrument an sich dem Grunde nach leicht zugänglich machen.

Download: MMag. Dr. Peter Bräumann Artikel zur steuerlichen Forschungsprämie

3.12.2018, Quelle: SWK

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE

FTI-Strategie der Bundesregierung: Langer Atem auf dem Weg zum „Innovation Leader“ ist notwendig

Parlamentskorrespondenz Nr. 1334 vom 22.11.2018

Seit 2011 verfolgen die österreichischen Bundesregierungen eine FTI-Strategie, um Österreich bis 2020 in die Spitzengruppe der innovativsten Forschungsländer Europas zu führen. Nach der Debatte im Forschungsausschuss wurde der Forschungs- und Technologiebericht 2018 auch im Plenum des Nationalrats behandelt. Der Bericht, der von Bildungsminister Heinz Faßmann, Verkehrsminister Norbert Hofer und der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck, in Auftrag gegeben wurde, sieht Österreich in den letzten Jahren laut mehreren wichtigen FTI-Indikatoren auf einem guten Weg in Richtung „Innovation Leader“. Mit einer gesamtwirtschaftlichen F&E-Quote im Jahr 2016 von 3,09 % weise Österreich mittlerweile den zweithöchsten Wert in der EU-28 und den siebthöchsten Wert unter allen Ländern der Welt auf. Der Abstand zur Spitzengruppe habe sich deutlich verringert, auch wenn sich das nicht in allen internationalen Innovationsrankings niederschlage.

In der Debatte betonten die Abgeordneten der Koalitionsparteien, dass die aktuelle Bundesregierung die richtigen Schritte setze, um die Innovationskraft Österreichs zu stärken. Die VertreterInnen der Opposition konzedierten, dass die FTI-Strategie erste Erfolge zeitigt, forderten aber Schritte bei der Grundlagenforschung und im Bildungssystem. Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Koalitionsparteien sehen Maßnahmen der Bundesregierung bestätigt
FPÖ-Forschungssprecher Gerhard Deimek sah in dem Bericht ein Zeichen dafür, dass Österreich Potenzial habe, in die Gruppe der „Innovation Leaders“ vorzustoßen. Ein wesentlicher Faktor sei die deutliche Erhöhung der Mittel, die für die Forschung von öffentlicher Hand und Unternehmen aufgewendet werden. Die Bundesregierung habe bereits gezeigt, dass sie mit ihren legistischen Maßnahmen die Stärkung von Innovationen im Blick habe. Innovative Unternehmen seien die wesentliche Grundlage für den Wohlstand in Österreich, diese gelte es zu erhalten und auszubauen.

Innovation sei der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Dem trage die FTI-Strategie der Bundesregierung Rechnung, und die gegenwärtige Bundesregierung werde diese umsetzen, zeigte sich Maria Theresia Niss (ÖVP) überzeugt. Sie sei dagegen, die Grundlagenforschung gegen die angewandte Forschung auszuspielen, da es gelte, das Gesamtsystem zu stärken. Niss forderte eine Technologieoffensive der Industrie. Die Forschungsprämie ist aus ihrer Sicht in diesem Zusammenhang eine richtige Maßnahme, der weitere folgen müssen. Dazu gehört für sie auch eine Strategie, um der Wirtschaft die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.

Die aktuelle Bundesregierung sei angetreten, viele Versäumnisse der letzten Jahre gutzumachen, auch in der Umsetzung einer ganzheitlichen FTI-Strategie, betonte ÖVP-Forschungssprecherin Eva-Maria Himmelbauer. Der Bildungsminister setze etwa Maßnahmen, um die Digitalisierung in die Schulen zu bringen. Die neuen Entwicklungen im Bereich Robotik und künstlichen Intelligenz müssen kritisch begleitet werden, um ihre Potenziale richtig nutzen zu können. Große Bedeutung für Forschung und Entwicklung haben für Himmelbauer die KMU und Start-ups. Erfreulicherweise seien auch bereits erste Maßnahmen für die Heranbildung von Fachkräften in den MINT-Fächern gesetzt worden, hob sie hervor.

Erfreut über die unterdessen hohe F&E-Quote Österreichs zeigte sich Josef Smolle (ÖVP). Positiv ist für Smolle auch, dass die Unternehmen unterdessen etwa zwei Drittel der Forschungsfinanzierung tragen. Österreich gehöre damit zu den „Strong Innovators“, müsse aber zur Gruppe der „Innovation Leaders“ noch aufholen. Aufholbedarf gibt es aus seiner Sicht vor allem bei der Grundlagenforschung und beim Wissenstransfer, der eine Open-Access-Strategie erfordere. Auch seine Fraktionskollegin Johanna Jachs zeigte sich zufrieden über die hohe F&E-Quote. Österreich habe viele Plätze gutgemacht, doch müsse die FTI-Strategie mit langem Atem fortgesetzt werden. Martin Engelberg (ÖVP) stellte fest, Geld sei nicht der einzige Faktor, wichtig sei auch die Stärkung von internationalen Kooperationen. Ein gutes Beispiel dafür sei das jüngst abgeschlossene Forschungsabkommen mit dem Innovationsvorreiter Israel.

Opposition drängt auf mehr Nachdruck bei Grundlagenforschung und Bildung
Der Forschungs- und Technologiebericht zeige einige gute Ergebnisse der FTI-Strategie, befand SPÖ-Abgeordnete Klaudia Friedl. Vor allem die Forschungsquote habe sich deutlich erhöht, und die Kooperation von Universitäten und Wirtschaft funktioniere vorbildlich. Das Ziel der Innovationsführerschaft werde man 2020 allerdings wohl noch nicht erreichen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werde man wesentlich mehr in die direkte Forschungsförderung und in die Grundlagenforschung investieren müssen. Die Entwicklung der Mittel des Wissenschaftsfonds FWF hinke der allgemeinen Entwicklung hinterher. Österreich habe viel Potenzial, an die Spitze zu kommen, doch müsse man bereits in den Kindergärten und Schulen die entsprechenden Voraussetzungen schaffen und moderne pädagogische Konzepte umsetzen.

Ihr Fraktionskollege Philip Kucher (SPÖ) konzedierte ebenfalls, dass die FTI-Strategie große Fortschritte für das Innovationssystem gebracht hat. Jene ganzheitliche Strategie, die erforderlich sei, um sie tatsächlich erfolgreich zu machen, sehe er bei der Bundesregierung aber noch nicht. Erfreulich seien immerhin die Signale in Richtung einer stärkeren Förderung der Grundlagenforschung. Man müsse aber auch überlegen, was man Menschen anbieten könne, deren Jobs durch die Digitalisierung obsolet werden. Ministerin Schramböck sei zwar nun nominell auch Digitalisierungsministerin, habe aber noch kein politisches Programm dazu vorgelegt. Auch in der Bildungspolitik bleibe vieles zu tun, um junge Talente zu fördern und gute Rahmenbedingungen für junge ForscherInnen zu schaffen.

Die Wortmeldungen der Koalition zum Bericht könnten den Eindruck erwecken, dass sich Österreich in Bezug auf seine Innovationskraft bereits nahe an der Weltspitze befinde. Bei genauerem Hinsehen zeige der Bericht aber, dass man sich bestenfalls im Mittelfeld befinde, sagte NEOS-Mandatarin Claudia Gamon. Hannes Androsch, der Vorsitzende des Rats für Forschungs- und Technologieentwicklung, habe das im Forschungsausschuss auch klar angesprochen und festgestellt, bei der Grundlagenforschung müsse endlich „geklotzt, nicht gekleckert“ werden. Die Realität sei aber leider, dass Jahr für Jahr um jeden Euro zusätzliches Budget gekämpft werden müsse und dem FWF dringend benötigte Mittel fehlten. Die Empfehlungen des Rats sind laut Gamon zwar eindeutig, sie fürchte jedoch, dass sie auch in den nächsten Jahren nicht umgesetzt werden.

Der technologische Wandel sei bereits in vollem Gange, die Politik reagiere aber noch immer nicht entsprechend darauf, klagte Stephanie Cox (JETZT). Die viel zu langsame Umsetzung der Breitbandinitiative und die geringe Nachfrage nach leistungsfähigem Breitband sei ein weiteres Beispiel dafür, dass die österreichische Infrastruktur noch nicht auf die vierte technische Revolution gerüstet sei. PolitikerInnen hätten die Aufgabe, als DolmetscherInnen der aktuellen Entwicklungen den Menschen zu vermitteln, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen.

Hofer: Ziel ist noch nicht erreicht, doch Optimismus gerechtfertigt
Bundesminister Norbert Hofer sieht in dem Bericht den Erfolg der FTI-Strategie und der nachhaltigen Anstrengungen von Wirtschaft und Staat bestätigt. Österreich sei ein Land, das für innovative Unternehmen ein gutes Umfeld bietet. Es zähle zu den forschungsintensivsten Ländern weltweit. Auch bei anderen zentralen Indikatoren der technologischen Leistungsfähigkeit, wie internationale Patentanmeldungen, habe es zuletzt merkliche Verbesserungen gegeben. Für Hofer ist die Robotik die nächste Herausforderung, hier entstehen nicht nur technische, sondern auch viele ethische Fragen und damit Herausforderungen für den Gesetzgeber. Der Rat für Robotik und künstliche Intelligenz liefere wichtige Hinweise, was wünschenswert sei und wo man der Verwendung von Daten eine Grenze ziehen müsse. Die Breitbandstrategie müsse vorangetrieben werden, die Bundesregierung habe sich hier hohe Ziele gesteckt und gesetzliche Maßnahmen umgesetzt. Er sei Hannes Androsch für den kritischen Input dankbar, den er als Vorsitzender des Rats für Forschungs- und Technologieentwicklung gebe. Schließlich es sei wichtig, Probleme klar anzusprechen und sie nicht zu beschönigen. Er persönlich sei jedoch optimistisch, dass Österreich die Ziele der FTI-Strategie erreichen werde. (Fortsetzung Nationalrat) sox

weitere Infos unter: Parlamentskorrespondenz Nr. 1334 vom 22.11.2018

26.11.2018, Quelle: Parlament

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Zeit für Innovation

In Österreich gibt es verschieden Fördermöglichkeiten für Forschung und Entwicklung. Für viele Unternehmen ist es da oft schwierig den Überblick zu bewahren. Das DHK-Mitgliedsunternehmen ITS Förderberatung hilft dabei, die passende Fördermöglichkeit zur finden, Anträge zeitgerecht und richtig aufbereitet einzureichen und somit auch zur richtigen Förderung zu kommen.

Österreich ist ein Forschungsland. Laut Forschungs- und Technologiebericht 2018 hat Österreich im Hinblick auf die Höhe der Forschungsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt mit 3,19 Prozent weltweit die siebthöchste Quote bei Forschung und Entwicklung. Rund die Hälfte der betreffenden Ausgaben kommt dabei von Unternehmen.

GELD VOM STAAT FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Dass Unternehmen in Österreich in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren, wird auch von staatlicher Seite gefördert. Dafür gibt es eine Vielzahl verschiedener Förderprogramme bei unterschiedlichen Fördergebern, die für die Abwicklung zuständig sind.

„Besonders für kleine oder mittelständische Unternehmen ist es daher nicht einfach, herauszufinden wo es Fördergelder gibt, die dem F&E-Repertoire des Betriebs entsprechen“, sagt Manuela Walser, Geschäftsführerin der ITS Förderberatung. Die Betriebswirtin hat das Unternehmen 2009 mit zwei weiteren Gesellschaftern gegründet und aufgebaut, um diese Lücke zu schließen. Ihre Unternehmenspartner und Mitarbeiter verfügen über Expertise in den Bereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Technik. Gemeinsam helfen sie Unternehmen – unabhängig von der Branche – die passenden Fördermöglichkeiten für ihre F&E-Aktivitäten zu finden und Anträge zu formulieren, die zum gewünschten Erfolg führen. Die Techniker, die in den Unternehmen mit der Entwicklung von Innovationen beschäftig sind, hätten schließlich anderes zu tun, als die Förderlandschaft zu studieren, so Walser. „Wir gehen zum Kunden und bleiben dort, bis die Dokumente fertig sind.“

DIREKTE ODER INDIREKTE FÖRDERUNG
Wesentlich dabei ist laut Walser dabei die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Förderungen. Bei der direkten Förderung wird Geld an das förderwürdige Unternehmen ausgezahlt.
Für die direkte Förderung muss der Förderantrag vor Projektbeginn an die jeweilige Försterstelle gestellt werden. „Man muss sich rechtzeitig bewerben und zur richtigen Zeit die richtigen Unterlagen einreichen“, betont die Förderexpertin. Auf die direkte Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Bei der indirekten Förderung kommt es zu einer Steuergutschrift. Die Antragstellung erfolgt an das Finanzamt im Regelfall gemeinsam mit der Steuererklärung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr.
Die indirekte Förderung, die sogenannte Forschungsprämie, steht hingegen jedem steuerpflichtigen Unternehmen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu.

Die Forschungsprämie wurde in Österreich im Jahr 2002 mit einer Höhe von drei Prozent eingeführt und im Laufe der Jahre immer wieder erhöht – zuletzt mit 1. Jänner 2018 von zwölf auf 14 Prozent der Aufwendungen für F&E-Tätigkeiten. Die genauen Voraussetzungen für die Forschungsprämie sind im Einkommenssteuergesetz (EStG) §108c definiert. Die Forschung muss jedenfalls von einem inländischen Betrieb oder einer inländischen Betriebsstätte durchgeführt werden.

Außerdem müssen fünf wesentliche Kriterien erfüllt werden: „Es muss nach wissenschaftlichen Methoden gearbeitet worden sein. Es muss eine technische Weiterentwicklung stattfinden, die neu und kreativ ist. Das Ergebnis darf zu Beginn der F&E Tätigkeit nicht feststehen und muss schlussendlich transferierbar sein“, nennt Walser die wichtigsten Kriterien für die Beantragung der steuerlichen Forschungsförderung.

Artikel aus der Ausgabe DHK 03/2018

 

Enormer Mehrwert der europäischen Forschungsförderung

Faßmann: Enormer Mehrwert der europäischen Forschungsförderung – bereits rund 925 Millionen Euro nach Österreich

Informeller Wettbewerbsrat in Wien mit erster Bestandsaufnahme zu „Horizon Europe“-Verhandlungen – FFG unterstützt gezielt

In den kommenden beiden Tagen begrüßt Wissenschafts- und Forschungsminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann seine Amtskolleginnen und Amtskollegen sowie EU-Forschungskommissar Carlos Moedas zum informellen Wettbewerbsrat in Wien. Im Mittelpunkt der Gespräche werden dabei das 9. EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ (2021 – 2027) und der Europäische Forschungsraum (European Research Area) stehen. „Europa hat ein überzeugendes Angebot, das gilt insbesondere auch für die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung“, betont der Minister. „Der enorme Mehrwert der europäischen Forschungsförderung ist unumstritten“, so Faßmann. Ein Teil dieses Mehrwerts lasse sich auch messen, verwies der Minister auf neu vorliegende Daten zum aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“. Von den insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel von 77,2 Milliarden Euro gingen bisher rund 32 Milliarden Euro an Forscherinnen und Forscher in Europa und anderen teilnehmenden Ländern. „Nach Österreich sind bereits rund 925 Millionen Euro geflossen und wir sind unserem ambitionierten Ziel von 1,5 Milliarden Euro wieder ein gutes Stück näher gerückt“, so der Minister.

„Österreich gehört zu den TOP-3 Ländern in ‚Horizon 2020‘“, verweisen die beiden FFG-Geschäftsführer Dr. Henrietta Egerth und Dr. Klaus Pseiner auf die Erfolgsquote für Beteiligungen, die bei 16,9 Prozent und damit auch deutlich über dem Durchschnitt aller Staaten (14,7 Prozent) liegt. Es zeige sich auch, dass der Anteil an Förderzusagen für Österreich (2,9 Prozent) über jenem aus dem vorigen EU-Forschungsrahmenprogramm (2,6 Prozent) liege. Die heimischen Hochschulen konnten seit 2014 336,5 Millionen Euro einwerben, die Unternehmen 321,2 Millionen Euro und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen 208,7 Millionen Euro. Nach Programmen betrachtet sind die Forschenden und Unternehmen in Österreich insbesondere erfolgreich in ERC (European Research Council; 193,7 Millionen Euro), ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien; 128,6 Millionen Euro) und Transport (105,5 Millionen Euro). Die FFG unterstützt die Forschenden und Unternehmen als Nationale Kontaktstelle gezielt mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot und stellt ihr Know-how auch während der Ratspräsidentschaft zur Verfügung.

Die Europäische Kommission hat Anfang Juni ihren Vorschlag für „Horizon Europe“ vorgelegt und es wird insbesondere auch an Österreich liegen, diesen nun während der Ratspräsidentschaft gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten und weiteren Akteuren mit Leben zu erfüllen. „Wir nutzen das informelle Treffen der Ministerinnen und Minister für eine erste Bestandsaufnahme“, so Faßmann. Die Ausgangsbedingungen seien mit Blick auf die im nächsten EU-Mehrjahresbudget (2021 – 2027) vorgesehenen 100 Milliarden Euro für Forschung und Innovation sehr gut. „Zudem bietet ‚Horizon 2020‘ eine solide Basis, auf der wir aufbauen und die Instrumente und Maßnahmen entsprechend nachschärfen können, um weiterhin den gesamten Forschungs- und Innovationskreislauf zu unterstützen und die wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung der europäischen Forschungsförderung weiter zu erhöhen“, betont Faßmann. „Wir stehen guten Mutes am Beginn eines spannenden und ambitionierten Weges und möchten die Verhandlungen zu ‚Horizon Europe‘ während unseres EU-Vorsitzes so weit wie möglich voranbringen.“

Der Vorschlag der Europäischen Kommission für „Horizon Europe“ sieht wie bereits „Horizon 2020“ drei Säulen vor: Säule I („Open Science“) konzentriert sich auch künftig auf exzellente Wissenschaft, maßgeblich durch Förderungen des Europäischen Forschungsrates (ERC). Säule II legt den Fokus auf globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit und sieht u.a. „Missionen“ vor, um Ziele mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und eine verstärkte Sichtbarkeit zu erreichen. Neu ist die Säule III („Open Innovation“), sie soll insbesondere mit dem Europäischen Innovationsrat (EIC) dazu beitragen, dass die EU bei bahnbrechenden marktschaffenden Innovationen führend wird.

Rückfragen & Kontakt:
BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag. Annette Weber
Pressesprecherin
01 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at

FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
+43 5 7755-6010
presse@ffg.at
www.ffg.at

16.7.2018, Quelle: APA

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Special Innovationspool am 16.5.2018 – Der Weg zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten

Am 16. Mai 2018 luden die ITS Förderberatung und die Plattform für Innovationsmanagement (PFI) zum Austausch über Wege zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten.

Interessierte kamen im traditionellen Bellaria Kino vis à vis des Wiener Volkstheaters zusammen, um sich zu informieren. Einblicke gaben in Ihren Vorträgen Experten von innovation service network, Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie der ITS Förderberatung.

Das Programm:
Open Innovation – Hintergründe, Anwendungsfelder und Beispiele aus der Praxis – Dr. Reinhard Willfort, innovation service network
Motivation und fairer Austausch in offenen Innovationsprozessen – Peter Pawlek, Austria Wirtschaftsservice
Fördermöglichkeiten der FFG im Bereich Open Innovation – Martin Walser, ITS Förderberatung / ITS Innovation Support

Nach den Fachvorträgen fanden rege Diskussionen zu diesen spannenden Vorträgen statt. Bei kulinarischen Wiener Schmankerl und angeregten Gesprächen ließen wir diesen erfolgreichen Tag gemütlich ausklingen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Interesse an der Veranstaltung „Special Innovationspool: Der Weg zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten“ im traditionsreichen Bellaria Kino am 16. Mai 2018. Großer Dank gilt dabei vor allem Herrn Pawlek und Herrn Willfort, die ihr Expertenwissen zum Thema Open Innovation mit uns geteilt haben. Vielen Dank auch an unseren Kooperationspartner PFI – Plattform für Innovationsmanagement für die tolle Zusammenarbeit.

Impressionen zur Veranstaltung (c) weinfranz / PFI:

Innovative Firmen werden gefördert

 

Nach Jahren der Abwanderung erlebt Europa derzeit die Rückkehr zahlreicher Industriebetriebe.

Nicht nur große, sondern auch kleinere Unternehmen suchen jetzt verstärkt um Förderungen für Forschung und Entwicklung an.

Die ITS Förderberatung und die Plattform für Innovation (PFI) laden daher am 16. Mai 2018 in Wien innovative Firmen ein, sich zu informieren und gedanklich auszutauschen

12.5.2018, Quelle: Krone

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Forschungsförderung: „Weg von der Gießkanne“

Weniger als ein Viertel der Forschungsförderung wird im Wettbewerb vergeben, rechnet die FFG vor. Und mahnt ein, die Fehlentwicklung zu stoppen.

„Weg von Basissubventionen, die undefiniert und undifferenziert sind, hin zu wettbewerblichen und qualitativ hochwertigen Förderungen“, fordert FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Unterstützt wird sie dabei von Martin Kocher, Direktor des Instituts für Höhere Studien. Nicht nur in der Grundlagenforschung und im angewandten Forschungsbereich, sondern auch innerhalb des Universitätsbereichs – mit 44 Prozent der größte Anteil an den Ausgaben des Bundes für F&E – könne man diesen Faktor ausbauen. Die Forschungsausgaben allgemein müssten auch weiter steigen, „es ist noch nicht genug, um zu den Innovations-Leadern vorzustoßen“, so Kocher.

FFG-Anteil an den Forschungsausgaben des Bundes sinkt
Vergangene Jahre zeigen aber, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Der Anteil der FFG gemessen an den Forschungsausgaben des Bundes sank seit 2008 von 18 Prozent auf 13 Prozent. „Ein Problem“, meint Geschäftsführer Klaus Pseiner und appelliert an die Bundesregierung, „die Bedeutung der FFG an den Ausgaben des Bundes sichtbarer zu gestalten.“ Auch wenn die FFG für heuer noch kein Budget hat, „schaut es für das laufende Jahr nicht schlecht aus“, sagt Pseiner, allerdings gebe es angesichts einer neuen Ausschreibung für das Kompetenzzentrenprogramm COMET einen Einmaleffekt. Mittelfristig hofft man in der FFG auf einen „neuen Aufwärtstrend“. Im abgelaufenen Jahr wurden von der FFG 3.775 Projekte bewilligt, an denen 3.477 unterschiedliche Organisationen beteiligt sind. Für Forschungs- und Innovationsprojekte wurden 562 Mio. Euro an Förderungen neu bewilligt – 40 Millionen mehr als 2016.

