Ihr Service- und Beratungsexperte
für Technologie- und Innovationsförderung.

KOOPERATIONEN
SCHNELL.CHECK

Wirkungsevaluierung der Forschungsprämie hat begonnen

Die angekündigte Evaluierung der Forschungsprämie hat begonnen. Links zum Fragebogen „Wirkungsevaluierung der Forschungsprämie“ werden bzw. wurden vom Finanzamt an Forschungsprämienbezieher mittels Mail versendet.
Das von den Regierungsparteien beschlossene Wirtschaftspaket stellt bei positiver Evaluierung der Forschungsprämie eine Erhöhung des Forschungsprämiensatzes in Aussicht.
Eine möglichst hohe Teilnahme an der Studie bietet die Grundlage für mögliche Optimierungen bei der Forschungsprämie.

25.10.2016, Quelle: ITS-Förderberatung

 

Widersprüchliche Begründung im Entschließungsantrag zum Thema Forschungsförderung vom 16.6.2016

Der am 16.06.2016 eingebrachte Entschließungsantrag  der Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer, BSc.; Philip Kucher; DI Gerhard Deimek; Claudia Gamon, MSc; Ulrike Weigerstorfer betreffend Evaluierung der Forschungsprämie zitiert die Studie „Systemevaluierung der österreichischen Forschungsförderung und –finanzierung“ des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung aus dem Jahr 2009 mit den Worten: „Die empirischen Analysen im Rahmen der F&E-Systemevaluierung 2008 haben gezeigt, dass nachhaltige Fördereffekte nur von jenen Unternehmen realisiert werden, die sowohl die steuerliche Förderung, als auch Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen. (WIFO, 2009)“

Es wird impliziert, dass Unternehmen, die nur die steuerliche Forschungsprämie oder nur Instrumente der direkten Förderungen in Anspruch nehmen, keine nachhaltigen Fördereffekte realisieren. Dies steht im klaren Widerspruch zu den Studienergebnissen: Die Ergebnisse der Wirkungsanalysen zeigen, dass geförderte Unternehmen verglichen mit nicht-geförderten Unternehmen eine höhere Neigung aufweisen, in ihrem Unternehmen radikale Innovationen einzuführen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit Mehrfachförderung (steuerliche und direkte F&E-Förderung). Die WIFO-Studie stellt klar fest, dass sowohl Unternehmen, die durch die steuerliche Forschungsprämie gefördert werden als auch Unternehmen, die Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen zu mehr Innovation neigen und nachhaltige Fördereffekte realisieren. Die gleichzeitige Förderung durch beide Instrumente hat offensichtlich eine deutlichere Wirkung auf Innovation in Unternehmen.

Die WIFO-Studie evaluiert sowohl die steuerliche Forschungsprämie als auch Instrumente der direkten Förderung als systemrelevant und komplementär: Die Ergebnisse zeigen, dass die steuerliche und die direkte F&E-Projektförderung komplementär sind, d.h. sich einander ergänzen. Darüber hinaus wird die steuerliche Forschungsprämie als ein wichtiges Instrument für Unternehmen, besonders für KMU, evaluiert, weil dieses Instrument einen geringen administrativen Aufwand und eine hohe Planungssicherheit für Unternehmen bietet. Im Gegensatz, Instrumente der direkten Förderung sind mit einem hohen administrativen Aufwand und einer geringen Planungssicherheit verbunden.

Um radikale Innovationen in Unternehmen zu fördern und zu unterstützen sollen einerseits Instrumente der direkten Förderung erweitert und vereinfacht werden, und andererseits Unternehmen, die nur Instrumente der direkten Förderung in Anspruch nehmen dazu motiviert werden auch die steuerliche Forschungsprämie zu beanspruchen. Für KMU stellt die steuerliche Forschungsprämie bereits jetzt eine sehr gute Möglichkeit dar, die Innovationskraft im Unternehmen zu steigern.   

12.07.2016, Quelle: ITS-Förderberatung

 

Zu wenig Transparenz in der Forschungsförderung

Ein Bericht des Rechnungshofs stellt der heimischen Forschungspolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Man habe zu viele Akteure, die Förderlandschaft sei komplex und intransparent

Das klingt tatsächlich rekordverdächtig: Die Forschungsfinanzierung in Österreich wird durch nicht weniger als 240 Einrichtungen im Bund und in den Ländern abgewickelt. Das ist eines der Ergebnisse eines kürzlich publizierten Berichts des Rechnungshofs (RH). „Viel zu viel“, kritisiert nun auch die grüne Wissenschaftssprecherin Sigi Maurer, die in diesem Zusammenhang eine einheitliche Datenbank über heimische Forschungsförderung fordert, um Transparenz in den F&E-Förderbereich zu bringen und eventuelle Doppelförderungen zu verhindern. Auch im Rechnungshofbericht heißt es, dass bisher „kein Gesamtüberblick über die Forschungsfinanzierung vorhanden war“.

Im Jahr 2014 flossen vom Bund 2,6 Milliarden Euro und von den Ländern rund 460 Millionen Euro in die Forschungsförderung. Durch die Vielzahl der Organisationseinheiten, die die Zahlungen abwickelten, erwies sich die Förderung von F&E als „komplex und unübersichtlich“, schreibt der Rechnungshof. Maurer: „Die Forschungsfinanzierung ist viel zu zersplittert und intransparent.“ Sie frage sich, ob wirklich alle Mittel in die Forschung geflossen seien.

