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Zukunftsfibel: Digitalisierung leicht verständlich

In Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität Linz erklären wir in der Zukunftsfibel „Digitalisierung – Na und?!“ was es mit Datafizierung, Digitisierung & Co wirklich auf sich hat. Wissenschaftler, Studienautoren, Wirtschaftsexperten und Politiker überschlagen sich regelrecht mit ständig neuen Daten und Prognosen, wie die Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft – und damit das Alltagsleben – beeinflusst und transformiert. Viel Spaß beim Lesen!

Download: Zukunftsfiebel – Digitalisierung: Na und?

Industrie: Österreich muss sich Platz in Top-Liga der Innovationsländer sichern

IV-GS Neumayer: Hochqualifizierte Talente, Forschungsprämie und direktes F&E-Förderungssystem Fundament für F&E-Erfolg Österreichs – FTI-Paket klug umsetzen

Wien (OTS) – „Im weltweiten Wettbewerb geht es um Qualität, Geschwindigkeit und auch das rechtzeitige Antizipieren von künftigen Technologietrends. Wir brauchen daher ein starkes FTI-System mit Wissenschaft und Wirtschaft, die Technologien umsetzt und für die Gesellschaft nutzbar macht“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, am heutigen Donnerstag anlässlich des Pressegesprächs zur OECD-Review über den Forschungsstandort Österreich. Die OECD attestiere den heimischen Betrieben eine überdurchschnittlich hohe F&E-Intensität im OECD-Vergleich und stelle eine außergewöhnliche Steigerung der F&E-Investitionen in den vergangenen Jahren fest. Basis für die erfolgreiche Positionierung seien vor allem hochqualifizierte Talente, die Forschungsprämie sowie ein starkes direktes F&E-Förderungssystem. „Für die Industrie ist daher ganz klar, dass wir weiterhin auf diese Stärkefelder setzen müssen, um als Standort noch attraktiver zu werden“, so Neumayer.

Ambitioniertes Budget für Horizon Europe nötig
Österreichs Stärke in der Forschung spiegle sich in der erfolgreich ausgebauten internationalen Performance der österreichischen FTI-Akteure wider. Dies bestätige nicht zuletzt die hohe Erfolgsquote im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020. „Im künftigen EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe müssen klare Prioritäten gesetzt werden, um heimische und europäische Wertschöpfungsketten abzusichern. Entscheidend ist, dass die laufenden Verhandlungen zu einem ambitionierten Budget führen. Der Fokus muss auf Schlüsseltechnologien und globale Herausforderungen, wie unter anderem Mobilität oder Energie, gerichtet werden“, so Neumayer.

Forschungsfinanzierungsgesetz muss langfristige Planbarkeit sichern
Wichtige OECD-Empfehlungen würden bereits durch die beschlossene Zukunftsoffensive der Bundesregierung adressiert: „Die Industrie setzt große Erwartungen in dieses FTI-Paket und plädiert für eine kluge und rasche Realisierung,“ so der IV-Generalsekretär. Beim Forschungsfinanzierungsgesetz sei es wesentlich, eine langfristige Planbarkeit zu gewährleisten. Dafür brauche es einen klaren Wachstumspfad der öffentlichen F&E-Budgets, für die die Weichen jetzt gestellt werden müssten. „Die gesamte Innovationskette zu stärken, ist der entscheidende Hebel. Dazu ist vor allem eine Offensive für die angewandte Forschung und Entwicklung nötig. Nur so kann sich der Technologiestandort Österreich einen Platz in der Top-Liga der führenden Innovationsnationen sichern“, betonte Neumayer abschließend.

Weitere Informationen: www.iv.at/medien

14.12.2018, Quelle: Börse-express.com

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Förderungen 2019

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2019 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit der Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2019

6.12.2018, Quelle: Industrie Magazin

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Forschungsprämie: Rechtsunsicherheiten und empirische Wirksamkeit

Die als Gutschrift am Abgabenkonto ausgestaltete Forschungsprämie nach § 108c EStG ist in Österreich das dominierende Element der steuerlichen Forschungsförderung im Unternehmensbereich. Die grundsätzliche Abwicklung im Abgabenverfahren und die vergleichsweise wenigen Voraussetzungen (im Wesentlichen Tragung von Aufwendungen für F&E nach dem „Frascati“-Verständnis der OECD) würden dieses Instrument an sich dem Grunde nach leicht zugänglich machen.

Download: MMag. Dr. Peter Bräumann Artikel zur steuerlichen Forschungsprämie

3.12.2018, Quelle: SWK

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FTI-Strategie der Bundesregierung: Langer Atem auf dem Weg zum „Innovation Leader“ ist notwendig

Parlamentskorrespondenz Nr. 1334 vom 22.11.2018

Seit 2011 verfolgen die österreichischen Bundesregierungen eine FTI-Strategie, um Österreich bis 2020 in die Spitzengruppe der innovativsten Forschungsländer Europas zu führen. Nach der Debatte im Forschungsausschuss wurde der Forschungs- und Technologiebericht 2018 auch im Plenum des Nationalrats behandelt. Der Bericht, der von Bildungsminister Heinz Faßmann, Verkehrsminister Norbert Hofer und der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck, in Auftrag gegeben wurde, sieht Österreich in den letzten Jahren laut mehreren wichtigen FTI-Indikatoren auf einem guten Weg in Richtung „Innovation Leader“. Mit einer gesamtwirtschaftlichen F&E-Quote im Jahr 2016 von 3,09 % weise Österreich mittlerweile den zweithöchsten Wert in der EU-28 und den siebthöchsten Wert unter allen Ländern der Welt auf. Der Abstand zur Spitzengruppe habe sich deutlich verringert, auch wenn sich das nicht in allen internationalen Innovationsrankings niederschlage.

In der Debatte betonten die Abgeordneten der Koalitionsparteien, dass die aktuelle Bundesregierung die richtigen Schritte setze, um die Innovationskraft Österreichs zu stärken. Die VertreterInnen der Opposition konzedierten, dass die FTI-Strategie erste Erfolge zeitigt, forderten aber Schritte bei der Grundlagenforschung und im Bildungssystem. Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Koalitionsparteien sehen Maßnahmen der Bundesregierung bestätigt
FPÖ-Forschungssprecher Gerhard Deimek sah in dem Bericht ein Zeichen dafür, dass Österreich Potenzial habe, in die Gruppe der „Innovation Leaders“ vorzustoßen. Ein wesentlicher Faktor sei die deutliche Erhöhung der Mittel, die für die Forschung von öffentlicher Hand und Unternehmen aufgewendet werden. Die Bundesregierung habe bereits gezeigt, dass sie mit ihren legistischen Maßnahmen die Stärkung von Innovationen im Blick habe. Innovative Unternehmen seien die wesentliche Grundlage für den Wohlstand in Österreich, diese gelte es zu erhalten und auszubauen.

Innovation sei der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Dem trage die FTI-Strategie der Bundesregierung Rechnung, und die gegenwärtige Bundesregierung werde diese umsetzen, zeigte sich Maria Theresia Niss (ÖVP) überzeugt. Sie sei dagegen, die Grundlagenforschung gegen die angewandte Forschung auszuspielen, da es gelte, das Gesamtsystem zu stärken. Niss forderte eine Technologieoffensive der Industrie. Die Forschungsprämie ist aus ihrer Sicht in diesem Zusammenhang eine richtige Maßnahme, der weitere folgen müssen. Dazu gehört für sie auch eine Strategie, um der Wirtschaft die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.

Die aktuelle Bundesregierung sei angetreten, viele Versäumnisse der letzten Jahre gutzumachen, auch in der Umsetzung einer ganzheitlichen FTI-Strategie, betonte ÖVP-Forschungssprecherin Eva-Maria Himmelbauer. Der Bildungsminister setze etwa Maßnahmen, um die Digitalisierung in die Schulen zu bringen. Die neuen Entwicklungen im Bereich Robotik und künstlichen Intelligenz müssen kritisch begleitet werden, um ihre Potenziale richtig nutzen zu können. Große Bedeutung für Forschung und Entwicklung haben für Himmelbauer die KMU und Start-ups. Erfreulicherweise seien auch bereits erste Maßnahmen für die Heranbildung von Fachkräften in den MINT-Fächern gesetzt worden, hob sie hervor.

Erfreut über die unterdessen hohe F&E-Quote Österreichs zeigte sich Josef Smolle (ÖVP). Positiv ist für Smolle auch, dass die Unternehmen unterdessen etwa zwei Drittel der Forschungsfinanzierung tragen. Österreich gehöre damit zu den „Strong Innovators“, müsse aber zur Gruppe der „Innovation Leaders“ noch aufholen. Aufholbedarf gibt es aus seiner Sicht vor allem bei der Grundlagenforschung und beim Wissenstransfer, der eine Open-Access-Strategie erfordere. Auch seine Fraktionskollegin Johanna Jachs zeigte sich zufrieden über die hohe F&E-Quote. Österreich habe viele Plätze gutgemacht, doch müsse die FTI-Strategie mit langem Atem fortgesetzt werden. Martin Engelberg (ÖVP) stellte fest, Geld sei nicht der einzige Faktor, wichtig sei auch die Stärkung von internationalen Kooperationen. Ein gutes Beispiel dafür sei das jüngst abgeschlossene Forschungsabkommen mit dem Innovationsvorreiter Israel.

Opposition drängt auf mehr Nachdruck bei Grundlagenforschung und Bildung
Der Forschungs- und Technologiebericht zeige einige gute Ergebnisse der FTI-Strategie, befand SPÖ-Abgeordnete Klaudia Friedl. Vor allem die Forschungsquote habe sich deutlich erhöht, und die Kooperation von Universitäten und Wirtschaft funktioniere vorbildlich. Das Ziel der Innovationsführerschaft werde man 2020 allerdings wohl noch nicht erreichen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werde man wesentlich mehr in die direkte Forschungsförderung und in die Grundlagenforschung investieren müssen. Die Entwicklung der Mittel des Wissenschaftsfonds FWF hinke der allgemeinen Entwicklung hinterher. Österreich habe viel Potenzial, an die Spitze zu kommen, doch müsse man bereits in den Kindergärten und Schulen die entsprechenden Voraussetzungen schaffen und moderne pädagogische Konzepte umsetzen.

Ihr Fraktionskollege Philip Kucher (SPÖ) konzedierte ebenfalls, dass die FTI-Strategie große Fortschritte für das Innovationssystem gebracht hat. Jene ganzheitliche Strategie, die erforderlich sei, um sie tatsächlich erfolgreich zu machen, sehe er bei der Bundesregierung aber noch nicht. Erfreulich seien immerhin die Signale in Richtung einer stärkeren Förderung der Grundlagenforschung. Man müsse aber auch überlegen, was man Menschen anbieten könne, deren Jobs durch die Digitalisierung obsolet werden. Ministerin Schramböck sei zwar nun nominell auch Digitalisierungsministerin, habe aber noch kein politisches Programm dazu vorgelegt. Auch in der Bildungspolitik bleibe vieles zu tun, um junge Talente zu fördern und gute Rahmenbedingungen für junge ForscherInnen zu schaffen.

Die Wortmeldungen der Koalition zum Bericht könnten den Eindruck erwecken, dass sich Österreich in Bezug auf seine Innovationskraft bereits nahe an der Weltspitze befinde. Bei genauerem Hinsehen zeige der Bericht aber, dass man sich bestenfalls im Mittelfeld befinde, sagte NEOS-Mandatarin Claudia Gamon. Hannes Androsch, der Vorsitzende des Rats für Forschungs- und Technologieentwicklung, habe das im Forschungsausschuss auch klar angesprochen und festgestellt, bei der Grundlagenforschung müsse endlich „geklotzt, nicht gekleckert“ werden. Die Realität sei aber leider, dass Jahr für Jahr um jeden Euro zusätzliches Budget gekämpft werden müsse und dem FWF dringend benötigte Mittel fehlten. Die Empfehlungen des Rats sind laut Gamon zwar eindeutig, sie fürchte jedoch, dass sie auch in den nächsten Jahren nicht umgesetzt werden.

Der technologische Wandel sei bereits in vollem Gange, die Politik reagiere aber noch immer nicht entsprechend darauf, klagte Stephanie Cox (JETZT). Die viel zu langsame Umsetzung der Breitbandinitiative und die geringe Nachfrage nach leistungsfähigem Breitband sei ein weiteres Beispiel dafür, dass die österreichische Infrastruktur noch nicht auf die vierte technische Revolution gerüstet sei. PolitikerInnen hätten die Aufgabe, als DolmetscherInnen der aktuellen Entwicklungen den Menschen zu vermitteln, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen.

Hofer: Ziel ist noch nicht erreicht, doch Optimismus gerechtfertigt
Bundesminister Norbert Hofer sieht in dem Bericht den Erfolg der FTI-Strategie und der nachhaltigen Anstrengungen von Wirtschaft und Staat bestätigt. Österreich sei ein Land, das für innovative Unternehmen ein gutes Umfeld bietet. Es zähle zu den forschungsintensivsten Ländern weltweit. Auch bei anderen zentralen Indikatoren der technologischen Leistungsfähigkeit, wie internationale Patentanmeldungen, habe es zuletzt merkliche Verbesserungen gegeben. Für Hofer ist die Robotik die nächste Herausforderung, hier entstehen nicht nur technische, sondern auch viele ethische Fragen und damit Herausforderungen für den Gesetzgeber. Der Rat für Robotik und künstliche Intelligenz liefere wichtige Hinweise, was wünschenswert sei und wo man der Verwendung von Daten eine Grenze ziehen müsse. Die Breitbandstrategie müsse vorangetrieben werden, die Bundesregierung habe sich hier hohe Ziele gesteckt und gesetzliche Maßnahmen umgesetzt. Er sei Hannes Androsch für den kritischen Input dankbar, den er als Vorsitzender des Rats für Forschungs- und Technologieentwicklung gebe. Schließlich es sei wichtig, Probleme klar anzusprechen und sie nicht zu beschönigen. Er persönlich sei jedoch optimistisch, dass Österreich die Ziele der FTI-Strategie erreichen werde. (Fortsetzung Nationalrat) sox

weitere Infos unter: Parlamentskorrespondenz Nr. 1334 vom 22.11.2018

26.11.2018, Quelle: Parlament

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Andreas Tschas wird Leiter der Digitalisierungsagentur DIA

BM Schramböck und BM Hofer betonen hohen Stellenwert der DIA als zentrale Plattform für Umsetzung wichtiger Digitalisierungsmaßnahmen – Beirat der Digitalisierungsagentur beschlossen

Andreas Tschas wird Leiter der von der österreichischen Bundesregierung eingerichteten Digitalisierungsagentur DIA, gaben Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, und Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, im Rahmen des FFG FORUMS 2018 bekannt. Der gebürtige Kärntner konnte im Ausschreibungsprozess u.a. mit seinen bisherigen unternehmerischen Tätigkeiten und seiner Erfahrung im Aufbau eines der größten Start-up- und Innovationsnetzwerke Europas („Pioneers“) überzeugen und wird seine neue Tätigkeit mit 17. September 2018 beginnen.

„Andreas Tschas steht für Digitalisierung und Innovation und er scheut sich nicht, neue Wege zu gehen. Er repräsentiert eine neue Unternehmergeneration und ist ein erfahrener Kommunikator. Wenn wir Digitalisierung erlebbar und begreifbar machen wollen, müssen wir alle Betroffenen mitnehmen und die Chancen dieses Wandels klarer hervorstreichen“, so Ministerin Schramböck. „Wir konnten mit Andreas Tschas einen kreativen und kommunikativen Kopf für die DIA gewinnen. Er bringt Erfahrung und Esprit mit und wird so maßgeblich dazu beitragen, die Digitalisierungsagentur als zentrale Plattform für die Umsetzung wichtiger Digitalisierungsmaßnahmen zu etablieren. Denn: Wir wollen wieder digitaler Vorreiter in Europa sein“, betont Minister Hofer. Die DIA wird von den beiden Ministerien (BMDW, BMVIT) finanziert und als Bereich in der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG eingerichtet. Sie wird durch einen Beirat begleitet und strategisch unterstützt. Die Beiratsmitglieder wurden gestern vom FFG-Aufsichtsrat beschlossen.

weitere Infos unter: FFG

19.09.2018, Quelle: FFG

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Egerth und Pseiner: Forschungsfinanzierungsgesetz eröffnet neue Perspektiven

FFG-Geschäftsführer begrüßen Zukunftsoffensive für Forschung, Technologie und Innovation der Bundesregierung – Autonomie als wichtige Voraussetzung für bestmögliche Umsetzung.