Digitalisierung spielt wichtige Rolle
Rund 23 Prozent des Gesamtvolumens – 130 Millionen Euro – wurden für Produktionstechnologien genehmigt. Auf Platz zwei finden sich die Informations- und Kommunikationstechnologien mit 118 Millionen Euro (21 Prozent), dahinter folgen mit 84 Millionen Euro die Themen Energie und Umwelt (15 Prozent), Mobilität und Life Sciences. Von 2015 bis 2017 stieg der Anteil jener Projekte, in denen Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt, um rund 20 Prozent auf 57 Prozent. Das Thema Digitalisierung ziehe sich dabei durch alle Bereiche und habe eine „dominante Rolle“, sagt Egerth. Jeder zweite Förder-Euro werde in Digitalisierungsprojekte investiert. Darüber hinaus gehen 66 Prozent der FFG-Förderung in Projekte, in denen Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen mit Unternehmen kooperieren. „Damit ermöglichen wir den Strukturwandel“, sagte Pseiner unter Hinweis darauf, dass ein Drittel der Unternehmen dabei in neuen Feldern aktiv werde und jährlich rund 200 neue Produkte auf den Markt kommen, die direkt auf FFG-Projekten basieren.

1.5.2018, Quelle: Industriemagazin

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Österreichische Forschungsquote steigt 2018 auf 3,19%

2018 werden in Österreich nach einer Schätzung von Statistik Austria voraussichtlich rund 12,3 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgegeben. Die daraus resultierende Forschungsquote, die die Bruttoinlandsausgaben für F&E als Prozentsatz des nominellen Bruttoinlandsprodukts darstellt, wird dadurch auf 3,19% ansteigen. Damit wird die Forschungsquote leicht über dem Niveau von 2017 (3,16%) und 2016 (3,15%) liegen sowie deutlich höher als 2015 (3,05%) sein. Von 2017 auf 2018 werden die Forschungsausgaben um 5,6% ansteigen, also stärker wachsen als das nominelle Bruttoinlandsprodukt (+4,9%). Die F&E-Quote liegt bereits seit 2014 über den in der EU bis 2020 angestrebten 3%, aber unterhalb des österreichischen Zielwerts von 3,76%. In Zehnjahresabständen betrachtet stieg die Forschungsquote in Österreich stark an: So lag der Wert 2008 noch bei 2,57% und 1998 sogar erst bei 1,73%.

Mit rund 6,11 Mrd. Euro (+6,8% gegenüber 2017) werden die heimischen Unternehmen den Großteil der F&E in Österreich finanzieren. Rund 1,95 Mrd. Euro werden voraussichtlich aus dem Ausland für Forschung zufließen, vor allem durch multinationale Unternehmen, die in Österreich Forschungsstandorte betreiben. Der Staat wird 2018 mit rund 4,2 Mrd. Euro Forschung in Österreich finanzieren. Das sind um 4,3% mehr als 2017. Diese Steigerung liegt etwas unterhalb des prognostizierten Anstiegs des nominellen Bruttoinlandsprodukts von 4,9%. Fast 3,56 Mrd. Euro (+4,1% gegenüber 2017) sollen dabei vom Bund getragen werden (inklusive Forschungsprämien und F&E-Mittel der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung), rund 526 Mio. Euro von den Bundesländern. Weitere öffentliche Einrichtungen – wie etwa Gemeinden, Kammern oder Sozialversicherungsträger – werden rund 117 Mio. Euro beitragen. Die F&E-Finanzierung durch den privaten gemeinnützigen Sektor wird rund 71 Mio. Euro ausmachen.

Von den gesamten 12,3 Mrd. Euro F&E-Ausgaben 2018 werden rund die Hälfte (49,5%) von den heimischen Unternehmen finanziert werden, 34,1% vom Staat und 15,8% aus dem Ausland. Der Anteil des privaten gemeinnützigen Sektors wird bei rund 0,6% liegen.

Österreich 2016 mit zweithöchster Forschungsquote in der EU
Im EU-Vergleich für das Jahr 2016 (das aktuellste Jahr mit EU-Vergleichsdaten) liegt Österreich an zweiter Stelle hinter Schweden (3,25%) und vor Deutschland (2,94%), Dänemark (2,87%) und Finnland (2,75%). Über dem EU-Durchschnitt von 2,03% liegen lediglich noch Belgien (2,49%) und Frankreich (2,25%).

Darüber hinausgehende internationale Vergleichsdaten liegen für 2015 vor: Die höchste Forschungsquote in Europa erreichte in diesem Jahr die Schweiz mit 3,37%. Hohe Forschungsquoten erzielten 2015 auch Südkorea (4,23%), Japan (3,29%) und die USA (2,79%). Die Forschungsquote Chinas lag mit 2,07% ebenfalls geringfügig über jener der EU (2,04% im Jahr 2015).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen über Forschung und Entwicklung (F&E) finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen:
Auf der Grundlage vorliegender Ergebnisse der österreichischen F&E-Erhebungen sowie sonstiger verfügbarer Unterlagen und Informationen, in erster Linie der F&E-relevanten Voranschlags- und Rechnungsabschlussdaten des Bundes und der Bundesländer sowie der aktuellsten Konjunkturdaten, wird von Statistik Austria die Globalschätzung der Bruttoinlandsausgaben für F&E erstellt. Bei dieser jährlichen Erstellung der Globalschätzung erfolgen auf der Basis von neuesten Daten jeweils auch rückwirkende Revisionen und Aktualisierungen. Die Daten bis 2015 basieren auf den zweijährig durchgeführten F&E-Erhebungen, die F&E-Werte ab 2016 sind als vorläufig anzusehen.
Die Finanzierung der in Österreich durchgeführten Forschung und experimentellen Entwicklung wird entsprechend den Definitionen des international gültigen Frascati-Handbuchs der OECD dargestellt. Dementsprechend sind österreichische Zahlungen für im Ausland durchgeführte F&E nicht in die Bruttoinlandsausgaben für F&E einzuschließen.

19.4.2018, Quelle: Statistik Austria

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Forschungsprämie abholen

Forschungsprämie abholen

Manuela Walser, Geschäftsführerin der ITS Förderberatung über Forschungsförderungen und -Hindernisse.

Artikel aus dem Wirtschaftsmagazin Trend.

Österreich will in die Liga der Innovationleader aufsteigen. Dazu wurde heuer die steuerliche Forschungsprämie von zwölf auf 14 Prozent erhöht. Reicht das?
Die Erhöhung ist generell ein sehr positives Signal dafür, dass Österreich Forschung undEntwicklung wichtig sind. eine Evaluierungsstudie zeigt auch klar, dass diese indirekte Forschungsförderung bei großen Unternehmen wichtig bei der Standortentscheidung ist. in Deutschland gibt es diese etwa nicht. Und wo sich große Betriebe ansiedeln, folgt of rasch ein Schwarm an kleinen hoch innovativen Unternehmen. Hier entwickeln sich unsere Hidden Champions.

Nutzen diese ergebnisunabhängige Prämie auch unabhängige Unternehmen?
Bedingt. In der Studie wurde kritisiert, dass nur zehn Unternehmen sich ein Drittel der Forschungsprämie abholen, die 2017 rund 628 Millionen Euro ausmachen wird. 90 Firmen bekommen das nächste Drittel, während sich das letzte Drittel rund 900 Unternehmen teilen. Weitere 1.000 Betriebe erhalten nur einen ganz geringen Prozentanteil. Es fehlt also noch die nötige Breite. Generell ist aber laut der Studie der Mix aus Forschungsprämie und direkter Forschungsförderung ideal.

Was wird gefördert?
In der industriellen Forschung vor allem eigenbetriebliche Forschung. Da geht es besonders um experimentelle Entwicklung für den Markt. Hier kann einfach Neues probiert werden, auch wenn es nicht gleich klappt. Betriebe können sich auch Auftragsforschung an Universitäten oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Höhe von bis zu einer Million Euro fördern lassen. Gefördert werden also neue Produkte und Vorgehensweisen bzw. Prozesse. Das kann beispielsweise ein Verfahren sein um Batterien weit energieeffizienter herzustellen.

Wie können KMU besser an Förderungen gelangen?
Große Unternehmen haben meist eigene Experten, die sich nur damit beschäftigen wie man Förderungen am besten gewinnen kann. Besonders bei den direkten Förderungen sind die Zugänge für KMU teils noch sehr komplex. Vereinfachungen im Förderdschungel und Harmonisierung der Fördermittel sind dringend notwendig, um die Hemmschwelle zu senken. Hier wird schon einiges getan. Wichtig wäre aber eine generelle Vereinfachung des Förderangebots, um passende Programme leichter finden zu können. Für die Abwicklung sollen sich KMU auch Unterstützung suchen. Man macht sich ja auch nicht die Steuererklärung selbst. Oft fehlt es bei Unternehmen, die tollte Produkte entwickeln, auch am Bewusstsein, dass sie ja schon Forschung bzw. experimentelle Entwicklung betreiben.

Welche Leistungen bietet Ihr Unternehmen?
Wir betreuen rund 70 Kunden im Bereich Forschungsförderung. Unsere Leistungen erstrecken sich von der ersten Beratung bis hin zur ganzen Abwicklung. Wir sehen uns auch als Partner der FFG, die die Förderanträge überprüft.

 

16.2.2018, Quelle: Trend

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Förderungen 2018

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2018 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit den Geschäftsführern der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2018

13.12.2017, Quelle: Industrie Magazin

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Impressionen 2. Fortbildungs-Soiree in der Museumstrasse 30.11.2017

Am Donnerstag, den 30.11.2017 hat die 2. Fortbildungs-Soiree in unseren neuen Büroräumlichkeiten in der Museumstraße stattgefunden.

Wir freuen uns, dass so viele Interessierte in unsere Kanzlei sowie das traditionsreiche Bellaria Kino gekommen sind, um mit uns diesen besonderen Abend bei spannenden Vorträgen, angeregter Diskussion, bester Unterhaltung und feinem Essen zu verbringen.

Das Fortbildungsprogramm:
Andreas Salentinig – Aktuelle Schwerpunkte bei der Begutachtung durch die FFG
Alexander Leitgeb – Aktuelle Schwerpunkte bei der Betriebsprüfung
Martin Walser – Aktuelles aus der Direktförderung
Berta Leber-Ceppel – Nützliches und Neues aus dem Steuerrecht

Besonderer Dank gilt Helmuth Vavra und Berthold Foeger, die ein Best Of Ihres Kabarett-Programmes präsentiert haben.

Zum zweiten Mal wurden die Forschungsprämien Awards vergeben.  Wir gratulieren  den diesjährigen Gewinnern ! 

Und hier geht es zu den Fotos von unserem 2. Fortbildungs-Soiree:

 

 

Special Innovationspool am 4.10.2017 – Finanzierung und Förderung von Innovation

Am 4. Oktober 2017 luden die ITS Förderberatung und die Plattform für Innovationsmanagement (PFI) zum Austausch über nationale Fördermöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen. Einigkeit zeigte sich insbesondere bei der zukünftigen Ausrichtung der steuerlichen Forschungsprämie: Es braucht mehr Breitenwirkung.

Interessierte kamen im traditionellen Bellaria Kino vis à vis des Wiener Volkstheaters zusammen, um sich über Möglichkeiten und Grenzen der Innovationsförderung zu informieren. Einblicke gaben in Ihren Vorträgen Experten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), das Austria Wirtschaftsservice (AWS), die Oberbank sowie Experten der ITS Förderberatung.

Das Programm:
FFG Fördermöglichkeiten für Innovation: Die nationale und internationale Landschaft – Dr. Iraklis Agiovlasitis, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Innovation x Förderung = Erfolg2 – Gerald Weidenauer, Oberbank
Überblick über die Leistungen der AWS zur Innovationsförderung – Dr. Angela Siegling, Austria Wirtschaftsservice
Effiziente Beantragung der Forschungsprämie – Mag. Alexander Leitgeb, ITS Förderberatung und Dr. Matthias Rath, ITS Innovation Support

Nach den Fachvorträgen fanden rege Diskussionen zu diesen spannenden Vorträgen statt. Bei kulinarischen Wiener Schmankerl und angeregten Gesprächen ließen wir diesen erfolgreichen Tag gemütlich ausklingen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Interesse und vor allem bei Frau Dr. Angela Siegling, Herrn Dr. Agiovlasitis und Herrn Weidenauer für deren Fachvorträge, die einen aktuellen Überblick zu den Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten von Innovation gaben. Vielen Dank auch an unseren Kooperationspartner PFI – Plattform für Innovationsmanagement für die perfekte Gestaltung des Programms und die Organisation.

Impressionen zur Veranstaltung (Fotorechte (c) Schwarz-König.at):

Verflixte Forschungsprämie: Erforsche, wie du Prämien kriegst

Viele Unternehmen haben von der Forschungsprämie nichts. Sie wissen nämlich gar nicht, dass ihnen eine zusteht, oder scheitern an den gefinkelten Formalitäten bei der Antragstellung.

Unzufrieden ist der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, mit der österreichischen Forschungsförderung. Es gebe viel zu viele Förderstellen, die aber nicht miteinander
vernetzt seien. „Und statt zu handeln, wird oft in Gremien monate- und jahrelang diskutiert“, kritisierte er am Donnerstag beim Forum Alpbach. Außerdem leide die heimische Forschungsförderung an einem „Input- Fetischismus“. Statt das Augenmerk auf den Output zu legen, konzentriere man sich auf den Input. Kurz gesagt: Der IV-Chef vermisst jede Strategie – wie auch Hannes Androsch, Vorsitzender des Rats für Forschung und Technologieentwicklung. „Möglichst schnell muss es eine langfristige Planung geben“, betont er.

Dabei hat das Finanzministerium erst vor einigen Wochen beschlossen, die Forschungsprämie ab 2018 von zwölf auf 14 Prozent anzuheben. Möglich, dass die anstehenden Wahlen dabei auch eine Rolle gespielt haben. Tatsache ist nämlich, dass zwar einigen innovativen Unternehmen die Erhöhung etwas bringen wird – der Großteil wird aber gar nichts davon haben.

Das belegt eine im Frühjahr 2017 veröffentlichte Studie zum Thema Forschungsprämie. Das IHS, die KMU Forschung Austria und WPZ Research haben sie im Auftrag des Finanzministeriums erstellt. Die Autoren kommen bei ihrer Evaluierung zu folgendem Ergebnis: Die Forschungsprämie wirkt in die Tiefe und weniger in die Breite. Unternehmen, die kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E) betreiben, nehmen sie gezielt und regelmäßig in Anspruch. Viele Betriebe jedoch, vor allem kleinere und mittlere, kommen gar nicht auf die Idee, die Forschungsprämie zu beantragen. Das hat mehrere Gründe. „Gerade Klein- und Mittelunternehmen bewerten ihre angewandte Forschungstätigkeit oftmals nicht als „Innovation und realisieren daher gar nicht, dass sie eigentlich Anspruch auf Forschungsprämien haben“, sagt ITS-Geschäftsführerin Manuela Walser, deren Unternehmen sich auf Förderberatung spezialisiert hat.

Förderungswürdig ist vieles
Wann ein Unternehmen Anspruch auf die Prämie hat, ergibt sich aus der Forschungsprämienverordnung. Doch anders als große Unternehmen haben kleinere im täglichen Tagesgeschäft gar nicht die Kapazitäten, um sich mit den komplexen Vorschriften auseinanderzusetzen. Und es ist ihnen auch nicht bewusst, dass nicht nur Grundlagenforschung, sondern insbesondere experimentelle Entwicklung und angewandte Forschung gefördert wird. „Förderungswürdig kann etwa im Lebensmittelbereich auch eine innovative Art des Transports, der Weiterverarbeitung oder der Lagerung eines Produkts sein“, sagt Wallner. „Wenn für die Milchverpackung keine Plastikfolie mehr verwendet wird, sondern nur mehr Naturprodukte, ist das ein
tolles, innovatives Produkt. Man muss es nur wissen.“ Doch selbst wenn das Bewusstsein unter den Mitarbeitern geschärft ist, dass sie quasi laufend und ganz
nebenbei „förderungswürdig“ arbeiten, ist für die meisten der Schritt, sich um die Prämie zu bewerben, zu anstrengend.

Auch beim 200-Mann-Betrieb Ennstal Milch dauerte es, bis das Management erkannte, in das Forschungsschema hineinzufallen. „Aber der Antragsprozess ist aufwändig. Einem Unternehmen wie unserem ist es nicht möglich, dass sich ein Mitarbeiter ausschließlich mit dem Thema Förderung und den vielen Details des Antrags bei der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) auseinandersetzt“, sagt der kaufmännische Direktor Markus Gerharter. Die FFG macht genaue Vorgaben, wie der Antrag auf Forschungsprämie einzureichen ist. So hat man auf dem standardisierten Formular nur 3000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zur Verfügung, um die Innovation zu beschreiben. „Einen Prozess derart kompakt darzustellen, ist sehr schwierig. Wir haben schnell bemerkt: Ohne externe Hilfe werden wir die Prämie nicht bekommen.“ Diese Hilfe holte sich das Unternehmen 2012 und erhält seitdem regelmäßig Forschungsprämien. „Die Anträge richtig zu formulieren, ist ein Handwerk. Wenn man die Erfahrung nicht hat, weiß man nicht, worauf es ankommt, welche Schlagwörter im Text unbedingt vorkommen sollten.“ Mit seinen Förderberatern hat Gerharter allerdings vorweg vereinbart, ihnen nur dann ein Honorar zu
zahlen, wenn ihre Arbeit auch etwas bringt – sprich: die Forschungsprämien auch tatsächlich vom Finanzamt bewilligt werden.

Nicht anders macht es Karl-Heinz Mayer, technischer Direktor des Elektronikunternehmens Eaton. „Wir haben anfangs ohne externe Hilfe mit viel personellem Aufwand Forschungsprämien generiert“. Als er die Förderberater beauftragte, vereinbarte er mit ihnen, dass sie nur für den darüber hinausgehenden Betrag ein Erfolgshonorar erhalten. „Anders hätte ich meinem Management die Beauftragung nicht verkaufen können.“ Die Entscheidung habe sich ausgezahlt, sagt Mayer. Das Unternehmen erhält seitdem doppelt soviel Forschungsprämie wie früher. Dennoch fragt er sich (und nicht nur er), warum das Verfahren so kompliziert gestaltet sein muss, dass es so viele Betriebe abschreckt – und sie um die wichtige Unterstützung umfallen. Sein Unternehmen hat mit Hilfe der Forschungsprämie jedenfalls einige Projekte durchgezogen, die sonst nicht realisiert worden wären. Mittlerweile könne es sich Eaton auch nicht mehr leisten, auf die Förderung zu verzichten. Mayer: „Wenn man einmal damit begonnen hat, plant man die Prämien auch wieder im Budget fürs nächste Jahr fix ein“.

27.8.2017, Quelle: Die Presse

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Steiermark bei regionaler F&E-Quote europaweit an der Spitze

Die Steiermark hat unter den 276 EU-Regionen die Spitze im Bereich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreicht. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) gaben einen Zuwachs der F&E-Quote von 0,3 Prozentpunkten auf 5,16 Prozent des BIP im Zeitraum 2013 bis 2015 bekannt. Österreichweit ist die steirische Quote seit Jahren die höchste.

„Wir sind jetzt dort, wo alle hinwollen und haben seit Jahrzehnten daraufhin gearbeitet“, hielt LH Schützenhöfer fest. Auf regionaler Ebene in der EU führt die Steiermark laut den präsentierten Daten vor East Anglia (UK) mit einer F&E-Quote von 4,98 Prozent, Baden-Württemberg, (4,94) und der Region Hovedstaden um die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Wien folgt noch vor Berlin auf Platz acht, Oberösterreich auf Rang 13 und Kärnten am 15. Platz. Laut der aktuellen Erhebung der Statistik Austria zu den österreichischen Forschungs- und Entwicklungsquoten komme hinter der Steiermark auf Platz zwei Wien mit 3,66 Prozent und Oberösterreich mit 3,18 Prozent. Der Österreichdurchschnitt liege bei 3,09 Prozent.

„Das ist ein großer Erfolg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns, denn nur wer in Forschung und Entwicklung investiert, hat den Fuß in der Tür der Zukunft der Arbeitsplätze“, wie LH Schützenhöfer betonte. „Es war unser großes Ziel vom Vize-Europameister zum Europameister aufzusteigen. Das ist gelungen“, sagte LHStv. Schickhofer. Ein entscheidender Entwicklungsfaktor für die Zukunft werde es sein, „Fachkräfte mit höchster Kompetenz im technischen Bereich“ bieten zu können. Er appellierte an die Jugendlichen „die richtige Lebens- und Berufsentscheidung zu treffen“.

Großteil der Ausgaben entfällt auf Unternehmen
Insgesamt seien in der Steiermark im Jahr 2015 rund 2,23 Mrd. Euro für F&E ausgegeben worden. Davon betrugen die F&E-Ausgaben der öffentlichen Hand 543,2 Mio. Euro (2013: 502 Mio. Euro). Die Unternehmen haben ihre Ausgaben deutlich gesteigert und investierten 1,69 Mrd. Euro (2013: 1,5 Mrd. Euro). Damit wurden in der Steiermark 75,7 Prozent (2013: 74,8 Prozent) der Gesamtinvestitionen von den Unternehmen getätigt.

„Wir machen das nicht zum Selbstzweck. Wir sind in der Industrie jeden Tag dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt und müssen uns einfach anstrengen, um im Wettbewerb vorne zu sein“, hob Wirtschaftskammer-Spartenobfrau Angelika Kresch hervor. Aus ihrer Sicht könnte die Industrie die F&E-Ausgaben noch weiter erhöhen, „wenn wir dazu bessere Rahmenbedingungen hätten“. Dazu zählten laut Kresch u.a. die Umsetzung der jüngsten arbeitsrechtlichen Forderungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte.

Massive Investitionen in Qualifizierung gefordert
„Wir müssen aufpassen, dass wir die Fachkräfte nicht verlieren, bzw. dass wie überhaupt welche bekommen und wir müssen in Zukunft in die Qualifizierung ganz stark investieren“, betonte auch Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk. Der Bedarf der Industrie an Absolventen der Universität sein hoch, bestätigte auch Rektor Harald Kainz von der TU Graz. In vielen Bereichen gebe es zu wenig Absolventen, um diesen zu befriedigen.

Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) sah einen wesentlichen Grund für die erreichte Quote in der „hervorragenden“ Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Wissenschaft – „ein absolutes Erfolgsrezept“, wie sie formulierte. Ein wesentlicher Motor der steirischen Rekordquote seien auch die Kompetenzzentren nach dem COMET-Programm des Bundes: Die Steiermark ist an 25 der österreichweit 44 Kompetenzzentren beteiligt und damit mit Abstand das darin führende Bundesland in Österreich. Mit dem jüngsten „Silicon Austria Lab“ mit Standorten in Graz, Linz und Villach und der Gesamtkoordination von Graz aus werde die Steiermark zudem als international führende Region im Bereich der Mikroelektronik positioniert. Damit entstünden laut Eibinger-Miedl bis zu 200 neue Arbeitsplätze.