Quote als isolierte Größe
Besonders kritisch war der zweite Teil der RH-Analyse: Die mit der Forschungsstrategie von 2011 begonnene Orientierung an der Forschungsquote – das Ziel ist, bis 2020 3,76 Prozent des BIP für F&E auszugeben (derzeit: 3,01 Prozent) – sei „weder ein aussagekräftiger noch ein steuerungsrelevanter Wirkungsindikator für F&E-Mittel“. Diese isolierte Größe sei nicht geeignet, „Effizienz, Qualität und Effektivität der eingesetzten Mittel im F&E-Bereich wiederzugeben“. Beobachter meinen, der RH habe damit der österreichischen Forschungspolitik der vergangenen fünf Jahre insgesamt ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Laut RH-Bericht waren in allen Bundesministerien in Summe 113 Organisationseinheiten mit F&E-Angelegenheiten befasst und in ihrem Wirkungsbereich zusätzlich zehn Förderagenturen. Bei den Ländern waren es immerhin 103 Organisationseinheiten und 14 Agenturen. In Summe waren dafür 811 Personen mit einem Personalaufwand von rund 58 Millionen Euro beschäftigt.
Insgesamt gab es im Prüfzeitraum 136 Forschungsprogramme von Bund (87) und Ländern (49), was der Rechnungshof als „Programmdschungel“ bezeichnet. Kritisch sieht der RH auch die hohe Zahl sehr kleiner Programme: Der Bund finanzierte 28 und die Länder nicht weniger als 29 Programme, in denen jährlich weniger als eine Million Euro zur Verfügung standen.

Anregungen für Verbesserungen
Freilich gab es nicht nur Kritik, sondern auch reichlich Anregungen: Der RH empfiehlt eine Konzentration von forschungsspezifischen Aufgaben auf wenigere Organisationseinheiten sowie eine Verringerung der Anzahl an Förderagenturen. Zudem sollten nach Ansicht der Prüfer finanziell wirkungsschwache F&E-Programme gebündelt werden. Den Ländern rät das Prüforgan, F&E-Angelegenheiten an die Förderagenturen des Bundes zu übertragen, um einheitliche Beurteilungsstandards und Prozessabläufe zu gewährleisten.
Auskunft gibt der Bericht auch über die Aufteilung des Förderkuchens: Von den 2,6 Milliarden Euro des Bundes für F&E gehen 1,4 Milliarden Euro (55 Prozent) an die Universitäten, 768 Millionen Euro (29 Prozent) an die Förderagenturen und 171 Millionen Euro (sechs Prozent) an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Von den 460 Mio. Euro der Länder gehen 161 Mio. Euro (35 Prozent) an die Krankenanstalten und 62 Mio. Euro (13 Prozent) an Förderagenturen der Länder.

Evaluierung der Forschungsprämie
Dem Vernehmen nach dürfte der RH-Bericht das Bekenntnis der Bundesregierung zur längst fälligen Evaluierung der Forschungsprämie zumindest beschleunigt haben: Am Donnerstag kommt ein entsprechender Entschließungsantrag ins Parlament. Demnach soll die Wirkung dieser steuerlichen Erleichterung für F&E-betreibende Unternehmen bis 2017 analysiert werden. Seit der jüngsten Steuerreform 2015/2016 können immerhin zwölf Prozent der Kosten für Forschung abgesetzt werden, davor waren es zehn Prozent.
Seit 2013 prüft die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG die Prämienanträge der Unternehmen nach inhaltlichen Kriterien. Davor war das nicht nötig: Die Forschungsprämie galt als reine Wirtschaftsförderung und wurde nur vom Finanzministerium geprüft. Manche Beobachter sehen das heute allerdings auch noch so.

06.07.2016, Quelle: Der Standard

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Paket zur Förderung für Start-ups

Die Bundesregierung hat heute zwar kein großes Wirtschaftsprogramm verabschiedet, aber ein Paket zur Förderung von Start-ups. Das Start-up-Paket sieht vor, dass 185 Mio. Euro an frischem Geld und zusätzlich 100 Mio. Euro an Garantien für die Startphase von innovativen neuen Unternehmen aufgewendet werden. Damit sollen 1.000 neue Start-ups entstehen.

Regierung erwartet neue Firmen und Jobs
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sprach bei der Vorstellung nach dem Ministerrat von 10.000 bis 15.000 neuen Jobs. Die Unternehmen sollten aber nicht nur stark exportorientiert sein, sondern auch ein starkes Wachstumspotenzial haben.
„Natürlich wird das Geld kosten, aber wenn man davon ausgeht, dass diese Maßnahmen dazu führen sollen, dass 1.000 neue Firmen gegründet werden, dann scheint das gerechtfertigt zu sein“, sagte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) vor dem Ministerrat.
Auch für Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist es ein „ganz massiver Schritt“, der Österreich bei der Start-up-Förderung dort hinbringen werde, wo Großbritannien und Deutschland jetzt schon sind.

Weniger Lohnnebenkosten
Der Löwenanteil der Förderung entfällt mit rund 100 Mio. Euro auf eine Verringerung der Lohnnebenkosten in den ersten drei Jahren. Fünf Mio. Euro soll es für Unternehmensgründungen aus Universitäten heraus geben, hier ist die Schweizer ETH Zürich das Vorbild. Der Business-Angels-Fonds soll um fünf Mio. Euro aufgestockt werden. Hier besteht die Hoffnung, dass aus dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere fünf Mio. Euro dazukommen. Die Business Angels sollten noch einmal 20 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Für die Finanzierung der Frühphase (Seed-Finanzierung) sind weitere 20 Mio. Euro vorgesehen.
Abgesehen von diesem frischen Geld, will die Bundesregierung auch die Garantien aufstocken, die Start-ups über die staatliche Förderagentur Austria Wirtschaftsservice (aws) gewährt werden. Weitere Leistungen sind beispielsweise Schecks über 10.000 Euro für die Einreichung von Patenten, neue Ideen können künftig für ein Jahr geschützt werden, auch wenn sie noch nicht patentreif sind.

