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Steiermark bei regionaler F&E-Quote europaweit an der Spitze

Die Steiermark hat unter den 276 EU-Regionen die Spitze im Bereich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreicht. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) gaben einen Zuwachs der F&E-Quote von 0,3 Prozentpunkten auf 5,16 Prozent des BIP im Zeitraum 2013 bis 2015 bekannt. Österreichweit ist die steirische Quote seit Jahren die höchste.

„Wir sind jetzt dort, wo alle hinwollen und haben seit Jahrzehnten daraufhin gearbeitet“, hielt LH Schützenhöfer fest. Auf regionaler Ebene in der EU führt die Steiermark laut den präsentierten Daten vor East Anglia (UK) mit einer F&E-Quote von 4,98 Prozent, Baden-Württemberg, (4,94) und der Region Hovedstaden um die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Wien folgt noch vor Berlin auf Platz acht, Oberösterreich auf Rang 13 und Kärnten am 15. Platz. Laut der aktuellen Erhebung der Statistik Austria zu den österreichischen Forschungs- und Entwicklungsquoten komme hinter der Steiermark auf Platz zwei Wien mit 3,66 Prozent und Oberösterreich mit 3,18 Prozent. Der Österreichdurchschnitt liege bei 3,09 Prozent.

„Das ist ein großer Erfolg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns, denn nur wer in Forschung und Entwicklung investiert, hat den Fuß in der Tür der Zukunft der Arbeitsplätze“, wie LH Schützenhöfer betonte. „Es war unser großes Ziel vom Vize-Europameister zum Europameister aufzusteigen. Das ist gelungen“, sagte LHStv. Schickhofer. Ein entscheidender Entwicklungsfaktor für die Zukunft werde es sein, „Fachkräfte mit höchster Kompetenz im technischen Bereich“ bieten zu können. Er appellierte an die Jugendlichen „die richtige Lebens- und Berufsentscheidung zu treffen“.

Großteil der Ausgaben entfällt auf Unternehmen
Insgesamt seien in der Steiermark im Jahr 2015 rund 2,23 Mrd. Euro für F&E ausgegeben worden. Davon betrugen die F&E-Ausgaben der öffentlichen Hand 543,2 Mio. Euro (2013: 502 Mio. Euro). Die Unternehmen haben ihre Ausgaben deutlich gesteigert und investierten 1,69 Mrd. Euro (2013: 1,5 Mrd. Euro). Damit wurden in der Steiermark 75,7 Prozent (2013: 74,8 Prozent) der Gesamtinvestitionen von den Unternehmen getätigt.

„Wir machen das nicht zum Selbstzweck. Wir sind in der Industrie jeden Tag dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt und müssen uns einfach anstrengen, um im Wettbewerb vorne zu sein“, hob Wirtschaftskammer-Spartenobfrau Angelika Kresch hervor. Aus ihrer Sicht könnte die Industrie die F&E-Ausgaben noch weiter erhöhen, „wenn wir dazu bessere Rahmenbedingungen hätten“. Dazu zählten laut Kresch u.a. die Umsetzung der jüngsten arbeitsrechtlichen Forderungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte.

Massive Investitionen in Qualifizierung gefordert
„Wir müssen aufpassen, dass wir die Fachkräfte nicht verlieren, bzw. dass wie überhaupt welche bekommen und wir müssen in Zukunft in die Qualifizierung ganz stark investieren“, betonte auch Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk. Der Bedarf der Industrie an Absolventen der Universität sein hoch, bestätigte auch Rektor Harald Kainz von der TU Graz. In vielen Bereichen gebe es zu wenig Absolventen, um diesen zu befriedigen.

Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) sah einen wesentlichen Grund für die erreichte Quote in der „hervorragenden“ Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Wissenschaft – „ein absolutes Erfolgsrezept“, wie sie formulierte. Ein wesentlicher Motor der steirischen Rekordquote seien auch die Kompetenzzentren nach dem COMET-Programm des Bundes: Die Steiermark ist an 25 der österreichweit 44 Kompetenzzentren beteiligt und damit mit Abstand das darin führende Bundesland in Österreich. Mit dem jüngsten „Silicon Austria Lab“ mit Standorten in Graz, Linz und Villach und der Gesamtkoordination von Graz aus werde die Steiermark zudem als international führende Region im Bereich der Mikroelektronik positioniert. Damit entstünden laut Eibinger-Miedl bis zu 200 neue Arbeitsplätze.

22.8.2017, Quelle: APA

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