„Das Forschungsfinanzierungsgesetz eröffnet neue Perspektiven und wird mit den weiteren geplanten Maßnahmen zur Stärkung des heimischen FTI-Standortes beitragen“, so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, zur Zukunftsoffensive für Forschung, Technologie und Innovation der Bundesregierung. Der im Zuge des Forschungsfinanzierungsgesetzes vorgesehene mehrjährige FTI-Pakt „bringt jene Planungssicherheit, die für mittel- und langfristige Strategien zentral ist. Forschung wirkt, und die FFG wirkt mit entsprechenden Formaten mit, um weitere Innovationssprünge gezielt und effizient zu fördern“, betonen die beiden FFG-Geschäftsführer. Eine wichtige Voraussetzung zur bestmöglichen Umsetzung der geplanten Vorhaben sehen sie dabei auch im Ausbau der Agenturautonomie, der in der Evaluierung der FFG durch Fraunhofer und KMU Forschung Austria (Juni 2017) klar empfohlen wird.

Das geplante Forschungsfinanzierungsgesetz ist für die beiden FFG-Geschäftsführer ein unerlässliches Instrument für die langfristige FTI-Finanzierung und eine entsprechende Effizienz der Prozesse durch mehrjährige Vereinbarungen anstelle zahlreicher Einzelbeauftragungen pro Jahr. „Die FFG hat sich als One-Stop-Shop der österreichischen Forschung- und Innovationsförderung etabliert“, so Egerth und Pseiner. In enger Abstimmung mit den Eigentümerressorts gelte es nun im Zuge der Aktualisierung der FTI-Strategie, die Aktivitäten und Autonomie weiter zu stärken. So kann die FFG rasch und flexibel agieren und das Förderportfolio, zum Beispiel auch im Bereich Digitalisierung, entsprechend weiterentwickeln.

Forscherinnen und Forscher am Standort Österreich müssen sich auf eine gesicherte Dotierung verlassen können. Es ist dabei auch unsere gemeinsame Aufgabe, das allgemein verständlich zu kommunizieren und den enormen Mehrwert der Forschung(sförderung) sicht- und begreifbar zu machen. Denn wir alle profitieren im täglichen Leben, dass an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Köpfe rauchen“, so Egerth und Pseiner weiter. Neben dem Input muss ebenso der Output steigen und neue Märkte erschlossen werden. „Die Förderung von Forschung und Innovation muss nahtlos erfolgen. Es darf nicht bei der Erfindung bleiben – diese muss auch verstärkt den Weg auf den Markt finden“, so Egerth und Pseiner. „Wenn wir innovationsscheu agieren, kommen wir nicht weit. Es braucht eine Kultur der Innovationsbereitschaft, die im doppelten Sinn gefördert wird.“ Die geplante Umsetzung der Forschungsförderungsdatenbank  sehen die beiden FFG-Geschäftsführer positiv, die FFG agiert hier bereits als Vorreiter bei der bestehenden Transparenzdatenbank.

Die Zukunftsoffensive für Forschung, Technologie und Innovation ist aus Sicht von Egerth und Pseiner auch eine wichtige Grundlage, um weiter auf europäischer Ebene Mittel erfolgreich einzuwerben. Als Nationale Kontaktstelle für das EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm „Horizon 2020″ und weitere europäische Programme „wissen wir genau um die hohen Anforderungen Bescheid, um im europäischen Wettbewerb mithalten zu können. Neben gezielter Information und umfassender Beratung zu den Förderformaten können wir auch mit entsprechenden Programmen den Boden in Österreich aufbereiten, um dann in großen Themengebieten wie Quantenphysik und Künstliche Intelligenz auf europäischer Ebene der nächsten Innovationsgeneration anzugehören.“

weitere Infos unter: FFG

21.8.2018, Quelle: FFG

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Special Innovationspool am 16.5.2018 – Der Weg zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten

Am 16. Mai 2018 luden die ITS Förderberatung und die Plattform für Innovationsmanagement (PFI) zum Austausch über Wege zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten.

Interessierte kamen im traditionellen Bellaria Kino vis à vis des Wiener Volkstheaters zusammen, um sich zu informieren. Einblicke gaben in Ihren Vorträgen Experten von innovation service network, Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie der ITS Förderberatung.

Das Programm:
Open Innovation – Hintergründe, Anwendungsfelder und Beispiele aus der Praxis – Dr. Reinhard Willfort, innovation service network
Motivation und fairer Austausch in offenen Innovationsprozessen – Peter Pawlek, Austria Wirtschaftsservice
Fördermöglichkeiten der FFG im Bereich Open Innovation – Martin Walser, ITS Förderberatung / ITS Innovation Support

Nach den Fachvorträgen fanden rege Diskussionen zu diesen spannenden Vorträgen statt. Bei kulinarischen Wiener Schmankerl und angeregten Gesprächen ließen wir diesen erfolgreichen Tag gemütlich ausklingen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Interesse an der Veranstaltung „Special Innovationspool: Der Weg zu Open Innovation und passende Fördermöglichkeiten“ im traditionsreichen Bellaria Kino am 16. Mai 2018. Großer Dank gilt dabei vor allem Herrn Pawlek und Herrn Willfort, die ihr Expertenwissen zum Thema Open Innovation mit uns geteilt haben. Vielen Dank auch an unseren Kooperationspartner PFI – Plattform für Innovationsmanagement für die tolle Zusammenarbeit.

Impressionen zur Veranstaltung (c) weinfranz / PFI:

FFG: JAHRESPRESSEKONFERENZ 2018

FFG: INNOVATION BESCHLEUNIGT KONJUNKTUR UND STRUKTURWANDEL
• FFG-Bilanz 2017: 685 Mio. Euro für 3.775 Projekte neu bewilligt, 467 Mio. Euro ausgezahlt, 2.715 Gutachten für die Forschungsprämie erstellt
• IHS: Österreich auf gutem Pfad, was F&E-Ausgaben betrifft; Ziel muss sein, noch effizienter zu werden und Strukturwandel aktiv zu gestalten

Investitionen und Export sind die beiden starken Treiber der aktuellen Konjunktur. Voraussetzung dafür sind innovative Unternehmen und wettbewerbsfähige Produkte. „Jetzt geht es darum, mit gezielten Interventionen den Strukturwandel weiter voranzutreiben und den Wirtschaftsaufschwung in Österreich abzusichern“, betonen die Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, anlässlich der Präsentation ihrer Bilanz 2017 gemeinsam mit IHS-Direktor Prof. Martin Kocher.

„Die FFG trägt mit ihren Förderungen wirksam dazu bei, mehr Unternehmen auf einen Innovationspfad und rascher neue Produkte auf den Markt zu bringen sowie MitarbeiterInnen bestmöglich zu qualifizieren“, fassen die FFG-Geschäftsführer die Wirkung der direkten Forschungs- und Innovationsförderung zusammen. „Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die an FFG-geförderten Projekten teilgenommen haben, sind in neuen Aktivitätsfeldern tätig geworden. Jährlich kommen rund 200 neue Produkte auf den Markt, die direkt auf FFG-Projekten basieren. Ein FFG Fördereuro wird binnen weniger Jahre zu rund zehn Euro an zusätzlichen Umsatz und Lizenzerlösen.“

„Forschung und Entwicklung spielen, neben ihrer konjunkturellen Wirkungen, auch eine zentrale Rolle für das langfristige Produktivitätswachstum und damit für den Wohlstand einer Volkswirtschaft – da ist die wissenschaftliche Evidenz eindeutig“, ergänzt Martin Kocher. „Österreich hat bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren stark aufgeholt, nicht zuletzt auch wegen einer professionellen Förderlandschaft.“

Strukturwandel vorantreiben
„Forschungsförderung ermöglicht es direkt, wirtschaftspolitisch wichtige Impulse zu setzen. Sei es für bestimme Zielgruppen wie Start-ups, oder auch dort, wo es um die Optimierung von Strukturen geht, zum Beispiel in der Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft“, so die FFG-Geschäftsführer. „Zwei Drittel der FFG Förderungen fließen in kooperative Projekte. Nach einer Studie kooperieren 60 Prozent der innovationsaktiven Großunternehmen und 30 Prozent der KMU in Österreich mit Hochschulen – damit liegen wir deutlich über dem EU-Schnitt.“ Auch die Anzahl der innovativen Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. „Wir haben in den letzten drei Jahren insgesamt rund 4.600 innovationsaktive Unternehmen verzeichnet. Dazu zählen etwas über 4.000 Unternehmen, die fallweise forschungsaktiv sind, eine Gruppe von rund 500 Unternehmen, die laufend Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchführen, sowie eine Spitzengruppe von rund 50 Unternehmen, die hochaktiv und langfristig orientiert sind, und die auch verschiedene Fördermaßnahmen nutzen“, so Egerth und Pseiner. „Unterschiedliche Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse und darauf reagieren wir als FFG mit einem differenzierten Förderangebot. Mit Einsteigerformaten wie dem Innovationsscheck unterstützen wir Unternehmen dabei, regelmäßiger und häufiger Innovationstätigkeiten durchzuführen, andere Formate wie Frontrunner, oder COMET sind für Innovationsprofis geeignet. “

Breites Portfolio der FFG
Insgesamt wurden von der FFG im abgelaufenen Jahr 3.775 Projekte bewilligt, an denen 3.477 unterschiedliche Organisationen beteiligt sind. Das entspricht einem Zuwachs von rund 14 Prozent bei der Anzahl der Projekte und rund zehn Prozent bei den Organisationen gegenüber dem Vorjahr. Für Forschungs- und Innovationsprojekte wurden im vergangenen Jahr 562 Mio. Euro an Förderungen neu bewilligt (2016: 522 Mio. €).

„Mit 381 Millionen Euro geht der Großteil unserer Förderungen – rund 68 Prozent – direkt an die Unternehmen“, berichten Egerth und Pseiner. „Davon werden rund 220 Millionen für Projekte von Großunternehmen verwendet, 161 Millionen Euro für Projekte von Klein- und Mittelunternehmen.“ Für Forschungsaktivitäten an den Hochschulen wurden 80 Millionen Euro, an Forschungseinrichtungen 48 Millionen Euro und an Kompetenzzentren 43 Millionen Euro bewilligt. Zusätzlich zu diesen Mitteln hat die FFG im Jahr 2017 weitere 123 Millionen Euro aus der Breitbandmilliarde vergeben (2016: 93 Mio. €).

Gestiegen ist auch das Volumen der Forschungsprämie: 2017 wurden von der FFG 2.715 Gutachten erstellt, in denen ein Volumen von insgesamt 673 Millionen Euro befürwortet wird (die Entscheidung über die Zuerkennung einer Forschungsprämie obliegt den Finanzämtern).

Digitalisierung als Top-Thema
Produktionstechnologien stehen im Branchen- bzw. Themenranking der FFG Förderungen an erster Stelle. Rund 130 Millionen Euro oder 23 Prozent des Gesamtvolumens (ohne Breitband) wurden 2017 für entsprechende Projekte bewilligt. Auf Platz zwei finden sich die Informations- und Kommunikationstechnologien mit 118 Millionen Euro (21 Prozent der Gesamtförderung), dahinter folgen mit 84 Millionen Euro die Themen Energie und Umwelt (15 %), Mobilität (70 Mio. €, 12 %) und Life Sciences (60 Mio. €, 11 %).
Von 2015 bis 2017 stieg der Anteil jener Projekte, in denen Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt, um rund 20 Prozent von 39 auf 57 Prozent. „Auch darin zeigt sich eindrucksvoll, wie die FFG den Strukturwandel aktiv unterstützt“, so die FFG Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. „In der FFG ist die Digitalisierung nicht auf die eigentlichen IKT-Förderprogramme beschränkt, sondern durchzieht als zentrale Technologie des 21. Jahrhunderts alle Branchen und Forschungsthemen.“

FFG: erfolgreiche Partnerschaft mit den Regionen
Im Ranking der Bundesländer lag die Steiermark im Jahr 2017 mit 168 Millionen Euro eingeworbener FFG-Mittel an der Spitze, gefolgt von Wien mit 129 und Oberösterreich mit 109 Millionen Euro (gerechnet ohne Breitbandmittel). Diese drei Länder können traditionell die meisten FFG-Förderungen lukrieren, wobei noch im Jahr 2016 Wien mit 147 Millionen Euro auf Platz eins lag. „Diese Zahlen bilden auch die unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen und Forschungsschwerpunkte der Länder ab“, erläutert FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

Die FFG hat seit ihrer Gründung 2004 die Zusammenarbeit mit den Bundesländern in der Forschungs- und Technologieförderung kontinuierlich ausgebaut. „Wir wickeln für die Länder Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol Förderprogramme aus Landesmitteln ab“, ergänzt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Diese Form der Zusammenarbeit mit den Ländern wurde vom Rechnungshof 2016 positiv hervorgehoben.“ Auch das seit 2007 laufende COMET Programm wird aus Bundes- und Landesmitteln sowie von den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert.
Seit 2015 führt die FFG zudem thematische Ausschreibungen für die Bundesländer durch, darunter im letzten Jahr die Ausschreibung „Silicon!Alps“ für die Länder Kärnten und Steiermark.

Internationale Vernetzung weiter vorangetrieben
Seit 2014 wurden rund 780 Millionen Euro an Förderungen aus dem EU-Programm für Forschung und Innovation, „Horizon 2020“, für heimische Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen bewilligt. Damit liegt Österreich bei der Erfolgsquote (gemessen nach Beteiligungen) auf Platz 3 in der EU. „Mit über 6.000 individuellen Beratungen jährlich und unserem umfassenden Angebot an Trainings und weiteren Services trägt die FFG als Nationale Kontaktstelle zum heimischen Erfolg maßgeblich bei“, so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Allein im vergangenen Jahr konnten aus „Horizon 2020“ und den Aufträgen der Europäischen Weltraumagentur ESA insgesamt rund 230 Millionen Euro an Förderungen für österreichische Unternehmen und Einrichtungen lukriert werden. Weiter ausgebaut wurden auch die Aktivitäten der FFG im Rahmen der KMU fokussierten Programme EUREKA und Eurostars. Die internationale Kooperation
wurde 2017 vor allem in Richtung Brasilien und China mit bilateralen Ausschreibungen sowie durch europäische Projektbeteiligungen zur Etablierung von europäischen Forschungs- und Innovationszentren weiter gestärkt.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet heuer der österreichische EU-Ratsvorsitz im zweiten Halbjahr 2018. Neben rund 40 Fachveranstaltungen im FTI-Bereich, darunter auch große Kongresse im Bereich IKT und industrielle Technologien, stehen wichtige Entscheidungen für den Europäischen Forschungsraum an. Dazu zählen die Verhandlungen zum nächsten EU-Rahmenprogramm für Forschung, Technologie und Innovation sowie der mehrjährige Finanzrahmen der EU. „Die FFG wird ihr Know-how in die Ausgestaltung des neunten Rahmenprogramms aktiv einbringen“, so Egerth und Pseiner. Die aktuelle Diskussion umfasst bspw. die verstärkte missionsorientierte Forschung („Missions“) sowie die Einrichtung des European Innovation Councils (EIC), der insbesondere innovative Unternehmen adressieren soll.