22.8.2017, Quelle: APA

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Forschungsprämie auf 14 Prozent ab 1.1.2018

Am 28.6.2017 wurde die Erhöhung der steuerlichen Forschungsprämie auf 14 Prozent ab 1.1.2018 beschlossen.

Im Bundesgesetzblatt vom 14.7.2017 wurde diese Änderung kundgemacht. Diese erneute Erhöhung der Forschungsprämie soll die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich im internationalen Umfeld zusätzlich stärken.

Eine besondere Neuerung ergibt sich für abweichende Wirtschaftsjahre 2017/18. Dabei ist erstmals die gesamte Bemessungsgrundlage linear auf die Jahre 2017 und 2018 aufzuteilen. Für die Anzahl der Monate des Jahres 2017 gilt der Forschungsprämiensatz in der Höhe von zwölf Prozent, für die Anzahl der Monate des Jahres 2018 kommt der nunmehr erhöhte Satz in der Höhe von 14 Prozent zur Anwendung.

Die Erhöhung von zwölf auf 14 Prozent ist bereits die zweite innerhalb weniger Jahre. Zuvor wurde der Forschungsprämiensatz von zehn auf zwölf Prozent für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, erhöht.

Aktuell wird an einer Neufassung der Forschungsprämienverordnung gearbeitet. Welche Änderungen es geben wird und wann diese in Kraft treten, ist noch nicht bekannt. Wir werden Sie selbstverständlich zeitgerecht informieren.

 

 

 

 

 

 

 

18.07.2017, Quelle: RIS

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Standortvorteile durch Anhebung der Forschungsprämie

Standortvorteile durch Anhebung der Forschungsprämie

Parlamentskorrespondenz Nr. 832 vom 29.06.2017

Die Forschungsprämie wird ab Jänner 2018 von 12% auf 14% angehoben. Durch die Anhebung wird Österreich im internationalen Umfeld attraktiver, sagte der Finanzsprecher der ÖVP Werner Groiß. Die Anhebung wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen beschlossen.

Grüne und FPÖ haben darüber hinausgehende Pläne. Ruperta Lichtenecker (G) wollte die Forschungsprämie unter bestimmten Umständen auf 18% der Forschungsausgaben heben. Die höhere Prämie kommt für sie dann in Frage, wenn seit fünf Jahren keine Prämie geltend gemacht wurde oder die Ausgaben für Umwelttechnik, Energietechnik, Ressourcenmanagement oder Cybersicherheit getätigt wurden. Außerdem soll die höhere Prämie für Klein- und Mittelbetriebe gelten, die laut Lichtenecker, in geringem Ausmaß von der Forschungsprämie profitieren und verstärkt gefördert gehören.

Die Erhöhung sei dem Grunde nach gut, meinte Axel Kassegger (F). Problematisch sei aber, dass in Österreich zu wenig privatfinanzierte Grundlagenforschung erfolgt. Die von den Grünen vorgeschlagene Erhöhung von 18% werde nicht den gewünschten Effekt bringen, so Kassegger. Der Abänderungsantrag blieb in der Minderheit.

weitere Infos unter: Parlamentskorrespondenz Nr. 832 vom 29.06.2017

03.07.2017, Quelle: Parlament

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Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

Der Nationalrat hat Mittwochmittag die Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen.
Sie wird ab dem 1. Jänner von zwölf auf 14 Prozent steigen.

weitere Infos unter: Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

29.6.2017, Quelle: Der Standard.at

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Österreich bei Forschung wieder auf Überholspur

Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

WKÖ-Leitl/ FFG-Egerth: Österreich bei Forschung wieder auf Überholspur

Österreich rückt von Platz zehn auf Platz sieben im europäischen Ranking vor; Geplante Erhöhung der Forschungsprämie stärkt Innovationsstandort Österreich

Die geplante Erhöhung der Forschungsprämie von zwölf auf 14 Prozent wird der heimischen Wirtschaft einen kräftigen Innovationsschub bringen, sind sich Wirtschaftskammer Österreich-Präsident Christoph Leitl und die Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, Henrietta Egerth, einig: „Die steuerliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation ist ein wichtiger Standortfaktor. Gemeinsam mit den direkten Fördermaßnahmen entwickelt sich Österreich damit zu einem der Top-Innovationsländer.“

Aktuelle Rankings bestätigen die Wirkung dieser Maßnahmen. Im heute veröffentlichten European Innovation Scoreboard ist Österreich von Platz zehn auf Platz sieben vorgerückt. Im kürzlich präsentierten Global Entrepreneurship Monitor (GEM) liegt Österreich bei den innovationsbasierten Ländern an 5. Stelle in der EU. Und bei den Forschungsausgaben hat Österreich bereits den zweiten Rang in der EU inne. „Wir müssen diesen Erfolgskurs fortsetzen“, so Egerth und Leitl. „Dazu braucht es weitere Kraftanstrengungen der Wirtschaft, der Forschung und der öffentlichen Hand.“

WKÖ-Präsident Christoph Leitl betont die Bedeutung der Forschungsprämie für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Die Forschungsprämie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen, weil sie allen forschungsaktiven Unternehmen zu Gute kommt – sowohl KMU wie auch großen Unternehmen und stellt auch für Start ups einen Anreiz dar, in die Forschung zu investieren.  Ausländische Unternehmen erhalten einen Anreiz,  in Österreich zu forschen. Und: Gleichzeitig werden damit in den innovativen Unternehmen hoch- und höchstqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.“

Leitl begrüßt in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die vor zwei Wochen im Ministerrat beschlossene Aufstockung der Mittel für die Nationalstiftung. Die direkte Forschungsförderung ermöglicht es Unternehmen riskante Projekte anzugehen, für die sie ohne die Förderung der FFG nicht die notwendige Eigenfinanzierungskraft aufbringen könnten. „Viele Innovationen würden ohne FFG-Förderung schlichtweg nicht entstehen. Innovative Unternehmen wiederum wachsen schneller, haben höhere Exportquoten und schaffen mehr Arbeitsplätze“, betont Leitl mit dem Hinweis auf die Hebelwirkung von FFG-Förderungen.

Für FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth geht es darum, Betriebe über den gesamten Innovationszyklus hinweg optimal zu unterstützen, von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung. „Die FFG stellt als One-Stop-Shop für die angewandte Forschung und Innovation den Österreichischen Unternehmen gut abgestimmte und hoch effektive Maßnahmen zur Verfügung, um innovative Ideen in unternehmerischen Erfolg umzusetzen.“

Um als Unternehmen die Forschungsprämie in Anspruch nehmen zu können, ist für Wirtschaftsjahre ab 2013 ein Gutachten der FFG erforderlich. Diese Dienstleistung ist für die Unternehmen kostenlos und kann im Zuge der Steuererklärung über ein elektronisches Formular beantragt werden. Allein im Jahr 2016 hat die FFG knapp 2.600 derartige Gutachten erstellt. Acht von zehn Unternehmen sind mit der Abwicklung durch die FFG zufrieden, knapp jeder zweite sogar sehr zufrieden.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Gerlinde Tuscher,
Öffentlichkeitsarbeit FFG
Telefon: +43 5 7755 6010
gerlinde.tuscher@ffg.at

MMag. Rudolf Lichtmannegger,
Stabsabteilung Wirtschaftspolitik, Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: +43 5 90 900 4411
Fax: +43 5 90 900 298

26.6.2017, Quelle: FFG

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Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 % – Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

Zahlreiche Anträge über steuerliche Maßnahmen zugunsten von Bevölkerung und Unternehmen passierten vor dem Sommer den Finanzausschuss.

Wie im Regierungsprogramm 2017/2018 festgehalten, wird die Forschungsprämie ab dem Jahr 2018 von 12 auf 14 Prozent erhöht.
Internationalen Studien zufolge, ist die positive Wirkung indirekter Forschungsförderung für eine aktive Standortpolitik evident, weshalb sich die Regierungsparteien auf Vorschlag des Finanzministers zu dieser nochmaligen Erhöhung entschlossen haben.

„Die Forschungsprämie ist ein wesentliches steuerliches Element zur Förderung von Forschung und Entwicklung, das allen Unternehmen gleichermaßen zugute kommt“, berichtete Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling. „Die Prämie ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zur direkten Forschungsförderung und erweist sich nach ihrer Erhöhung im Rahmen der Steuerreform auf 12 Prozent als höchst erfolgreich.

Die weitere Erhöhung auf 14 Prozent ist Teil unseres Pakets, um Österreich als Wirtschafts- und Forschungsstandort wieder an die Spitze zu bringen.“

weitere Infos unter: Grosses Massnahmenbündel im  Finanzausschuss beschlossen

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Finanzen, Pressestelle
(+43 1) 514 33 501 030 oder 501 031
bmf-presse@bmf.gv.at
http://www.bmf.gv.at
Johannesgasse 5, 1010 Wien

23.6.2017, Quelle: APA

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Österreich gehört zu Ländern mit höchster Forschungsintensität

Parlamentskorrespondenz Nr. 705 vom 09.06.2017

Österreich gehört zu Ländern mit höchster Forschungsintensität. Forschungs- und Technologiebericht 2017 stellt Ergebnisse der FTI-Strategie dar
Die österreichische Bundesregierung hat im März 2011 ihre Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) formuliert. Österreich will damit in die Gruppe der sogenannten Innovationsführer vorstoßen. Über den Stand der Umsetzung der Strategie legen das BMWFW und des BMVIT jährlich einen Bericht vor. Laut dem Österreichischen Forschungs- und Technologiebericht für 2017 ( III-403 d.B.) wurden durch die FTI-Strategie in einigen Bereichen wesentliche Impulse zu Veränderungen gesetzt. So weist Österreich weiterhin eine überdurchschnittliche F&E-Quote auf und zählt nun zur Gruppe der forschungsintensivsten Länder. Seit 2008 konnte Österreich auch in internationalen Innovationsrankings einige Plätze vorrücken, doch ist dieser Aufholtrend seit 2014 wieder ins Stocken geraten. Österreich liegt mit seinem Innovationssystem damit im guten Mittelfeld der hoch entwickelten Industriestaaten, konnte aber in einem stark kompetitiven internationalen Umfeld nicht näher an die Gruppe der Innovationsführer herankommen.

Globalschätzung der F&E-Ausgaben rechnet mit Zuwachs für 2017
Gemäß der aktuellen Globalschätzung der Statistik Austria mit Stand April 2017 werden die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) im Jahr 2017 voraussichtlich 11,33 Mrd. € betragen. Dies würde einen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2016 um 419,3 Mio. € bzw. 3,8% bedeuten und damit einen leichten Anstieg der geschätzten F&E-Quote (Bruttoinlandsausgaben für F&E im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) um 0,02 Prozentpunkte auf 3,14%. Das entspricht in etwa dem Niveau der Vorjahre. Schon für 2015 und 2016 lag die österreichische F&E-Quote bei 3,12% und damit über dem europäischen Zielwert von 3%. Der erwartete Anstieg liegt auch über dem erwarteten Zuwachs des BIP von 3,3%.

Im EU-Vergleich lag Österreich mit seiner Forschungsquote 2015 (dem letzten Jahr, für das internationale Vergleichszahlen verfügbar sind) an zweiter Stelle hinter Schweden (3,26%) und vor Dänemark (3,03%), Finnland (2,90%) und Deutschland (2,87%). Die durchschnittliche Forschungsquote der EU-28 lag 2015 bei 2,03%.

Der öffentliche Sektor finanziert im Jahr 2017 voraussichtlich 36,0% der österreichischen F&E-Ausgaben, wovon der größte Beitrag (30,4%) auf den Bund entfällt. Dieser weist auch den höchsten prognostizierten Ausgabenanstieg im Vergleich zum Vorjahr auf, ein Plus von 178,3 Mio. € bzw. 5,5%. Zurückgeführt wird die Steigerung im Wesentlichen auf die Erhöhung der F&E-Prämie, also die Absetzbarkeit steuerlich anerkannter F&E-Ausgaben der Unternehmen, von 10% auf 12% im Jahr 2016. 2017 ist mit einem Mehraufwand des Bundes für erstattete Ausgaben von ca. 100 Mio. € zu rechnen, womit die F&E-Finanzierung des Bundes 2017 voraussichtlich auf 3,44 Mrd. € steigt.

Der Finanzierungsbeitrag der Bundesländer wird auf 514,5 Mio. € geschätzt, ein Zuwachs im Vergleich zum Jahr 2016 um rd. 4,3% bzw. 21,4 Mio. €. Auf sonstige öffentliche Einrichtungen wie Gemeinden, Kammern und Sozialversicherungsträger entfallen 121,9 Mio. €, was ein erwartetes Plus von 2,7% bzw. 3,2 Mio. € zusätzlich bedeutet. Insgesamt umfasst der öffentliche Finanzierungsanteil im Verhältnis zum BIP somit voraussichtlich 1,1%.

Steigendes Finanzierungsvolumen des Unternehmenssektors
Der Unternehmenssektor bleibt jedoch weiterhin der wichtigste Finanzierungssektor, mit einem geschätzten Anteil an den F&E-Gesamtausgaben von 48,2%. Dies entspricht einem voraussichtlichen Finanzierungsvolumen von 5,5 Mrd. €, bzw. einem Zuwachs von 3,1% bzw. 163,1 Mio. €. Der Unternehmenssektor finanziert damit im Jahr 2017 F&E im Ausmaß von geschätzten 1,5% des BIP.

Ein ähnlich hoher Zuwachs, um 3,1% bzw. 52 Mio. €, wird auch beim Finanzierungsbeitrag des Auslands erwartet. Er soll auf 1,74 Mrd. € für 2017 steigen, was 15,4 % der F&E-Ausgaben bzw. 0,5 % des BIP entspricht. Dieser Beitrag umfasst zum größten Teil die Finanzierung von F&E durch ausländische Unternehmen in ihren heimischen Tochterunternehmen, aber auch Rückflüsse aus den EU-Forschungsprogrammen. Weiterhin nur geringe Bedeutung hat der private gemeinnützige Sektor mit vorrausichtlich 51 Mio. € oder 0,4% Anteil der F&E-Ausgaben. Auch dieser Sektor kann jedoch einen leichten Zuwachs von 2,9% bzw. 1,4 Mio. € erreichen.

Stagnieren Österreichs in internationalen Innovationsrankings
Österreich hat in den vergangenen Jahren die Leistungen in Forschung und Technologie gesteigert und ist damit im Bestreben, in die Gruppe der Innovation Leader vorzustoßen, vorangekommen. Beim zentralen Indikator, der gesamtwirtschaftlichen F&E-Quote, erreichte Österreich im Jahr 2015 weltweit den fünfthöchsten Wert und den zweithöchsten Wert in der EU-28. Diese Erfolge bilden gleichzeitig die Basis, um in einem nächsten Schritt die Innovationsergebnisse zu steigern, sowohl in Form von zusätzlicher Wertschöpfung in forschungs- und wissensintensiven Branchen als auch von verbesserten Marktpositionen der österreichischen Wirtschaft, hält der Bericht fest.

Auch bei anderen zentralen Indikatoren, etwa der Zahl der Patentanmeldungen, zeigten sich in den vergangenen Jahren deutliche Verbesserungen und ein Aufholprozess. Die Steigerungen bei wissenschaftlichen Publikationen haben aber nicht ausgereicht, um den Abstand zu den führenden Ländern zu verringern. Geht man von den Indikatoren des European Innovation Scoreboard (EIS) aus, die ein breiteren Blick auf die Innovationsfähigkeit eines Landes bieten und auch Rahmenbedingungen wie Bildung sowie die Marktergebnisse von Innovationen miteinbeziehen, so hat Österreich seit 2008 den Abstand zu den führenden Ländern fast halbiert. Allerdings war hier seit 2014 kein deutlicher Aufholtrend mehr festzustellen. In internationalen Innovationsrankings, die eine große Zahl von Indikatoren einbeziehen, befindet sich Österreich weiterhin im Mittelfeld der hoch entwickelten Industrieländer, konnte sich aber der Gruppe der Innovationsführer nicht weiter annähern.

Das Vorstoßen Österreichs unter die forschungsintensivsten Länder zeige, dass mit einer langfristig orientierten Strategie und erheblichen Anstrengungen von Wirtschaft und Staat auch messbare Erfolge erzielt werden können, lautet eine zentral Schlussfolgerung des Forschungs- und Technologieberichts 2017. Jedoch sei unter Berücksichtigung verschiedener anderer Indikatoren in den letzten Jahren keine ausgeprägte Aufholdynamik mehr erkennbar. Die Autorinnen des Berichts verweisen darauf, dass in einem internationalen Umfeld, in dem alle hoch entwickelten Industrieländer auf eine Stärkung ihrer Innovationskraft setzen, Verbesserungen innerhalb dieser Ländergruppe nicht rasch zu erreichen und auch nicht notwendigerweise von Dauer sind. Um die erreichte Position abzusichern, bedürfe es eines langen Atems und fortgesetzter Investitionen.

Neue Innovationsparadigmen im Zuge der Digitalisierung
Ein Schwerpunkt des heurigen Berichts ist die Entwicklung neuer Innovationsparadigmen und deren Bedeutung für Österreich. Entwicklungen, die sich in den Bereichen Forschung, Unternehmen und Arbeitsmarkt als Folge der Digitalisierung und einer zunehmenden F&E- und Wissensintensität ergeben, werden umfassend dargestellt und diskutiert. Dazu gehören etwa Open Innovation, das auf kollaborative, nutzergetriebene Innovation bzw. Crowdsourcing setzt. Unternehmen, die Open-Innovation-Strategien verfolgen, investieren im Durchschnitt auch mehr in Forschung und Entwicklung. Dabei liegen im europäischen Vergleich österreichische Unternehmen bei der Nutzung von Open Innovation in Form der Öffnung des Beschaffens und Verwertens von geistigem Eigentum besonders weit vorne. Der Bericht spricht auch einen von der FTI-Politik in vielen Ländern diskutierten Bereich an, nämlich die Förderung von so genannten „radikalen Innovationen“. Als neues Innovationsparadigma gewinnt auch das Konzept „Responsible Research and Innovation (RRI)“ zunehmend an Bedeutung. RRI benennt unterschiedliche Aspekte wie Partizipation, Offenheit, Ethik und Gender, nach denen Forschung und Innovation verantwortungsvoll und gesellschaftlichen Ansprüchen entsprechend betrieben werden soll, und versucht, diese Anforderungen in konkrete Forschungsaktivitäten zu integrieren.

Weiters wird die Entwicklung der österreichischen Position im europäischen Forschungsraum (European Research Area – ERA) beleuchtet und vor dem Hintergrund der nationalen ERA Roadmap analysiert. Der Befund fällt hier uneinheitlich aus: Österreich liegt zwar in einzelnen Bereich an der europäischen Spitze (wie etwa hinsichtlich der Qualität der Projektanträge bei Horizon 2020 oder der Innovationskooperation von Wissenschaft und Wirtschaft), hat aber auch spezifische Schwachstellen, etwa bei der Gendergleichheit.

Dem Bericht liegt auch der Jahresbericht des Austrian Council zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs 2017 bei. Der Austrian Council berät die Bundesregierung in der Umsetzung der FTI-Strategie und gibt Empfehlungen ab. Ergänzt wird die Darstellung der österreichischen Anstrengungen für Forschung und Entwicklung durch den Jahresbericht 2017 der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

12.6.2017, Quelle: Parlament

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Mehr Schub für Innovation

Mehr Schub für Innovation

Gastkommentar. Die Forschungsprämie stärkt die Standortattraktivität, die Arbeitenden profitieren von höheren Löhnen und Jobsicherheit.

Seit 2011 schießt der Staat den Unternehmen zehn Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben zu, seit 2016 sind es zwölf, und bald sollen es 14 Prozent sein. Etwa 75 Prozent der forschungstreibenden Unternehmen beanspruchen die Prämie. In der Zahl dominieren die kleinen KMU, im Volumen die großen Unternehmen. Diese geben in absoluten Beträgen bei weitem am meisten für F&E aus. Über 70 Prozent der Forschungsprämie geht an Betriebe mit einem Umsatz von über 50 Millionen Euro, den Rest beanspruchen die vielen kleineren KMUs. Im Jahr 2015 kostete sie gut eine halbe Milliarde Euro. Aber rechnet sich die Forschungsprämie auch?

Mit F&E legen die Unternehmen die Basis für ihr Wachstum. Wie sonst können sich Investitionen und neue Jobs rentieren, wenn die Firmen nicht vorher mit F&E einen Qualitätsvorsprung oder einen Kostenvorteil sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern? Wenn die Qualität nicht stimmt und die Kosten zu hoch sind, kann kein Unternehmen Erfolg haben. Exportfirmen und multinationale Konzerne müssen nicht nur besser als die heimische Konkurrenz sein, sondern im weltweiten Wettbewerb bestehen. Das wissen die Unternehmen selber am besten. Muss der Staat deshalb die private F&E fördern?

Die Marktwirtschaft kann nur gut funktionieren, wenn die Unternehmen nicht nur alle Kosten tragen müssen, sondern auch alle F& E-Erträge selber exklusiv nutzen oder über Preise und Lizenzverträge in Rechnung stellen können. Aber gerade bei privater F&E fließt anderen Firmen etwa durch Erfahrungsaustausch und Personalwechsel ein Teil der Erträge gratis zu. Sie können vom neu geschaffenen Wissen und Know-how lernen und darauf aufbauen, ohne dafür zahlen zu müssen. Das spart Kosten für weitere F&E-Investitionen. Die private F&E fällt zu gering aus, wenn die Unternehmen zwar alle Kosten selbst tragen müssen, aber sich nur einen Teil der Erträge sichern können.

Der Staat kann „externe“ Erträge mit steuerlicher F&E-Förderung nach dem Verursacherprinzip ersetzen und mehr Innovation anschieben. Die Förderung macht nur Sinn, wenn sie der F&E genügend Schub verleiht. Sie rechnet sich, wenn ein Euro Steuergeld wenigstens einen Euro an zusätzlichen F&E-Ausgaben auslöst. Die Evaluation der Forschungsprämie hat für Österreich diesen Effekt mit 1,2 bis 2,2 Euro an zusätzlichen F&E-Ausgaben beziffert. Für Großbritannien wurde ein Effekt von 1,7 berechnet. Die deutsche Expertenkommission für Forschung und Innovation rechnet mit einem Wert von 1,33. Man kann also darauf vertrauen, dass das Steuergeld gut investiert ist.

Wenn das Investitionskapital mehr Einkommen und Beschäftigung schaffen soll, muss man es dorthin lenken, wo die Rendite besonders hoch ist. Gerade junge und rasch wachsende Firmen haben oft hoch profitable Projekte, die sie nicht verwirklichen können, weil sie die Finanzierung nicht bekommen. Die Forschungsprämie kann solche Engpässe überwinden helfen und damit Investitionen anstoßen, die wesentlich rentabler sind als anderswo.

