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WKO: Forschungsprämie gerettet

Massive Einschränkungen bei Forschungsprämie erfolgreich verhindert

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Wir müssen die Forschungsprämie als echten Standort-Vorteil nutzen und zielgerichtet weiterentwickeln“

Wichtiger Erfolg für Niederösterreichs Industriebetriebe: Nach heftigen Protesten wurden nun vom Finanzministerium ursprünglich geplante, drastische Verschlechterungen bei der Forschungsprämie erfolgreich abgewehrt. „Das ist ein ganz wesentlicher Erfolg für die zahlreichen im Bereich Forschung und Entwicklung aktiven Unternehmen in Niederösterreich und damit zugleich für den gesamten Forschungs- und Innovationsstandort“, ist Helmut Schwarzl, der Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), zufrieden.

 

„Die neue Verordnung ist ein wichtiger interessenpolitischer Erfolg für die vielen Betriebe, die im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig sind.“

Doris Hummer,  Präsidentin WKOÖ

 

In der ursprünglichen Form gingen Experten von einem starken Rückgang der Forschungsprämien aus, die Bemessungsgrundlage würde sich um bis zu 70 Prozent reduzieren, da Material und Rohstoffe, die für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden, ab 2026 in vielen Fällen nicht mehr für die Forschungsprämie hätten berücksichtigt werden dürfen. In der neuen abgeänderten Verordnung sind z.B. nun Prototypen und Pilotanlagen generell von einer Einschränkung ausgenommen. „Auch sonst wurden viele Verbesserungen aufgenommen. Anstatt der von Experten geschätzten 500 Millionen Euro an verminderter Forschungsprämie in der alten Verordnung geht man im Finanzministerium nun von einem Entfall von lediglich 15 Millionen Euro aus“, sagt Hummer. Auch die noch nicht veröffentlichte 150-seitige Forschungsprämienrichtlinie mit den Erklärungen und Beispielen müsse möglichst praxistauglich und unbürokratisch ausgestaltet werden.

 

„Die ursprüngliche Fassung der Verordnung hätte den Kern der österreichischen Forschungs- und Entwicklungslandschaft getroffen und erhebliche Auswirkungen auf jene Sektoren gehabt, die den Hauptbeitrag zur Forschung leisten.“

Erich Frommwald,  Obmann der Sparte Industrie in der WKOÖ

„Die steuerliche Forschungsprämie ist ein bewährtes und wirksames Instrument der indirekten Forschungsförderung und stellt für viele Unternehmen ein wesentliches Kriterium in der Standort- und Investitionsentscheidung dar. Sie stärkt forschungsaktive Unternehmen, trägt zur Ansiedelung und Absicherung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Österreich bei und erhöht nachhaltig die Attraktivität des heimischen Wirtschaftsstandorts“, so die Präsidentin.

„Die ursprüngliche Fassung der Verordnung hätte den Kern der österreichischen Forschungs- und Entwicklungslandschaft getroffen und erhebliche Auswirkungen auf jene Sektoren gehabt, die den Hauptbeitrag zur Forschung leisten. Damit wäre die industrielle Innovationsfähigkeit sowie die Standortattraktivität Österreichs, gerade in den aktuell schwierigen Zeiten, substanziell noch weiter geschwächt worden“, ist Erich Frommwald, Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ, überzeugt.

„Sowohl im Regierungsprogramm als auch in der Industriestrategie bekennt sich die Bundesregierung klar zur Forschungsprämie als echten Standort-Vorteil. Die Forschungsprämie soll deshalb abgesichert bzw. weiterentwickelt werden, um Österreich international als starken Forschungsstandort zu positionieren. Gleichzeitig muss aber die Bürokratie in der Forschungsprämie reduziert und an moderne Entwicklungszyklen angepasst werden. Daran gilt es nun zu arbeiten. Wir müssen die Forschungsprämie als echten Standort-Vorteil nutzen, zielgerichtet ausbauen und weiterentwickeln“, sind sich Hummer und Frommwald einig.

Link: https://www.wko.at/ooe/news/forschungspraemie-gerettet

 

 

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