05.07.2016, Quelle: ORF Online

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

FTI-Strategie zur Halbzeit mit gemischter Bilanz

FTI-Strategie zur Halbzeit mit gemischter Bilanz – Österreichischer Forschungs- und Technologiebericht 2016 zeigt Stärken und Schwächen des Innovationssystems auf

Wien (PK) – Die Frage, wo Österreich derzeit mit seinen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich steht und wie seine Innovationskraft einzuschätzen ist, beschäftigte einmal mehr den Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie. Ausgangspunkt der Debatte war der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht 2016. Der Bericht weist nach, dass Österreich heuer in internationalen Innovationsrankings teilweise aufholen kann, trotzdem aber noch weit hinter dem Ziel des „Innovation Leader“ zurückbleiben wird. Verstärkte Anstrengungen werden notwendig sein, um vor allem die Unternehmensforschung noch weiter zu erhöhen. Der Bericht wurde schließlich einstimmig vertagt, da die Beratungen darüber im nächsten FIT-Ausschuss im Herbst 2016 wieder aufgenommen werden sollen.

Eine Maßnahme, um mehr Mittel der Privatwirtschaft in die Forschung zu lenken, ist die Forschungsprämie, die Betrieben einen steuerlichen Anreiz geben soll, mehr Mittel für Forschung bereitzustellen. Nach mehreren Änderungen sehen die Abgeordneten nun eine Evaluierung für angebracht. Ein Fünf-Parteienantrag von SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach fordert die Evaluierung der Forschungsprämie bis 2017. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Ein älterer Antrag der Grünen zu einer Evaluierung wurde abgelehnt. In diesem ging es auch um eine stärkere Begünstigung von Ein-Personen-Unternehmen und KMU. Ein FPÖ-Antrag zum Thema gilt hingegen als miterledigt.

Österreich mit F&E-Ausgaben im Spitzenfeld, Weg zum Innovation Leader weiter steinig

Wolfgang Polt und Jürgen Streicher (Joanneum Research) sowie Karl-Heinz Leitner (Austrian Institute of Technology) präsentierten den Abgeordneten den Österreichischen Forschungs- und Technologiebericht 2016 ( III-275 d.B.). Ein Schwerpunkt des Berichts ist heuer eine Zwischenbilanz der Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) der Bundesregierung. Die Experten kommen hier zu dem Ergebnis, dass die FTI-Strategie in einigen Bereichen wesentliche Impulse zu Veränderungen gesetzt hat und einige Fortschritte mit ihr erzielt werden konnten. So wird beispielsweise damit gerechnet, dass Österreich auch 2016 mit seinen Ausgaben für Forschung- und Entwicklung (F&E) eine F&E-Quote von etwa über 3% des BIP erreichen wird und damit über dem EU-Durchschnitt bleibt. Erfolge lassen sich auch daran ablesen, dass Österreich in den Innovationsrankings Plätze gut machen konnte.

Wie der Bericht aber auch betont, sind weitere substanzielle Anstrengung notwendig, wenn Österreich sein Ziel, in die Gruppe der Innovation Leader aufzusteigen, nicht aus den Augen verlieren will. Die Erreichung der angestrebten F&E-Quote von 3,76% sei fraglich. Die Herausforderung bleibe dabei weiterhin die Steigerung des Beitrags des privaten Sektors zur F&E-Quote. Ohne eine Steigerung in diesem Bereich seien die angestrebten Ziele kaum zu erreichen. Der Vergleich mit den Innovation Leaders zeige, dass diese Länder sehr viel stärkere Schwerpunktsetzungen und Profilbildungen im Forschungs- und Hochschulbereich zeigten, so die Experten. Zudem sei der Anteil privater Mittel auch in der Grundlagenforschung dort deutlich höher. Das beruhe aber teilweise auf Voraussetzungen, die sich nicht einfach kopieren lassen – wie etwa Privatstiftungen, die sich erst über lange Zeiträume aufbauen lassen.

In der Diskussion des Berichts mit den Abgeordneten zeichnete sich ab, dass nur teilweise Zufriedenheit mit der Umsetzung der FTI-Strategie herrscht. Generell wurde die Aussage bekräftigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind. Philip Kucher (S) und Eva-Maria Himmelbauer (V) zeigten sich grundsätzlich zufrieden über Erfolge in der Umsetzung der FTI-Strategie. Für Kucher sind auch Maßnahmen zur Erhöhung des Unternehmensanteils an der Forschung gefragt sowie eine Fokussierung auf die so genannte Industrie 4.0. Himmelbauer thematisierte die Notwendigkeit, den Rechtrahmen für innovative Start-ups zu verbessern, was von Katharina Kucharowits (S) aufgegriffen wurde, die auf die Notwendigkeit der Vereinfachung der Gewerbeordnung für Start-ups hinwies. Die Frage des adäquaten Rechtsrahmens für innovative Unternehmen warf auch Ulrike Königsberger-Ludwig (S) in Zusammenhang mit so genannten Sozialen Unternehmen auf. Diese agierten derzeit oft nur auf Basis des Vereinsrechts, gab sie zu bedenken. Johann Hell (S) interessierte sich für die Entwicklungen im Bereich des automatisierten Fahrens.