F&E-intensive Unternehmen wachsen stärker, sind überdurchschnittlich produktiv und zahlen die höchsten Löhne. Für die hoch spezialisierten „Hidden Champions“ ist der heimische Absatzmarkt viel zu klein. Sie müssen 80 bis 100 Prozent ihrer Produktion exportieren. Weil sie international tätig sind und im weltweiten Wettbewerb stehen, stellt sich bei ihnen die Standortfrage besonders scharf. Die F&Eintensivsten sind gleichzeitig auch die mobilsten Unternehmen. Wegen ihrer hohen F&E-Intensität können sie mehr als andere von steuerlicher Forschungsförderung profitieren. Die Forschungsprämie festigt die Standortattraktivität dort, wo sie am dringendsten Verstärkung braucht. Sie wirkt daher gezielter und sparsamer als eine Absenkung von Steuersätzen querbeet.

Ja, die Forschungsprämie kostet Geld. Aber was bringt sie den Arbeitenden? Nach der „Benya-Formel“ sollen sich Lohnsteigerungen neben der Inflationsabgeltung am Produktivitätszuwachs orientieren, damit Vollbeschäftigung möglich bleibt. Die Arbeitnehmer sollten größtes Interesse daran haben, mit der Forschungsprämie Innovation und Wachstum zu forcieren und den Spielraum für höhere Löhne auszuweiten. Zudem erweisen sich F&E-intensive Betriebe als wesentlich krisenrobuster als andere Unternehmen. Was sonst wünschen sich die Arbeitenden mehr als gute Löhne und hohe Jobsicherheit?

mehr Infos unter: https://www.trend.at/standpunkte/mehr-schub-innovation-8076418

18.04.2017, Quelle: Trend

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Österreich stärkt Standort mit höherer Prämie

Österreich stärkt Standort mit höherer Prämie

Die Industrie soll in Österreich ab 2018 einen noch höheren Steuervorteil für Forschung und Entwicklung erhalten. Die Politik hebt die Forschungsprämie deutlich an. Boehringer Ingelheim baut seinen Wiener Campus aus.

Um große Worte ist Harald Mahrer selten verlegen. Der österreichische Wirtschaftsstaatssekretär – ein ehemaliger PR-Manager – verspricht Großes für die Alpenrepublik. „Mein Ziel ist es, Österreich von einem Innovations-Follower zu einem Innovations-Macher zu entwickeln“, sagt der ÖVP-Politiker vor der Auslandspresse in Wien. „Wir wollen Forschung und Entwicklung größtmöglich fördern.“
Wenn es nach Mahrer geht, soll Österreich künftig noch mehr Unternehmen für Forschung und Entwicklung anziehen. Der Hebel, um die Standortattraktivität des Alpenlandes zu steigern, ist eine Steigerung der Forschungsprämie von bislang zwölf auf 14 Prozent. Darauf haben sich die Regierungsparteien von SPÖ und ÖVP geeinigt. Zum Jahresbeginn soll der Steuervorteil für innovative Unternehmen bereits gelten. „Damit wollen wir insbesondere internationale Unternehmen zu noch mehr Investition in Forschung und Entwicklung ermutigen“, sagte Mahrer. „Wir sind existenziell darauf angewiesen, dass wir Produkte und Dienstleistungen hervorbringen, die international auf Top-Niveau sind“, sagte der promovierte Ökonom.

Bei den Unternehmen kommt das Vorhaben der österreichischen Regierung gut an. „Für uns ist die Erhöhung der Forschungsprämie positiv und trägt dazu bei, dass wir weiter investieren“, sagte eine Sprecherin des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim, der in Wien einen wichtigen Forschungsstandort mit 280 Mitarbeitern in F&E-Bereich besitzt. Mit Forschungsausgaben von 200 Millionen Euro ist Boehringer Ingelheim nach Konzernangaben das forschungsintensivste Pharmaunternehmen in Österreich.

Die Stärkung des Innovationsstandortes kostet dem hoch verschuldeten Österreich freilich viel Geld. „Wir gehen von einer Belastung von insgesamt von 1,2 Milliarden Euro aus“, sagte Mahrer und fügt an. Es koste dem Staat quasi nichts, da durch diese Steuervergünstigung nur Mindereinnahmen entstünden, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär.

Eine Studie der österreichischen Regierung kommt zu dem Schluss, dass jeder Euro, der in die Forschung investiert wird, Ausgaben von 2,26 Euro auslöst. Die direkte und indirekte Forschungsförderung ist eines der gemeinsamen Ziele in der ansonsten zerstrittenen rot-schwarzen Regierung in Wien. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren fast 11000 zusätzliche Spitzforschungsplätze nur durch die Forschungsprämie geschaffen“, sagt Mahrer.

Derzeit liegt Österreich bei den Forschungsausgaben im privaten und staatlichen Bereich in Europa auf Platz zwei nach Mahrers Angaben. Laut EU-Statistikbehörde Eurostat befindet sich Österreich bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung an fünfter Stelle, aber noch vor Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Zuletzt waren die Aufwendungen von Unternehmen für Forschung und Entwicklung auf annähernd sieben Milliarden Euro gestiegen. Nach einer kürzlich vorgestellten Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Christian Keuschnigg wird die Forschungsprämie von rund drei Viertel aller forschungstreibenden Unternehmen in Österreich in Anspruch genommen.

mehr Infos unter: Österreich stärkt Standort mit höherer Prämie

10.04.2017, Quelle: Handelsblatt

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Der FFG Jahresbericht 2016

Der FFG Jahresbericht 2016

Digitalisierung ist in aller Munde. Als Querschnittsthema zieht sie sich durch viele Forschungs- und Lebensbereiche – vom Gesundheitswesen bis hin zur Produktion, von der Unterhaltung bis zur Steuerung komplexer Abläufe. Um die vielfältigen Facetten der Digitalisierung zu beleuchten, dreht sich im FFG Jahresbericht 2016 alles um dieses Thema.

Der FFG-Jahresbericht ist in der bewährten, langjährigen Kooperation mit dem „Standard“ entstanden und wird am 5. April auch als Beilage in der Tageszeitung veröffentlicht und steht auch hier digital zur Verfügung. Lassen Sie sich mit auf die Reise in die Zukunft nehmen, entdecken Sie Entwicklungen und Trends dieser neuen Welt, die durch die rasante Entwicklung digitaler Technologien entsteht. Erfahren Sie aber auch mehr zum FFG-Förderjahr 2016.

Download: FFG Jahresbericht 2016

Mehr Details unter: https://www.ffg.at/presse/digitalisierung-der-ffg-jahresbericht-2016

5.4.2017, Quelle: FFG

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Leichtfried: Forschungsprämie bringt Österreich Standortvorteil

Leichtfried: Forschungsprämie bringt Österreich Standortvorteil

Parlamentskorrespondenz Nr. 314 vom 21.03.2017

Der Forschungsausschuss befasste sich heute mit dem Ergebnis der Evaluierung der Forschungsprämie, das seit kurzem vorliegt. Im Juli des Vorjahres hat das Nationalratsplenum die Bundesregierung einstimmig zu dieser Evaluierung aufgefordert, die schließlich vom Finanzministerium beauftragt wurde. In einer Aussprache mit Verkehrs- und Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und Staatssekretär Harald Mahrer diskutierten heute die Abgeordneten über die Schlussfolgerungen der Studie. Als ExpertInnen standen Christian Keuschnigg und Brigitte Ecker vom Forschungsinstitut WPZ Research GmbH, das die Studie durchgeführt hat, zur Verfügung. Die ForscherInnen kommen zu dem Schluss, dass die Prämie sich volkswirtschaftlich rechnet und ein komplementäres Instrument zur direkten Forschungsförderung darstellt, um Forschung und Entwicklung anzuregen.

Dementsprechend positiv sehen die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP, die Anhebung der Prämie ab dem 1. Jänner 2018 von 12 % auf 14 %. Darauf hat sich die Koalition bei der letzten Überarbeitung des Regierungsprogramm geeinigt. Minister Leichtfried bestätigte, dass der Beschluss dazu im April im Ministerrat fallen soll. Kritischer bewerten die Oppositionsparteien die Ergebnisse der Studie. Die Empfehlung, die Prämie zu erhöhen, fällt in ihren Augen weniger deutlich aus, da die Wirkungen nicht so eindeutig festzumachen seien bzw. andere Förderinstrumente diese ebenfalls erzielen könnten. Vor allem für den Bereich der KMU müssten noch Veränderungen erfolgen, wenn diese von der Maßnahme profitieren sollen, war der Tenor. Hier sprachen sich auch die Abgeordneten der Koalition dafür aus, den bürokratischen Aufwand für KMU zu senken.

 

Keuschnigg: Forschungsprämie rechnet sich volkswirtschaftlich

Die Forschungsprämie wirke vor allem bei jenen Firmen unterstützend, die bereits kontinuierlich Forschung und Entwicklung betreiben, folgerte Christian Keuschnigg aus der Studie. Eine Grobschätzung zeige, dass 1 Euro mehr an Forschungsprämie zwischen 1,21 und 2,26 Euro mehr an F&E-Ausgaben bewirke. Sie stelle daher eine Subventionierung unternehmerischer F&E-Aktivitäten dar, die bewirke, dass Unternehmen tatsächlich ihre F&E-Investitionen erhöhen, und sei damit volkswirtschaftlich sinnvoll.

Die Studie erlaube es auch, Aussagen darüber zu treffen, wo die Forschungsprämie wirkt. Dabei zeige sich, dass sie von rund 75 Prozent der forschungstreibenden Unternehmen in Österreich in Anspruch genommen wird, führte Keuschnigg aus. Nach Branchen sei der Bereich „Herstellung von Waren“ führend, gefolgt von „freiberuflichen/technischen Dienstleistungen“, dem Handel und dem Wirtschaftszweig „Information und Kommunikation„. Dabei seien es die größeren Unternehmen, die auch das größte Volumen der Prämie erhalten, die ersten zehn Unternehmen alleine erhalten rund ein Drittel der Summe.

Die Prämie führe zu Investitionen in notwendige Infrastruktur, zudem fördere sie die Übernahme eines höheren technologischen Risikos und die beschleunigte Projektumsetzung, hob Keuschnigg hervor. Vor allem bei international tätigen und forschungsintensiven Unternehmen wirke sich die Prämie auch positiv auf die Standortsicherung aus. Die an der Untersuchung teilnehmenden Unternehmen haben ihren eigenen Angaben zufolge zwischen 2010 und 2015 rund 10.400 zusätzliche hoch- bzw. höher qualifizierte MitarbeiterInnen eingestellt.

Zudem ermögliche die Forschungsprämie den Unternehmen eine höhere Flexibilität, wo sie Entwicklungen vorantreiben wollen. Grundsätzlich zeige sich eine hohe Zufriedenheit mit der Forschungsprämie, sagte Keuschnigg. Mit dem FFG-Gutachten habe man ein Instrument geschaffen, das sowohl für die Unternehmen als auch für Finanzämter eine günstige und rasche Abwicklung von Förderansuchen erlaube.

 

SPÖ und ÖVP bewerten Effekte der Forschungsprämie positiv

Die Abgeordneten von ÖVP und SPÖ zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Studie, die darauf hinweise, dass die Forschungsprämie einen klaren Standortvorteil bringt. Eva-Maria Himmelbauer (V) thematisierte, ob man künftig stärker auf die direkte oder indirekte Forschungsförderung setzen solle. Die Studie zeige auch, dass der bürokratische Aufwand für KMU ein Thema sei, wenn sie entscheiden, ob sie die Forschungsprämie beantragen. Josef Lettenbichler (V) sprach von einer Erfolgsgeschichte, die nun weitergeschrieben werde. Für Markus Vogl (S) ist ausschlaggebend, dass Unternehmen, die in der Forschung stark tätig sind, leichter als andere Arbeitsplätze schaffen und absichern können. Er stellte die Frage, wie man den administrativen Aufwand für Unternehmen senken könne.

 

Oppositionsparteien hinterfragen Datenmaterial der Studie und Schlussfolgerungen

Gerald Deimek (F) entnahm der Studie, dass vor allem Großunternehmen die Forschungsprämie in Anspruch nehmen, die Förderung von KMU bleibe eine offene Frage. Er räumte ein, dass es die Forschungsprämie den Unternehmen erlaube, eigene Schwerpunkte zu setzen. Für ihn ließ sich aber nicht ableiten, ob es sinnvoller ist, die direkte oder die indirekte Forschungsförderung zu erhöhen. Grundsätzliche Bedenken zur geplanten Erhöhung der Prämie äußerte NEOS-Abgeordnete Claudia Gamon. Die Frage sei nicht, ob sie wirke, sondern wie effizient und treffsicher sie wirke. Aus ihrer Sicht wäre eine Erhöhung der Mittel, die kompetitiv vergeben werden, zu bevorzugen. Die Forschungsprämie stelle eher eine Standortprämie für Unternehmen dar, merkte sie an. Ulrike Weigerstorfer (T) wies darauf hin, dass für KMU der bürokratische Aufwand oft in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehe.

Sigrid Maurer (G) zweifelte daran, dass eine weitere Erhöhung der Forschungsprämie auch Effekte für die Ausweitung der F&E-Tätigkeit haben wird. Sie sieht darin eher ein Steuergeschenk an die Unternehmen und eine Standortprämie. Zu dieser Schlussfolgerung kommt auch Ausschussvorsitzende Ruperta Lichtenecker (G). Sie leitet daraus den Auftrag ab, das Gesamtsystem der Forschungsförderung in Österreich zu evaluieren. Auch ihr Fraktionskollege Bruno Rossmann hinterfragte die Aussagekraft der Studie. Sie würdige Mitnahmeeffekte nicht entsprechend und könne auch keine Aussagen darüber treffen, ob die Forschungsprämie ein wesentlicher Faktor sei, um Österreich beim Bestreben, zu den Innovation Leaders aufzuschließen, voranzubringen.

Auf die Kritik der Oppositionsparteien erwiderte Keuschnigg, dass das Datenmaterial jedenfalls ausreiche, um die Aussage zu treffen, dass die Forschungsprämie eine positive Wirkung entfaltet. Zweifellos würden KMU von weniger Bürokratie profitieren. Wenn es um die Frage geht, inwieweit die Maßnahme beitrage, Österreich an die Spitze der Innovation Leader zu bringen, so zeige sich, dass es immer ein Mix an Instrumenten sei, welche ein Innovationssystem erfolgreich mache. Welche das seien, bleibe letztlich eine politische Entscheidung, die Studie weise jedenfalls klar darauf hin, dass die Forschungsprämie als indirekte, fiskalische Förderung ein wirksames Instrument ist. Brigitte Ecker betonte, dass erstmals ein sehr komplexes Datenmaterial aus dem Finanzministerium erhoben und untersucht worden sei, ergänzt durch Feldstudien und Befragungen in Unternehmen. Sie halte es nicht für angebracht, die Forschungsprämie auf eine Standortprämie zu reduzieren, das würde zudem EU-rechtliche Probleme aufwerfen. Mit dem gewählten Ansatz einer breiten Fördermöglichkeit vermeide man das.

 

Leichtfried: Forschungsprämie sichert Wettbewerbsfähigkeit und Standort

Bundesminister Jörg Leichtfried betonte, dass die Forschungsprämie eines von verschiedenen Instrumenten sei, auf die die Bundesregierung setze, um Unternehmen zu helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie bringe Österreich einen Standortvorteil, da grundsätzlich gelte, dass forschungsintensive Unternehmen auch krisenfester und damit auch die von ihnen geschaffenen Arbeitsplätze besser abgesichert sind. Bedenken müsse man dabei, dass auch die so genannten großen Unternehmen, die Forschungsprämie beziehen, seien im internationalen Vergleich eher kleine Unternehmen, erwiderte er auf Kritik, wonach vor allem Großunternehmen von der Prämie profitieren würden. Die Digitalisierung und die damit verbundene Industrie 4.0 stelle alle vor große Herausforderungen. Das System der F&E-Förderung in Österreich funktioniere insgesamt gut. Bei der Forschungsprämie gelte es, an einigen Stellen nachzuschärfen, etwa bei der Bemessungsgrundlage und dem bürokratischen Aufwand. Nachdenken müsse man auch über die Frage, wie man die Rechtssicherheit für Unternehmen erhöhen könne, was ihren Anspruch auf die Forschungsprämie betrifft. Er halte an dem Plan fest, die Erhöhung der Forschungsprämie im April in den Ministerrat zu bringen und hoffe auf einen zeitgerechten Beschluss des Parlaments, der es erlaubt, dass die Erhöhung auf 14 % mit 1. Jänner 2018 wirksam wird.

 

Mahrer: Forschungsprämie ist Faktor, um Unternehmen nach Österreich zu bringen

Laut Staatssekretär Harald Mahrer hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, das österreichische Innovationssystem zu optimieren. Um in die Gruppe der Innovation Leader vorzustoßen, müsse man auf einen Mix von Maßnahmen setzen, und die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung erfülle diese Forderung. Ein wichtiges Anliegen ist ihr dabei, Unternehmen in wichtigen Zukunftsbereichen nach Österreich zu bringen. Im Bereich der Life Sciences habe man damit bereits Erfolge erzielt. Die Forschungsprämie sei nachweislich ein Faktor, der Investitionsentscheidungen von Unternehmen positiv beeinflusse. Zweifellos spielten hier verschiedene Faktoren hinein, doch sei das Steuersystem ein wichtiger Aspekt. Mahrer erinnerte daran, dass international ein heftiger Wettbewerb um innovative Unternehmen stattfindet. (Fortsetzung Forschungsausschuss)

21.03.2017, Quelle: Parlament

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Forschungsprämie: Regierung stärkt mit Anhebung Standort und betriebliche Innovation

Forschungsprämie: Regierung stärkt mit Anhebung Standort und betriebliche Innovation

Evaluierung belegt Wirksamkeit und Beschäftigungswirkung – „Die vom FTI-Ausschuss des Nationalrats 2016 beschlossene und vom Finanzminister Schelling nun schon im 1. Quartal 2017 vorgelegte Evaluierung der Forschungsprämie zeigt: Die Forschungsprämie stärkt den F&E-Standort, erlaubt es Unternehmen, in riskantere Innovationsprojekte zu investieren, beschleunigt deren Umsetzung und schafft in den innovativen Unternehmen zusätzliche hoch- und höchstqualifizierte Arbeitsplätze: nämlich laut nun vorliegender Evaluierungsstudie zwischen 2010 und 2015 zusätzlich rund 10.400. Die von der Bundesregierung beschlossene Anhebung der Forschungsprämie auf 14% für alle Unternehmen, die selbst in F&E investieren ab 2018, ist ein entscheidender Schritt um den F&E-Standort, das Beschäftigungspotential und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken,“ stellt die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz, zu den Ergebnissen der Evaluierungsstudie fest.

Das positive Ergebnis der Evaluierung bestätige die bisherige Einschätzung: „Für die Weiterentwicklung des FTI-Standorts braucht Österreich einen wirkungsvollen Policy-Mix aus direkter Projektförderung und steuerlicher Begünstigung der betrieblichen Forschung und Entwicklung (F&E). Die Forschungsprämie ist die einzige steuerliche Maßnahme, die Österreich im Wettbewerb der Standorte nutzt, und sie wirkt“, so Schultz.

Die Forschungsprämie sei jedenfalls essentiell, wenn es darum gehe, die privaten F&E-Aufwendungen und die Effizienz des FTI-Systems weiter zu steigern. Die konkrete Anreizwirkung sei jetzt durch die Evaluierung für Österreich quantifiziert: je ein Euro Forschungsprämie werden zwischen 1,21 und 2,26 Euro an F&E-Ausgaben ausgelöst. Die Evaluierung zeige auch, dass die Verteilung der ausbezahlten Forschungsprämien nach Unternehmensklassen der Verteilung der F&E-Aufwendungen der Unternehmen entspreche. Voraussichtlich werden die heimischen Betriebe 2017 F&E-Ausgaben von rd. 7 Mrd. Euro tätigen. Im EU-Ländervergleich liegt Österreich lt. EUROSTAT hinsichtlich des Anteils der Unternehmensausgaben an den gesamtstaatlichen F&E-Aufwendungen mit 71% an fünfter Stelle in der EU – hinter Belgien (72%) und Irland (72%), aber vor Schweden (70%), Deutschland (68%), Finnland (67%), Großbritannien (66%) und Frankreich (65%).

Schultz sieht über die Anhebung der Forschungsprämie auf 14% hinaus in den konkreten Empfehlungen der Evaluierungsstudie auch Potential für weitere Verbesserungen, vor allem hinsichtlich der Einbeziehung der F&E-Eigenleistungen von Unternehmerinnen und Unternehmern in die Bemessungsgrundlage für die Forschungsprämie: „Diese Anpassung würde vor allem kleinen innovativen Unternehmen zu Gute kommen, in denen die Unternehmerin oder der Unternehmer selbst die Innovation vorantreiben, wie das bei vielen Start-Ups der Fall ist“, so Schultz. „Ich freue mich, dass die Evaluierungsstudie auch konkrete Empfehlungen zum Vereinfachungspotential gibt. Das sollte man nutzen und die Komplexität der Regeln sinnvoll reduzieren“, so Schultz abschließend. (PWK231/US)

Rückfragen & Kontakt:
MMag. Rudolf Lichtmannegger
Stabsabteilung für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftskammer Österreich
Tel: 0590 900 4411
E-Mail: Rudolf.Lichtmannegger@wko.at

20.03.2017, Quelle: APA

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Forschungsprämie: Evaluierungsbericht ortet positive Effekte

Forschungsprämie: Evaluierungsbericht ortet positive Effekte

Die Forschungsprämie, die demnächst wieder erhöht werden soll, wirkt vor allem bei jenen Firmen unterstützend, die kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E) betreiben. Zu diesem Schluss kommt die nun fertige Evaluierung, die der APA vorliegt. Der Endbericht wird am 21. März im Forschungsausschuss des Nationalrats präsentiert.

Die Forschungsprämie wurde im Jahr 2002 eingeführt und ist seit 2011 das einzige steuerliche Instrument in Österreich zur Förderung von F&E, das allen Unternehmen gleichermaßen zugänglich ist. Im Rahmen der letzten Steuerreform wurde sie von zehn auf zwölf Prozent angehoben, in den vergangenen Monaten wurde die Prämie im Auftrag des Finanzministeriums vom IHS, der KMU Forschung Austria und WPZ Research evaluiert.

Pläne für Erhöhung auf 14 Prozent
Weil schon erste Zwischenergebnisse aus der Evaluierung einen positiven Effekt zeigten, forderte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) im Jänner eine weitere Anhebung. Im aktualisierten Regierungsprogramm wurde denn auch eine Steigerung der Forschungsprämie um weitere zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent festgeschrieben – die Anhebung, die rund 120 Mio. Euro kostet, soll im April im Ministerrat behandelt werden und mit 1. Jänner 2018 in Kraft treten.
Davon allerdings eher nicht profitieren dürften Unternehmen, bei denen Forschung und Entwicklung schon bisher keine oder nur eine geringe Rolle spielen. Für sie ist die Prämie nämlich nicht relevant, konstatiert der Evaluierungsbericht – eine konkrete Anreizwirkung sei hier „kaum gegeben“. Diese Unternehmen würden mehr durch die direkte Forschungsförderung angesprochen.