Generell ist im neunten Rahmenprogramm aus Sicht der FFG die Stärkung der Forschung entlang der gesamten Innovationskette zentral und es gilt den Prozess der Vereinfachung“(“Simplification“) bei der Abwicklung der Förderungen fortzusetzen. „Ein starker europäischer Forschungsstandort ist essenziell für die internationale Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und damit auch für Beschäftigung und Wohlstand in Europa”, betonen Egerth und Pseiner.

Neue Entwicklungen, neue Programme
Zu den im Jahr 2017 neu gestarteten Programmen zählt „Early Stage“, das sich an junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial und Firmen, die in neue Nischen vordringen wollen, richtet. Neu sind auch die Programme „Innovationswerkstätten“. Das sind offene Werkstätten, die sowohl über eine Ausstattung an modernen Geräten verfügen, aber auch als Raum für Kommunikation, Weiterbildung und gemeinsame Projekte dienen, sowie „Impact Innovation“, mit dem Vorhaben zur Entwicklung von innovativen Lösungen ohne direkten F&E-Bezug. Ebenfalls neu ist das Programm „Ideen Lab 4.0“, das die Weiterentwicklung von Ideen durch verschiedene Teams fördert. Und der bereits Ende 2016 gestartete „Patent.Scheck“, der Dienstleistungen rund um die
Patentrecherche und -anmeldung fördert, übertrifft bei weitem die Erwartungen. Seit dem Ausschreibungsstart wurden über 450 Anträge gestellt.

Presseunterlagen und Bildmaterial unter: https://www.ffg.at/pressemitteilungen

Rückfragehinweis:
Institut für Höhere Studien IHS
Josefstädter Straße 39, 1080 Wien
Richard Sellner, Makroökonomie und Wirtschaftspolitik
T: +43 1 59991 – 261
E: richard.sellner@ihs.ac.at
http://www.ihs.ac.at

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Sensengasse 1, 1090 Wien
Linde Tuscher, Pressesprecherin
T: +43 5 7755-6010
E: presse@ffg.at
http://www.ffg.at/presse

weitere Infos unter: FFG

8.3.2018, Quelle: FFG

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FFG: Im Fördershop steht eine Konzentrationsübung bevor

In der Forschungsförderungsgesellschaft blickt man entspannt in eine Zukunft, die mehr Autonomie der Förderagenturen gegenüber Ministerien bringen könnte.

Es wird wichtigere, sicher aber auch unwichtigere Gründe für ein Fest geben: Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG begeht 2018 zumindest zwei Jubiläen. Die Vorgängerorganisation FFF startete vor 50 Jahren mit ihrer Arbeit. Dieser „Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft“ wurde schließlich 2004 beim Merger mehrerer Agenturen in die damals neu gegründete FFG eingegliedert und läuft seither unter „Basisprogramme“ – eine themenoffene Förderschiene, in der Anträge nach Qualitätskriterien von einer internationalen Jury ausgewählt werden. Auch Comet, das Kompetenzzentren-Programm der Agentur, gibt es schon seit einer runden Anzahl von Jahren: Es startete 2008 als Fortführung einer Mehrzahl von Programmschienen, die K-ind, K-net und K-plus hießen. Aber man muss das Feiern ja auch nicht übertreiben.

Henrietta Egerth, die gemeinsam mit Klaus Pseiner seit Anbeginn die Geschäfte der FFG führt, betont, dass ihr der Blick in die Zukunft trotz des Charmes, der einem Jubiläumsjahr innewohnt, mehr am Herzen liege. Der Innovationsteil des ÖVP-FPÖ-Regierungsprogramms könnte dabei, wie berichtet, zu Erleichterungen in der Alltagsarbeit führen, denn hier wird mehr Autonomie für die Förderagenturen versprochen. Bisher erhielt die FFG von ihren Eigentümern, dem Verkehrs- sowie dem Wirtschaftsministerium, Beauftragungen für jedes einzelne Förderprogramm.

Mehr Autonomie
Künftig könnte es eine einfachere Regelung geben, die Ministerien würden mit der FFG einen strategischen Rahmen vereinbaren, in dem die Agentur ihre Förderinstrumente eigenständig auswählt und anpasst. Egerth: „Wichtig ist eigentlich nur, ob alle Förderungen für angewandte Forschung bei uns abgeholt werden können.“ In jedem Fall könne sie sich vorstellen, dass die derzeitige Vielzahl an Programmen (etwa 80 allein in der FFG) auf „wenige Instrumente konzentriert wird, um strategische Überthemen wie Digitalisierung oder Energie zu bespielen“.

Gelassen sieht sie die Eigentümerstruktur der Agentur. Hierzulande wurde schon häufig über die Zusammenlegung der Forschungsagenden aller zuständigen Ressorts (Wissenschaft, Verkehr, Wirtschaft, Umwelt) in ein Superministerium diskutiert. Dass es unter der ÖVP-FPÖ-Regierung wieder einmal nicht dazu gekommen ist, „macht uns keine Sorgen, denn das hat in der Vergangenheit auch gut funktioniert“. Egerth betont, dass es auch europäische Länder mit einer weitaus kleinteiligeren Eigentümerstruktur in Bezug auf Fördereinrichtungen gebe: „In Norwegen wird eine Agentur von sechs Ministerien beauftragt.“

Erfolge mit EU-Programmen
Die FFG selbst wickelt aber auch nicht nur die Programme von Verkehr- und Wirtschaftsministerium ab. Unter Federführung des Wissenschaftsministeriums wird die Beteilung an europäischen Programmen wie Horizon 2020 oder den Exzellenzförderungen des Europäischen Forschungsrats ERC organisiert. Hier gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Erfolgsmeldungen: Die Rückflüsse bei Horizon 2020 sollen demnach bei 780 Millionen Euro liegen. Man liege bezüglich der eingeworbenen Mittel an Platz 9. Die FFG betreut aber auch die Forschungsprogramme des Klimafonds, der wiederum vom Verkehrs- und vom Lebensministerium dotiert wird. Das Finanzministerium schließlich beauftragt die Agentur, Einreichungen für die Forschungsprämie auf Relevanz für F&E zu prüfen. Unternehmen können ihre Forschungsausgaben geltend machen, seit Anfang des Jahres belauft sich der Rückfluss sogar auf 14 Prozent.

Wenig Überschneidungen
Überschneidungen zwischen den Programmen der großen Fördereinrichtungen FFG, der Förderbank aws und dem Wissenschaftsfonds FWF sieht Egerth nur wenige – und die seien durch „die Natur der Sache“ gegeben, weil Programme in F&E auch ineinander übergehen sollten. „Start-ups, die von der aws Geld für die Gründungsphase erhalten, können natürlich auch Forschung machen und daher bei uns vorstellig werden“, betont die FFG-Chefin.

Man kooperiere, um die oft zitierte Wertschöpfungskette zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft so lückenlos wie möglich unterstützen zu können. Die jüngste diesbezügliche Neuerung: ein Spin-off-Fellowship, um noch mehr akademische Gründungen zu ermöglichen. Da gebe es Bedarf.

Damit könnte ein Wissenschafter mit einer Entdeckung und dem nötigen Unternehmergeist für eine eventuelle Vorbereitungsphase vor der Gründung vom Hochschulbetrieb freigestellt werden. Egerth: „Für einige Forscher und Forscherinnen, die vor einer unsicheren Zukunft an den Unis stehen, könnte das auch eine zusätzliche berufliche Perspektive öffnen.“

weitere Infos unter: https://derstandard.at/2000073108507/FFG-Im-Foerder-Shop-steht-eine-Konzentrationsuebung-bevor

28.1.2018, Quelle: Standard

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Geplantes Forschungsfinanzierungsgesetz für FFG „ein Hammer“

Wien (APA) – Auch wenn das Thema Forschung im neuen Regierungsprogramm nicht zu den Prioritäten zählt, zeigt man sich in der Forschungsförderungsgesellschaft FFG zufrieden mit dem Papier. Darin finde sich mit dem Forschungsfinanzierungsgesetz ein lange gehegter Wunsch – dass das in Aussicht genommen werde, sei „ein unglaublicher Hammer“, sagte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner im Gespräch mit der APA.
Weder in der Präambel, noch in den Prinzipien des Regierungsprogramms werden Wissenschaft und Forschung erwähnt, erstmals findet sich das Thema auf Seite 13 – und da im Zusammenhang mit der „Optimierung der Strukturen“. Das stört Pseiner und seine Co-Geschäftsführerin Henrietta Egerth aber nicht. Viel zentraler sei die mit dem Forschungsfinanzierungsgesetz versprochene mehrjährige Budget- und Planungssicherheit und bei den Forschungsausgaben „eine Tangente, die in die richtige Richtung geht“.
Dass bei dem Ziel, die Forschungsausgaben auf 3,76 Prozent des BIP zu steigern, keine Jahreszahl mehr genannt wird, ist für die beiden FFG-Chef nicht so wichtig. „Das Forschungsfinanzierungsgesetz, das 3,76-Prozent-Ziel und die Absicht, in die Gruppe der führenden Innovationsländer vorzustoßen, sind klare Vorgaben und Wegweiser“, sagte Egerth.
Doch trotz der angekündigten jährlichen Budgetsteigerungen und einer gesetzlich fixierten längerfristigen Planbarkeit bleibt Pseiner realistisch: „Selbst wenn ein Forschungsfinanzierungsgesetz kommt, wird das nicht so viel sein, dass man große Herausforderungen wie die Digitalisierung meistern kann.“ Den dafür notwendigen – auch budgetären – Freiraum müsse man sich erst schaffen, etwa durch die geplante neue Governance im Forschungsbereich.

„Stärkere Autonomie der Förderungsgesellschaften“
So hat die Regierung in ihrem Programm eine „stärkere Autonomie der Förderungsgesellschaften“ angekündigt, sowie eine „klar definierte Aufgabenverteilung“ zwischen Ministerien (strategischen Verantwortung) und den Förderagenturen (operative Verantwortung). Für Egerth ist diese angestrebte Autonomie „Mittel zum Zweck, damit wir besser politische Vorgaben umsetzen können“. Einschränkungen gebe es derzeit vor allem durch die „Kleinteiligkeit der Programmformate“.
Diese Programme werden im Auftrag der Ministerien abgewickelt, „da ist das Budget genau zugeteilt und dementsprechend lässt das keinerlei Verschiebung von Budgets, Änderung der Schwerpunkte und auch keine größere, holistischer Herangehensweise von Problemstellungen zu“, so Egerth. Der derzeitige Zustand ist für Pseiner „ein historischer Rucksack“, „wir haben über die Jahre eine eingeschränkte Flexibilität erworben“.
Besser wäre es für Egerth, wenn die Politik die großen gesellschaftlichen Herausforderungen definiere, die FFG im Abstimmung mit Forschungsrat und Ministerien vorschlage, wieviel Geld für die verschiedenen Themen benötigt werde, und mit den verschiedenen FFG-Instrumenten diese Zielvorgaben bediene. „Das wäre eine Form von Autonomie, bei der man aus dem vorhandenen Potenzial und Budget mehr herausholen könnte und wo wir gegenüber den Kunden wesentlich einfachere und harmonische Lösungen anbieten könnten.“
Zudem würde eine solche generelle Reform die Bürokratie in der Forschungsförderung „deutlich reduzieren“, so Pseiner. Als Beispiele nannte er weniger und klare Ausschreibungen, größere Budgetsummen, harmonisierte Standards statt unterschiedliche Voraussetzungen und Zeiten für das Einreichen, etc.

Intensive Kooperationen zwischen Bund und Ländern
Der Plan der Regierung, die Forschungsmittel der Länder nach Möglichkeit durch die zuständigen Bundesorganisationen abzuwickeln, ist für die FFG nichts Neues. Schon jetzt gebe es intensive Kooperationen und die FFG wickle für viele Bundesländer deren thematischen Programme ab, etwa für Steiermark, Oberösterreich und Salzburg. Für Pseiner ist das ein „Best Practice-Modell“, von dem er hofft, „dass das noch vollständiger wird“.
Als Beispiel nennt er die sogenannte Anschlussförderung. Dabei beurteilt die FFG ein beantragtes Forschungsprojekt, finanziert aber nur einen Teil und das jeweilige Bundesland stockt bis zur Höchstgrenze, die das Beihilfenrecht lässt, auf, ohne selbst das Projekt beurteilen zu müssen. „So etwas in ganz Österreich, wäre schon ein großer Schritt“, sagte Pseiner.
2018 gibt es für die FFG einiges zu feiern: 50 Jahre Förderung der wirtschaftsnahen Forschung, nachdem der – später in die FFG aufgegangene – Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft (FFF) 1968 seine Tätigkeit aufgenommen hat, sowie das zehnjährige Bestehen der beiden Forschungsprogramme „Comet“ und „Coin“. Budgetär schaut es für die FFG im neuen Jahr „insgesamt sehr gut aus“, wie die Geschäftsführer betonen. Dies nicht zuletzt auch aufgrund der – per Gesetz mit in Summe 107 Mio. Euro finanziell deutlich besser ausgestattete – Nationalstiftung, die 47,6 Mio. Euro an die FFG ausschüttet.

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9.1.2018, Quelle: APA

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Was die Regierung bei Innovation und Digitalisierung plant

Wien (APA) – Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 46/2017 und nicht zwingend tagesaktuell

Die Regierungsspitzen haben in Wien gemeinsam ihr Programm für die kommenden fünf Jahre präsentiert. Im Folgenden ein Überblick über das Regierungsprogramm jeweils für die Punkte Innovation und „Innovation und Digitalisierung“.

Ein in der Wissenschaftspolitik schon länger ventiliertes Vorhaben will die ÖVP-FPÖ-Koalition nun realisieren: ein „Forschungsfinanzierungsgesetz“ ist im Regierungsprogramm festgeschrieben. Zur Erhöhung der Planungssicherheit ist dabei ein „periodischer Finanzierungspakt für mindestens die folgenden drei Jahre“ geplant. Die Forschungsausgaben des Bundes sollen jährlich erhöht werden.

Wie hoch diese Erhöhung ausfallen soll, wird nicht im Regierungsprogramm genannt. Jedenfalls soll damit eine Forschungsquote von 3,76 Prozent erreicht werden – ein Ziel, das schon in der 2011 beschlossenen Forschungsstrategie der Regierung festgeschrieben wurde. Wann die neue Regierung das alte neue Ziel erreichen will, hat sie nicht festgeschrieben, derzeit werden 3,14 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Die geplanten zusätzlichen Mittel sollen jedenfalls „wo systemisch möglich, bevorzugt im Wettbewerb vergeben“ werden.

Aktualisierung der Forschungsstrategie
Die Forschungsstrategie will die neue Regierung aktualisieren und dabei auch „gesamtstaatliche Forschungsschwerpunkte“ festlegen. Anlässlich der Präsentation des jährlichen Forschungs- und Technologieberichts soll es einen „jährlichen FTI-Gipfel der Bundesregierung unter Einbindung der Bundesländer“ geben (FTI: Forschung, Technologie, Innovation, Anm.).

An konkreten Maßnahmen plant die Regierung eine „Exzellenzinitiative zur Steigerung der kompetitiven Grundlagenforschung“ – ein Vorhaben, das der Wissenschaftsfonds FWF schon mehr als ein Jahrzehnt lang fordert. Zur Forschungsprämie für Unternehmen bekennt sich die neue Regierung in ihrem Programm, die kompetitive, unternehmerische Forschung soll „gezielt gefördert“ werden.

Unter dem Stichwort „Schlanker Staat“ will die Regierung die Anzahl der Forschungsförderungsagenturen verringern, auch die Anzahl der Programme sowie die Bürokratie bei der Forschungsförderung sollen reduziert werden. Bei der operativen Abwicklung sollen die Förderungsgesellschaften „stärkere Autonomie“ erhalten, dem soll eine „umfassende strategische Verantwortung der Ministerien gegenüberstehen“. Die F&E-Mittel der Länder will die Regierung nach Möglichkeit durch die zuständigen Bundesorganisationen abwickeln lassen.