Industrie muss sich den Herausforderungen stellen
Bundesminister Jörg Leichtfried nützte seinen ersten Auftritt im Ausschuss dafür, die Schwerpunkte, die er im Bereich der Innovation und Technologie sieht, zu präsentieren. Österreich verfüge über Firmen mit hoher Innovationskraft und hoher Exportrate, die komplexe technische Lösungen anbieten können. Diese Bereiche müsse man weiter stärken. Was automatisiertes Fahren angeht, so sei das Thema im größeren Kontext der Entwicklung der Elektromobilität, der Verkehrssicherheit und der Zukunft des öffentlichen Verkehrs zu sehen. Die Industrie 4.0 sei eine Tatsache im Zusammenhang der Digitalisierung und Automatisierung. Man nehme hier nicht nur ein Schlagwort auf, betonte Leichtfried in Reaktion auf kritische Anmerkungen von Abgeordnetem Köchl. Österreich habe sowohl Firmen, die hier Vorreiter seien, als auch leider solche, die sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen wollen. Unternehmen, die sich mit diesen Fragen nicht jetzt beschäftigen, müssten jedoch in wenigen Jahren mit großen Wettbewerbsnachteilen rechnen, warnte Leichtfried. Ein weiteres großes Zukunftsthema sind für Leichtfried klimaschonende Energiegewinnung und Produktionsweisen. Als eine wichtige Herausforderung sieht es Leichtfried, eine bessere Kooperationen von Grundlagenforschung und Industrie zu erreichen.

Forschungsprämie soll evaluiert werden
Die Abgeordneten des Forschungsausschusses sprachen sich heute einstimmig für eine Evaluierung der Forschungsprämie aus, die einen steuerlichen Anreiz für Betriebe schafft, mehr für Forschung auszugeben. Die Forderung einer Evaluierung der Prämie bis 2017 wird in einem gemeinsamen Antrag ( 1776/A(E)) der Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer (V), Philip Kucher (S), Gerhard Deimek (F), Claudia Angela Gamon (N) und Ulrike Weigerstorfer (T) erhoben. Nach zweimaliger Erhöhung sei nun der richtige Zeitpunkt, die Forschungsprämie zu evaluieren, bekräftigte Angelika Winzig (V) das parteiübergreifende Anliegen.-Maria Himmelbauer (V), Philip Kucher (S), Gerhard Deimek (F), Claudia Angela Gamon (N) und Ulrike Weigerstorfer (T) erhoben. Nach zweimaliger Erhöhung sei nun der richtige Zeitpunkt, die Forschungsprämie zu evaluieren, bekräftigte Angelika Winzig (V) das parteiübergreifende Anliegen.

Ruperta Lichtenecker (G) und Claudia Gamon (N) zweifeln daran, dass Österreich angesichts der ihrer Ansicht nach viel zu geringen Ausgaben für die Wissenschaft die Ziele der heimischen FTI-Strategie erreichen und die entsprechenden Wachstumsvorgaben der EU bis 2020 erfüllen kann. Als Antwort erwartet sich Gamon ein Forschungsfinanzierungsgesetz, mit dem die FTI-Strategieziele in den nächsten vier Jahren tatsächlich erreicht werden können ( 1596/A(E)). In diesem Sinne fordert auch Lichtenecker von der Regierung einen terminlich abgestimmten Maßnahmenplan zur budgetären Bedeckung der FTI-Strategie und die Formulierung eines Forschungsfinanzierungsgesetzes ( 1592/A(E)). Beide Anträge wurden von SPÖ und ÖVP in die Warteschleife geschickt. (Fortsetzung Forschungsausschuss)

Mehr dazu auf: https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0730/index.shtml

28.06.2016, Quelle: Parlament.gv.at

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Mehrwert durch Forschung – Präsentation der FFG Bilanz 2015

Bilanz 2015:
465 Millionen Euro ausgezahlt und rund 2.800 Projekte neu bewilligt

Portfolio:
„Kerngeschäft“ bleibt stabil, Angebot durch neue Services und Programme erweitert.

Gutes Zeugnis:
FFG mehrfach geprüft. Leistungen für gut befunden.

„Das Potenzial für mehr Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich liegt im Bereich der Forschung und Innovation“, erklärten Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, bei der Präsentation der FFG-Bilanz 2015 am Mittwoch in Wien. „Wir brauchen daher weitere kräftige Impulse für die innovative österreichische Wirtschaft.“ Im letzten Jahr wurden 465 Millionen Euro an Förderungen für neue und laufende Projekte ausbezahlt, rund 2.800 Projekte mit einer Gesamtförderung von 473 Millionen Euro wurden neu bewilligt. „Während das Budget der direkten Forschungsförderung seit acht Jahren auf ungefähr gleichem Niveau bleibt, hat die FFG ihr Gesamtportfolio mit den Gutachten für die Forschungsprämie, der Abwicklung der Breitbandmilliarde und weiteren Initiativen deutlich ausgebaut“, so die FFG-Geschäftsführer.