2.262 Unternehmen profitierten
Wie dem Evaluierungsbericht zu entnehmen ist, wurden im Kalenderjahr 2015 knapp 502 Mio. Euro Forschungsprämie an insgesamt 2.262 Unternehmen ausbezahlt, davon 5,3 Mio. Euro für Auftragsforschung. „Aus ökonomischer Sicht ist eine Subventionierung unternehmerischer F&E-Aktivitäten, die dazu führt, dass Unternehmen tatsächlich ihre F&E-Investitionen erhöhen, unzweifelhaft sinnvoll“, heißt es im Bericht. Eine Grobschätzung zeige, dass ein Euro mehr an Forschungsprämie je nach Elastizität zwischen 1,21 und 2,26 Euro mehr F&E-Ausgaben bewirkt.
Die Forschungsprämie wird von rund 75 Prozent der forschungstreibenden Unternehmen in Österreich in Anspruch genommen. Darunter waren im Jahr 2012 (für das im Gegensatz zu den späteren Wirtschaftsjahren nur mehr einzelne Entscheidungen über die Gewährung der Prämie ausständig waren) jeweils etwa ein Viertel Kleinst-, Klein-, Mittel- und Großunternehmen. Bezogen auf die Branchen wird die Forschungsprämie vor allem von den Bereichen „Herstellung von Waren“ (3,5 Mrd. Euro prämiengeförderte F&E-Ausgaben im Jahr 2012) gefolgt von den „freiberuflichen/technischen Dienstleistungen“ (968 Mio. Euro), dem Handel (226 Mio. Euro) und dem Wirtschaftszweig „Information und Kommunikation“ (203 Mio. Euro) bezogen.

Evaluation ortet Tiefenwirkung
Für die Evaluierung wurde unter anderem auf einen anonymisierten Datensatz mit Informationen über mehr als 5.500 Unternehmen und eine Befragung von 1.067 Unternehmen zurückgegriffen. Laut dem Evaluierungsbericht entfaltet die Prämie ihre Wirkung vor allem in der Tiefe als in der Breite – das heißt, bei bereits F&E-intensiven Unternehmen verstärkt die Forschungsprämie die Forschungstätigkeit zusätzlich. Effekte zeigten sich vor allem in Hinblick auf mehr Investitionen in notwendige Infrastruktur, aber auch die Übernahme eines höheren technologischen Risikos und beschleunigte Projektumsetzung.

Positive Wirkung bei Standort-Entscheidungen
Bei international tätigen, forschungsintensiven Unternehmen erkannten die Forscher auch noch Effekte auf die Standortsicherung. So gaben 144 der befragten Unternehmen an, aufgrund der Forschungsprämie F&E-Aktivitäten nach Österreich verlagert bzw. mehr F&E-Verantwortung hier angesiedelt zu haben. Die an der Untersuchung teilnehmenden Unternehmen haben ihren eigenen Angaben zufolge zwischen 2010 und 2015 rund 10.400 zusätzliche hoch- bzw. höher qualifizierte Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt verschaffe die Forschungsprämie den Unternehmen eine höhere Flexibilität. Grundsätzlich zeigte sich eine hohe Zufriedenheit mit der Forschungsprämie, sowohl was ihre Ausgestaltung als auch ihre Administration betrifft.
Das Evaluierungsteam empfahl unter anderem, eine umfassendere Wirkungsanalyse des gesamten Fördersystems Österreichs durchzuführen, sobald die Daten der indirekten und direkten Forschungsförderung (Bund, Länder, Gemeinden und EU) gemeinsam verfügbar seien und zugänglich gemacht werden können.

20.03.2017, Quelle: APA

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Forschungsrat mit Regierungsprogramm grundsätzlich zufrieden, aber…

Forschungsrat mit Regierungsprogramm grundsätzlich zufrieden, aber…
Forschungsquotenziel nach wie vor in weiter Ferne
Wien (OTS) – Der Rat begrüßt ausdrücklich die im Regierungsprogramm enthaltenen Maßnahmen zur Förderung von Forschung und Innovation, da es neben strukturellen Reformvorschlägen auch konkrete budgetäre Maßnahmen enthält. Mit diesen wird das Ziel verfolgt, Österreich zu einem weltweiten Vorreiter in Zukunftsbranchen zu machen. Werden sie konsequent umgesetzt, können sie aus Sicht des Rates dazu beitragen, Österreich wieder auf die Überholspur zu bringen.

Gleichzeitig betont der Rat jedoch, dass eines der vorrangigen Ziele von F&E-Politik die Sicherstellung der Finanzierung von Forschung und Entwicklung sein muss. Gerade hier aber zeigen die aktuellen im Auftrag des Rates vom WIFO erstellten Studien, dass die Wahrscheinlichkeit, das 3,76%-Forschungsquotenziel zu erreichen, derzeit sehr gering ist. Der Rat vermisst  zudem das seit Jahren angekündigte Forschungsfinanzierungsgesetz. Dieses würde die für die Forschung so dringend notwendige langfristige Planungssicherheit gewährleisten.

Gleiches gilt auch für die Nationalstiftung FTE. Als wichtiges strategisches Element der Forschungsförderung war sie in den letzten Jahren aufgrund ihrer schwachen finanziellen Ausstattung nicht mehr in der Lage, ihre Funktion zufriedenstellend zu erfüllen. Die mit ihrer Gründung intendierte budgetunabhängige und langfristige Finanzierung von Forschungsinitiativen konnte  in den ersten Jahren durch die Ausschüttung von rund 125 Mio. Euro realisiert werden. Inzwischen jedoch bewegt sich die jährliche Dotierung  nur noch im niedrigen zweistelligen Bereich. Der Rat begrüßt daher besonders die im Arbeitsprogramm der Bundesregierung vorgesehene Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur jährlichen Dotierung der Nationalstiftung über die nächsten drei Jahre mit je 100 Mio. Euro p.a. aus dem Jubiläumsfonds der Nationalbank. Diese dreijährige Planung könnte noch auf den gesamten kommenden Finanzrahmen von vier Jahren ausgeweitet werden. Darüber hinaus sollte nach Ansicht des Rates die Nationalstiftung mit dem Österreichfonds zusammengelegt werden, um finanz- und abwicklungstechnische Synergien zu nutzen.

Ausgewogenheit der Investitionen zwischen den Budgetzuweisungen für Hochschulen und  Grundlagenforschung einerseits und der Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 % andererseits
Im Sinne der Standortpolitik ist die geplante Erhöhung der Forschungsprämie aus Sicht des Rates grundsätzlich zu begrüßen. Eine Erhöhung, wie im Regierungsprogramm angesprochen, sollte aber erst nach Vorliegen einer entsprechenden Empfehlung aus der derzeit laufenden Evaluierung der Forschungsprämie erfolgen.

Aus forschungspolitischer Sicht gibt der Rat gleichzeitig zu bedenken, dass eine Ausgewogenheit zwischen den Handlungsfeldern Grundlagenforschung, angewandter Forschung und der standortbezogenen Forschungsprämie herzustellen ist.  Darauf hat der Rat in seinen Berichten zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahren immer wieder hingewiesen.

Start-Ups: Exzellenznetzwerke & Cluster
Der Rat begrüßt das vorgeschlagene Maßnahmenpaket zur Förderung innovativer Gründungen. Bei der Identifizierung von Themenfeldern ist aus Sicht des Rates jedoch zu beachten, dass eine solche oftmals in einer Manifestierung des Status-quo endet und damit die Entwicklung neuer Stärkefelder hemmt. Jegliche Festlegung von Themenbereichen sollte daher gleichzeitig auch Freiräume für Neues lassen, denn gerade hier verbirgt sich oft unvermutetes,  meist disruptives Innovationspotential.

Ungeachtet der Relevanz der angedachten Maßnahmen werden alle Initiativen im Gründungsbereich nur greifen können, wenn in Österreich auch gründerfreundlichere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zu den gegenwärtigen Hemmnissen gehören – neben der hohen Besteuerung – die kosten- und zeitintensive Bürokratie, sowie unübersichtliche Bestimmungen und rechtliche Altlasten, die eher einzelnen Berufsständen als den Gründern selbst dienen. Werden diese nicht entschärft, wird auch das beste Maßnahmenpaket über kurz oder lang wirkungslos im Sand verlaufen.

Rückfragen & Kontakt:
DI Dr. Ludovit Garzik
Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Tel.: 01 – 7131414
E-Mail: l.garzik@rat-fte.at

Mehr Details unter: Forschungsrat mit Regierungsprogramm grundsätzlich zufrieden, aber…

10.03.2017, Quelle: APA

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FFG: Forschungsinvestitionen treiben Wirtschaftswachstum an

FFG: Forschungsinvestitionen treiben Wirtschaftswachstum an

Neue WIFO-Studie zeigt: Mehr Forschung bedeutet mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze – FFG fördert die „richtigen“ Unternehmen. Bilanz 2016: 458 Mio. Euro an Förderungen ausgezahlt, 615 Mio. Euro Förderungen für 3.307 Projekte neu bewilligt, 2.586 Gutachten für die Forschungsprämie erstellt.

Forschung, Entwicklung und Innovation sind die wichtigsten Faktoren für Beschäftigungswachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Das wird einmal mehr durch eine neue Studie des WIFO untermauert, die die Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, anlässlich der Präsentation ihrer Bilanz 2016 am Donnerstag in Wien vorstellten.

„Die Studie basiert auf Daten der FFG und zeigt, dass die Interventionslogik der FFG stimmt, wir die Unternehmen mit den richtigen Instrumenten unterstützen und somit stärkeres Wachstum bewirken.“, führen Egerth und Pseiner aus. „Hochgerechnet tragen stabile FFG-Förderungen für Infrastruktur- und Personalkosten zur Sicherung von 10.000 Arbeitsplätze pro Jahr bei.“, so die FFG-Geschäftsführer weiter. Insgesamt ist die Nachfrage an FFG-Förderungen ungebrochen hoch. So hat die FFG 458 Millionen Euro an Förderungen im Jahr 2016 für laufende und neue Projekte ausgezahlt und 615 Millionen Euro für 3.307 Projekte neu bewilligt. Darin sind auch 93 Millionen Euro für den Breitbandausbau enthalten.

Große Hebelwirkung der FFG-Förderungen
Mit 356 Millionen Euro wurden etwa zwei Drittel der neu zugesagten Förderungen (gerechnet ohne Breitband-Mittel) an Unternehmen vergeben, 88 Millionen Euro (17 Prozent der Gesamtförderung) an Forschungseinrichtungen, sowie 70 Millionen Euro (13%) an Hochschulen. „Kooperative Projekte, also die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, bilden einen wichtigen Pfeiler unserer Förderstrategie“, erläutern die FFG-Geschäftsführer. „Dadurch sollen neue Ideen aus der Forschung möglichst rasch in die wirtschaftliche Umsetzung kommen.“ Welche Rolle die Förderungen der FFG für die Unternehmen spielen, würden Evaluierungen zeigen: „Vier Fünftel der geförderten Projekte wären ohne Unterstützung der FFG nicht oder nur in deutlich geringerem Umfang durchgeführt worden“, so Egerth und Pseiner.

Je höher die Forschungsausgaben, desto höher das Beschäftigungswachstum
„F&E-durchführende Unternehmen schaffen mehr Arbeitsplätze, haben ein höheres Umsatz- und Investitionswachstum und optimistischere Investitionspläne“, fasst Studienautor Martin Falk die neue WIFO-Studie, die im Auftrag der FFG erstellt wurde, zusammen. Während Unternehmen, die sehr viel in F&E investieren (mehr als fünf Prozent Anteil am Umsatz) in zehn Jahren ein Beschäftigungswachstum von rund fünf Prozent erreichen konnten, zeigen Unternehmen ohne oder mit nur geringen Forschungsaktivitäten (unter einem Prozent Umsatzanteil) im gleichen Zeitraum ein Wachstum unter zwei Prozent.
Besonders bei schnell wachsenden Unternehmen spielen Forschung und Entwicklung eine besondere Rolle: Diese sind innovativer und weisen sowohl eine höhere Arbeitsproduktivität als auch eine höhere Exportbeteiligung auf. „27 Prozent der von der FFG geförderten Unternehmen sind schnellwachsende Unternehmen und diese werden von der FFG überproportional gefördert“, bestätigt Studienautor Falk auch die Förderstrategie der FFG.

Produktion und Digitalisierung als Top-Themen
Ähnlich wie in den letzten Jahren fließen mit 119 Millionen Euro rund 23 Prozent der FFG-Gesamtförderung (Neubewilligungen) in Projekte aus dem Produktionsbereich (gerechnet ohne Breitband-Mittel). An zweiter Stelle stehen die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit 106 Millionen Euro (20 %). Die Bereiche Energie/Umwelt (88 Mio. Euro) und Mobilität (60 Mio. Euro) folgen dahinter. „Das Thema Digitalisierung durchdringt nahezu alle Forschungsbereiche“, so FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner. Rechnet man zu den Forschungsförderungs-mitteln jene aus der Breitbandmilliarde hinzu, hat die FFG im Jahr 2016 rund 200 Millionen Euro für den IKT-Sektor aufgewendet. „Mit unserem Instrumentarium unterstützen wir die Wettbewerbsfähigkeit und Schwerpunktsetzung der Industrie, aber auch die politische Schwerpunktsetzung, beispielsweise im Bereich Energie und Verkehr“, erläutern die FFG-Geschäftsführer.

Regionale Stärken stärken
Wie auch in den letzten Jahren konnten Organisationen aus den drei Bundesländern Wien, Oberösterreich und Steiermark den größten Anteil an FFG-Förderungen einwerben. Allerdings in geänderter Reihenfolge: In den Jahren 2014 und 2015 konnte die Steiermark die meisten Mittel einwerben. 2016 lag Wien mit 147 Mio. Euro an der Spitze, gefolgt von der Steiermark mit 132 Mio. Euro und Oberösterreich mit 103 Mio. Euro. „In der Analyse zeigen sich die unterschiedlichen Strukturen und industriepolitischen Schwerpunkte“, berichten die FFG-Geschäftsführer. „Während in Wien die Forschungseinrichtungen und Hochschulen fast die Hälfte der FFG-Förderungen einwerben, gehen in Oberösterreich rund 86 Prozent der Förderzusagen an Unternehmen.“
Fortgeführt und weiter ausgebaut wurde auch die Zusammenarbeit der FFG mit den Bundesländern im Bereich der Forschungs- und Technologieförderung. Die FFG wickelt für die Länder Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol Förderprogramme aus Landesmitteln ab, mit denen die Finanzierung von Projekten auf bis zu 70% der Projektkosten erhöht wird. Ergänzend setzt die FFG auch thematische Ausschreibungen für die Länder um, wie die Ausschreibung „Smart Mobility“ von Oberösterreich und Steiermark oder neue Ausschreibungen des oberösterreichischen „STAR“-Programmes. „Die Zusammenarbeit der FFG mit den Bundesländern stellt eine win-win-Situation dar: Die Länder können ihre innovativen Unternehmen gezielt unterstützen, und zwar ohne zusätzlichen eigenen Verwaltungsaufwand. Die Unternehmen müssen nur einen Antrag bei der FFG stellen, und die FFG kann gut bewertete Projekte höher fördern. Dieses ‚Matching Funds-Modell‘ hat auch der Rechnungshof als ‚good practice‘ gelobt“, berichten FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner.

Erfolgreiche internationale Vernetzung
„Der Erfolg gibt uns recht. Österreich hat bisher aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 rund 564 Millionen Euro an Förderungen eingeworben. Im Jahr 2015 haben Einreichungen aus Österreich mit 216 Millionen Euro sogar die bisher höchsten Zahlungen aus dem Rahmenprogramm erhalten und sind damit überdurchschnittlich erfolgreich. Damit das so bleibt, arbeiten wir laufend an der Qualitätssicherung und der Verbesserung unserer Dienstleistungen.“, so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner (Anm.: Daten Horizon 2020 Stand November 2016, Quelle: Europäische Kommission).
„Sehr erfolgreich entwickelt sich die internationale Vernetzung der österreichischen Forschung. Denn wer Kompetenzen vernetzt, gegenseitiges Know-how nützt und damit Neues schafft, stärkt sich für die Zukunft und fördert aktiv die Zusammenarbeit zwischen Innovationsplayern“, betonen Henrietta Egerth und Klaus Pseiner und erklären, dass die FFG dabei auf verschiedene Instrumente setzt: Neben der Betreuung europäischer und internationaler Forschungsprogramme wie ‚Horizon 2020‘, ‚EUREKA‘, ‚Eurostars‘ oder ‚COST‘, der aktiven Mitwirkung in der Europäischen Weltraumagentur ESA, kooperiert die FFG im Rahmen von bilateralen Abkommen mit Agenturen oder Forschungsorganisationen aus aufstrebenden Regionen. Im Rahmen des Programmes ‚Beyond Europe‘ werden auch konkrete F&E-Projekte von österreichischen Unternehmen mit Partnern in globalen Wachstumsmärkten gefördert. Das ‚Global Incubator Network (GIN)‘ unterstützt innovative österreichische Start-ups dabei in boomenden Märkten leichter Fuß zu fassen, aber auch um das Interesse ausländischer Jungunternehmen und Investoren am Start-up Hotspot Österreich zu vertiefen. Sehr wichtig ist für die FFG auch die aktive Zusammenarbeit im Dachverband der europäischen Innovationsagenturen ‚TAFTIE‘. So organisiert die FFG für den Dachverband mit der ‚TAFTIE Academy‘ den Bereich der Aus- und Weiterbildung.

Neue Programme und Initiativen laufen gut an
Die FFG hat ihr Angebot in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Neben der Abwicklung der Breitband-Milliarde des Bundes und der Erstellung von Gutachten für die Forschungsprämie wurde das Förder- und Dienstleistungsangebot an die neuen Herausforderungen und geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Zu den neuen Angeboten zählen: Das Programm ‚EFREtop‘, das eine einfache Möglichkeit bietet, auch EU-Regionalförderungen für Forschung und Innovation in Anspruch zu nehmen. Das Programm ‚Patent.Scheck‘ erleichtert und fördert den Schutz von Erfindungen von Kleinen und Mittleren Unternehmen, während das gestärkte Programm Frontrunner einen Investitionsschub bei den heimischen Leitbetrieben am Standort Österreich bewirken wird. Das neue Programm für Forschungsinfrastrukturen ermöglicht die Anschaffung und den Startbetrieb von modernen Anlagen und Geräten für die Forschung und das Programm Innovationswerkstätten erlaubt es, Ideen zu testen und zu marktfähigen Prototypen weiterzuentwickeln.

Download: Handout Präsentation FFG

Download: Handout Präsentation WIFO

Mehr Details unter: https://www.ffg.at/presse/ffg-forschungsinvestitionen-treiben-wirtschaftswachstum

Foto-Credit: FFG/Klaus Morgenstern

6.3.2017, Quelle: FFG

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

Die Erhöhung der Forschungsprämie soll den Wirtschaftsstandort Österreich sichern und die Innovationskraft der Unternehmen weiter stärken

Für Aufwendungen in Forschung und experimentelle Entwicklung können österreichische Unternehmen die gesetzlich geregelte Forschungsprämie in Anspruch nehmen. Nach Erhöhung von zehn auf aktuell zwölf Prozent durch den Ministerrat, wurde im Regierungsprogramm Ende Jänner die neuerliche Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent ab 2018 beschlossen, die jedem steuerpflichtigen Unternehmen in Österreich für innovative Projekte als finanzielle Unterstützung vom Staat zusteht.

Dr. Manuela Walser, Geschäftsführerin der ITS Förderberatung, meint bezüglich der Erhöhung: „Aus der im Regierungsprogramm festgehaltenen Erhöhung auf 14 Prozent ist erfreulicherweise zu schließen, dass das System der steuerlichen Forschungsprämie funktioniert, ihrem Sinn entsprechend eingesetzt wird und die Wirtschaftsleistung Österreichs weiter anziehen lässt.“ Was die Unternehmerin aus ihrer langjährigen Praxis weiß, scheint nun auch die Evaluierungsstudie zu bestätigen, denn die ITS Förderberatung berät über 80 Unternehmen bei der Beantragung von Förderungen.

Langfristiges Ziel ist einerseits die Sicherung von Arbeitsplätzen in der heimischen Wirtschaft und andererseits das Ansehen Österreichs als Innovation-Leader innerhalb der EU zu etablieren. Österreich hält aktuell bei einer F&E-Quote von 3,07 Prozent des BIP, Österreich liegt somit bei der Forschungsintensität an fünfter Stelle der OECD-Länder, ein weiterer Anstieg auf 3,76 Prozent wird bis 2020 angestrebt.

Walser ist überdies der Meinung: „Innovation und Forschung ermöglichen österreichischen Unternehmen erfolgreiches Wirtschaften und die Stärkung der Position am Markt. Die Anhebung auf zwölf bzw. die geplante Anhebung auf 14 Prozent ab dem Wirtschaftsjahr 2018 ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Standort Österreich.“

Die Forschungsprämie ermöglicht österreichischen Unternehmen bei Anerkennung durch das Finanzamt eine steuerfreie Gutschrift auf ihrem Abgabenkonto in Höhe von 12 Prozent der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen (F&E). Beim Ausweis von Verlusten oder bei negativen Forschungsergebnissen steht dem Einreichenden die Unterstützung ebenfalls zu. Diese Maßnahme dient der nachhaltigen Sicherung sowie Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und als Motivator für das Vorantreiben zukunftsträchtiger Visionen, Technologien und Prozesse. Als besonders begrüßenswert erachtet Walser, dass seit 2012 in Österreich die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) über die Förderwürdigkeit der F&E Projekte mit entsprechender Expertise entscheidet.

Die ITS Förderberatung ist ein Team aus erfahrenen Technikern, Steuerberatern, Juristen und Innovationsexperten. Seit 2008 unterstützt das Unternehmen zahlreiche nationale und internationale Unternehmen bei der Einreichung und Abwicklung von staatlichen Förderungen. Dadurch erfüllt die ITS eine essentielle Beratungsfunktion für die betrieblichen Forschungsabteilungen, um gemäß § 108c Einkommensteuergesetz (EStG) die Forschungsprämie beim Finanzamt geltend zu machen.

Rückfragen und Kontakt:
Anna Goeth
anna.goeth@its-foerderberatung.at
+43-1-581 10 95-226
http://www.its-foerderberatung.at/

Wien, 16.2.2017

Österreich bei Forschungsintensität OECD-weit an fünfter Stelle

Österreich bei Forschungsintensität OECD-weit an fünfter Stelle

Gesamtausgaben für F&E bei 3,07 Prozent des BIP – OECD-Schnitt bei 2,4 Prozent – EU-Schnitt bei 1,95 Prozent – China holt auf.