Die derzeit drei Beratungsorgane der Regierung bzw. Ministerien Forschungsrat, Wissenschaftsrat und ERA Council sollen zusammengelegt werden. Geplant ist weiters ein „Ethikrat Digitalisierung“ für gesellschaftliche Fragen in Zusammenhang mit der Digitalisierung.

Erleichterungen für die Wirtschaft
Das Kapitel „Innovation und Digitalisierung“ hält für die Wirtschaft einige Erleichterungen bereit, darunter ein Bekenntnis zur Forschungsprämie und mehr Unterstützung bei Gründungen. Forciert werden soll auch der Internetausbau. In Zukunft soll Österreich in Sachen Innovation auf der Überholspur unterwegs sein, geplant sind auch jährliche vom Ministerrat verabschiedete Forschungsschwerpunkte.

„Unser klares Ziel ist es, dass Österreich in den nächsten Jahren von der Gruppe der Strong Innovators zum Innovation-Leader aufsteigt und damit einer der innovativsten Staaten in Europa wird“, heißt es im Regierungsprogramm. Dafür werden mehrere neue Gremien eingerichtet: darunter ein jährlicher FTI-Gipfel, Forschungszentren sollen zu Forschungsclustern ausgebaut werden, ein gemeinsam mit dem Robotikrat die Regierung beratender Ethikrat Digitalisierung, eine Plattform Open Innovation, eine Digitalisierungsagentur sowie eine interministerielle Task-Force Digitalisierung. Geplant ist auch etliche Berichte, Monitorings und ein Digitalisierungskompass bzw. Digitalisierungsbarometer.

Das Internet soll noch schneller werden als bisher geplant. Die Breitbandversorgung mit zumindest 100 Mbit/Sekunde soll nur noch ein „Zwischenziel“ am Weg zu einem Gigabit-Netz sein. 2015 soll es eine landesweite Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen sowie flächendeckend mobiles Internet der 5. Generation 5G geben. Für die Ausschreibung der 5G-Frequenzen ist eine Roadmap angekündigt. Für die Versteigerung soll eine „strategische, investitionsfreundliche Zielsetzung“ definiert werden und die Erlöse nicht ins allgemeine Budget sondern zweckgebunden ausschließlich in den Ausbau der digitalen Infrastruktur fließen. Beim 5G-Ausbau will die Regierung zu den „absoluten Frontrunnern weltweit“ gehören. Der laufende Breitbandausbau soll beschleunigt werden und die verbliebenen Mittel der Breitbandmilliarde vollständig investiert werden. Die Vergabe soll unbürokratisch erfolgen.

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugute kommen soll ein Ausbau der alternativen Finanzierungsmethoden sowie die Ausweitung von „KMU digital“. Die Datenschutzbehörde soll zudem verstärkt verwarnen statt strafen.

Neues Forschungsfinanzierungsgesetz
Relativ konkret ist auch, dass die Forschungsausgaben des Bundes kontinuierlich erhöht werden sollen, um eine Forschungsquote von 3,76 Prozent zu erreichen. Geplant ist auch ein neues Forschungsfinanzierungsgesetz mit einem jährlichen Finanzierungspakt für die Folgejahre. Geprüft wird zudem die Einrichtung einer staatlichen Technologietransfer-Organisation, um nicht genutzte Patent- und Schutzrechte von öffentlichen Institutionen gewinnbringend zu verwerten, wie es heißt.

Der Forschungsrat RFT, der Wissenschaftsrat und das ERA Council Forum werden als Beratungsgremium der Regierung zusammengelegt. FFG und aws sollen stärker zusammenarbeiten, Doppelgleisigkeiten sollen abgebaut werden und das Fördersystem generell effizienter werden, indem administrative Kosten gesenkt werden. Bei der Forschungsförderung, konkret dem nationalen Richtliniensystem, soll es eine „massive Vereinfachung“ geben, bei der Kostenanerkenntnis sollen Pauschalen eingeführt werden und die Förderabwicklung weitestgehend elektronisch und automatisiert erfolgen.

Darüber hinaus soll der Staat digitaler werden. Die IT-Systeme des Bundes werden flächendeckend reorganisiert und modernisiert. Und wie bereits angekündigt wird es ein Bürgerkonto geben. help.gv.at wird in ein neues Portal namens oesterreich.gv.at integriert, das als zentrale Bürger- und Unternehmensplattform fungieren soll. In einem ersten, prioritären Schritt werden die zehn wichtigsten Behördenwege digitalisiert. Geben soll es auch ein Pilotprojekt „Digitale Identität“ mit digitalen Ausweisen und einer Weiterentwicklung der Handysignatur. Alle Behördenwege wird es aber auch weiterhin analog geben, wird im Koalitionsübereinkommen von ÖVP und FPÖ versichert.

weitere Infos unter: Was die Regierung bei Innovation und Digitalisierung plant

21.12.2017, Quelle: APA

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Höhere Forschungsausgaben, Gründen soll einfacher werden

Das Kapitel „Innovation und Digitalisierung“ hält für die Wirtschaft einige Erleichterungen bereit, darunter ein Bekenntnis zur Forschungsprämie und mehr Unterstützung bei Gründungen.

Forciert werden soll auch der Internetausbau. In Zukunft soll Österreich in Sachen Innovation auf der Überholspur unterwegs sein, geplant sind auch jährliche vom Ministerrat verabschiedete Forschungsschwerpunkte.

„Unser klares Ziel ist es, dass Österreich in den nächsten Jahren von der Gruppe der Strong Innovators zum Innovation-Leader aufsteigt und damit einer der innovativsten Staaten in Europa wird“, heißt es im Regierungsprogramm. Dafür werden mehrere neue Gremien eingerichtet: darunter ein jährlicher FTI-Gipfel, Forschungszentren sollen zu Forschungsclustern ausgebaut werden, ein gemeinsam mit dem Robotikrat die Regierung beratender Ethikrat Digitalisierung, eine Plattform Open Innovation, eine Digitalisierungsagentur sowie eine interministerielle Task-Force Digitalisierung. Geplant ist auch etliche Berichte, Monitorings und ein Digitalisierungskompass bzw. Digitalisierungsbarometer.

Schnelleres Internet
Das Internet soll noch schneller werden als bisher geplant. Die Breitbandversorgung mit zumindest 100 Mbit/Sekunde soll nur noch ein „Zwischenziel“ am Weg zu einem Gigabit-Netz sein. 2015 soll es eine landesweite Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen sowie flächendeckend mobiles Internet der 5. Generation 5G geben. Für die Ausschreibung der 5G-Frequenzen ist eine Roadmap angekündigt. Für die Versteigerung soll eine „strategische, investitionsfreundliche Zielsetzung“ definiert werden und die Erlöse nicht ins allgemeine Budget sondern zweckgebunden ausschließlich in den Ausbau der digitalen Infrastruktur fließen. Beim 5G-Ausbau will die Regierung zu den „absoluten Frontrunnern weltweit“ gehören. Der laufende Breitbandausbau soll beschleunigt werden und die verbliebenen Mittel der Breitbandmilliarde vollständig investiert werden. Die Vergabe soll unbürokratisch erfolgen.

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugute kommen soll ein Ausbau der alternativen Finanzierungsmethoden sowie die Ausweitung von „KMU digital“. Die Datenschutzbehörde soll zudem verstärkt verwarnen statt strafen.

Relativ konkret ist auch, dass die Forschungsausgaben des Bundes kontinuierlich erhöht werden sollen, um eine Forschungsquote von 3,76 Prozent zu erreichen. Geplant ist auch ein neues Forschungsfinanzierungsgesetz mit einem jährlichen Finanzierungspakt für die Folgejahre. Geprüft wird zudem die Einrichtung einer staatlichen Technologietransfer-Organisation, um nicht genutzte Patent- und Schutzrechte von öffentlichen Institutionen gewinnbringend zu verwerten, wie es heißt.

Doppelgleisigkeiten sollen abgebaut werden
Der Rat FTE, der Wissenschaftsrat und das ERA Council Forum werden als Beratungsgremium der Regierung zusammengelegt. FFG und aws sollen stärker zusammenarbeiten, Doppelgleisigkeiten sollen abgebaut werden und das Fördersystem generell effizienter werden, indem administrative Kosten gesenkt werden. Bei der Forschungsförderung, konkret dem nationalen Richtliniensystem, soll es eine „massive Vereinfachung“ geben, bei der Kostenanerkenntnis sollen Pauschalen eingeführt werden und die Förderabwicklung weitestgehend elektronisch und automatisiert erfolgen.

Darüber hinaus soll der Staat digitaler werden. Die IT-Systeme des Bundes werden flächendeckend reorganisiert und modernisiert. Und wie bereits angekündigt wird es ein Bürgerkonto geben. help.gv.at wird in ein neues Portal namens oesterreich.gv.at integriert, das als zentrale Bürger- und Unternehmensplattform fungieren soll. In einem ersten, prioritären Schritt werden die zehn wichtigsten Behördenwege digitalisiert. Geben soll es auch ein Pilotprojekt „Digitale Identität“ mit digitalen Ausweisen und einer Weiterentwicklung der Handysignatur. Alle Behördenwege wird es aber auch weiterhin analog geben, wird im Koalitionsübereinkommen von ÖVP und FPÖ versichert.

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18.12.2017, Quelle: Kleine Zeitung

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Förderungen 2018

Wegweiser durch die Förderlandschaft 2018 im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins

Das Fördersystem in Österreich ist sehr umfangreich und attraktiv. Eine erfolgreiche Beantragung basiert auf der Innovationskraft des jeweiligen Förderprojektes sowie der sorgsam aufbereiteten Unterlagen und einer zeitgerechten Beantragung. Im Sonderheft der Dezemberausgabe des Industrie Magazins finden Sie den aktuellen Förderguide,  Facts & Figures, Dos and Don`ts sowie Interviews unter anderem mit den Geschäftsführern der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Lesen Sie mehr unter: Sonderheft Förderungen 2018

13.12.2017, Quelle: Industrie Magazin

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Verflixte Forschungsprämie: Erforsche, wie du Prämien kriegst

Viele Unternehmen haben von der Forschungsprämie nichts. Sie wissen nämlich gar nicht, dass ihnen eine zusteht, oder scheitern an den gefinkelten Formalitäten bei der Antragstellung.

Unzufrieden ist der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, mit der österreichischen Forschungsförderung. Es gebe viel zu viele Förderstellen, die aber nicht miteinander
vernetzt seien. „Und statt zu handeln, wird oft in Gremien monate- und jahrelang diskutiert“, kritisierte er am Donnerstag beim Forum Alpbach. Außerdem leide die heimische Forschungsförderung an einem „Input- Fetischismus“. Statt das Augenmerk auf den Output zu legen, konzentriere man sich auf den Input. Kurz gesagt: Der IV-Chef vermisst jede Strategie – wie auch Hannes Androsch, Vorsitzender des Rats für Forschung und Technologieentwicklung. „Möglichst schnell muss es eine langfristige Planung geben“, betont er.

Dabei hat das Finanzministerium erst vor einigen Wochen beschlossen, die Forschungsprämie ab 2018 von zwölf auf 14 Prozent anzuheben. Möglich, dass die anstehenden Wahlen dabei auch eine Rolle gespielt haben. Tatsache ist nämlich, dass zwar einigen innovativen Unternehmen die Erhöhung etwas bringen wird – der Großteil wird aber gar nichts davon haben.

Das belegt eine im Frühjahr 2017 veröffentlichte Studie zum Thema Forschungsprämie. Das IHS, die KMU Forschung Austria und WPZ Research haben sie im Auftrag des Finanzministeriums erstellt. Die Autoren kommen bei ihrer Evaluierung zu folgendem Ergebnis: Die Forschungsprämie wirkt in die Tiefe und weniger in die Breite. Unternehmen, die kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E) betreiben, nehmen sie gezielt und regelmäßig in Anspruch. Viele Betriebe jedoch, vor allem kleinere und mittlere, kommen gar nicht auf die Idee, die Forschungsprämie zu beantragen. Das hat mehrere Gründe. „Gerade Klein- und Mittelunternehmen bewerten ihre angewandte Forschungstätigkeit oftmals nicht als „Innovation und realisieren daher gar nicht, dass sie eigentlich Anspruch auf Forschungsprämien haben“, sagt ITS-Geschäftsführerin Manuela Walser, deren Unternehmen sich auf Förderberatung spezialisiert hat.

Förderungswürdig ist vieles
Wann ein Unternehmen Anspruch auf die Prämie hat, ergibt sich aus der Forschungsprämienverordnung. Doch anders als große Unternehmen haben kleinere im täglichen Tagesgeschäft gar nicht die Kapazitäten, um sich mit den komplexen Vorschriften auseinanderzusetzen. Und es ist ihnen auch nicht bewusst, dass nicht nur Grundlagenforschung, sondern insbesondere experimentelle Entwicklung und angewandte Forschung gefördert wird. „Förderungswürdig kann etwa im Lebensmittelbereich auch eine innovative Art des Transports, der Weiterverarbeitung oder der Lagerung eines Produkts sein“, sagt Wallner. „Wenn für die Milchverpackung keine Plastikfolie mehr verwendet wird, sondern nur mehr Naturprodukte, ist das ein
tolles, innovatives Produkt. Man muss es nur wissen.“ Doch selbst wenn das Bewusstsein unter den Mitarbeitern geschärft ist, dass sie quasi laufend und ganz
nebenbei „förderungswürdig“ arbeiten, ist für die meisten der Schritt, sich um die Prämie zu bewerben, zu anstrengend.

Auch beim 200-Mann-Betrieb Ennstal Milch dauerte es, bis das Management erkannte, in das Forschungsschema hineinzufallen. „Aber der Antragsprozess ist aufwändig. Einem Unternehmen wie unserem ist es nicht möglich, dass sich ein Mitarbeiter ausschließlich mit dem Thema Förderung und den vielen Details des Antrags bei der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) auseinandersetzt“, sagt der kaufmännische Direktor Markus Gerharter. Die FFG macht genaue Vorgaben, wie der Antrag auf Forschungsprämie einzureichen ist. So hat man auf dem standardisierten Formular nur 3000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zur Verfügung, um die Innovation zu beschreiben. „Einen Prozess derart kompakt darzustellen, ist sehr schwierig. Wir haben schnell bemerkt: Ohne externe Hilfe werden wir die Prämie nicht bekommen.“ Diese Hilfe holte sich das Unternehmen 2012 und erhält seitdem regelmäßig Forschungsprämien. „Die Anträge richtig zu formulieren, ist ein Handwerk. Wenn man die Erfahrung nicht hat, weiß man nicht, worauf es ankommt, welche Schlagwörter im Text unbedingt vorkommen sollten.“ Mit seinen Förderberatern hat Gerharter allerdings vorweg vereinbart, ihnen nur dann ein Honorar zu
zahlen, wenn ihre Arbeit auch etwas bringt – sprich: die Forschungsprämien auch tatsächlich vom Finanzamt bewilligt werden.

Nicht anders macht es Karl-Heinz Mayer, technischer Direktor des Elektronikunternehmens Eaton. „Wir haben anfangs ohne externe Hilfe mit viel personellem Aufwand Forschungsprämien generiert“. Als er die Förderberater beauftragte, vereinbarte er mit ihnen, dass sie nur für den darüber hinausgehenden Betrag ein Erfolgshonorar erhalten. „Anders hätte ich meinem Management die Beauftragung nicht verkaufen können.“ Die Entscheidung habe sich ausgezahlt, sagt Mayer. Das Unternehmen erhält seitdem doppelt soviel Forschungsprämie wie früher. Dennoch fragt er sich (und nicht nur er), warum das Verfahren so kompliziert gestaltet sein muss, dass es so viele Betriebe abschreckt – und sie um die wichtige Unterstützung umfallen. Sein Unternehmen hat mit Hilfe der Forschungsprämie jedenfalls einige Projekte durchgezogen, die sonst nicht realisiert worden wären. Mittlerweile könne es sich Eaton auch nicht mehr leisten, auf die Förderung zu verzichten. Mayer: „Wenn man einmal damit begonnen hat, plant man die Prämien auch wieder im Budget fürs nächste Jahr fix ein“.