Zusammenarbeit Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus
Mit 326 Millionen Euro gingen rund 70 % der Gesamtförderung der FFG (inklusive Darlehen und Haftungen) im Jahr 2015 an Unternehmen. 71 Millionen Euro flossen an Forschungseinrichtungen (15 %), 63 Millionen Euro an Hochschulen (14 %). Gemessen am Barwert liegt der Anteil der Unternehmen bei rund 60 %, jener der Forschungseinrichtungen bei 21 % und jener der Hochschulen bei 18 %. „Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiges Ziel, um Erkenntnisse aus der Forschung möglichst rasch in neue Produkte und Dienstleistungen umzusetzen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Investitionen in Innovationen zahlen sich mehrfach aus“, so die FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner.

Produktion als wichtigstes Forschungsthema
Rund ein Viertel der neu bewilligten FFG-Förderungen fließen in Projekte aus dem Produktionsbereich, insgesamt rund 114 Millionen Euro im Jahr 2015. An zweiter Stelle stehen die Informations- und Kommunikationstechnologien mit 82 Millionen Euro (18 %), danach kommt der Bereich Energie/Umwelt mit 79 Millionen Euro (17 %). „Im Produktionsbereich – Stichwort Industrie 4.0 – verfolgen wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern eine konsequente Interventionslogik und haben besondere Impulse gesetzt“, erläutert FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Dazu zählen auch die Stiftungsprofessuren, die erste Pilotfabrik, die letztes Jahr eröffnet wurde, und unsere intensiven Internationalisierungsaktivitäten. Diese Initiativen werden 2016 verstärkt ausgebaut“, konkretisiert FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

Internationale Vernetzung weiter ausgebaut
Auf hohem Niveau verläuft die Beteiligung am EU-Programm für Forschung und Innovation, Horizon 2020. Bisher haben sich österreichische Organisationen 795 Mal an 578 geförderten Projekten beteiligt, dafür wurden rund 320 Millionen Euro an Förderungen zugesagt (Stand: November 2015). „Die FFG wurde auch mit dem Monitoring der EU-Beteiligung beauftragt“, so Egerth. „Dadurch können wir nationale und internationale Förderangebote noch besser aufeinander abstimmen.“ Die FFG stellt die Horizon-2020-Daten in einer interaktiven Online-Datenbank frei zugänglich zur Verfügung.

Österreich konnte in den letzten Monaten wichtige Erfolge auf europäischem Parkett verzeichnen. Dazu zählt die Beteiligung an der EU-Initiative „Shift2Rail“, in der alle wesentlichen Stakeholder des europäischen Bahnsektors kooperieren. Erstmals wurde auch der Zuschlag für eine „Knowledge Innovation Community“ (KIC) mit über 100 Partnern aus der EU erteilt, in der Österreich eine maßgebliche Rolle spielt. Weitere Erfolge sind im Weltraumbereich zu verzeichnen, darunter die bevorstehende Gründung eines ESA Business Incubation Centres (BIC) und einer Ambassador-Plattform in Graz und Wiener Neustadt sowie der prioritäre Zugang zu den Copernicus-Satellitendaten durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und die Auswertung dieser Daten im „Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring“ (EODC) an der TU Wien.

Wertvoll für die Regionen
Ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren zeigt sich auch in der regionalen Verteilung der geförderten Projekte: Auch 2015 lagen die Steiermark, Wien und Oberösterreich an der Spitze der Bundesländer-Statistik. Gemessen an der Gesamtförderung gingen 29 % der Mittel in die Steiermark (137,5 Millionen Euro), 24 % nach Wien (111,8 Millionen Euro) und 21 % nach Oberösterreich (99,3 Millionen Euro).

Eine enge Zusammenarbeit pflegt die FFG mit den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Durch diese Kooperation erhöht sich die Projektfinanzierung bei den regionalen Unternehmen auf bis zu 70 % der Projektkosten. Diese Förderung wird durch erhöhte FFG-Darlehen ermöglicht, die vom jeweiligen Bundesland mitfinanziert sind. Erstmals hat die FFG im letzten Jahr auch eine gemeinsame Ausschreibung der Bundesländer Oberösterreich und Steiermark zum Thema „Smart Mobility“ abgewickelt.

Portfolio der FFG erweitert
Neue Beauftragungen ergänzen zunehmend das bisherige Förderangebot der FFG. So wurden von 2013 bis 2015 insgesamt über 6.200 Gutachten für die Forschungsprämie (steuerliche Forschungsförderung) erstellt, allein im letzten Jahr waren es insgesamt 2.578 Gutachten. Rund 85 Prozent aller Antragsteller sind Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). „Dieser große Zuspruch ist ein echtes Plus an rot-weiß-roten Innovationen und zeigt beeindruckend, wie stark die Wirtschaft auf Forschung und Entwicklung setzt. Unser Anspruch ist es, mit den Gutachten rasch Rechtssicherheit für die Unternehmen herzustellen“, so FFG-Geschäftsführerin Egerth.

Im Jahr 2015 neu im Portfolio der FFG hinzugekommen ist die Abwicklung der Breitbandmilliarde des Bundes. Insgesamt wurden 2015 Ausschreibungen mit einem Volumen von 237 Millionen Euro gestartet, weitere 250 Millionen sollen im laufenden Jahr ausgeschrieben werden. „Für uns ist die Breitbandmilliarde der Nachweis, dass die FFG ein Partner für ein breites Spektrum von fördertechnischen Aspekten ist“, erläutert Klaus Pseiner.

2016 wird auch die Förderung von Forschungsinfrastrukturen verstärkt werden. Neben den bereits gestarteten Initiativen wie der Pilotfabrik wird demnächst ein eigenes, mit 13 Millionen Euro dotiertes Förderprogramm für gemeinsam genutzte Forschungsinfrastrukturen starten.