Österreich liegt innerhalb der OECD-Länder bei der Forschungsintensität an fünfter Stelle.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieben 2016 stabil bei 3,07 Prozent. Nur Israel, Südkorea, Japan und Schweden weisen laut einem aktuellen OECD-Bericht höhere Werte auf.

Bruttoinlandsausgaben für F&E in Österreich sind laut den jüngsten OECD-Schätzungen von 2015 auf 2016 von 10,4 auf 10,7 Mrd. Euro gestiegen. Für die meisten Länder werden Zahlen aus 2015 und teilweise noch 2014 Zahlen verwendet.

Pro Kopf weisen die Schweiz vor den USA, Schweden, Israel und Österreich die höchsten F&E-Ausgaben auf Basis 2015 aus.

Im gesamten OECD-Raum sind die F&E-Ausgaben 2015 real um 2,3 Prozent gestiegen. Aufgrund gestiegener BIP blieb die sogenannte F&E-Intensität stabil bei 2,4 Prozent. Unternehmen steigerten ihre F&E-Ausgaben um 2,5 Prozent. Ihr Anteil macht 68,8 Prozent der Gesamtsumme aus. Auf universitärer Ebene stiegen die F&E-Ausgaben um 2,1 Prozent (Anteil: 17,7 Prozent), die rein staatlichen F&E-Ausgaben wuchsen um 1,8 Prozent (11,1 Prozent).

In der EU lag die Forschungsintensität 2015 bei weiter bei 1,95 Prozent, was vor allem auf Deutschland mit 2,9 Prozent, Frankreich mit 2,2 Prozent und Großbritannien mit 1,7 Prozent zurückzuführen sei, so die OECD am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Mehr Details unter: Österreich bei Förderintensität OECD-weit an fünfter Stelle

Link OECD Science and Technology Indicators

13.02.2017, Quelle: Der Standard

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 %

Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 %

Aufbauend auf der im Ministerrat vom 8.11.2016 verabschiedeten »Forschungsmilliarde« sollen die Forschungsausgaben in Österreich in Richtung des Ziels von 3,76 Prozent des BIP gesteigert werden.
Vorgesehen ist, dass ein Drittel der Steigerung von der öffentlichen Hand kommt und zwei Drittel von privater Seite gehebelt werden können (z. B. durch Erhöhung der Forschungsprämie für Unternehmen). Diese Steigerung des »Inputs« soll mit einer besseren Kontrolle und Evaluierung des »Outputs« einhergehen.
Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur jährlichen Dotierung der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung für die nächsten drei Jahre mit je 100 Mio Euro p.a. aus dem Jubiläumsfonds der Nationalbank.

Erste Zwischenergebnisse aus der Evaluierung der Forschungsprämie zeigen die positiven Effekte dieser Maßnahme für den Forschungsstandort Österreich. Zur weiteren Förderung der Forschungstätigkeit der österreichischen Wirtschaft und zur Sicherung und zum Ausbau qualifizierter Arbeitsplätze soll die Forschungsprämie ab dem Jahr 2018 weiter erhöht werden.

Mehr Details unter: http://archiv.bundeskanzleramt.at/DocView.axd?CobId=65201

1.2.2017, Quelle: Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2017 

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Mehr Effizienz bei Forschungsförderung

Mehr Effizienz bei Forschungsförderung

Mehr Effizienz ist das Ziel bei der Forschungsförderung. Auf Bundesebene soll es statt derzeit zehn künftig nur noch drei Förderstellen geben, jeweils eine für Grundlagen-, angewandte Forschung und Unternehmensfinanzierung. Die Zahl der mit Forschungsfragen befassten Verwaltungsabteilungen (derzeit 113 beim Bund, 103 bei den Ländern) soll reduziert und die Forschungsagenden von Wissenschafts-, Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerium zusammengezogen werden. Das künftige „Forschungsministerium“ soll außerdem zentral die thematische Schwerpunktsetzung bei der angewandten Forschung vorgeben.

Die Universitäten sollen wiederum künftig einen geringeren Teil ihrer Budgets über die Basissubvention und stärker über Leistungsvereinbarung und Wettbewerb erhalten. Wie für die Unis soll es auch für die Forschung mehr Geld geben: Kern möchte die direkte Forschungsförderung und die Forschungsprämie erhöhen, bei letzterer soll allerdings künftig strikt überprüft werden, wofür sie verwendet wird. Am langjährigen Ziel der Regierung, die F&E-Ausgaben auf 3,76 Prozent zu steigern, hält Kern fest. Ein Drittel des Zuwachses soll von der öffentlichen Hand kommen, der Rest von Privaten, wobei etwa eine Erhöhung der Forschungsprämie hilfreich sein soll.

Mehr Details unter: https://science.apa.at/rubrik/bildung/SPOe_Kern_setzt_in_Plan_A_auf_Studienplatz-Finanzierung/SCI_20170112_SCI833864976

16.01.2017, Quelle: APA

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Die Forschungsprämie steht auf dem Prüfstand

Wirtschaftskammer drängt auf eine Erhöhung: Österreichs Modell sei besser als andere Systeme.

Ist die Forschungsprämie das richtige Förderinstrument, um Entwicklungsaktivitäten von Unternehmen zu unterstützen?
Soll die Prämie Anfang 2018, wie von der Bundesregierung in Aussicht gestellt, von zwölf auf 15 Prozent erhöht werden?
Diese Fragen werden derzeit diskutiert. Die Regierung lässt die Forschungsprämie evaluieren. Falle die Prüfung positiv aus, soll es zur Anhebung kommen, hieß es im Herbst, als die Koalition ihr Wirtschaftspaket vorstellte.

Vertreter der 2014 tätigen Steuerreformkommission brachten ins Spiel, die Forschungsprämie eventuell durch die „Innovationsbox“ zu ersetzen. Dieses Modell wurde in vielen Ländern eingeführt – etwa in den Niederlanden. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich lehnt es ab. Die Forschungsprämie sei das „maßgeschneiderte Instrument“, sagt Anette Klinger, Vorsitzende der Strategiegruppe „Steuern & Finanzierung“ der Sparte Industrie, in der zahlreiche Manager sitzen.

Cash statt Steuer-Reduktion
Sie haben gemeinsam mit Steuerberatern aus Österreich und den Niederlanden beide Systeme analysiert. Die Innovationsbox funktioniert so: Wenn die Forschung einer Firma in einem Patent mündet, wird die Körperschaftsteuer von 25 auf fünf Prozent reduziert – für Gewinne, die aus dem neuen Wirtschaftsgut entstehen. Bei der Forschungsprämie wird hingegen ein Projekt, das als förderwürdig erachtet wird, weil es sich um die Entwicklung einer Neuheit handelt, mit Cash gefördert, egal ob die Forschung zum Erfolg führt. Man bekommt zwölf Prozent der Forschungsaufwendungen. Das sei der bessere Weg, um Entwicklung in Österreich stark anzukurbeln, heißt es aus der Kammer: Dass der Borealis-Konzern seine Forschungszentrale in Linz ansiedelte, sei auch darauf zurückzuführen. Die Erhöhung 2018 müsse „zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich unbedingt umgesetzt werden“, sagt Klinger.

Auch sei die Zahl der Daten, die niederländische Firmen im Vorhinein über ihr Vorhaben an den Wirtschaftsminister melden müssten, enorm. In Österreich würden viele davor zurückschrecken, sensible Daten über Forschungsaktivitäten an eine öffentliche Stelle zu melden.

Ein Richtlinien-Vorschlag der EU sieht wiederum Forschungsförderung über einen Steuerfreibetrag auf den Unternehmensgewinn vor, so wie es ihn früher in Österreich gab. Auch dagegen ist die Kammer: Die Forschungsprämie gebe es unabhängig davon, ob man Gewinn oder Verlust schreibe, was besonders für junge Firmen wichtig sei.

09.01.2017, Quelle: Nachrichten.at

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Evaluierung der österreichischen Forschungsförderung soll 2017 vorliegen

Laut Parlamentskorrespondenz Nr. 1338 vom 30.11.2016 sprachen sich die Abgeordneten Philip Kucher (S), Eva-Maria Himmelbauer (V), Ruperta Lichtenecker (G), Ulrike Weigerstorfer (T) und Claudia Gamon (N)  in einem gemeinsamen Antrag für die Evaluierung der österreichischen Forschungsförderung aus ( 1924/A(E)). Diese Evaluierung soll auch Potenziale der Optimierung der Förderungen aufzeigen, nachdem der Rechnungshof kritisch auf Doppelstrukturen in der Förderung zwischen Bund und Ländern hinwiesen hatte. Evaluiert werden soll auch die Sinnhaftigkeit einer Transparenzdatenbank zur Forschungsförderung in Hinblick auf einen besseren Überblick über die Förderlandschaft. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Mit in Verhandlung standen ein Antrag von Rouven Ertlschweiger (V) zum selben Thema ( 457/A(E)), sowie zwei Anträge von Ulrike Weigerstorfer (T) mit der Forderung nach mehr Transparenz bei der Vergabe von Forschungsmitteln ( 1821/A(E)) bzw. nach mehr Effizienz bei der Forschungsfinanzierung( 1822/A(E)). Diese Anträge gelten nach der Annahmen des Fünf-Parteien-Antrags als miterledigt. Ulrike Weigerstorfer zeigte sich zufrieden über die positive Aufnahme ihrer Initiative. Staatssekretär Mahrer unterstrich, dass die Bundesregierung den im Antrag formulierten Auftrag, nicht nur zu evaluieren, sondern auch Verbesserungsvorschläge zu machen, wie man Förderungen effektiver abwickeln könne, ernst nehmen werde.

weitere Infos unter: Parlament.gv.at

02.12.2016, Quelle: Parlament

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Impressionen 1. Fortbildungs-Soiree in der Museumstrasse 24.11.2016

Am Donnerstag, den 24.11.2016 hat die 1. Fortbildungs-Soiree in unseren neuen Büroräumlichkeiten in der Museumstraße stattgefunden.
Wir freuen uns, dass so viele Interessierte gekommen sind.

Besonderer Dank gilt allen Beteiligten und im besonderen Thomas Maurer, der einen Auszug aus seinem aktuellen Programm “ Der Tolerator“ präsentiert hat
sowie unseren beiden Geschäftsführern Herrn Alexander Leitgeb und Markus Leonhard für ihre Fachvorträge zum Thema „Beantragung der Forschungsprämie“
und „Überblick zu aktuellen steuerlichen Themen“.

Erstmalig wurden die Forschungsprämien Awards vergeben.  Wir gratulieren  den diesjährigen Gewinnern ! 

Und hier geht es zu den Fotos von unserem 1. Fortbildungs-Soiree:

 

 

 

Regierung hat „Forschungsmilliarde“ beschlossen

Die Regierung hat ein mehrjähriges Forschungs-Förderungspaket beschlossen. Insgesamt sollen laut Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) bis 2021 700 Mio. Euro fließen, zusätzlich noch 500 Mio. Euro privates Geld. „Diese Bundesregierung hat eine Forschungsmilliarde auf den Weg gebracht“, zeigte sich Leichtfried in einer Pressekonferenz nach dem Ministerrat zufrieden.

Wissenschafts-Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) räumte zwar ein, dass der Großteil der Mittel erst mit dem nächsten Finanzrahmen für die Jahre 2018 bis 2021 fixiert werden muss (für 2017 sind nur 16,4 der 700 Mio. Euro vorgesehen). Es gebe aber das gemeinsame Commitment der Regierung, das Paket so umzusetzen. Und auch Leichtfried betonte, dass sich sowohl Kanzler und Vizekanzler als auch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) zur Umsetzung bekannt hätten.

Quantencomputer, Digitalisierung und Mobilfunk
Fließen sollen die Mittel u.a. in Forschung zu Quantencomputern, Digitalisierung sowie in den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration („5G“). „Österreich wird bei den 5G-Nationen in Europa vorne mit dabei sein“, kündigte Leichtfried eine entsprechende Strategie für kommendes Jahr an. Dies werde sowohl rechtlich als auch technisch eine Herausforderung. Zur Demonstration, welche Fortschritte in den kommenden Jahren zu erwarten sind, brachte Mahrer ein Stück Würfelzucker mit – denn auf Speichermedien dieser Größe werde künftig das gesamte Wissen der europäischen Universitätsbibliotheken passen.

Forschungsförderung und -prämie werden evaluiert, FFG besser dotiert
Vereinbart wurde außerdem eine Gesamtevaluierung der Forschungsförderung in Österreich. Noch keine Entscheidung gibt es über die Zukunft der Forschungsprämie. Über eine allfällige Reform werde erst nach der geplanten Evaluierung entschieden, betonte Leichtfried: „Bis jetzt sind die Rückmeldungen aus der Industrie durchaus positiv.“
Die finanzielle Bedeckung für das Paket soll im Rahmen der Arbeiten zum Bundesfinanzrahmengesetz 2018-2021 „in Verhandlung genommen und geprüft werden“, wie es im Ministerratsvortrag heißt. Am stärksten profitiert der Wissenschaftsfonds FWF von den geplanten Maßnahmen: der primär Grundlagenforschung fördernde Fonds soll zwischen 2018 und 2021 in Summe 281 Mio. Euro zusätzliche Mittel erhalten, das FWF-Budget damit von derzeit 184 Mio. Euro jährlich sukzessive auf 290 Mio. Euro im Jahr 2021 steigen. Aus den zusätzlichen Mitteln soll ein neues „1.000-Ideen-Programm“ für fundamental neue und daher besonders risikoreiche Forschungsideen finanziert werden.

Mehr Risiko
Weitere große Brocken gibt es für Infrastruktur im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) sowie für risikoreiche Forschung: Für die Fortsetzung des Programms „F&E-Infrastruktur“ (abgewickelt von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG) sollen 80 Mio. Euro im Zeitraum 2018-21 zur Verfügung gestellt werden. Ebenso viel Geld soll in diesem Zeitraum in risikoreiche Forschung investiert werden – einerseits in das „Frontrunner“-Programm der FFG zur Förderung großer strategischer Projekte von Technologieführern, andererseits in die neue FFG-Förderlinie „Early Stage“. Mit dieser sollen in einer sehr frühen Phase grundlegende Kenntnisse für neue Produkte und Verfahren erforscht werden.
Um „institutionelle Spitzenforschung zu stärken“, soll die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode (2018-2020) zusätzlich 40 Mio. Euro erhalten. Ebenfalls 40 Mio. Euro sollen in die Fortsetzung des Programms „Bridge“ (FFG) zum raschen Transfer von Grundlagenwissen in neue Produkte und Verfahren fließen.

Programmdschungel soll durchforstet werden
Vereinbart hat die Regierung eine Evaluierung der österreichischen Forschungsförderungslandschaft, die letzte derartige Überprüfung stammt aus dem Jahr 2008. Um die Serviceleistungen von FFG und Austria Wirtschaftsservice (aws) zu verbessern, soll „die Kleinteiligkeit von Programmen reduziert“ und eine „Programmoptimierung“ zwischen den beiden Agenturen vorgenommen werden. Für die Jahre 2017 bis 2020 wurde ein Optimierungspotenzial von rund 90 Mio. Euro bei 15 Programmen identifiziert, die „evaluiert, angepasst, verlagert und gegebenenfalls auch aufgegeben werden“. So soll das Gründer-Programm „AplusB“ in die aws verlagert werden.

weitere Infos unter: Apa

08.11.2016, Quelle: Apa

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Forschung & Entwicklung in Österreich

Österreich hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen gewal­tigen Sprung im Bereich Forschung und Entwicklung gemacht. Der Anstieg der Forschungsquote von 1,53 Prozent (1994) auf aktuell drei Prozent ist ein Beweis dafür. Österreichs Entwicklungsdynamik in F&E ist damit eine der stärksten in Europa.

Konsequente Investments heimischer und internationaler Unternehmen in den Forschungsplatz tragen wesentlich zu dieser Dynamik bei, ebenso das Engagement der öffentlichen Hand, das eine breit auf­gestellte Forschungsförderung und ein innovationsfreundli­ches Steuersystem bietet.

Österreich zählt daher heute zu den wenigen europäischen Län­dern, die das erklärte forschungspolitische Ziel der EU – eine Forschungsquote von drei Prozent bis 2020 – übertreffen. Es setzt sich aber ehrgei­zigere Ziele: Die For­schungsstrategie der Bundesregierung sieht Österreich im Jahr 2020 als einen Innovation Leader in Europa.

Insgesamt wird Österreich seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemäß der Globalschätzung 2016 von Statistik Austria auf 10,74 Milliarden Euro steigern, was einem geschätzten Plus von 2,9 % (bzw. plus 299,34 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit liegen die Ausgaben knapp unter der prognostizierten nominellen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von plus 3,65%. 2016 wird bereits zum dritten Mal in Folge eine Forschungsquote von über 3% – dem europäischen Zielwert für 2020 – erreicht (2016: 3,07%). Im EU-Vergleich liegt Österreich mit seiner Forschungsquote nunmehr (2014) an dritter Stelle hinter Finnland und Schweden, und hat nun neben Deutschland auch Dänemark überholt.

Wovon können Unternehmen konkret profitieren?
◾Attraktive Förderungen
◾Forschungsprämie von 12 Prozent für Unternehmen mit Sitz in Österreich
◾unternehmerfreundliches Steuersystem mit niedrigen Ausgaben
◾gebündeltes Know-how internationaler Experten
◾starke Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Details zum Thema Forschung und Entwicklung in Österreich finden Sie in der Broschüre Forschung und Entwicklung in Österreich der ABA Invest Austria

7.11.2016, Quelle: ABA Invest Austria

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Vortrag an den Ministerrat vom 25.10.2016 – Stärkung der F&E Investitionstätigkeit

Stärkung der F&E Investitionstätigkeit

Im Jahr 2015 wurde mit einer Forschungsprämie in Höhe von rund 500 Mio. Euro ein Investitionsanreiz für ein Forschungsinvestitionsvolumen von rund 5 Mrd. Euro im Bereich
Wissenschaft und Forschung erfolgreich gehebelt. Um den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich einerseits zu sichern und andererseits weiter auszubauen soll die Forschungsprämie bei einer positiven Evaluierung ab dem Jahr 2018 erhöht werden. Damit sollen die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung seitens der Unternehmen stimuliert werden um weitere
hochqualifizierte Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen.

Detailliertere Informationen finden Sie hier: https://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=64119

31.10.2016, Quelle: BKA

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Wirkungsevaluierung der Forschungsprämie hat begonnen

Die angekündigte Evaluierung der Forschungsprämie hat begonnen. Links zum Fragebogen „Wirkungsevaluierung der Forschungsprämie“ werden bzw. wurden vom Finanzamt an Forschungsprämienbezieher mittels Mail versendet.
Das von den Regierungsparteien beschlossene Wirtschaftspaket stellt bei positiver Evaluierung der Forschungsprämie eine Erhöhung des Forschungsprämiensatzes in Aussicht.
Eine möglichst hohe Teilnahme an der Studie bietet die Grundlage für mögliche Optimierungen bei der Forschungsprämie.

25.10.2016, Quelle: ITS-Förderberatung

 

Monitoring Report 2016

Der „Monitoring Report 2016“ analysiert anhand einer Vielzahl an Rankings und Indikatoren (insgesamt 150) die Stärken und Schwächen des Wirtschaftsstandorts Österreich und zeigt Österreichs Position und Entwicklung über die letzten Jahre im internationalen Vergleich auf. Folgende zehn Themenbereiche werden dabei beleuchtet: „Wettbewerbsfähigkeit“, „Arbeitsmarkt“, „Investitionen und Finanzmarkt“, „Regulierung und Reformen“, „Innovation, F&E und IKT“, „Bildung und Wissenschaft“, „Lebensqualität und Entwicklung“, „Umwelt und Nachhaltigkeit“, „Internationalisierung und Demokratie“ sowie „Städte und Regionen“.

Der Monitoring Report bietet ein umfassendes Bild über den Standort Österreich. Unser Land befindet sich regelmäßig nahe der Spitze in vielen Rankings, gleichzeitig besteht aber auch Verbesserungspotenzial in einigen Bereichen. Zuletzt hat Österreich im internationalen Vergleich leider an Boden verloren bzw. tritt auf der Stelle. Der Monitoring Report dient als wertvolles Vergleichsinstrument sowie Entscheidungsgrundlage für wirtschaftspolitische Maßnahmen, damit alles daran gesetzt wird, den Standort Österreich in Zukunft weiter zu stärken und zu verbessern.

Download Report und weitere Infos
Monitoring Report 2016 (complete version – Gesamtversion, deutsch und englisch)
Monitoring Report 2016 (deutsche Kurzfassung)
Monitoring Report 2016 (English version)
Kommentar Wirtschaftspolitik zum Monitoring Report 2016

Mehr dazu auf: https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/Standort-und-Innovation/Standortpolitik/Monitoring_Report.html

8.9.2016, Quelle: WKO

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Forschungsförderungen in Österreich

Neben innovativer Unternehmerschaft und exzellenter Wissenschaft ist auch die aktive öffentliche Hand bzw. die österreichische Forschungsgemeinschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor für das österreichische Innovationssystem.

Sie stützt sich dabei auf ein aus­differenziertes Förderungsinstrumentarium, das eine Forschungsprämie, steuerliche Begünstigungen und über drei Institutionen umgesetzte Direktförderungen umfasst:
Wer forscht zahlt weniger, das gilt für alle Unternehmen in Österreich. Für Forschungsaufwendun­gen, auch Auftragsforschung, können Unternehmer eine Forschungsprämie in Höhe von 12 Prozent in Anspruch nehmen. Diese wird bar ausgezahlt.
◾Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) fördert F&E in Unterneh­men über die gesamte Innovationskette.
Fördervolumen 2014: 460 Mio. €
◾Der Wissenschaftsfonds FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grund­lagen­forschung.
Bewilligtes Förderungsvolumen 2014: 211 Mio. €.
◾Die Austria Wirtschaftsservíce GmbH (AWS) ist die Förderbank für unternehmensbezo­gene Wirtschafts­förderung.
Förderungsleistung 2014: 740 Mio. €.
◾Das Förderprogramm COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) bringt Unter­nehmen und wissenschaftliche Einrichtungen in einem gemeinsam definierten For­schungsprogramm auf ho­hem Niveau zusammen. Bis jetzt wurden 49 Zentren auf drei unterschiedlichen Niveaus ein­gerichtet. Für die Laufzeit 2006 bis 2019 sind dafür 1,5 Mrd. € an Förderungen vorge­sehen.
◾Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft sind geförderte und an österreichischen Universitäten eingerichtete For­schungs­ein­heiten mit fixen Laufzeiten, in denen Wissenschafter mit Unternehmenspart­nern an der Lösung von deren Forschungsfragen arbeiten. Derzeit (Stand 2016) sind 73 solche Labors aktiv.

