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Sparen bei Forschung ist der falsche Weg

LINZ. Industrie fordert eine höhere Forschungsprämie.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) werden wegen der Corona-Krise zurückgehen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, die deren Obmann-Stellvertreter Stephan Kubinger bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Technologie-Sprecher der Kammer, Martin Bergsmann, gestern präsentierte.

Waren es im Februar noch 45 Prozent der Befragten, die ihre F&E-Ausgaben steigern wollten, so sind es im Juni nur mehr 18 Prozent. „Wir müssen diesen Rückgang verhindern. Sparen bei der Forschung ist der falsche Weg“, sagte Kubinger.

Die Sparte Industrie fordert daher eine zeitlich befristete Erhöhung der Forschungsprämie von derzeit 14 auf 20 Prozent. „Jene Betriebe, die jetzt zögern, hätten dann einen Anreiz, bei der Forschung wieder Gas zu geben“, sagte Kubinger. Schließlich sei Oberösterreich der „Forschungstreiber“. Das zeige die Anzahl der Patentanmeldungen. Im Vorjahr wurden bundesweit 1577 Patente und Gebrauchsmuster erteilt, 642 stammten aus Oberösterreich. Deutlich dahinter, mit 463 bzw. 436 Patenten, folgten die Steiermark und die Bundeshauptstadt Wien.

Welchen Stellenwert F&E bei der Bewältigung der Krise hätten, zeige eine aktuelle Wifo-Studie. Es bestehe die Gefahr, dass Innovationen in ihrer Rolle als Treiber von Beschäftigungs- und Wirtschaftswachstum nachhaltig geschwächt würden, heißt es in dieser Studie.

Weniger Bürokratie
Eine wichtige Forderung der Unternehmen sei auch die Entbürokratisierung und Beschleunigung der Antragsverfahren, sagte Technologie-Sprecher Bergsmann. „Bei einer Befragung durch die Sparte Industrie fordern 95 Prozent eine derartige Erleichterung.“ Die Corona-Krise wäre ein Anlass, hier etwas zu tun.

Darüber hinaus fordert die Sparte Industrie auch die Aufstockung des Budgets der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) um eine Milliarde Euro, verteilt auf die kommenden fünf Jahre. (hn)

8.7.2020: OÖ Nachrichten

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