Gute Noten für die FFG sind „amtlich“
Dass die FFG mit den an sie übertragenen Geldern sorgsam umgeht, wurde von verschiedenen Seiten mehrfach bestätigt. In den letzten fünf Jahren fanden insgesamt 46 externe Prüfungen durch den Rechnungshof, die Ministerien, die Europäische Union und andere Organisationen statt, darunter auch eine umfassende Prüfung des internen Kontrollsystems der FFG durch den Rechnungshof, der seinen Bericht mit der Gesamtnote „Gut“ versah. Dazu kamen weitere 37 Evaluierungen von einzelnen Förderprogrammen, die dazu genutzt werden, um die Angebote der FFG weiter zu schärfen und zu optimieren. „Alle Prüfungsergebnisse bestätigen uns in unserer Arbeit“, freuen sich die beiden FFG-Geschäftsführer über diese Zeugnisse. „Unsere Eigentümer und Auftraggeber können sich darauf verlassen, dass wir mit den uns übertragenen Geldern effektiv, effizient und sorgsam umgehen und unsere Kunden wissen, dass die FFG ein verlässlicher Partner für ihre Forschungs- und Innovationsvorhaben ist.“

Mehr dazu auf: https://www.ffg.at/presse/ffg-mehrwert-durch-forschung

14.04.2016, Quelle: Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Fluktuierende Ausschüttung

Aufgrund der Zinsentwicklung kann die Nationalstiftung für Forschung heuer nur einen vergleichsweise bescheidenen Betrag ausschütten.
Hannes Androsch, Chef des Forschungs- und Technologierates rechnet mit zusätzlichen Mitteln aus dem Österreich-Fonds.

18 Millionen Euro kommen heuer aus der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung. Das ist die niedrigste Ausschüttung der 2003 eingerichteten Stiftung, die aus Zinserträgen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) sowie des ERP-Fonds dotiert wird. In den Anfangsjahren stellte die Stiftung jährlich noch 125 Millionen Euro für die österreichische Forschung zur Verfügung.
Die Stiftung war 2003 als Teil eines Wachstums- und Standortpakets gegründet worden, um insbesondere „langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen“ zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Millionen von der OeNB und 50 Mio. Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten. Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Strategische Finanzierung
Die Stiftung sieht sich selbst als „Garant für eine nachhaltige, budgetunabhängige, langfristige und strategische Finanzierung österreichischer Forschungsinitiativen“. Im Vorjahr stellte die Stiftung 85 Millionen Euro zur Verfügung, 2014 waren es 38,7 Miollionen.
Von den heuer zur Verfügung stehenden 18 Millionen gehen jeweils fünf Millionen an die Forschungsförderungsgesellschaft FFG und den Wissenschaftsfonds FWF, teilte die Stiftung mit. Jeweils zwei weitere Millionen erhalten die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), die Christian Doppler Gesellschaft (CDG) und die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws).
Der Chef des Rats für Forschung und Technologieentwicklung (RFT), Hannes Androsch, hatte die niedrige Stiftungsausschüttung bereits Anfang des Jahres angekündigt und geht davon aus, dass diese Mittel mit rund 34 Millionen Euro aus dem Österreich-Fonds aufgestockt werden. Dieser soll aus dem neuen 55-Prozent-Steuersatz für Einkommensanteile über einer Million Euro gespeist werden.

Links:
www.stiftung-fte.at

Mehr dazu auf: http://economyaustria.at/forschung/fluktuierende-ausschuttung

14.03.2016, Quelle: Economy Austria

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Standort Österreich: Viele Akademiker, wenige Start-ups

Österreich hat sich im globalen Bloomberg-Innovationsranking von Platz 17 auf Platz 13 verbessert.
Das innovativste Land ist Südkorea, gefolgt von Deutschland.

Wer sich für Zukunftstrends interessiert, muss nach Südkorea reisen. Der asiatische Tigerstaat landete auch heuer im Innovationsranking der Finanzagentur Bloomberg auf Platz eins. In keinem anderen Land der Welt werden Start-ups vom Staat so stark gefördert wie in Südkorea. Seit den 1960er-Jahren hat sich Südkorea von einem Entwicklungsland zu einer modernen Industrienation entwickelt. Der Aufstieg hängt mit den sogenannten Chaebols zusammen. Dabei handelt es sich um mächtige Wirtschaftskonglomerate wie Samsung, Hyundai und LG, die eng mit dem Staat verbunden sind.

Die Finanzagentur Bloomberg veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking mit den 50 innovativsten Ländern weltweit. Auf Platz zwei liegt diesmal Deutschland, gefolgt von Schweden, Japan und der Schweiz. Österreich konnte sich im Vergleich zum Vorjahr vom 17. auf den 13. Platz verbessern. Österreich legte in den meisten Kategorien zu. Doch das Ranking zeigt auch die Schwächen des heimischen Wirtschaftsstandortes auf.