Ebenfalls erwähnenswert ist der Wittgenstein-Preis, der mit einem Preisgeld von bis zu 1,5 Millionen Euro der höchstdotierte Preis der Republik Österreich im Bereich der Wissenschaften ist.

Detailliertere Informationen zu möglichen Forschungsförderungen in Österreich finden Sie hier: Forschung und Entwicklung in Österreich (PDF, 897 kB)

13.09.2016, Quelle: ABA – Invest in Austria

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Widersprüchliche Begründung im Entschließungsantrag zum Thema Forschungsförderung vom 16.6.2016

Der am 16.06.2016 eingebrachte Entschließungsantrag  der Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer, BSc.; Philip Kucher; DI Gerhard Deimek; Claudia Gamon, MSc; Ulrike Weigerstorfer betreffend Evaluierung der Forschungsprämie zitiert die Studie „Systemevaluierung der österreichischen Forschungsförderung und –finanzierung“ des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung aus dem Jahr 2009 mit den Worten: „Die empirischen Analysen im Rahmen der F&E-Systemevaluierung 2008 haben gezeigt, dass nachhaltige Fördereffekte nur von jenen Unternehmen realisiert werden, die sowohl die steuerliche Förderung, als auch Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen. (WIFO, 2009)“

Es wird impliziert, dass Unternehmen, die nur die steuerliche Forschungsprämie oder nur Instrumente der direkten Förderungen in Anspruch nehmen, keine nachhaltigen Fördereffekte realisieren. Dies steht im klaren Widerspruch zu den Studienergebnissen: Die Ergebnisse der Wirkungsanalysen zeigen, dass geförderte Unternehmen verglichen mit nicht-geförderten Unternehmen eine höhere Neigung aufweisen, in ihrem Unternehmen radikale Innovationen einzuführen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit Mehrfachförderung (steuerliche und direkte F&E-Förderung). Die WIFO-Studie stellt klar fest, dass sowohl Unternehmen, die durch die steuerliche Forschungsprämie gefördert werden als auch Unternehmen, die Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen zu mehr Innovation neigen und nachhaltige Fördereffekte realisieren. Die gleichzeitige Förderung durch beide Instrumente hat offensichtlich eine deutlichere Wirkung auf Innovation in Unternehmen.

Die WIFO-Studie evaluiert sowohl die steuerliche Forschungsprämie als auch Instrumente der direkten Förderung als systemrelevant und komplementär: Die Ergebnisse zeigen, dass die steuerliche und die direkte F&E-Projektförderung komplementär sind, d.h. sich einander ergänzen. Darüber hinaus wird die steuerliche Forschungsprämie als ein wichtiges Instrument für Unternehmen, besonders für KMU, evaluiert, weil dieses Instrument einen geringen administrativen Aufwand und eine hohe Planungssicherheit für Unternehmen bietet. Im Gegensatz, Instrumente der direkten Förderung sind mit einem hohen administrativen Aufwand und einer geringen Planungssicherheit verbunden.

Um radikale Innovationen in Unternehmen zu fördern und zu unterstützen sollen einerseits Instrumente der direkten Förderung erweitert und vereinfacht werden, und andererseits Unternehmen, die nur Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen dazu motiviert werden auch die steuerliche Forschungsprämie zu beanspruchen. Für KMU stellt die steuerliche Forschungsprämie bereits jetzt eine sehr gute Möglichkeit dar, die Innovationskraft im Unternehmen zu steigern.   

12.07.2016, Quelle: ITS-Förderberatung

 

Zu wenig Transparenz in der Forschungsförderung

Ein Bericht des Rechnungshofs stellt der heimischen Forschungspolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Man habe zu viele Akteure, die Förderlandschaft sei komplex und intransparent

Das klingt tatsächlich rekordverdächtig: Die Forschungsfinanzierung in Österreich wird durch nicht weniger als 240 Einrichtungen im Bund und in den Ländern abgewickelt. Das ist eines der Ergebnisse eines kürzlich publizierten Berichts des Rechnungshofs (RH). „Viel zu viel“, kritisiert nun auch die grüne Wissenschaftssprecherin Sigi Maurer, die in diesem Zusammenhang eine einheitliche Datenbank über heimische Forschungsförderung fordert, um Transparenz in den F&E-Förderbereich zu bringen und eventuelle Doppelförderungen zu verhindern. Auch im Rechnungshofbericht heißt es, dass bisher „kein Gesamtüberblick über die Forschungsfinanzierung vorhanden war“.

Im Jahr 2014 flossen vom Bund 2,6 Milliarden Euro und von den Ländern rund 460 Millionen Euro in die Forschungsförderung. Durch die Vielzahl der Organisationseinheiten, die die Zahlungen abwickelten, erwies sich die Förderung von F&E als „komplex und unübersichtlich“, schreibt der Rechnungshof. Maurer: „Die Forschungsfinanzierung ist viel zu zersplittert und intransparent.“ Sie frage sich, ob wirklich alle Mittel in die Forschung geflossen seien.

Quote als isolierte Größe
Besonders kritisch war der zweite Teil der RH-Analyse: Die mit der Forschungsstrategie von 2011 begonnene Orientierung an der Forschungsquote – das Ziel ist, bis 2020 3,76 Prozent des BIP für F&E auszugeben (derzeit: 3,01 Prozent) – sei „weder ein aussagekräftiger noch ein steuerungsrelevanter Wirkungsindikator für F&E-Mittel“. Diese isolierte Größe sei nicht geeignet, „Effizienz, Qualität und Effektivität der eingesetzten Mittel im F&E-Bereich wiederzugeben“. Beobachter meinen, der RH habe damit der österreichischen Forschungspolitik der vergangenen fünf Jahre insgesamt ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Laut RH-Bericht waren in allen Bundesministerien in Summe 113 Organisationseinheiten mit F&E-Angelegenheiten befasst und in ihrem Wirkungsbereich zusätzlich zehn Förderagenturen. Bei den Ländern waren es immerhin 103 Organisationseinheiten und 14 Agenturen. In Summe waren dafür 811 Personen mit einem Personalaufwand von rund 58 Millionen Euro beschäftigt.
Insgesamt gab es im Prüfzeitraum 136 Forschungsprogramme von Bund (87) und Ländern (49), was der Rechnungshof als „Programmdschungel“ bezeichnet. Kritisch sieht der RH auch die hohe Zahl sehr kleiner Programme: Der Bund finanzierte 28 und die Länder nicht weniger als 29 Programme, in denen jährlich weniger als eine Million Euro zur Verfügung standen.

Anregungen für Verbesserungen
Freilich gab es nicht nur Kritik, sondern auch reichlich Anregungen: Der RH empfiehlt eine Konzentration von forschungsspezifischen Aufgaben auf wenigere Organisationseinheiten sowie eine Verringerung der Anzahl an Förderagenturen. Zudem sollten nach Ansicht der Prüfer finanziell wirkungsschwache F&E-Programme gebündelt werden. Den Ländern rät das Prüforgan, F&E-Angelegenheiten an die Förderagenturen des Bundes zu übertragen, um einheitliche Beurteilungsstandards und Prozessabläufe zu gewährleisten.
Auskunft gibt der Bericht auch über die Aufteilung des Förderkuchens: Von den 2,6 Milliarden Euro des Bundes für F&E gehen 1,4 Milliarden Euro (55 Prozent) an die Universitäten, 768 Millionen Euro (29 Prozent) an die Förderagenturen und 171 Millionen Euro (sechs Prozent) an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Von den 460 Mio. Euro der Länder gehen 161 Mio. Euro (35 Prozent) an die Krankenanstalten und 62 Mio. Euro (13 Prozent) an Förderagenturen der Länder.

Evaluierung der Forschungsprämie
Dem Vernehmen nach dürfte der RH-Bericht das Bekenntnis der Bundesregierung zur längst fälligen Evaluierung der Forschungsprämie zumindest beschleunigt haben: Am Donnerstag kommt ein entsprechender Entschließungsantrag ins Parlament. Demnach soll die Wirkung dieser steuerlichen Erleichterung für F&E-betreibende Unternehmen bis 2017 analysiert werden. Seit der jüngsten Steuerreform 2015/2016 können immerhin zwölf Prozent der Kosten für Forschung abgesetzt werden, davor waren es zehn Prozent.
Seit 2013 prüft die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG die Prämienanträge der Unternehmen nach inhaltlichen Kriterien. Davor war das nicht nötig: Die Forschungsprämie galt als reine Wirtschaftsförderung und wurde nur vom Finanzministerium geprüft. Manche Beobachter sehen das heute allerdings auch noch so.

06.07.2016, Quelle: Der Standard

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Paket zur Förderung für Start-ups

Die Bundesregierung hat heute zwar kein großes Wirtschaftsprogramm verabschiedet, aber ein Paket zur Förderung von Start-ups. Das Start-up-Paket sieht vor, dass 185 Mio. Euro an frischem Geld und zusätzlich 100 Mio. Euro an Garantien für die Startphase von innovativen neuen Unternehmen aufgewendet werden. Damit sollen 1.000 neue Start-ups entstehen.

Regierung erwartet neue Firmen und Jobs
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sprach bei der Vorstellung nach dem Ministerrat von 10.000 bis 15.000 neuen Jobs. Die Unternehmen sollten aber nicht nur stark exportorientiert sein, sondern auch ein starkes Wachstumspotenzial haben.
„Natürlich wird das Geld kosten, aber wenn man davon ausgeht, dass diese Maßnahmen dazu führen sollen, dass 1.000 neue Firmen gegründet werden, dann scheint das gerechtfertigt zu sein“, sagte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) vor dem Ministerrat.
Auch für Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist es ein „ganz massiver Schritt“, der Österreich bei der Start-up-Förderung dort hinbringen werde, wo Großbritannien und Deutschland jetzt schon sind.

Weniger Lohnnebenkosten
Der Löwenanteil der Förderung entfällt mit rund 100 Mio. Euro auf eine Verringerung der Lohnnebenkosten in den ersten drei Jahren. Fünf Mio. Euro soll es für Unternehmensgründungen aus Universitäten heraus geben, hier ist die Schweizer ETH Zürich das Vorbild. Der Business-Angels-Fonds soll um fünf Mio. Euro aufgestockt werden. Hier besteht die Hoffnung, dass aus dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere fünf Mio. Euro dazukommen. Die Business Angels sollten noch einmal 20 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Für die Finanzierung der Frühphase (Seed-Finanzierung) sind weitere 20 Mio. Euro vorgesehen.
Abgesehen von diesem frischen Geld, will die Bundesregierung auch die Garantien aufstocken, die Start-ups über die staatliche Förderagentur Austria Wirtschaftsservice (aws) gewährt werden. Weitere Leistungen sind beispielsweise Schecks über 10.000 Euro für die Einreichung von Patenten, neue Ideen können künftig für ein Jahr geschützt werden, auch wenn sie noch nicht patentreif sind.

05.07.2016, Quelle: ORF Online

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FTI-Strategie zur Halbzeit mit gemischter Bilanz

FTI-Strategie zur Halbzeit mit gemischter Bilanz – Österreichischer Forschungs- und Technologiebericht 2016 zeigt Stärken und Schwächen des Innovationssystems auf

Wien (PK) – Die Frage, wo Österreich derzeit mit seinen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich steht und wie seine Innovationskraft einzuschätzen ist, beschäftigte einmal mehr den Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie. Ausgangspunkt der Debatte war der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht 2016. Der Bericht weist nach, dass Österreich heuer in internationalen Innovationsrankings teilweise aufholen kann, trotzdem aber noch weit hinter dem Ziel des „Innovation Leader“ zurückbleiben wird. Verstärkte Anstrengungen werden notwendig sein, um vor allem die Unternehmensforschung noch weiter zu erhöhen. Der Bericht wurde schließlich einstimmig vertagt, da die Beratungen darüber im nächsten FIT-Ausschuss im Herbst 2016 wieder aufgenommen werden sollen.

Eine Maßnahme, um mehr Mittel der Privatwirtschaft in die Forschung zu lenken, ist die Forschungsprämie, die Betrieben einen steuerlichen Anreiz geben soll, mehr Mittel für Forschung bereitzustellen. Nach mehreren Änderungen sehen die Abgeordneten nun eine Evaluierung für angebracht. Ein Fünf-Parteienantrag von SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach fordert die Evaluierung der Forschungsprämie bis 2017. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Ein älterer Antrag der Grünen zu einer Evaluierung wurde abgelehnt. In diesem ging es auch um eine stärkere Begünstigung von Ein-Personen-Unternehmen und KMU. Ein FPÖ-Antrag zum Thema gilt hingegen als miterledigt.

Österreich mit F&E-Ausgaben im Spitzenfeld, Weg zum Innovation Leader weiter steinig

Wolfgang Polt und Jürgen Streicher (Joanneum Research) sowie Karl-Heinz Leitner (Austrian Institute of Technology) präsentierten den Abgeordneten den Österreichischen Forschungs- und Technologiebericht 2016 ( III-275 d.B.). Ein Schwerpunkt des Berichts ist heuer eine Zwischenbilanz der Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) der Bundesregierung. Die Experten kommen hier zu dem Ergebnis, dass die FTI-Strategie in einigen Bereichen wesentliche Impulse zu Veränderungen gesetzt hat und einige Fortschritte mit ihr erzielt werden konnten. So wird beispielsweise damit gerechnet, dass Österreich auch 2016 mit seinen Ausgaben für Forschung- und Entwicklung (F&E) eine F&E-Quote von etwa über 3% des BIP erreichen wird und damit über dem EU-Durchschnitt bleibt. Erfolge lassen sich auch daran ablesen, dass Österreich in den Innovationsrankings Plätze gut machen konnte.

Wie der Bericht aber auch betont, sind weitere substanzielle Anstrengung notwendig, wenn Österreich sein Ziel, in die Gruppe der Innovation Leader aufzusteigen, nicht aus den Augen verlieren will. Die Erreichung der angestrebten F&E-Quote von 3,76% sei fraglich. Die Herausforderung bleibe dabei weiterhin die Steigerung des Beitrags des privaten Sektors zur F&E-Quote. Ohne eine Steigerung in diesem Bereich seien die angestrebten Ziele kaum zu erreichen. Der Vergleich mit den Innovation Leaders zeige, dass diese Länder sehr viel stärkere Schwerpunktsetzungen und Profilbildungen im Forschungs- und Hochschulbereich zeigten, so die Experten. Zudem sei der Anteil privater Mittel auch in der Grundlagenforschung dort deutlich höher. Das beruhe aber teilweise auf Voraussetzungen, die sich nicht einfach kopieren lassen – wie etwa Privatstiftungen, die sich erst über lange Zeiträume aufbauen lassen.

In der Diskussion des Berichts mit den Abgeordneten zeichnete sich ab, dass nur teilweise Zufriedenheit mit der Umsetzung der FTI-Strategie herrscht. Generell wurde die Aussage bekräftigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind. Philip Kucher (S) und Eva-Maria Himmelbauer (V) zeigten sich grundsätzlich zufrieden über Erfolge in der Umsetzung der FTI-Strategie. Für Kucher sind auch Maßnahmen zur Erhöhung des Unternehmensanteils an der Forschung gefragt sowie eine Fokussierung auf die so genannte Industrie 4.0. Himmelbauer thematisierte die Notwendigkeit, den Rechtrahmen für innovative Start-ups zu verbessern, was von Katharina Kucharowits (S) aufgegriffen wurde, die auf die Notwendigkeit der Vereinfachung der Gewerbeordnung für Start-ups hinwies. Die Frage des adäquaten Rechtsrahmens für innovative Unternehmen warf auch Ulrike Königsberger-Ludwig (S) in Zusammenhang mit so genannten Sozialen Unternehmen auf. Diese agierten derzeit oft nur auf Basis des Vereinsrechts, gab sie zu bedenken. Johann Hell (S) interessierte sich für die Entwicklungen im Bereich des automatisierten Fahrens.

Industrie muss sich den Herausforderungen stellen
Bundesminister Jörg Leichtfried nützte seinen ersten Auftritt im Ausschuss dafür, die Schwerpunkte, die er im Bereich der Innovation und Technologie sieht, zu präsentieren. Österreich verfüge über Firmen mit hoher Innovationskraft und hoher Exportrate, die komplexe technische Lösungen anbieten können. Diese Bereiche müsse man weiter stärken. Was automatisiertes Fahren angeht, so sei das Thema im größeren Kontext der Entwicklung der Elektromobilität, der Verkehrssicherheit und der Zukunft des öffentlichen Verkehrs zu sehen. Die Industrie 4.0 sei eine Tatsache im Zusammenhang der Digitalisierung und Automatisierung. Man nehme hier nicht nur ein Schlagwort auf, betonte Leichtfried in Reaktion auf kritische Anmerkungen von Abgeordnetem Köchl. Österreich habe sowohl Firmen, die hier Vorreiter seien, als auch leider solche, die sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen wollen. Unternehmen, die sich mit diesen Fragen nicht jetzt beschäftigen, müssten jedoch in wenigen Jahren mit großen Wettbewerbsnachteilen rechnen, warnte Leichtfried. Ein weiteres großes Zukunftsthema sind für Leichtfried klimaschonende Energiegewinnung und Produktionsweisen. Als eine wichtige Herausforderung sieht es Leichtfried, eine bessere Kooperationen von Grundlagenforschung und Industrie zu erreichen.

Forschungsprämie soll evaluiert werden
Die Abgeordneten des Forschungsausschusses sprachen sich heute einstimmig für eine Evaluierung der Forschungsprämie aus, die einen steuerlichen Anreiz für Betriebe schafft, mehr für Forschung auszugeben. Die Forderung einer Evaluierung der Prämie bis 2017 wird in einem gemeinsamen Antrag ( 1776/A(E)) der Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer (V), Philip Kucher (S), Gerhard Deimek (F), Claudia Angela Gamon (N) und Ulrike Weigerstorfer (T) erhoben. Nach zweimaliger Erhöhung sei nun der richtige Zeitpunkt, die Forschungsprämie zu evaluieren, bekräftigte Angelika Winzig (V) das parteiübergreifende Anliegen.-Maria Himmelbauer (V), Philip Kucher (S), Gerhard Deimek (F), Claudia Angela Gamon (N) und Ulrike Weigerstorfer (T) erhoben. Nach zweimaliger Erhöhung sei nun der richtige Zeitpunkt, die Forschungsprämie zu evaluieren, bekräftigte Angelika Winzig (V) das parteiübergreifende Anliegen.

Ruperta Lichtenecker (G) und Claudia Gamon (N) zweifeln daran, dass Österreich angesichts der ihrer Ansicht nach viel zu geringen Ausgaben für die Wissenschaft die Ziele der heimischen FTI-Strategie erreichen und die entsprechenden Wachstumsvorgaben der EU bis 2020 erfüllen kann. Als Antwort erwartet sich Gamon ein Forschungsfinanzierungsgesetz, mit dem die FTI-Strategieziele in den nächsten vier Jahren tatsächlich erreicht werden können ( 1596/A(E)). In diesem Sinne fordert auch Lichtenecker von der Regierung einen terminlich abgestimmten Maßnahmenplan zur budgetären Bedeckung der FTI-Strategie und die Formulierung eines Forschungsfinanzierungsgesetzes ( 1592/A(E)). Beide Anträge wurden von SPÖ und ÖVP in die Warteschleife geschickt. (Fortsetzung Forschungsausschuss)

Mehr dazu auf: https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0730/index.shtml

28.06.2016, Quelle: Parlament.gv.at

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Mehrwert durch Forschung – Präsentation der FFG Bilanz 2015

Bilanz 2015:
465 Millionen Euro ausgezahlt und rund 2.800 Projekte neu bewilligt

Portfolio:
„Kerngeschäft“ bleibt stabil, Angebot durch neue Services und Programme erweitert.

Gutes Zeugnis:
FFG mehrfach geprüft. Leistungen für gut befunden.

„Das Potenzial für mehr Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich liegt im Bereich der Forschung und Innovation“, erklärten Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, bei der Präsentation der FFG-Bilanz 2015 am Mittwoch in Wien. „Wir brauchen daher weitere kräftige Impulse für die innovative österreichische Wirtschaft.“ Im letzten Jahr wurden 465 Millionen Euro an Förderungen für neue und laufende Projekte ausbezahlt, rund 2.800 Projekte mit einer Gesamtförderung von 473 Millionen Euro wurden neu bewilligt. „Während das Budget der direkten Forschungsförderung seit acht Jahren auf ungefähr gleichem Niveau bleibt, hat die FFG ihr Gesamtportfolio mit den Gutachten für die Forschungsprämie, der Abwicklung der Breitbandmilliarde und weiteren Initiativen deutlich ausgebaut“, so die FFG-Geschäftsführer.

Zusammenarbeit Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus
Mit 326 Millionen Euro gingen rund 70 % der Gesamtförderung der FFG (inklusive Darlehen und Haftungen) im Jahr 2015 an Unternehmen. 71 Millionen Euro flossen an Forschungseinrichtungen (15 %), 63 Millionen Euro an Hochschulen (14 %). Gemessen am Barwert liegt der Anteil der Unternehmen bei rund 60 %, jener der Forschungseinrichtungen bei 21 % und jener der Hochschulen bei 18 %. „Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiges Ziel, um Erkenntnisse aus der Forschung möglichst rasch in neue Produkte und Dienstleistungen umzusetzen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Investitionen in Innovationen zahlen sich mehrfach aus“, so die FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner.

Produktion als wichtigstes Forschungsthema
Rund ein Viertel der neu bewilligten FFG-Förderungen fließen in Projekte aus dem Produktionsbereich, insgesamt rund 114 Millionen Euro im Jahr 2015. An zweiter Stelle stehen die Informations- und Kommunikationstechnologien mit 82 Millionen Euro (18 %), danach kommt der Bereich Energie/Umwelt mit 79 Millionen Euro (17 %). „Im Produktionsbereich – Stichwort Industrie 4.0 – verfolgen wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern eine konsequente Interventionslogik und haben besondere Impulse gesetzt“, erläutert FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Dazu zählen auch die Stiftungsprofessuren, die erste Pilotfabrik, die letztes Jahr eröffnet wurde, und unsere intensiven Internationalisierungsaktivitäten. Diese Initiativen werden 2016 verstärkt ausgebaut“, konkretisiert FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

Internationale Vernetzung weiter ausgebaut
Auf hohem Niveau verläuft die Beteiligung am EU-Programm für Forschung und Innovation, Horizon 2020. Bisher haben sich österreichische Organisationen 795 Mal an 578 geförderten Projekten beteiligt, dafür wurden rund 320 Millionen Euro an Förderungen zugesagt (Stand: November 2015). „Die FFG wurde auch mit dem Monitoring der EU-Beteiligung beauftragt“, so Egerth. „Dadurch können wir nationale und internationale Förderangebote noch besser aufeinander abstimmen.“ Die FFG stellt die Horizon-2020-Daten in einer interaktiven Online-Datenbank frei zugänglich zur Verfügung.