27.8.2017, Quelle: Die Presse

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Steiermark bei regionaler F&E-Quote europaweit an der Spitze

Die Steiermark hat unter den 276 EU-Regionen die Spitze im Bereich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreicht. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) gaben einen Zuwachs der F&E-Quote von 0,3 Prozentpunkten auf 5,16 Prozent des BIP im Zeitraum 2013 bis 2015 bekannt. Österreichweit ist die steirische Quote seit Jahren die höchste.

„Wir sind jetzt dort, wo alle hinwollen und haben seit Jahrzehnten daraufhin gearbeitet“, hielt LH Schützenhöfer fest. Auf regionaler Ebene in der EU führt die Steiermark laut den präsentierten Daten vor East Anglia (UK) mit einer F&E-Quote von 4,98 Prozent, Baden-Württemberg, (4,94) und der Region Hovedstaden um die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Wien folgt noch vor Berlin auf Platz acht, Oberösterreich auf Rang 13 und Kärnten am 15. Platz. Laut der aktuellen Erhebung der Statistik Austria zu den österreichischen Forschungs- und Entwicklungsquoten komme hinter der Steiermark auf Platz zwei Wien mit 3,66 Prozent und Oberösterreich mit 3,18 Prozent. Der Österreichdurchschnitt liege bei 3,09 Prozent.

„Das ist ein großer Erfolg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns, denn nur wer in Forschung und Entwicklung investiert, hat den Fuß in der Tür der Zukunft der Arbeitsplätze“, wie LH Schützenhöfer betonte. „Es war unser großes Ziel vom Vize-Europameister zum Europameister aufzusteigen. Das ist gelungen“, sagte LHStv. Schickhofer. Ein entscheidender Entwicklungsfaktor für die Zukunft werde es sein, „Fachkräfte mit höchster Kompetenz im technischen Bereich“ bieten zu können. Er appellierte an die Jugendlichen „die richtige Lebens- und Berufsentscheidung zu treffen“.

Großteil der Ausgaben entfällt auf Unternehmen
Insgesamt seien in der Steiermark im Jahr 2015 rund 2,23 Mrd. Euro für F&E ausgegeben worden. Davon betrugen die F&E-Ausgaben der öffentlichen Hand 543,2 Mio. Euro (2013: 502 Mio. Euro). Die Unternehmen haben ihre Ausgaben deutlich gesteigert und investierten 1,69 Mrd. Euro (2013: 1,5 Mrd. Euro). Damit wurden in der Steiermark 75,7 Prozent (2013: 74,8 Prozent) der Gesamtinvestitionen von den Unternehmen getätigt.

„Wir machen das nicht zum Selbstzweck. Wir sind in der Industrie jeden Tag dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt und müssen uns einfach anstrengen, um im Wettbewerb vorne zu sein“, hob Wirtschaftskammer-Spartenobfrau Angelika Kresch hervor. Aus ihrer Sicht könnte die Industrie die F&E-Ausgaben noch weiter erhöhen, „wenn wir dazu bessere Rahmenbedingungen hätten“. Dazu zählten laut Kresch u.a. die Umsetzung der jüngsten arbeitsrechtlichen Forderungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte.

Massive Investitionen in Qualifizierung gefordert
„Wir müssen aufpassen, dass wir die Fachkräfte nicht verlieren, bzw. dass wie überhaupt welche bekommen und wir müssen in Zukunft in die Qualifizierung ganz stark investieren“, betonte auch Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk. Der Bedarf der Industrie an Absolventen der Universität sein hoch, bestätigte auch Rektor Harald Kainz von der TU Graz. In vielen Bereichen gebe es zu wenig Absolventen, um diesen zu befriedigen.

Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) sah einen wesentlichen Grund für die erreichte Quote in der „hervorragenden“ Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Wissenschaft – „ein absolutes Erfolgsrezept“, wie sie formulierte. Ein wesentlicher Motor der steirischen Rekordquote seien auch die Kompetenzzentren nach dem COMET-Programm des Bundes: Die Steiermark ist an 25 der österreichweit 44 Kompetenzzentren beteiligt und damit mit Abstand das darin führende Bundesland in Österreich. Mit dem jüngsten „Silicon Austria Lab“ mit Standorten in Graz, Linz und Villach und der Gesamtkoordination von Graz aus werde die Steiermark zudem als international führende Region im Bereich der Mikroelektronik positioniert. Damit entstünden laut Eibinger-Miedl bis zu 200 neue Arbeitsplätze.

22.8.2017, Quelle: APA

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Standortvorteile durch Anhebung der Forschungsprämie

Standortvorteile durch Anhebung der Forschungsprämie

Parlamentskorrespondenz Nr. 832 vom 29.06.2017

Die Forschungsprämie wird ab Jänner 2018 von 12% auf 14% angehoben. Durch die Anhebung wird Österreich im internationalen Umfeld attraktiver, sagte der Finanzsprecher der ÖVP Werner Groiß. Die Anhebung wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen beschlossen.

Grüne und FPÖ haben darüber hinausgehende Pläne. Ruperta Lichtenecker (G) wollte die Forschungsprämie unter bestimmten Umständen auf 18% der Forschungsausgaben heben. Die höhere Prämie kommt für sie dann in Frage, wenn seit fünf Jahren keine Prämie geltend gemacht wurde oder die Ausgaben für Umwelttechnik, Energietechnik, Ressourcenmanagement oder Cybersicherheit getätigt wurden. Außerdem soll die höhere Prämie für Klein- und Mittelbetriebe gelten, die laut Lichtenecker, in geringem Ausmaß von der Forschungsprämie profitieren und verstärkt gefördert gehören.

Die Erhöhung sei dem Grunde nach gut, meinte Axel Kassegger (F). Problematisch sei aber, dass in Österreich zu wenig privatfinanzierte Grundlagenforschung erfolgt. Die von den Grünen vorgeschlagene Erhöhung von 18% werde nicht den gewünschten Effekt bringen, so Kassegger. Der Abänderungsantrag blieb in der Minderheit.

weitere Infos unter: Parlamentskorrespondenz Nr. 832 vom 29.06.2017

03.07.2017, Quelle: Parlament

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Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

Der Nationalrat hat Mittwochmittag die Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen.
Sie wird ab dem 1. Jänner von zwölf auf 14 Prozent steigen.

weitere Infos unter: Erhöhung der Forschungsprämie beschlossen

29.6.2017, Quelle: Der Standard.at

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Österreich bei Forschung wieder auf Überholspur

Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

WKÖ-Leitl/ FFG-Egerth: Österreich bei Forschung wieder auf Überholspur

Österreich rückt von Platz zehn auf Platz sieben im europäischen Ranking vor; Geplante Erhöhung der Forschungsprämie stärkt Innovationsstandort Österreich

Die geplante Erhöhung der Forschungsprämie von zwölf auf 14 Prozent wird der heimischen Wirtschaft einen kräftigen Innovationsschub bringen, sind sich Wirtschaftskammer Österreich-Präsident Christoph Leitl und die Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, Henrietta Egerth, einig: „Die steuerliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation ist ein wichtiger Standortfaktor. Gemeinsam mit den direkten Fördermaßnahmen entwickelt sich Österreich damit zu einem der Top-Innovationsländer.“

Aktuelle Rankings bestätigen die Wirkung dieser Maßnahmen. Im heute veröffentlichten European Innovation Scoreboard ist Österreich von Platz zehn auf Platz sieben vorgerückt. Im kürzlich präsentierten Global Entrepreneurship Monitor (GEM) liegt Österreich bei den innovationsbasierten Ländern an 5. Stelle in der EU. Und bei den Forschungsausgaben hat Österreich bereits den zweiten Rang in der EU inne. „Wir müssen diesen Erfolgskurs fortsetzen“, so Egerth und Leitl. „Dazu braucht es weitere Kraftanstrengungen der Wirtschaft, der Forschung und der öffentlichen Hand.“

WKÖ-Präsident Christoph Leitl betont die Bedeutung der Forschungsprämie für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Die Forschungsprämie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen, weil sie allen forschungsaktiven Unternehmen zu Gute kommt – sowohl KMU wie auch großen Unternehmen und stellt auch für Start ups einen Anreiz dar, in die Forschung zu investieren.  Ausländische Unternehmen erhalten einen Anreiz,  in Österreich zu forschen. Und: Gleichzeitig werden damit in den innovativen Unternehmen hoch- und höchstqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.“

Leitl begrüßt in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die vor zwei Wochen im Ministerrat beschlossene Aufstockung der Mittel für die Nationalstiftung. Die direkte Forschungsförderung ermöglicht es Unternehmen riskante Projekte anzugehen, für die sie ohne die Förderung der FFG nicht die notwendige Eigenfinanzierungskraft aufbringen könnten. „Viele Innovationen würden ohne FFG-Förderung schlichtweg nicht entstehen. Innovative Unternehmen wiederum wachsen schneller, haben höhere Exportquoten und schaffen mehr Arbeitsplätze“, betont Leitl mit dem Hinweis auf die Hebelwirkung von FFG-Förderungen.

Für FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth geht es darum, Betriebe über den gesamten Innovationszyklus hinweg optimal zu unterstützen, von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung. „Die FFG stellt als One-Stop-Shop für die angewandte Forschung und Innovation den Österreichischen Unternehmen gut abgestimmte und hoch effektive Maßnahmen zur Verfügung, um innovative Ideen in unternehmerischen Erfolg umzusetzen.“

Um als Unternehmen die Forschungsprämie in Anspruch nehmen zu können, ist für Wirtschaftsjahre ab 2013 ein Gutachten der FFG erforderlich. Diese Dienstleistung ist für die Unternehmen kostenlos und kann im Zuge der Steuererklärung über ein elektronisches Formular beantragt werden. Allein im Jahr 2016 hat die FFG knapp 2.600 derartige Gutachten erstellt. Acht von zehn Unternehmen sind mit der Abwicklung durch die FFG zufrieden, knapp jeder zweite sogar sehr zufrieden.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Gerlinde Tuscher,
Öffentlichkeitsarbeit FFG
Telefon: +43 5 7755 6010
gerlinde.tuscher@ffg.at

MMag. Rudolf Lichtmannegger,
Stabsabteilung Wirtschaftspolitik, Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: +43 5 90 900 4411
Fax: +43 5 90 900 298

26.6.2017, Quelle: FFG

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Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 % – Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

Großes Maßnahmenbündel im Finanzausschuss beschlossen

Zahlreiche Anträge über steuerliche Maßnahmen zugunsten von Bevölkerung und Unternehmen passierten vor dem Sommer den Finanzausschuss.

Wie im Regierungsprogramm 2017/2018 festgehalten, wird die Forschungsprämie ab dem Jahr 2018 von 12 auf 14 Prozent erhöht.
Internationalen Studien zufolge, ist die positive Wirkung indirekter Forschungsförderung für eine aktive Standortpolitik evident, weshalb sich die Regierungsparteien auf Vorschlag des Finanzministers zu dieser nochmaligen Erhöhung entschlossen haben.

„Die Forschungsprämie ist ein wesentliches steuerliches Element zur Förderung von Forschung und Entwicklung, das allen Unternehmen gleichermaßen zugute kommt“, berichtete Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling. „Die Prämie ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zur direkten Forschungsförderung und erweist sich nach ihrer Erhöhung im Rahmen der Steuerreform auf 12 Prozent als höchst erfolgreich.

Die weitere Erhöhung auf 14 Prozent ist Teil unseres Pakets, um Österreich als Wirtschafts- und Forschungsstandort wieder an die Spitze zu bringen.“

weitere Infos unter: Grosses Massnahmenbündel im  Finanzausschuss beschlossen

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23.6.2017, Quelle: APA

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Mehr Schub für Innovation

Mehr Schub für Innovation

Gastkommentar. Die Forschungsprämie stärkt die Standortattraktivität, die Arbeitenden profitieren von höheren Löhnen und Jobsicherheit.

Seit 2011 schießt der Staat den Unternehmen zehn Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben zu, seit 2016 sind es zwölf, und bald sollen es 14 Prozent sein. Etwa 75 Prozent der forschungstreibenden Unternehmen beanspruchen die Prämie. In der Zahl dominieren die kleinen KMU, im Volumen die großen Unternehmen. Diese geben in absoluten Beträgen bei weitem am meisten für F&E aus. Über 70 Prozent der Forschungsprämie geht an Betriebe mit einem Umsatz von über 50 Millionen Euro, den Rest beanspruchen die vielen kleineren KMUs. Im Jahr 2015 kostete sie gut eine halbe Milliarde Euro. Aber rechnet sich die Forschungsprämie auch?

Mit F&E legen die Unternehmen die Basis für ihr Wachstum. Wie sonst können sich Investitionen und neue Jobs rentieren, wenn die Firmen nicht vorher mit F&E einen Qualitätsvorsprung oder einen Kostenvorteil sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern? Wenn die Qualität nicht stimmt und die Kosten zu hoch sind, kann kein Unternehmen Erfolg haben. Exportfirmen und multinationale Konzerne müssen nicht nur besser als die heimische Konkurrenz sein, sondern im weltweiten Wettbewerb bestehen. Das wissen die Unternehmen selber am besten. Muss der Staat deshalb die private F&E fördern?

Die Marktwirtschaft kann nur gut funktionieren, wenn die Unternehmen nicht nur alle Kosten tragen müssen, sondern auch alle F& E-Erträge selber exklusiv nutzen oder über Preise und Lizenzverträge in Rechnung stellen können. Aber gerade bei privater F&E fließt anderen Firmen etwa durch Erfahrungsaustausch und Personalwechsel ein Teil der Erträge gratis zu. Sie können vom neu geschaffenen Wissen und Know-how lernen und darauf aufbauen, ohne dafür zahlen zu müssen. Das spart Kosten für weitere F&E-Investitionen. Die private F&E fällt zu gering aus, wenn die Unternehmen zwar alle Kosten selbst tragen müssen, aber sich nur einen Teil der Erträge sichern können.

Der Staat kann „externe“ Erträge mit steuerlicher F&E-Förderung nach dem Verursacherprinzip ersetzen und mehr Innovation anschieben. Die Förderung macht nur Sinn, wenn sie der F&E genügend Schub verleiht. Sie rechnet sich, wenn ein Euro Steuergeld wenigstens einen Euro an zusätzlichen F&E-Ausgaben auslöst. Die Evaluation der Forschungsprämie hat für Österreich diesen Effekt mit 1,2 bis 2,2 Euro an zusätzlichen F&E-Ausgaben beziffert. Für Großbritannien wurde ein Effekt von 1,7 berechnet. Die deutsche Expertenkommission für Forschung und Innovation rechnet mit einem Wert von 1,33. Man kann also darauf vertrauen, dass das Steuergeld gut investiert ist.

Wenn das Investitionskapital mehr Einkommen und Beschäftigung schaffen soll, muss man es dorthin lenken, wo die Rendite besonders hoch ist. Gerade junge und rasch wachsende Firmen haben oft hoch profitable Projekte, die sie nicht verwirklichen können, weil sie die Finanzierung nicht bekommen. Die Forschungsprämie kann solche Engpässe überwinden helfen und damit Investitionen anstoßen, die wesentlich rentabler sind als anderswo.

F&E-intensive Unternehmen wachsen stärker, sind überdurchschnittlich produktiv und zahlen die höchsten Löhne. Für die hoch spezialisierten „Hidden Champions“ ist der heimische Absatzmarkt viel zu klein. Sie müssen 80 bis 100 Prozent ihrer Produktion exportieren. Weil sie international tätig sind und im weltweiten Wettbewerb stehen, stellt sich bei ihnen die Standortfrage besonders scharf. Die F&Eintensivsten sind gleichzeitig auch die mobilsten Unternehmen. Wegen ihrer hohen F&E-Intensität können sie mehr als andere von steuerlicher Forschungsförderung profitieren. Die Forschungsprämie festigt die Standortattraktivität dort, wo sie am dringendsten Verstärkung braucht. Sie wirkt daher gezielter und sparsamer als eine Absenkung von Steuersätzen querbeet.