Hohe Akademikerquote
Bloomberg untersuchte die Länder anhand von sieben Kategorien. Am besten schneidet Österreich im Bereich „tertiäre Effizienz“ ab. Dazu gehören unter anderem die Akademikerquote und der Anteil von Akademikern mit einem technischen und naturwissenschaftlichen Studium. In dieser Kategorie liegt Österreich von den 50 untersuchten Ländern auf Platz sieben. Auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung schafft es Österreich unter die Top Ten. Bei den Patenten befindet sich Österreich auf Platz 13, bei der Produktivität auf Rang 14.
Am schlechtesten ist Österreich in der Kategorie „Hightech-Dichte“. Hier liegt unser Land nur auf Platz 30. Allerdings muss man hier mehrere Faktoren beachten. Denn Bloomberg bewertet in dieser Kategorie unter anderem die Zahl der börsenotierten Firmen aus den Bereichen Biotechnologie, Hardware, Software, Internet, erneuerbare Energien, Halbleiter, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt.
In diesem Bereich liegen die USA weltweit vorne, was angesichts der Marktposition der amerikanischen Hightech-Konzerne wie Apple, Google, Amazon und Facebook nicht überrascht. Österreich verfügt über relativ wenige Hightech-Firmen, die an der Börse gelistet sind. Auch spielt in Österreich die Börse bei der Unternehmensfinanzierung keine dominante Rolle.
So hat die Wiener Regierung es verabsäumt, den Kapitalmarkt zu stärken. In innovativen Ländern können sich Start-ups viel leichter Geld von der Börse holen, um damit die nächsten Expansionsschritte zu finanzieren.

Mehr dazu auf: http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4911839/Standort-Osterreich_Viele-Akademiker-wenige-Startups?from=gl.home_wirtschaft

27.01.2016, Quelle: Die Presse

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

7. LANGE NACHT DER FORSCHUNG – ÖSTERREICHS GRÖSSTES FORSCHUNGS-EVENT

Die Vorbereitungen für die 7. Lange Nacht der Forschung sind angelaufen.

Am Freitag, 22.4.2016, öffnen Forschungsinstitutionen in ganz Österreich wieder ihre Tore für das interessierte Publikum bei freiem Eintritt!

Die Lange Nacht der Forschung (LNF) verzeichnet seit 2005 steigendes Interesse bei allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen mit zuletzt über 136.500 Besucherinnen und Besuchern. Sie ist das einzige bundesweite Forschungsevent, das Leistungen heimischer Institutionen von der Grundlagenforschung bis zur Industrie für eine breite Bevölkerung zugänglich macht. Die größte Veranstaltung zur Wissenschaftskommunikation hat das Ziel, bei freiem Eintritt Wissenschaft und Forschung auf innovative, verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Das Spektrum der Aussteller reicht von wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungsinstitutionen über Industrie und Infrastrukturbetreiber bis zu innovativen, forschenden Einzelunternehmen

Am 22. April 2016 schafft die LNF16 erneut spannende Orte der Begegnung und fördert so den aktiven Dialog der interessierten Öffentlichkeit mit den Forschenden. Ein umfangreiches Programm bietet Einblicke in die vielfältige Welt der Forschung: von Schulprojekten bis zur Spitzenforschung. Im Rahmen von interaktiven Präsentationen, Vorträgen, Führungen und Mitmachstationen können interessierte Personen mit Forscherinnen und Forschern über aktuelle Forschungsergebnisse diskutieren und auch selbst experimentieren.

Die bundesweiten Maßnahmen der LNF16 werden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) finanziert und vom Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) unterstützt. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) führt die rechtliche und finanzielle Abwicklung durch. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) bringt sich in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle der Langen Nacht der Forschung aktiv in die Koordination der Inhalte und der Kommunikation zwischen den Ressorts und den Bundesländern ein. Für die operative Abwicklung in den Regionen sind Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer zuständig. Die Präsentation der Leistungen erfolgt durch die Wissenschafterinnen und Wissenschafter sowie durch die Forscherinnen und Forscher.

Ab Anfang 2016 gibt es hier die ersten Infos zur LNF16, aktuelle Programminfos folgen Anfang März.
Bis dahin finden Sie Informationen auf: www.facebook.com/LangeNachtderForschung oder www.twitter.com/LNF_Austria #LNF16

Mehr dazu auf: http://www.langenachtderforschung.at/index.html

25.1.2016, Quelle: Lange Nacht der Forschung

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Österreich international vorne bei Förderungen

Im Jahr 2014 wurden in Österreich 19,3 Mrd. Euro für direkte und indirekte Förderungen ausgegeben. Das waren um fast 500 Mio. Euro mehr als im Jahr davor, wie aus dem aktuellen Förderungsbericht der Regierung hervorgeht. Demnach liegt Österreich auch international im Spitzenfeld.

Die gesamten Geldleistungen der Gebietskörperschaften an Unternehmen und Privatpersonen in Österreich betrugen im internationalen Vergleich 2013 rund 80,4 Mrd. Euro, das sind rund 27,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Diese Daten beruhen auf dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) und können mit den übrigen Daten im Förderungsbericht, welche auf den Aufzeichnungen der Haushaltsverrechnung des Bundes basieren, nicht verglichen werden.

Österreich wird in der internationalen Statistik nur von Frankreich mit 31,8 Prozent geschlagen. Finnland gibt 26,2 und Schweden 22,5 Prozent des BIP für Geldtransfers aus. Die Schweiz liegt mit 17,6 Prozent deutlich darunter. Der Großteil der Geldtransfers in Österreich fließt an Privatpersonen (20 Prozent des BIP).

Aber auch bei den Unternehmensförderungen liegt Österreich im Spitzenfeld. Der Anteil dieser Förderungen lag 2013 bei 2,7 Prozent des BIP. In der EU gesamt (28 Länder) wurden mit 2,3 Prozent des BIP deutlich weniger Mittel für Förderungen an Unternehmen aufgewendet. Wesentlich geringere Förderanteile als Österreich weisen beispielsweise auch Deutschland oder Finnland mit 1,8 bzw. 1,6 Prozent des BIP auf. Einzig die Schweiz hat mit 4,6 Prozent des BIP ein vergleichsweise hohes Förderniveau.