Österreich konnte in den letzten Monaten wichtige Erfolge auf europäischem Parkett verzeichnen. Dazu zählt die Beteiligung an der EU-Initiative „Shift2Rail“, in der alle wesentlichen Stakeholder des europäischen Bahnsektors kooperieren. Erstmals wurde auch der Zuschlag für eine „Knowledge Innovation Community“ (KIC) mit über 100 Partnern aus der EU erteilt, in der Österreich eine maßgebliche Rolle spielt. Weitere Erfolge sind im Weltraumbereich zu verzeichnen, darunter die bevorstehende Gründung eines ESA Business Incubation Centres (BIC) und einer Ambassador-Plattform in Graz und Wiener Neustadt sowie der prioritäre Zugang zu den Copernicus-Satellitendaten durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und die Auswertung dieser Daten im „Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring“ (EODC) an der TU Wien.

Wertvoll für die Regionen
Ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren zeigt sich auch in der regionalen Verteilung der geförderten Projekte: Auch 2015 lagen die Steiermark, Wien und Oberösterreich an der Spitze der Bundesländer-Statistik. Gemessen an der Gesamtförderung gingen 29 % der Mittel in die Steiermark (137,5 Millionen Euro), 24 % nach Wien (111,8 Millionen Euro) und 21 % nach Oberösterreich (99,3 Millionen Euro).

Eine enge Zusammenarbeit pflegt die FFG mit den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Durch diese Kooperation erhöht sich die Projektfinanzierung bei den regionalen Unternehmen auf bis zu 70 % der Projektkosten. Diese Förderung wird durch erhöhte FFG-Darlehen ermöglicht, die vom jeweiligen Bundesland mitfinanziert sind. Erstmals hat die FFG im letzten Jahr auch eine gemeinsame Ausschreibung der Bundesländer Oberösterreich und Steiermark zum Thema „Smart Mobility“ abgewickelt.

Portfolio der FFG erweitert
Neue Beauftragungen ergänzen zunehmend das bisherige Förderangebot der FFG. So wurden von 2013 bis 2015 insgesamt über 6.200 Gutachten für die Forschungsprämie (steuerliche Forschungsförderung) erstellt, allein im letzten Jahr waren es insgesamt 2.578 Gutachten. Rund 85 Prozent aller Antragsteller sind Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). „Dieser große Zuspruch ist ein echtes Plus an rot-weiß-roten Innovationen und zeigt beeindruckend, wie stark die Wirtschaft auf Forschung und Entwicklung setzt. Unser Anspruch ist es, mit den Gutachten rasch Rechtssicherheit für die Unternehmen herzustellen“, so FFG-Geschäftsführerin Egerth.

Im Jahr 2015 neu im Portfolio der FFG hinzugekommen ist die Abwicklung der Breitbandmilliarde des Bundes. Insgesamt wurden 2015 Ausschreibungen mit einem Volumen von 237 Millionen Euro gestartet, weitere 250 Millionen sollen im laufenden Jahr ausgeschrieben werden. „Für uns ist die Breitbandmilliarde der Nachweis, dass die FFG ein Partner für ein breites Spektrum von fördertechnischen Aspekten ist“, erläutert Klaus Pseiner.

2016 wird auch die Förderung von Forschungsinfrastrukturen verstärkt werden. Neben den bereits gestarteten Initiativen wie der Pilotfabrik wird demnächst ein eigenes, mit 13 Millionen Euro dotiertes Förderprogramm für gemeinsam genutzte Forschungsinfrastrukturen starten.

Gute Noten für die FFG sind „amtlich“
Dass die FFG mit den an sie übertragenen Geldern sorgsam umgeht, wurde von verschiedenen Seiten mehrfach bestätigt. In den letzten fünf Jahren fanden insgesamt 46 externe Prüfungen durch den Rechnungshof, die Ministerien, die Europäische Union und andere Organisationen statt, darunter auch eine umfassende Prüfung des internen Kontrollsystems der FFG durch den Rechnungshof, der seinen Bericht mit der Gesamtnote „Gut“ versah. Dazu kamen weitere 37 Evaluierungen von einzelnen Förderprogrammen, die dazu genutzt werden, um die Angebote der FFG weiter zu schärfen und zu optimieren. „Alle Prüfungsergebnisse bestätigen uns in unserer Arbeit“, freuen sich die beiden FFG-Geschäftsführer über diese Zeugnisse. „Unsere Eigentümer und Auftraggeber können sich darauf verlassen, dass wir mit den uns übertragenen Geldern effektiv, effizient und sorgsam umgehen und unsere Kunden wissen, dass die FFG ein verlässlicher Partner für ihre Forschungs- und Innovationsvorhaben ist.“

Mehr dazu auf: https://www.ffg.at/presse/ffg-mehrwert-durch-forschung

14.04.2016, Quelle: Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG

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Fluktuierende Ausschüttung

Aufgrund der Zinsentwicklung kann die Nationalstiftung für Forschung heuer nur einen vergleichsweise bescheidenen Betrag ausschütten.
Hannes Androsch, Chef des Forschungs- und Technologierates rechnet mit zusätzlichen Mitteln aus dem Österreich-Fonds.

18 Millionen Euro kommen heuer aus der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung. Das ist die niedrigste Ausschüttung der 2003 eingerichteten Stiftung, die aus Zinserträgen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) sowie des ERP-Fonds dotiert wird. In den Anfangsjahren stellte die Stiftung jährlich noch 125 Millionen Euro für die österreichische Forschung zur Verfügung.
Die Stiftung war 2003 als Teil eines Wachstums- und Standortpakets gegründet worden, um insbesondere „langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen“ zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Millionen von der OeNB und 50 Mio. Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten. Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Strategische Finanzierung
Die Stiftung sieht sich selbst als „Garant für eine nachhaltige, budgetunabhängige, langfristige und strategische Finanzierung österreichischer Forschungsinitiativen“. Im Vorjahr stellte die Stiftung 85 Millionen Euro zur Verfügung, 2014 waren es 38,7 Miollionen.
Von den heuer zur Verfügung stehenden 18 Millionen gehen jeweils fünf Millionen an die Forschungsförderungsgesellschaft FFG und den Wissenschaftsfonds FWF, teilte die Stiftung mit. Jeweils zwei weitere Millionen erhalten die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), die Christian Doppler Gesellschaft (CDG) und die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws).
Der Chef des Rats für Forschung und Technologieentwicklung (RFT), Hannes Androsch, hatte die niedrige Stiftungsausschüttung bereits Anfang des Jahres angekündigt und geht davon aus, dass diese Mittel mit rund 34 Millionen Euro aus dem Österreich-Fonds aufgestockt werden. Dieser soll aus dem neuen 55-Prozent-Steuersatz für Einkommensanteile über einer Million Euro gespeist werden.

Links:
www.stiftung-fte.at

Mehr dazu auf: http://economyaustria.at/forschung/fluktuierende-ausschuttung

14.03.2016, Quelle: Economy Austria

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Standort Österreich: Viele Akademiker, wenige Start-ups

Österreich hat sich im globalen Bloomberg-Innovationsranking von Platz 17 auf Platz 13 verbessert.
Das innovativste Land ist Südkorea, gefolgt von Deutschland.

Wer sich für Zukunftstrends interessiert, muss nach Südkorea reisen. Der asiatische Tigerstaat landete auch heuer im Innovationsranking der Finanzagentur Bloomberg auf Platz eins. In keinem anderen Land der Welt werden Start-ups vom Staat so stark gefördert wie in Südkorea. Seit den 1960er-Jahren hat sich Südkorea von einem Entwicklungsland zu einer modernen Industrienation entwickelt. Der Aufstieg hängt mit den sogenannten Chaebols zusammen. Dabei handelt es sich um mächtige Wirtschaftskonglomerate wie Samsung, Hyundai und LG, die eng mit dem Staat verbunden sind.

Die Finanzagentur Bloomberg veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking mit den 50 innovativsten Ländern weltweit. Auf Platz zwei liegt diesmal Deutschland, gefolgt von Schweden, Japan und der Schweiz. Österreich konnte sich im Vergleich zum Vorjahr vom 17. auf den 13. Platz verbessern. Österreich legte in den meisten Kategorien zu. Doch das Ranking zeigt auch die Schwächen des heimischen Wirtschaftsstandortes auf.

Hohe Akademikerquote
Bloomberg untersuchte die Länder anhand von sieben Kategorien. Am besten schneidet Österreich im Bereich „tertiäre Effizienz“ ab. Dazu gehören unter anderem die Akademikerquote und der Anteil von Akademikern mit einem technischen und naturwissenschaftlichen Studium. In dieser Kategorie liegt Österreich von den 50 untersuchten Ländern auf Platz sieben. Auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung schafft es Österreich unter die Top Ten. Bei den Patenten befindet sich Österreich auf Platz 13, bei der Produktivität auf Rang 14.
Am schlechtesten ist Österreich in der Kategorie „Hightech-Dichte“. Hier liegt unser Land nur auf Platz 30. Allerdings muss man hier mehrere Faktoren beachten. Denn Bloomberg bewertet in dieser Kategorie unter anderem die Zahl der börsenotierten Firmen aus den Bereichen Biotechnologie, Hardware, Software, Internet, erneuerbare Energien, Halbleiter, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt.
In diesem Bereich liegen die USA weltweit vorne, was angesichts der Marktposition der amerikanischen Hightech-Konzerne wie Apple, Google, Amazon und Facebook nicht überrascht. Österreich verfügt über relativ wenige Hightech-Firmen, die an der Börse gelistet sind. Auch spielt in Österreich die Börse bei der Unternehmensfinanzierung keine dominante Rolle.
So hat die Wiener Regierung es verabsäumt, den Kapitalmarkt zu stärken. In innovativen Ländern können sich Start-ups viel leichter Geld von der Börse holen, um damit die nächsten Expansionsschritte zu finanzieren.

Mehr dazu auf: http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4911839/Standort-Osterreich_Viele-Akademiker-wenige-Startups?from=gl.home_wirtschaft

27.01.2016, Quelle: Die Presse

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7. LANGE NACHT DER FORSCHUNG – ÖSTERREICHS GRÖSSTES FORSCHUNGS-EVENT

Die Vorbereitungen für die 7. Lange Nacht der Forschung sind angelaufen.

Am Freitag, 22.4.2016, öffnen Forschungsinstitutionen in ganz Österreich wieder ihre Tore für das interessierte Publikum bei freiem Eintritt!

Die Lange Nacht der Forschung (LNF) verzeichnet seit 2005 steigendes Interesse bei allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen mit zuletzt über 136.500 Besucherinnen und Besuchern. Sie ist das einzige bundesweite Forschungsevent, das Leistungen heimischer Institutionen von der Grundlagenforschung bis zur Industrie für eine breite Bevölkerung zugänglich macht. Die größte Veranstaltung zur Wissenschaftskommunikation hat das Ziel, bei freiem Eintritt Wissenschaft und Forschung auf innovative, verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Das Spektrum der Aussteller reicht von wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungsinstitutionen über Industrie und Infrastrukturbetreiber bis zu innovativen, forschenden Einzelunternehmen

Am 22. April 2016 schafft die LNF16 erneut spannende Orte der Begegnung und fördert so den aktiven Dialog der interessierten Öffentlichkeit mit den Forschenden. Ein umfangreiches Programm bietet Einblicke in die vielfältige Welt der Forschung: von Schulprojekten bis zur Spitzenforschung. Im Rahmen von interaktiven Präsentationen, Vorträgen, Führungen und Mitmachstationen können interessierte Personen mit Forscherinnen und Forschern über aktuelle Forschungsergebnisse diskutieren und auch selbst experimentieren.

Die bundesweiten Maßnahmen der LNF16 werden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) finanziert und vom Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) unterstützt. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) führt die rechtliche und finanzielle Abwicklung durch. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) bringt sich in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle der Langen Nacht der Forschung aktiv in die Koordination der Inhalte und der Kommunikation zwischen den Ressorts und den Bundesländern ein. Für die operative Abwicklung in den Regionen sind Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer zuständig. Die Präsentation der Leistungen erfolgt durch die Wissenschafterinnen und Wissenschafter sowie durch die Forscherinnen und Forscher.

Ab Anfang 2016 gibt es hier die ersten Infos zur LNF16, aktuelle Programminfos folgen Anfang März.
Bis dahin finden Sie Informationen auf: www.facebook.com/LangeNachtderForschung oder www.twitter.com/LNF_Austria #LNF16

Mehr dazu auf: http://www.langenachtderforschung.at/index.html

25.1.2016, Quelle: Lange Nacht der Forschung

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Österreich international vorne bei Förderungen

Im Jahr 2014 wurden in Österreich 19,3 Mrd. Euro für direkte und indirekte Förderungen ausgegeben. Das waren um fast 500 Mio. Euro mehr als im Jahr davor, wie aus dem aktuellen Förderungsbericht der Regierung hervorgeht. Demnach liegt Österreich auch international im Spitzenfeld.

Die gesamten Geldleistungen der Gebietskörperschaften an Unternehmen und Privatpersonen in Österreich betrugen im internationalen Vergleich 2013 rund 80,4 Mrd. Euro, das sind rund 27,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Diese Daten beruhen auf dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) und können mit den übrigen Daten im Förderungsbericht, welche auf den Aufzeichnungen der Haushaltsverrechnung des Bundes basieren, nicht verglichen werden.

Österreich wird in der internationalen Statistik nur von Frankreich mit 31,8 Prozent geschlagen. Finnland gibt 26,2 und Schweden 22,5 Prozent des BIP für Geldtransfers aus. Die Schweiz liegt mit 17,6 Prozent deutlich darunter. Der Großteil der Geldtransfers in Österreich fließt an Privatpersonen (20 Prozent des BIP).

Aber auch bei den Unternehmensförderungen liegt Österreich im Spitzenfeld. Der Anteil dieser Förderungen lag 2013 bei 2,7 Prozent des BIP. In der EU gesamt (28 Länder) wurden mit 2,3 Prozent des BIP deutlich weniger Mittel für Förderungen an Unternehmen aufgewendet. Wesentlich geringere Förderanteile als Österreich weisen beispielsweise auch Deutschland oder Finnland mit 1,8 bzw. 1,6 Prozent des BIP auf. Einzig die Schweiz hat mit 4,6 Prozent des BIP ein vergleichsweise hohes Förderniveau.

Die nationalen Daten weisen für das Jahr 2014 Auszahlungen für direkte Förderungen in Höhe von 5,26 Mrd. Euro aus. Die indirekten Förderungen, also der Steuerausfall durch abgabenrechtliche Ausnahmeregelungen, beliefen sich für 2014 auf rund 13,99 Mrd. Euro, wovon rund 9,35 Mrd. auf den Bund und der Rest auf die Länder entfallen.

Mehr dazu auf: http://news.orf.at//stories/2317544/

7.1.2016, Quelle: ORF Online

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Die innovativsten Patente des Jahres

Das BMVIT und das österreichische Patenamt haben die Erfindungen des Jahres ausgezeichnet. Gold gibt es für eine neue Kuststoff-Recycling Technologie von „EREMA“ aus Oberösterreich. Silber und Bronze für GE JENBACHER aus Tirol und Solabolic aus Wien.

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) vergibt gemeinsam mit dem Österreichischen Patentamt die Auszeichnung für die innovativsten Patente „INVENTUM“. Mit diesem Preis zeichnen bmvit und Patentamt österreichische Innovationen und geistige Leistungen aus, die neue Wege in der technischen Forschung und Entwicklung eröffnen. Zehn Innovationen befanden sich bis zum Schluss im Rennen um die begehrte Trophäe in Gold, die am Freitagnachmittag von der neuen Präsidentin des Patentamts, Mariana Karepova, im Verkehrsministerium überreicht wurde. Mit „INVENTUM“ geben wir österreichischen Erfindungen eine Bühne. Schließlich ist es auch entscheidend, dass die großartigen Leistungen unserer innovativsten Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern – allen voran den verdienten Siegern „EREMA“ aus Oberösterreich“, betont Technologieminister Alois Stöger.

„Forschung und Entwicklung und die daraus entstehenden Erfindungen und Patente sind ein entscheidender Antrieb für das Wirtschaftswachstum in Österreich. Deshalb investiert mein Ressort jedes Jahr 500 Mio. Euro in die angewandte Forschung und unterstützt damit die vielen innovativen Weltmarktführer aus Österreich und die Unternehmen, die sich noch auf dem Weg dahin befinden“, so Stöger weiter.

Die Auszeichnung für österreichische Erfinderinnen und Erfinder wird bereits zum vierten Mal in Kooperation mit „invent“, der Fachzeitschrift für geistiges Eigentum des Bohmann Verlages vergeben. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Patentpreis INVENTUM heute wieder einige sehr innovative Erfinder vor den Vorhang holen dürfen und ihnen mit dieser Auszeichnung jene Aufmerksamkeit geben können, die sie sich verdienen.“, sagt Gabriele Ambros, Präsidentin der Forschung Austria und Geschäftsführerin des Bohmann-Verlages,

Gold für Kunststoff-Recycling-Technologie von EREMA

Mit einer 2014 patentierten Kunststoff-Recycling-Technologie konnte die Firma EREMA die hochkarätige Jury überzeugen und den INVENTUM in Gold erringen. Durch diese Technologie kann Kunststoff-„Abfall“ – durch besonders hohe und konstante Durchsätze – noch effizienter als bisher zur Regranulat recycelt und damit wieder in neuen Kunststoffprodukten verwendet werden. Mit diesem Effizienzschub im Kunststoff-Recycling ist das oberösterreichische Unternehmen Innovationsführer und hat das Potential sich auf dem Weltmarkt zu behaupten.

Silber für Verbrennungsoptimierung von GE JENBACHER

Der INVENTUM in Silber ging an eine Erfindung der Tiroler GE JENBACHER. Das Unternehmen zählt ebenfalls zu den führenden Anbietern in seiner Branche. Auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung ist GE JENBACHER auf die Energieerzeugung nahe oder direkt beim Verbraucher spezialisiert. Das ausgezeichnete Patent beschreibt eine zylinderindividuelle Optimierung der Verbrennung durch eine gezielte Ungleichstellung der einzelnen Zylinder, wodurch sich das Motorverhalten in Summe wesentlich verbessert.

Bronze für neue Generation von Sonnenkollektoren von SOLABOLIC

Der Erfinder DI Ahmed Adel – Gründer des Start-ups Solabolic – bekam den Bronze- INVENTUM für seine Innovation, die die Wirtschaftlichkeit der Sonnenenergie-Technologie signifikant erhöht. Es handelt sich dabei um eine neue Generation von Sonnenkollektoren – laut Patenttitel um Parabolrinnenkollektoren mit verstellbaren Parametern – die in der Herstellung Material spart und die Wirkung steigert. Vor allem Entwicklungsländer mit hohen Solarressourcen können von dieser einfach umsetzbaren Technologie profitieren.

Sechs weitere Unternehmen und ein Einzelerfinder, die in den unterschiedlichsten Branchen tätig sind, wurden für ihre innovativen Leistungen honoriert: AB Mikroelektronik, Fronius International, Hirtenberger Filter Services, Gunar Koller, Melecs EWS, Team ART und Zizala Lichtsysteme.

Mehr dazu auf: http://www.patentamt.at/Das_Oesterreichische_Patentamt/News/Inventum_2014/

4.12.2015, Quelle: Österreichisches Patentamt

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Impressionen 2. ITS Balkongeflüster 30.11.2015

Am Montag, den 30.11.2015 haben wir zu unserem 2. Balkongeflüster bei uns im Büro eingeladen. Wir freuen uns, dass viele trotz Regen und Sturm gekommen sind.

Besonderer Dank gilt unseren beiden Vortragenden DI Gerald Steinwender von der Plattform für Innovationsmanagement und DI Gerald Bauer in Vertretung der Swietelsky Baugesellschaft m.b.H für ihre anschaulichen Erfahrungsberichte zu Innovationsmanagement in Theorie und Praxis.

Und hier geht es zu den Fotos von unserem 2. Balkongeflüster:

 

 

 

Neuer Online Marktplatz für innovative öffentliche Beschaffung

www.innovationspartnerschaft.at  – die interaktive Plattform soll als neuer Marktplatz öffentliche Beschaffer bei innovationsfördernden Vergaben unterstützen

Was kann der neue Marktplatz?

Als innovatives Unternehmen oder Start-up kann man auf www.innovationspartnerschaft.at ein Produkt oder eine Dienstleistung einreichen und über einen Schnelltest herausfinden, ob  es sich für den Marktplatz Innovation eignet. Die Öffentliche Verwaltung findet mit wenigen Klicks geprüfte Lösungen oder hat die Möglichkeit, auf der Plattform eine Challenge auszurufen, um so Lösungen für ein bestehendes Problem suchen zu lassen.

Zugang zu Behörden, die innovativ beschaffen

Beim Life-Start von www.innovationspartnerschaft.at waren Start-ups vor Ort, die auf der Plattform bereits ihre Lösungen anbieten. Andreas Doppler von Linemetrics – ein Start-up, das eine technische Lösung entwickelt hat, mit der Messdaten und Kennzahlen von Unternehmen sehr leicht erfasst werden können – betont den Zugang zur Öffentlichen Verwaltung, der sich über die Plattform wesentlich leichter gestaltet. Laut Cornelia Daniel von Dachgold, ein Unternehmen, das sich auf Photovoltaik-Anlagen-Beratung spezialisiert hat, hilft die Plattform, am Markt noch sichtbarer zu werden sowie die Öffentliche Hand auf ihre nachhaltigen Lösungen aufmerksam zu machen.

Moderne, bürgernahe Verwaltung

Die Möglichkeit, über den neuen Marktplatz Challenges auszurufen und nach Lösungen suchen zu lassen, soll die öffentliche Verwaltung zukunftsfähig machen. Sabina Rosenberg, Facility Managerin am FH Campus 02 in Graz gefällt der innovative Weg, den www.innovationspartnerschaft.at geht: „Wir suchen schon länger nach neuen Möglichkeiten, Lösungen zu beschaffen. Ich bin mir sicher, wenn wir dieses Tool richtig nutzen, wird die Öffentliche Verwaltung moderner und dadurch näher beim Bürger sein.“

Die heimische Wirtschaft stärken

Einerseits zielt die neue Plattform darauf ab, Innovationen anzustoßen und dadurch die heimische Wirtschaft zu stärken. Andererseits  ist es konkretes Ziel, öffentliche Beschaffer bei innovations- fördernden Vergaben zu unterstützen und damit zukunftsfähig zu machen. Der Leiter der IÖB-Servicestelle und einer der Initiatoren des neues Marktplatzes, Stefan Wurm, ist überzeugt, dass in den kommenden Monaten zahlreiche Unternehmen ihre Projekte auf die Plattform stellen werden, welche von öffentlichen Beschaffern, also Behördenstellen, infolge genutzt werden.

Link zum neuen Marktplatz: www.innovationspartnerschaft.at

Artikel auf futurezone.at: http://tinyurl.com/px5uhyr

20.10.2015, Quelle: Innovationsfördernde öffentliche Beschaffung

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