Ja, die Forschungsprämie kostet Geld. Aber was bringt sie den Arbeitenden? Nach der „Benya-Formel“ sollen sich Lohnsteigerungen neben der Inflationsabgeltung am Produktivitätszuwachs orientieren, damit Vollbeschäftigung möglich bleibt. Die Arbeitnehmer sollten größtes Interesse daran haben, mit der Forschungsprämie Innovation und Wachstum zu forcieren und den Spielraum für höhere Löhne auszuweiten. Zudem erweisen sich F&E-intensive Betriebe als wesentlich krisenrobuster als andere Unternehmen. Was sonst wünschen sich die Arbeitenden mehr als gute Löhne und hohe Jobsicherheit?

mehr Infos unter: https://www.trend.at/standpunkte/mehr-schub-innovation-8076418

18.04.2017, Quelle: Trend

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12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

12% Forschungsprämie ab Wirtschaftsjahr 2016, weitere Anhebung auf 14% vereinbart

Die Erhöhung der Forschungsprämie soll den Wirtschaftsstandort Österreich sichern und die Innovationskraft der Unternehmen weiter stärken

Für Aufwendungen in Forschung und experimentelle Entwicklung können österreichische Unternehmen die gesetzlich geregelte Forschungsprämie in Anspruch nehmen. Nach Erhöhung von zehn auf aktuell zwölf Prozent durch den Ministerrat, wurde im Regierungsprogramm Ende Jänner die neuerliche Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent ab 2018 beschlossen, die jedem steuerpflichtigen Unternehmen in Österreich für innovative Projekte als finanzielle Unterstützung vom Staat zusteht.

Dr. Manuela Walser, Geschäftsführerin der ITS Förderberatung, meint bezüglich der Erhöhung: „Aus der im Regierungsprogramm festgehaltenen Erhöhung auf 14 Prozent ist erfreulicherweise zu schließen, dass das System der steuerlichen Forschungsprämie funktioniert, ihrem Sinn entsprechend eingesetzt wird und die Wirtschaftsleistung Österreichs weiter anziehen lässt.“ Was die Unternehmerin aus ihrer langjährigen Praxis weiß, scheint nun auch die Evaluierungsstudie zu bestätigen, denn die ITS Förderberatung berät über 80 Unternehmen bei der Beantragung von Förderungen.

Langfristiges Ziel ist einerseits die Sicherung von Arbeitsplätzen in der heimischen Wirtschaft und andererseits das Ansehen Österreichs als Innovation-Leader innerhalb der EU zu etablieren. Österreich hält aktuell bei einer F&E-Quote von 3,07 Prozent des BIP, Österreich liegt somit bei der Forschungsintensität an fünfter Stelle der OECD-Länder, ein weiterer Anstieg auf 3,76 Prozent wird bis 2020 angestrebt.

Walser ist überdies der Meinung: „Innovation und Forschung ermöglichen österreichischen Unternehmen erfolgreiches Wirtschaften und die Stärkung der Position am Markt. Die Anhebung auf zwölf bzw. die geplante Anhebung auf 14 Prozent ab dem Wirtschaftsjahr 2018 ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Standort Österreich.“

Die Forschungsprämie ermöglicht österreichischen Unternehmen bei Anerkennung durch das Finanzamt eine steuerfreie Gutschrift auf ihrem Abgabenkonto in Höhe von 12 Prozent der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen (F&E). Beim Ausweis von Verlusten oder bei negativen Forschungsergebnissen steht dem Einreichenden die Unterstützung ebenfalls zu. Diese Maßnahme dient der nachhaltigen Sicherung sowie Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und als Motivator für das Vorantreiben zukunftsträchtiger Visionen, Technologien und Prozesse. Als besonders begrüßenswert erachtet Walser, dass seit 2012 in Österreich die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) über die Förderwürdigkeit der F&E Projekte mit entsprechender Expertise entscheidet.

Die ITS Förderberatung ist ein Team aus erfahrenen Technikern, Steuerberatern, Juristen und Innovationsexperten. Seit 2008 unterstützt das Unternehmen zahlreiche nationale und internationale Unternehmen bei der Einreichung und Abwicklung von staatlichen Förderungen. Dadurch erfüllt die ITS eine essentielle Beratungsfunktion für die betrieblichen Forschungsabteilungen, um gemäß § 108c Einkommensteuergesetz (EStG) die Forschungsprämie beim Finanzamt geltend zu machen.

Rückfragen und Kontakt:
Anna Goeth
anna.goeth@its-foerderberatung.at
+43-1-581 10 95-226
http://www.its-foerderberatung.at/

Wien, 16.2.2017

Mitterlehner, Schelling, Kapsch: Leitbetriebe unterstützen, Österreich an die Spitze bringen

Standortstrategie hat sich bewährt – Steuern und Lohnebenkosten gesenkt, Forschungsprämie erhöht – Reformtempo weiter beschleunigen

„Österreichs Leitbetriebe sichern Wachstum und Beschäftigung und sind in ihrer Wertschöpfungskette eng mit hunderten kleinen und mittleren Unternehmen vernetzt. Daher brauchen wir ein positives Investitionsklima und müssen den Standort gemeinsam weiterentwickeln, um Österreich an die Spitze zu bringen“, sagt Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nach einem Treffen zur Standortstrategie Leitbetriebe mit Finanzminister Hans Jörg Schelling, IV-Präsident Georg Kapsch sowie über 20 CEOs von führenden heimischen Unternehmen. „Wir haben heuer mehrere Durchbrüche erreicht. Zum Beispiel durch die stufenweise Senkung der Lohnnebenkosten um bis zu eine Milliarde Euro, die Erhöhung der Forschungsprämie und die Steuerreform. Das wird sich positiv auf Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze auswirken“, betont Mitterlehner.

„Mit unserer Strategie haben wir aus Betroffenen Beteiligte gemacht, indem wir gemeinsam mit den Leitbetrieben an der Weiterentwicklung des Standorts arbeiten. Zusätzlich zu den konkreten Maßnahmen geht es uns darum, das öffentliche Verständnis für die volkswirtschaftliche Bedeutung von Wirtschaft und Industrie wieder zu erhöhen. Leistung kommt vor Umverteilung, nicht umgekehrt“, stellt Mitterlehner klar. Als wichtige weitere Reformvorhaben nennt Mitterlehner flexiblere Arbeitszeiten und den weiteren Bürokratie-Abbau, zum Beispiel durch die Abschaffung des Kumulationsprinzips im Verwaltungsstrafrecht für Unternehmen. Im Fokus stehe zudem eine ausgewogene Energie- und Klimapolitik, die auch die Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigt.

BM Schelling: Nach der Steuerreform ist vor den Reformen

Immer noch geben wir mehr Mittel für die Vergangenheit aus, als in die Zukunft zu investieren, betonte Finanzminister Schelling. Am Weg, Österreich an die Spitze zu bringen, sind wir gut unterwegs, aber erst am Beginn des Weges. Die Steuerreform war ein erster wichtiger Schritt, so komme zum Beispiel die Erhöhung der Forschungsquote bei den Betrieben sehr gut an. Aber, so Schelling: „Nach der Steuerreform ist vor den Reformen.“ Es sei ein guter Ausblick, dass namhafte Institute Österreich ein besseres Wirtschaftswachstum für das nächste Jahr bescheinigen. Es sei aber unerlässlich, das Reformtempo zu erhöhen und mehr Mut reinzupacken, wenn es um die Umsetzung entscheidender Maßnahmen gehe. Der Arbeitsmarkt sei ein Schlüsselbereich, wo es mehr Flexibilität brauche, nicht nur im Bereich der Arbeitszeit. Weniger Bürokratie brauche es ebenso wie die Senkung der Lohnnebenkosten, die bereits in Umsetzung ist. Schelling: „Klug gesetzte Maßnahmen haben eine Folgewirkung auf die gesamte Wirtschaftsstruktur, von den Leitbetrieben bis zu den Klein- und Mittelbetrieben. Mehr Mut und mehr Tempo sind nun entscheidend.

IV-Präsident Kapsch: Standortstrategie ist wesentlicher Schritt – Miteinander notwendig

„Die Standortstrategie ist ein wesentlicher Schritt, um zu einer verstärkten Integration zwischen Wirtschaft und Politik zu kommen. Nur ein Miteinander wird zu einer erfolgreichen Zukunft führen“, so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Georg Kapsch.  Bisher seien einige der 2014 definierten 130 umsetzbaren Einzelmaßnahmen erledigt worden.  So sei unter anderem eine Lohnnebenkostensenkung von einer Milliarde beschlossen worden. „Damit ist hoffentlich ein Dammbruch geschafft worden – ein erster Schritt, der nicht der Letzte gewesen sein kann“, sagte Kapsch. Darüber hinaus sei die Anhebung der Forschungsprämie ein „ganz wesentlicher Schritt für den Forschungsstandort“, im Bereich Bildung seien einige Schritte gesetzt worden und bei der Steuerreform die größten Angriffe auf den Standort abgewendet worden.

Eine in Ausarbeitung befindliche Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (iwi) zeige die enorme Bedeutung der rund 300 Leitbetriebe für den Standort Österreich auf. Jeder Leitbetrieb sei mit durchschnittlich 800 KMU verbunden und sichere auch dort zusätzliche Jobs, Wertschöpfung und Innovation. Ein Viertel der gesamten heimischen Wertschöpfung, ein Drittel aller Forschungsausgabe und 921.000 Arbeitsplätze seien auf Leitbetriebe rückrechenbar. „Jeder fünfte Arbeitsplatz in Österreich wird somit direkt oder indirekt von Leitbetrieben gesichert. Die heimischen Leitbetriebe entrichten 21 Milliarden Euro pro Jahr an Steuer- und Sozialbeiträgen. Daher muss die Politik – und tut dies jetzt auch – ein besonderes Auge auf die Leitbetriebe in Österreich haben“, sagte der IV-Präsident.
Kontakt und Rückfragehinweise

presseabteilung@bmwfw.gv.at

22.12.2015, Quelle: Bundesministerium für Wirschaft, Forschung und Wissenschaft

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Pressespiegel ITS Förderberatung: FH Studie der FHWien

Das Institut für Unternehmensführung der Fachhochschule Wien (FHWien) hat im Rahmen eines Praxisprojekts aus der Vertiefungsrichtung Controlling, Finanz- & Rechnungswesen die Ursachen für die Inanspruchnahme der Forschungsprämie von österreichischen Klein- und Mittelunternehmen KMU untersucht.

Wir freuen uns sehr, dass diese Studie auf gute Resonanz in den öffentlichen Medien gestoßen ist. Nachstehend die Links zu unserem Pressespiegel:

„KMU nützen die Forschungsprämie zu wenig“, Die Presse, 22.8.2015 (print)
Innovationen. Mühsal und Misserfolge beim Versuch, direkte Förderungen zu ergattern, schrecken den Mittelstand ab. So sehr, dass er sich eine sichere indirekte Förderung entgehen lässt. Die wird vom Staat sogar erhöht.
Konzerne und Großbetriebe kennen sich gut mit Forschungsförderungen aus. Ihre F & E-Abteilungen haben genügend personelle und budgetäre Ressourcen, um das nötige Know-how aufzustellen. Lesen Sie weiter

„Die „Forschungsprämie“: Wie wichtig ist sie für österreichische KMU?“, FHWien, 8.6.2015
Das Praxisprojekt „Ursachen für eine Beantragung der steuerlichen Forschungsförderung durch österreichische Klein- und Mittelunternehmen“ in der Vertiefungsrichtung „Controlling“ des Instituts für Unternehmensführung fand an der FHWien der WKW einen gelungenen Abschluss. Lesen Sie weiter

Österreichische KMU wissen nichts über Forschungsprämie“, Economy Austria, 1.6.2015
Eine aktuelle Studie der FH-Wien beleuchtet, dass kleine und mittlere Unternehmen die steuerliche Forschungsförderung nahezu nicht nutzen.
Im Zuge der geplanten Steuerreform wird der Prämiensatz für die steuerliche Forschungsförderung von 10 % auf 12 % angehoben. Da es bisher kaum Untersuchungen zu dieser Form der indirekten Förderung gab, hat das Unternehmen ITS Förderberatung GmbH bei der FH-Wien der Wiener Wirtschaftskammer eine Studie in Auftrag gegeben. (Artikel nicht mehr online abrufbar)

Fotos und Informationen zur Präsentation der Studie, finden Sie hier.

Steuerreform beschließt eine Erhöhung der Forschungsprämie um 20%

Innovative Unternehmen profitieren ab 2016 deutlich

Der Ministerrat hat die Erhöhung  der steuerliche Forschungsförderung (§ 108c EStG) um 20%  für Unternehmen beschlossen, somit besteht in Zukunft die Möglichkeit, statt des bisherigen Satzes von 10% – 12% der Bemessungsgrundlage als Prämie geltend zu machen.

Diese Erhöhung wird sich bereits im Jahr 2016 positiv auswirken. Damit sind alle F&E-Vorhaben ab dem nächsten Jahr nochmals attraktiver.

Ohne gute Vorbereitung des Antrages droht jedoch diese Erhöhung zu verpuffen. „Nur durch eine saubere Planung und Dokumentation der Projekte werden unsere Kunden die Erhöhung voll lukrieren können“, meint Alexander Leitgeb, Geschäftsführer der ITS Förderberatung. „Unsere Aufgabe ist es nämlich nicht nur, diese zusätzlichen 20% zu generieren sondern auch zusätzliche Potentiale zu heben. Dann profitieren unsere Kunden wirklich.“

Die ITS Förderberatung konzentriert sich schon seit Jahren auf Meinungsbildung für den Innovationsstandort Österreich. „Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass unsere Bemühungen Früchte tragen“, so Leitgeb weiter. „Damit werden die Schaffung von Arbeitsplätzen und echte Innovationen massiv unterstützt. Aus dieser Perspektive ist die Steuerreform ein echter Erfolg.“

Steuerreformgesetz 2015/16

Am 19. Mai 2015 wurde ein Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umgründungssteuergesetz, das Umsatzsteuergesetz 1994, das Glücksspielgesetz, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Normverbrauchsabgabegesetz, die Bundesabgabenordnung, das Finanzstrafgesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Ausfuhrerstattungsgesetz, das Finanzausgleichsgesetz 2008, das FTE-Nationalstiftungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bauern-
Sozialversicherungsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz und das Krankenkassen-Strukturfondsgesetz geändert werden (Steuerreformgesetz 2015/2016 – StRefG 2015/2016) in Begutachtung geschickt.

Die Begutachtungsfrist endete am 5. Juni 2015.

Die Regierungsvorlage des Steuerreformgesetzes 2015/2016 wurde am 16. Juni 2015 im Ministerrat beschlossen.
Weiterführende Informationen: Bundesministerium für Finanzen zur Steuerreform 2015/2016

16.06.2015, Mitteilung der ITS Förderberatung, Quelle zur Steuerreform: Bundesministerium für Finanzen

 

FH Wien präsentierte Praxisprojekt „Forschungsprämie für KMU“, 20. Mai 2015, 18.30

Das Institut für Unternehmensführung der Fachhochschule Wien hat im Rahmen eines Praxisprojekts aus der Vertiefungsrichtung Controlling, Finanz- & Rechnungswesen die Ursachen für die Inanspruchnahme der Forschungsprämie von österreichischen Klein- und Mittelunternehmen KMU untersucht. Die Projektergebnisse wurden am 20. Mai 2015 öffentlich präsentiert.

Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Studie: Die Forschungspraemie_Wie wichtig ist sie für KMU

Presse Rückfragen

Olivia Pixner-Dirnberger, MA VIENNA PR-CONSULTING

Tel +43/ (0)660/ 6121065 Mail

Web mail@vienna-pr.com | www.vienna-pr.com

Wenn Sie Interesse habe, die Studie zu erhalten, schreiben Sie uns ein Email unter: Office@its-foerderberatung.at

 

Fotos der Präsentation der FHWien Studie „Forschungsprämie – wie wichtig ist sie für KMU“

 

 

Ab 2015: Vereinfachung für mehrjährige Projekte bei FFG Gutachten

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft hat bekannt gegeben, dass es ab 2015 eine verwaltungstechnische Vereinfachung in der Beantragung der Forschungsprämie für mehrjährige Projekte bekannt geben wird:

Gutachten für die Forschungsprämie können auch 2015 wieder elektronisch über FinanzOnline bei der FFG angefordert werden. Bei mehrjährigen Schwerpunkten/Projekten kann künftig auf das Vorjahresgutachten referenziert werden. Bei der Eingabe der Beschreibungen können dafür Textteile aus dem Vorjahr übernommen und überarbeitet werden.

Eine Übersicht zum unveränderten Antragsverfahren der Forschungsprämie finden Sie in der nachstehenden Graphik:

Graphik_Antragsverfahren Forschungsprämie

 

Weitere Informationen unter:

Fragen und Antworten zum FFG Gutachten publiziert vom Bundesministerium für Finanzen und FFG, Version 2.0, 01.12.2014

13.12.2014, Quelle: FFG

*** Unsere neuen Flyer sind da! ***

Wir freuen uns sehr, unsere brandneuen Flyer zu direkten Förderungen und der Forschungsprämie präsentieren zu dürfen. Die Flyer gibt es nachstehend zum Download auf unserer Webseite. Auf Anfrage schicken wir Ihnen auch gerne eine Printversion unser nagelneuen Flyer zu.

Flyer Direkte Förderungen

Flyer Direkte Förderungen

 

 

Flyer zu direkten Förderungen

Neben allgemeinen Informationen, die bei der Beantragung von direkten Förderungen beachtet werden müssen, finden Sie auf diesem Flyer eine hilfreiche Zeitschiene, welche Arbeitsschritte im Prozess der Antragstellung eingeplant müssen. Zusätzlich beschreiben wir auf dem Flyer unsere Leistungspakete.

 

 

Flyer Forschungsprämie

Flyer Forschungsprämie

Flyer zur Forschungsprämie (indirekte Förderung)

Neben allgemeinen Informationen, die bei der Beantragung der Forschungsprämie beachtet werden müssen, finden Sie auf diesem Flyer eine hilfreiche Zeitschiene, welche Arbeitsschritte im Prozess der Antragstellung eingeplant müssen. Zusätzlich beschreiben wir auf dem Flyer unsere Leistungspakete.

ITS Veranstaltung: Direktförderungen und Forschungsprämie in der Praxis

Die ITS Förderberatung lädt Kunden und Interessierte zu ihrer Herbstveranstaltung „Direktförderungen und Forschungsprämie in der Praxis“ ein:

WAS?               Tipps & Erfahrungsberichte

WANN?           2. Dezember 2014, 15:00 -18:00 Uhr

WO?                 ITS Förderberatung GmbH, Operngasse 20b, (Eingang Faulmanngasse 4), 1040 Wien

Wir wollen unsere Erfahrungen zu Beantragung von direkten Förderungen und der Forschungsprämie mit Ihnen teilen und mit gutem Essen und Trinken das Ende des Herbstes und den Beginn der festlichen Winterzeit feiern. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis 25. November bei Frau Susanne Faltus unter: susanne.faltus@its-foerderberatung.at.

PROGRAMM

15:00 Willkommen mit Kaffee & Kuchen

15:30 „Direkte Förderungen für Einsteiger“, Herbert Braunsperger, Marie-Katharine Traunfellner

15:40 „Forschungsprämie – Rückblick und Ausblick“, Alexander Leitgeb, Berta Leber-Ceppel

15:50 Erfahrungsbericht aus der Praxis von T-Systems Austria, Andrea Zambo

16:00 Ausklang mit Wein & Brötchen

 

Neue Anforderungen des BFG an FFG Gutachten

Ein jüngstes Erkenntnis des Bundesfinanzgerichts (BFG, RV/3100334/2013) hat festgehalten, dass Gutachten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft  (FFG) in den letzten beiden Jahren teilweise nicht ausreichend begründet waren. In Zukunft müssen FFG Jahresgutachten „schlüssig und nachvollziehbar“ sein. Weiters ist die FFG aufgefordert, bei unzureichenden Angaben im Antrag, ausstehende Informationen beim Antragsteller einzuholen und ebenfalls zur Beurteilung heranzuziehen.

Seit knapp zwei Jahren müssen Unternehmen im Rahmen der Beantragung der Forschungsprämie für Ausgaben für Forschung und Entwicklung, ein Jahresgutachten bei der FFG einholen. Das FFG Jahresgutachten bestätigt oder verneint, ob es sich bei den eingereichten Projekten tatsächlich um Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Sinne des §108c EStG und der dazu ergangenen Forschungsprämienverordnung handelt und damit begünstigte Forschung und experimentelle Entwicklung laut dem Frascati Manual (2002) vorliegt.

Im Fall, der dem Erkenntnis des BFG zugrunde liegt, führte ein negatives FFG Jahresgutachten lediglich aus, dass Methode und Vorgangsweise eines Antragstellers im Sinne des § 108c Abs 2 Z1 EStG nicht förderwürdig ist, ohne jedoch die Methode und die Vorgehensweise des Antragstellers zu konkret zu beurteilen.

Diese Vorgehensweise der FFG ist weit verbreitet. Die Verneinung von Forschungsprämienwürdigkeit ist meist nicht begründet. Nachfragen von Seiten der FFG kommen äußerst selten vor. Das Erkenntnis bezieht sich insbesondere auch auf jene Fälle, wo die FFG als „Amtssachverständige“ bei Betriebsprüfungen betreffend die Forschungsprämie für Jahre vor 2011 herangezogen wird.

Nach dem Erkenntnis des BFG (RV/3100334/2013) muss die FFG ihre Gutachten in Zukunft präzisieren und die Beurteilung schlüssig und nachvollziehbar erläutern.

Für den Fall, dass die FFG aufgrund unzureichender Angaben keine Begutachtung vornehmen kann, ist es die Aufgabe der FFG, weitere Informationen einzuholen und auf Basis dieser eine Beurteilung vorzunehmen.

Quelle: Bundesfinanzgericht BFG, 24. 3. 2014, RV/3100334/2013

Informationen zum Prozess der Geltendmachung der Forschungsprämie, sowie das Verfahren der Beantragung eines FFG Jahresgutachtens finden Sie unter Forschungsprämie auf unserer Webseite.

Technologieministerin Bures gründet mit TU Wien erste Pilotfabrik Österreichs

 

WIFO-Studie bestätigt Förderpolitik: Österreichs Produktion Weltspitze bei Maschinenbau, Fahrzeugbau, Hightech-Metallwaren und Umwelttechnologien

Die Gründung der ersten österreichischen „Pilotfabrik“ kündigte Technologieministerin Doris Bures gemeinsam mit Sabine Seidler, der Rektorin der Technischen Universität (TU) Wien und Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) Karl Aiginger in einer Pressekonferenz am Montag an. „Diese und weitere Pilotfabriken werden der heimischen Wirtschaft helfen, sich rasch und wirksam auf die Herausforderungen der Industrie 4.0 vorzubereiten“, so die Ministerin. Die Pilotfabrik ist ein realitätsnahes Modell einer Fabrik – eine Laborsituation mit realen industriellen Maschinen und Logistiksystemen. Pilotfabriken bieten eine echte, aber neutrale industrielle Forschungs- und Entwicklungsumgebung, in der ohne Störung einer laufenden Produktion entwickelt und getestet werden kann. Die erste Pilotfabrik soll ihre Arbeit schon 2015 in Wien aufnehmen.

„Technologiegeber Österreich. Österreichs Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsseltechnologien und Entwicklungspotentiale als Technologiegeber“ heißt eine aktuelle WIFO-Studie zur Evaluierung der Innovations-Investitionen des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit). Das Fazit der im Auftrag des bmvit durchgeführten Studie: Bei Maschinenbau, Fahrzeugbau, Metallwaren, innovativen Werkstoffen und bei Umwelttechnologien ist Österreich für die Welt zum „Technologiegeber“ geworden. Technologieministerin Bures zur Motivation für die Studie: „Mit der WIFO-Studie wollten wir überprüfen, ob unsere Technologiepolitik auch wirklich dort ansetzt, wo unsere größten Potenziale am Weltmarkt liegen. Die Studie zeigt, dass wir uns die richtigen Nischen gesucht haben und deshalb immer mehr Marktanteile gewinnen. Und sie zeigt, dass unser Förderschwerpunkt auf Produktions-, Energie- und Umwelttechnologien erfolgreich ist.“

Neue Entwicklungen, wie das Verschmelzen der Produktionswelt mit Kommunikationstechnologien (das „Internet der Dinge“), verändern die Industrie derzeit aber grundlegend. Nach dem historischen Weg von der Dampfmaschine zum Fließband und zur Automatisierung spricht man bei der aktuellen Vernetzung der physischen und digitalen Systeme von der „vierten industriellen Revolution“. Prägend für Industrie 4.0 ist die Vernetzung: Zum einen nach innen zwischen Produktionsanlagen und Werkstücken, zum anderen nach außen zwischen Fabriken, Kundinnen, Kunden, Lieferantinnen, Lieferanten, Forscherinnen und Forscher. Der Erfolg am Markt wird zunehmend von der Fähigkeit bestimmt, neben der reinen Serienproduktion individuell maßgeschneiderte Anforderungen von Kunden („Einzelstücke“) kostengünstig produzieren zu können.

Industrie 4.0 ist aktueller Förderschwerpunkt des bmvit

Industrie 4.0 ist der aktuelle Schwerpunkt für die Technologiepolitik des bmvit. 2014 und 2015 wird das bmvit die Vorbereitung auf die neue industrielle Wende mit insgesamt mehr als 250 Millionen Euro fördern. „Der Trend zu Industrie 4.0 verlangt Vernetzungs- und Kooperationsbereitschaft zwischen Großindustrie, den Klein- und Mittelbetrieben und der Forschung. Dass wir diese Entwicklungen frühzeitig aufgreifen, ist gerade für eine kleine offene Volkswirtschaft mit hoher Exportquote und spezialisierten Zulieferbetrieben existenziell. Hochwertige Produktion schafft auch hochwertige Arbeitsplätze. Nur, wenn wir bei der Fertigungsqualität an der Weltspitze bleiben, haben wir eine Chance, gegen die Konkurrenz aus Niedriglohnländern“, beschreibt Bures die Situation.

Die geplanten Pilotfabriken sollen die heimischen Unternehmen dabei unterstützen. Zehn heimische Unternehmen haben bereits Interesse bekundet sich an der Pilotfabrik zu beteiligen, darunter KBA Mödling, BECOM Electronics, SAG-Salzburg Aluminium Gruppe, SAP Österreich, Schäffler und Siemens Austria.

Für die Errichtung der Pilotfabrik in Wien werden seitens des bmvit zwei Millionen Euro bereitgestellt, die TU-Wien wird einen ebenso hohen Betrag aufbringen. Mit diesen Mitteln werden in den ersten drei Jahren die Anfangsinvestitionen und die Forschungsvorhaben finanziert. Für die Zeit danach wird ein Business-Plan entwickelt: Dieser sieht vor, dass ein Teil der Kosten von den Unternehmen getragen wird. Nach erfolgreicher Etablierung der ersten Pilotfabrik wird das bmvit ab 2016 über Ausschreibungen bis zu fünf weitere gemeinsame Infrastrukturen für Industrie 4.0 einrichten.

Für Technologieministerin Bures ist die Gründung der Pilotfabriken ein wesentlicher Baustein der österreichischen Technologiepolitik: „Es sind tausende heimische Unternehmen, nicht nur wenige Großbetriebe, denen die Trends von Industrie 4.0 neue Möglichkeiten eröffnen. Ich habe bei der Regierungsbildung und im Regierungsprogramm zugesichert, dass es eine gemeinsame Infrastruktur für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Studierende geben wird. Die Pilotfabriken sind eine konsequente Weiterführung unserer Anstrengungen die Produktionswirtschaft im internationalen Wettbewerb zu unterstützen. Vor wenigen Wochen haben wir die Breitbandmilliarde auf Schiene gebracht, damit die Produktionswirtschaft auch in ländlichen Regionen leistungsfähige Netze bekommt. Die Pilotfabrik ist ein weiterer wichtiger Baustein in einer langen Serie von Maßnahmen zur Stärkung unserer Technologie-Wirtschaft.“

„Die TU Wien forciert im Rahmen ihrer Schwerpunkte mit inter- und transdisziplinären Angeboten die strategische Zusammenarbeit mit innovationsstarken Unternehmen. Deshalb hat mich die Idee einer Pilotfabrik sofort begeistert, als mir vom bmvit davon erzählt wurde. Sie passt perfekt in unsere Strategie und wird unsere Zusammenarbeit mit forschungsintensiven Produktionsunternehmen weiter intensivieren. Mit unserem Know-how und den Erfahrungen aus der Lernfabrik werden wir in der Umsetzung viel einbringen können“, erklärte die Rektorin der TU-Wien.

Schwerpunkte der ersten Pilotfabrik

Die Pilotfabrik dient der praxisnahen Erprobung und Umsetzung von Prototypen, von neuen Produkten und Produktionsprozessen. Weiters wird die Vernetzung einzelner Werkstücke und Anlagen sowie die automatisierte Kommunikation zwischen Lieferanten, Kunden und Fabriken erprobt. Spezielle Arbeitsgebiete der ersten Pilotfabrik Wien sind:

Das Zusammenwirken Mensch-Maschine erforschen (zum Beispiel: Unterstützungsroboter, Steuerung von Anlagen durch Gesten, altersgerechter Arbeitsplatz, Regelung und strategische Lenkung des Produktionssystems),
Testanlagen zur Beherrschung von komplexen modernen Fertigungssystemen nutzen (zum Beispiel: Zusammenwirken vieler Komponenten in Produktionssystemen oder riesige Datenmengen, die während der Produktion entstehen und ausgetauscht werden),
interdisziplinäre Forschung auf den Gebieten Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik, Informatik und Arbeitswissenschaften,
die Nutzung als Aus- und Weiterbildungszentrum für industrienahes Lernen für Studierende und Fachkräfte von Unternehmen.

18.08.2014, Quelle: bmvit

Rückfragehinweis:
Mag.a Marianne Lackner
Pressesprecherin von Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Telefon: + 43 (0) 1 711 62 65 8121
E-Mail: Marianne.Lackner@bmvit.gv.at

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Mitterlehner: Mehr Innovation braucht Wandel der Investitionskultur

FIT-Ausschuss diskutiert Forschungs- und Technologiebericht 2014

Der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht 2014 wurde im Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie – diesmal mit Bundesminister Reinhold Mitterlehner und geladenen Experten – diskutiert und in der Folge vertagt, um in einer weiteren Sitzung mit Ministerin Doris Bures noch weitere Aspekte besprechen zu können.

Der Ausschuss behandelte außerdem Anträge der Opposition, die durchwegs mit Mehrheit vertagt wurden. Das Team Stronach wünscht eine Evaluierung der österreichischen Forschungsförderung, während die FPÖ es für angebracht hält, die Forschungsprämie zu evaluieren. Zudem sprechen sich die FPÖ-Abgeordneten gegen Forschungsmittel für das Atommülllager der Nuclear Engineering Seibersdorf (NES), einer Tochterfirma des Austrian Institute of Technology (AIT), aus. Die Grünen wiederum wollen die Evaluierung der indirekten Forschungsförderung und damit verbunden eine Erhöhung der Forschungsprämie für EPUs und KMUs. Die NEOS sehen Gründe, die Vorratsdatenspeicherung ersatzlos abzuschaffen.