Die nationalen Daten weisen für das Jahr 2014 Auszahlungen für direkte Förderungen in Höhe von 5,26 Mrd. Euro aus. Die indirekten Förderungen, also der Steuerausfall durch abgabenrechtliche Ausnahmeregelungen, beliefen sich für 2014 auf rund 13,99 Mrd. Euro, wovon rund 9,35 Mrd. auf den Bund und der Rest auf die Länder entfallen.

Mehr dazu auf: http://news.orf.at//stories/2317544/

7.1.2016, Quelle: ORF Online

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.

Die innovativsten Patente des Jahres

Das BMVIT und das österreichische Patenamt haben die Erfindungen des Jahres ausgezeichnet. Gold gibt es für eine neue Kuststoff-Recycling Technologie von „EREMA“ aus Oberösterreich. Silber und Bronze für GE JENBACHER aus Tirol und Solabolic aus Wien.

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) vergibt gemeinsam mit dem Österreichischen Patentamt die Auszeichnung für die innovativsten Patente „INVENTUM“. Mit diesem Preis zeichnen bmvit und Patentamt österreichische Innovationen und geistige Leistungen aus, die neue Wege in der technischen Forschung und Entwicklung eröffnen. Zehn Innovationen befanden sich bis zum Schluss im Rennen um die begehrte Trophäe in Gold, die am Freitagnachmittag von der neuen Präsidentin des Patentamts, Mariana Karepova, im Verkehrsministerium überreicht wurde. Mit „INVENTUM“ geben wir österreichischen Erfindungen eine Bühne. Schließlich ist es auch entscheidend, dass die großartigen Leistungen unserer innovativsten Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern – allen voran den verdienten Siegern „EREMA“ aus Oberösterreich“, betont Technologieminister Alois Stöger.

„Forschung und Entwicklung und die daraus entstehenden Erfindungen und Patente sind ein entscheidender Antrieb für das Wirtschaftswachstum in Österreich. Deshalb investiert mein Ressort jedes Jahr 500 Mio. Euro in die angewandte Forschung und unterstützt damit die vielen innovativen Weltmarktführer aus Österreich und die Unternehmen, die sich noch auf dem Weg dahin befinden“, so Stöger weiter.

Die Auszeichnung für österreichische Erfinderinnen und Erfinder wird bereits zum vierten Mal in Kooperation mit „invent“, der Fachzeitschrift für geistiges Eigentum des Bohmann Verlages vergeben. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Patentpreis INVENTUM heute wieder einige sehr innovative Erfinder vor den Vorhang holen dürfen und ihnen mit dieser Auszeichnung jene Aufmerksamkeit geben können, die sie sich verdienen.“, sagt Gabriele Ambros, Präsidentin der Forschung Austria und Geschäftsführerin des Bohmann-Verlages,

Gold für Kunststoff-Recycling-Technologie von EREMA

Mit einer 2014 patentierten Kunststoff-Recycling-Technologie konnte die Firma EREMA die hochkarätige Jury überzeugen und den INVENTUM in Gold erringen. Durch diese Technologie kann Kunststoff-„Abfall“ – durch besonders hohe und konstante Durchsätze – noch effizienter als bisher zur Regranulat recycelt und damit wieder in neuen Kunststoffprodukten verwendet werden. Mit diesem Effizienzschub im Kunststoff-Recycling ist das oberösterreichische Unternehmen Innovationsführer und hat das Potential sich auf dem Weltmarkt zu behaupten.

Silber für Verbrennungsoptimierung von GE JENBACHER

Der INVENTUM in Silber ging an eine Erfindung der Tiroler GE JENBACHER. Das Unternehmen zählt ebenfalls zu den führenden Anbietern in seiner Branche. Auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung ist GE JENBACHER auf die Energieerzeugung nahe oder direkt beim Verbraucher spezialisiert. Das ausgezeichnete Patent beschreibt eine zylinderindividuelle Optimierung der Verbrennung durch eine gezielte Ungleichstellung der einzelnen Zylinder, wodurch sich das Motorverhalten in Summe wesentlich verbessert.

Bronze für neue Generation von Sonnenkollektoren von SOLABOLIC

Der Erfinder DI Ahmed Adel – Gründer des Start-ups Solabolic – bekam den Bronze- INVENTUM für seine Innovation, die die Wirtschaftlichkeit der Sonnenenergie-Technologie signifikant erhöht. Es handelt sich dabei um eine neue Generation von Sonnenkollektoren – laut Patenttitel um Parabolrinnenkollektoren mit verstellbaren Parametern – die in der Herstellung Material spart und die Wirkung steigert. Vor allem Entwicklungsländer mit hohen Solarressourcen können von dieser einfach umsetzbaren Technologie profitieren.

Sechs weitere Unternehmen und ein Einzelerfinder, die in den unterschiedlichsten Branchen tätig sind, wurden für ihre innovativen Leistungen honoriert: AB Mikroelektronik, Fronius International, Hirtenberger Filter Services, Gunar Koller, Melecs EWS, Team ART und Zizala Lichtsysteme.

Mehr dazu auf: http://www.patentamt.at/Das_Oesterreichische_Patentamt/News/Inventum_2014/

4.12.2015, Quelle: Österreichisches Patentamt

INFORMATION UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DER AUSSCHREIBENDEN STELLE.