Österreich trotz hoher F&E-Quote nicht unter „Innovation Leaders“

Der Forschungs- und Technologiebericht 2014 (III-83 d.B.) gibt unter anderem detaillierte Auskunft über die aus Bundesmitteln und von Unternehmen geförderte Forschung, Technologie und Innovation sowie über die Stellung Österreichs in internationalen Rankings. Er wurde im Auftrag des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Reinhold Mitterlehner und der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures erarbeitet. Zur Präsentation des Berichts waren Wolfgang Polt (Joanneum Research), Karl-Heinz Leitner (Austrian Institute of Technology) und Jürgen Janger (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) eingeladen.

Wie Wolfgang Polt ausführte, werden 2014 in Österreich laut jüngster Globalschätzung der Statistik Austria die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) voraussichtlich 9,32 Mrd. € betragen. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies einen nominellen Anstieg um 2,73 %. Für 2014 ergibt sich daraus eine F&E-Quote von 2,88 % des BIP, womit auf Basis der vorliegenden Prognosen die F&E-Quote nach einer Phase des starken Anstiegs faktisch auf dem Niveau der Jahre 2013 bzw. 2012 stagniere, stellte Polt fest.

Durchschnitt durchaus hohen Mitteleinsatz für Forschung und Entwicklung (F&E) auf. Auch wenn Rankings nicht alle Innovationsleistungen in Österreich adäquat abbilden können, lasse sich doch erkennen, dass Österreich in der Innovationsleistung immer noch deutlich hinter den „Innovation Leadern“ zurückbleibe, lautete das Resümee der Experten. Es werde sehr großer Anstrengungen bedürfen, um hier wesentliche Änderungen zu erreichen.

Auf Nachfragen der Abgeordneten Gerhard Deimek (F) und Philip Kucher (S) zur Innovationskultur in Österreich nannte Wolfgang Polt als wesentliche Gründe für diese Position Österreichs im Mittelfeld die österreichische Industriestruktur, in der der Hochtechnologiesektor nicht so ausgeprägt sei, wie etwa in der Schweiz. Zudem bestehe eine geringere finanzielle Ausstattung der Grundlagenforschung. Es sei sicherlich sinnvoll, hier anzusetzen, stellte er fest. Erörtert wurde auch die Frage des Einsatzes von mehr Risikokapital, der laut Bericht in Österreich unterentwickelt ist.

Abgeordneter Bruno Rossmann (G) fragte, was die Entwicklung neuer Finanzierungsformen wie Crowdfunding bzw. Crowdinvesting hemme. Klärungsbedarf bestehe vor allem in Fragen der Regulierung und des Anlegerschutzes, bemerkte dazu Jürgen Janger. Österreich habe sich in den letzten Jahren gut in internationalen Wertschöpfungsketten positionieren können, so der Experte. Abgeordnete Angelika Winzig (V) stellte fest, es dürfe die Innovationskraft der KMUs nicht unterschätzt werden, diese werde jedoch von den internationalen Rankings leider nicht hinreichend abgebildet.

Von Karl-Heinz Leitner wurde die Frage der Hochschulrankings und der Entlohnung als Faktor für erfolgreiche Rekrutierung hochqualifizierter UniversitätsforscherInnen erörtert. Abgeordneter Karlheinz Töchterle (V) erkundigte sich in diesem Zusammenhang, ob man tatsächlich von Brain Drain sprechen dürfe, da Österreich auch viele junge ForscherInnen anziehe. Jürgen Janger erklärte dazu, es gebe eine eindeutige Bewegung hin zu den guten amerikanischen Universitäten, der faktisch keine Rückkehrbewegung gegenüberstehe. Daraufhin meinte Abgeordneter Nikolaus Scherak (N), dass hier Änderungen der zu restriktiven Bestimmungen der Rot-Weiß-Rot-Karte überfällig seien. Team-Stronach-Mandatar Rouven Ertlschweiger merkte an, eine allgemeine Reform des Bildungssystems sei wichtig, wenn Österreich seine Position halten wolle.

Mitterlehner: Investitionskultur in Österreich muss sich wandeln

Der Bericht sei eine wertvolle Grundlage für Entscheidungen der österreichischen Politik. Die österreichische FTI-Politik müsse auf Veränderungen im neuen Rahmenprogramm Horizon 2020 reagieren, etwa durch die Definition von neuen Zielsetzungen, hielt Wissenschaftsminister Mitterlehner fest. Dazu gehöre eine Steigerung der Rückflüsse auf mindestens 1,5 Mrd. € bis zum Jahr 2020 und die Erhöhung der Zahl der ERC Grants, betonte Mitterlehner. Zu diesem Zweck sei die Unterstützungs- und Beratungsleistung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) neu aufgesetzt und verbessert worden. In der Fragen neuer Finanzierungsinstrumente wie Crowdfunding sah Mitterlehner positive Anzeichen, dass die Widerstände dagegen langsam schwinden. Um die Beteiligung des privaten Sektors an der Forschungsfinanzierung zu erhöhen, müsse auch eine Änderung der Unternehmens- und Investitionskultur in Österreich stattfinden, meinte er. Derzeit halte man bei 60 %, man wolle aber 66 % erreichen. Der Bund versuche, diesen Wandel zu unterstützen, indem es neue Regeln für Stiftungen und Gemeinnützigkeit geben soll, eine Regierungsvorlage dazu sei in Arbeit. Der Bericht wurde vom Ausschuss zur weiteren Behandlung einstimmig vertagt.

Opposition will Forschungsförderung evaluieren

Mit den Stimmen der Regierungsparteien vertagt wurden Initiativen der Oppositionsparteien zum Thema Forschungsförderung. Seitens des Team Stronach trat Rouven Ertlschweiger für eine wirksamere Förderung ein und verlangte in seinem Antrag (457/A(E)) eine umfassende Evaluierung des gesamten Systems der heimischen Forschungsförderung. Gerhard Deimek von der FPÖ setzte in seiner Initiative (460/A(E)) bei der Forschungsprämie an, die seiner Meinung nach mehr auf die Stärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit angelegt sein sollte, und schlug diesbezüglich eine Evaluierung vor. Grünen-Forschungssprecherin Ruperta Lichtenecker schließlich lenkte in ihrem Vorstoß (337/A(E)) den Blick auf die indirekte Forschungsförderung und drängte auf eine Überprüfung der Auswirkungen steuerlicher Begünstigungen für Forschung und Entwicklung insbesondere auf die KMU. Seitens der Regierungsparteien hielten sowohl Philipp Kucher (S) als auch Angelika Winzig (V) eine Evaluierung grundsätzlich für sinnvoll, plädierten aber für die Vertagung ein, um die Thematik in einer der nächsten Ausschusssitzungen ausführlicher zu diskutieren.

NEOS fordern ersatzlose Streichung der Vorratsdatenspeicherung Eine schnelle und ersatzlose Streichung der Vorratsdatenspeicherung verlangte namens der NEOS Abgeordneter Nikolaus Alm, der sich in seinem Antrag (403/A(E)) dabei vor allem auf die jüngste Entscheidung des EuGH berief. Seine Initiative wurde allerdings unter Hinweis auf das unmittelbar bevorstehende Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs in dieser Materie mit den Stimmen der Regierungsparteien vertagt. FPÖ gegen Forschungsmittel für Nuclear Engineering Seibersdorf Schließlich lag dem Ausschuss ein Antrag (461/A(E)) des FPÖ-Abgeordneten Axel Kassegger auf Einstellung der Förderung der Nuclear Engineering Seibersdorf aus Mitteln des Forschungsbudgets vor, der einstimmig vertagt wurde. Die Initiative dazu kam von Kassegger selbst, der die Zuständigkeit für diese Materie bei Ministerin Bures verortete und eine Diskussion des Anliegens in der heutigen Sitzung nicht für sinnvoll erachtete.

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26.06.2014, Quelle: Pressedienst der Parlamentsdirektion APA-OST Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders

Forschungsprämie als bürokratischer Hürdenlauf

Kleinbetriebe klagen über unnötige Schikanen bei Förderansuchen

Betriebe, die in Österreich ihr Recht auf eine steuerliche Forschungsförderung (Forschungsprämie) in Anspruch nehmen wollen, brauchen zwei Eigenschaften: Gute Nerven und eine außergewöhnliche Sprachbegabung. Seit Jahresbeginn gelten nämlich verschärfte Bedingungen, die die Rückerstattung von zehn Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben durch das Finanzamt zum „bürokratischen Hürdenlauf“ werden lassen, wie ein Firmenchef dem KURIER erzählt.

Erste Hürde: Das Antragsformular. Das auszufüllende Feld bei FinanzOnline sieht nur noch exakt 3000 Zeichen vor, um das Forschungs- und Innovationsprojekt genau inhaltlich zu beschreiben, dessen Relevanz für den Betrieb zu erklären und den wissenschaftlichen Fortschritt nachzuweisen. Dabei dürfen ausschließlich Buchstaben und Ziffern verwendet werden, nicht aber Skizzen, Pläne, Schaubilder oder sonstige erklärende Darstellungen. „Unser Chemiker sieht sich außerstande, seine neue Formel ohne Grafik verbal so zu beschreiben, dass es ein Außenstehender versteht“, klagt der Firmenchef.

Zweite Hürde: Die Prüfung. Der Inhalt der 3000 Zeichen wird von Mitarbeitern der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geprüft. Die Firmen werden im Unklaren darüber gelassen, wer ihre Angaben prüft und was mit den heiklen Forschungsdaten passiert. Einsprüche wegen Befangenheit gegen eine bestimmte Person als Gutachter (z. B. aus Wettbewerbsgründen) sind ausgeschlossen. Die Förderwürdigkeit wird mit „Ja“ oder „Nein“ angegeben, Begründung dafür gibt es keine.

Weil letztlich aber doch das Finanzamt über die Zuerkennung der Forschungsprämie entscheidet, geht der Hürdenlauf weiter – und endet im Chaos, falls Firmen gegen einen ablehnenden Bescheid berufen.

„Ein Antrag auf steuerliche Forschungsförderung ist nur noch für Unternehmen mit einem Jahresumsatz jenseits der Zehn-Millionen-Grenze ökonomisch halbwegs sinnvoll“, kritisiert Reinhard Raberger vom Beratungsunternehmen Consult4Value das Prozedere. Der Aufwand für den Antrag habe sich verdreifacht und rechne sich daher für viele Kleinbetriebe gar nicht mehr.

In der Wirtschaftskammer (WKO) kennt man die Klagen und ist ebenfalls unzufrieden mit der Neuregelung. „Einen Innovationsprozess, der über mehrere Jahre geht und nur schwer planbar ist, auf 3000 Zeichen zu Papier zu bringen, ist schwer“, sagt Rudolf Lichtmannegger von der Abteilung Wirtschaftspolitik. Dennoch habe es heuer schon mehr als 1000 Einreichungen für die Forschungsprämie gegeben, sieht er auch einen Gewöhnungseffekt.

Positives Feedback

Bei der FFG versteht man die Aufregung nicht ganz. Vielmehr gäbe es „überwiegend positives Feedback, besonders auch zur raschen und unkomplizierten Abwicklung“. Immerhin liege die Dauer für die Erstellung der Gutachten aktuell bei nur etwa drei Wochen. Klein- und Mittelbetriebe würden den Großteil der Antragsteller ausmachen.

Die Kontrolle durch die FFG soll letztlich auch sicherstellen, dass mit dem Geld auch tatsächlich an etwas Neuem geforscht wird. Der Rechnungshof hinterfragte zuletzt kritisch, warum die Forschungsprämie etwa auch von kleinen Handelsbetrieben und Kfz-Werkstätten geltend gemacht wurde.

Das Finanzministerium will Anfang 2014 die Neuregelung evaluieren und mögliche Auswirkungen auf die Zahl der Anträge prüfen.

25.11.2013, Quelle: KURIER

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„Reden ist Silber, Forschen ist Gold“ – Praxis-Änderungen bei der Forschungsprämie

Erste Erfahrungen seit der Neuregelung der steuerlichen Forschungsförderung von der FFG 

Um die 80 Unternehmer, Geschäftsführer und technische Leiter sowie Finanzverantwortliche diskutierten auf Einladung des Industriemagazins am Mittwoch, den 19. Juni 2013, mit den Experten der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der ITS Förderberatung (ITS) über die ersten Erfahrungen mit der Forschungsprämie NEU. Das Ergebnis: Die Neuregelung der steuerlichen Forschungsprämie wird begrüßt, da die Treffsicherheit dieses Förderinstruments erhöht wurde, jedoch brauchen Unternehmen zusätzliche Kompetenzen für die Abwicklung der Förderung, für die Entscheidung des richtigen FFG-Gutachtens, von der Dokumentation bis zur Antragsstellung etc.

Markus Leonhard, Steuerberater & Wirtschaftsprüfer, ITS Förderberatung, stellte das neue Verfahren der Forschungsprämie vor und zeigte auf, dass unzählige Unternehmen forschen, aber vielen dies nicht bewusst ist. So gelten im Rahmen der steuerlichen Forschungsförderung Verbesserungen des Produktionsverfahrens, Pilotanlagen oder Softwareentwicklung unter gewissen Voraussetzungen als Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Dazu Leonhard: „Ein oft unbeachteter Vorteil für Unternehmen, denn praxisorientierte Entwicklung und Forschung bzw. tatsächlich getätigte Zukunfts-Investitionen werden mit 10% gefördert. Da zahlt es sich schon aus, die Förderwürdigkeit zu überprüfen.“

Unter dem Titel „Das neue Jahresgutachten der FFG – Mit dem richtigen Antrag zum Erfolg“ wurde auch von der FFG Tipps und Hinweise zur korrekten Antragsstellung gegeben. Die FFG ist seit Jänner 2013 erstmals als Gutachterin in das Prämienverfahren eingebunden und kann damit die Treffsicherheit der Forschungsprämie sicherstellen und Missbrauch verhindern.

Anhand eines Praxisbeispiels wurde von der ITS dargestellt, dass für Unternehmen die Aufgaben nicht erst mit der Antragstellung beginnen, sondern vielmehr der gesamte Förderprozess mitgedacht werden muss. Um die Forschungsprämie voll in Anspruch nehmen zu können, ist nicht nur steuerliches Fachwissen notwendig, sondern vielmehr eine umfassende Betrachtung der unternehmerischen Forschungstätigkeiten aus technischer und wirtschaftlicher Sicht: Von der Identifikation und Auswahl geeigneter Projekte, über die technische Dokumentation bis hin zur richtigen Antragsstellung. Zusätzlich sollte überprüft werden, ob weitere Direktförderprogramme möglich sind. Einblicke dazu lieferte Herbert Braunsperger, Techniker & Forschungsförderungsexperte: „Das Auffinden des F&E-Anteils der Projekte eines Unternehmens erfordert mehr technisches und kommunikatives, als steuerliches Knowhow. Aus diesem Grund beschäftigen wir bei der ITS mehrere Techniker und Naturwissenschaftler und gehen nach dem dualen Prinzip, Technik und
Wirtschaft, vor. So können wir den Anforderungen des Forschungsförderungsprozesses unserer Kunden gerecht werden.“

Mehr Information zu den Änderungen bei der Forschungsprämie, demdualen Prinzip der ITS sowie Veranstaltungsunterlagen erhalten sie bei Markus Leonhard, Geschäftsführer ITS Förderberatung. Die ITS hat sich seit Jahren auf die steuerliche Forschungsförderung spezialisiert. ITS betreut mit einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Steuerrecht, Technik, Naturwissenschaft, Wirtschaft und Kommunikation über 80 Firmen in
Österreich bei der Geltendmachung der steuerlichen Forschungsförderung und bei Direktförderungen.

22.06.2013, QUELLE: APA OTS

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